Denken

Denken ist das entwickeln von Vorstellungen die Sinn machen.

Diese können in einer menschlichen Sprache durch Begriffe benannt werden.

Dadurch können Gedanken entstehen die sinnvoll sind.

Dazu ist ein Mensch in der Lage, falls er in einer menschlichen Gesellschaft aufgewachsen ist, und so die Möglichkeit hatte das Denken und  Sprechen in dieser Sprache lernen hat.

Und er nach den bestmöglichen Gedanken strebt.

Dadurch hat er die psychische Fähigkeit erlangt sinnvolle Überlegungen auf Grundlage der Begriffe bzw. der Gedanken anzustellen.

Diese Fähigkeit bzw. diese psychische Funktion findet man also nur bei Menschen der sich in der Natur entwickelt hat.

Auf dieser Grundlage kann der einzelne Mensch lernen und sein Denkvermögen in einer menschlichen Gesellschaft weiter entwickeln.

Es kann als Individuum sich weiter entwickeln – um im günstigen Fall den inneren Frieden und die Harmonie finden bzw. in sich verwirklichen.

 

Nur Menschen können in einer Sprache begrifflich sprechen:

Nur Menschen können in einer Sprache begrifflich artikulierte Worte bilden und in einer gelernten menschlichen Sprache sprechen.

Durch aktives und durch passives Denken können sie Überlegung anstellen und bestmögliche Lösungen finden.

Auf diesem Weg können auf der Welt nur Menschen Ketten von sinnvoll zusammenhängenden Vorstellungen bilden und die einzelnen Gedanken miteinander vergleichen bzw.  sprachgebunden prüfen, was wohl das Beste ist.

 

Tiere können situativ entscheiden aber nicht denken:

Hoch entwickelte Tiere gelangen durch ihre situative Wahrnehmung zwar auch zu einer Beurteilung der Situation.

Das heißt sie können situativ entscheiden.

Und sie können auf Grundlage ihrer Erfahrung und auf Basis ihres Instinkts – also instinktiv handeln bzw. reagieren.

Weiter gehende prüfende Überlegungen respektive Vorstellungen bzw. ganze Ketten von Vorstellungen können sie nicht bilden und diese miteinander dem Sinn nach vergleichen – eben weil sie keine Sprache mit differenzierten Begriffen haben und weil sie nicht in diesem Sinn denken können.

Das Phänomen des Denkens in einer Sprache – auf Grundlage von Begriffen hat sich also nur beim Menschen in Natur den verschiedenen Kulturen bzw. Gesellschaften entwickelt.

 

Denken kann man unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachten:

Aus der Sicht der Psyche betrachtet ist das Denken ein psychisches Phänomen.

Aus der Sicht des Geistes betrachtet ist es bei einer einzelnen Person ein geistiges Phänomen.

Aus der Sicht der Natur betrachtet ist dies ein natürliches Phänomen das in dieser Ausprägung nur beim Menschen vorkommt.

Damit eröffnet sich für den Menschen als Einziges unter den Lebewesen eine neue Dimension, weil er durch das Denken mit Hilfe der Begriffen Vorstellungen über die Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft entwickeln kann.

Dies ist einem Tier wegen dem fehlenden Denkvermögen grundsätzlich nicht möglich.

Der Mensch kann sich somit mental in die Vergangenheit und in de Zukunft begeben.

Das heißt er kann neben der Gegenwart auch an die Vergangenheit und an die Zukunft denken.

Und er kann auch andere Vorstellungen entwickeln.

So kann er zum Beispiel auch Dinge in Form von Gedanken mit anderen Menschen kommunizieren.

Das heißt er kann sein Denken bzw. seine Vorstellungen in Bezug auf diverse Sachverhalt kommunizieren, und auf diesem Weg andere Menschen beeinflussen – vor allem wenn sie für seine Ideen empfänglich sind.

In diesem Sinn haben sich infolge des Denkens in den verschiedenen Gesellschaften unterschiedliche Sprachen und zum Teil auch eine Schriften in Kulturen entwickelt.

Trotz seinem Denken lebt der einzelne Mensch – jedoch so wie die anderen Lebewesen immer nur in der Gegenwart – im Hier und Jetzt.

 

Voraussetzungen für das Denken:

Die notwendige Voraussetzung für das menschlich denken lernen ist dass der jeweilige Mensch einer menschlichen Gesellschaft aufgewachsen ist bzw. er sich in dieser entwickeln konnte.

Das heißt er muss in einer menschlichen Kultur aufgewachsen sein, wobei er im Rahmen seiner körperlichen und geistigen Entwicklung rechtzeitig das Sprechen in der diesbezüglichen Sprache erlernt hat. Es muss also rechtzeitig durch Übung und Praxis – – im Rahmen des normalen Lebens – im Umgang mit anderen Menschen – den Sprach-Erwerb erlangt haben.

Nur so konnte sich bei ihm als voll entwickeltes zur Reife gelangtes menschliches Individuum das menschliche Denken angemessen entwickeln.

Das Lernen der menschlichen Bewegungen der menschlichen Sprache und die diesbezügliche Praxis war also für die normale Entwicklung eine notwendige Voraussetzung, sodass sich bei ihm die höheren Hirnstrukturen – insbesondere die kortikale neuronale Feinstruktur – zum Erwerb dieser Fähigkeit geführt hat.

Erst auf seiner ererbten biologischen Grundlage als Mensch bei gleichzeitiger Möglichkeit der Praxis und Übung des Sprechen und Denkens konnte sich bei ihm die höhere Hirnfunktion rechtzeitig entwickeln. Und konnte er sie dann in weiterer Folge – im Laufe seines Lebens – im Rahmen seiner Aktivitäten dank der Neuroplastizität noch weiter entwickeln.

So dass dieser Mensch schließlich im Lauf seines Lebens zur natürlichen Reife bzw. zu der für ihn möglichen Reife und individuell für ihn möglichen Entwicklung gelangen konnte.

All diese Voraussetzungen sind also notwendig, damit sich bei ihm das umfassende Verständnis für die Begriffe das Sprechen und Denken in seiner Sprache – meist im Sinn der Muttersprache – und allenfalls auch in weiteren Sprachen möglich geworden ist. So dass er im Stadium der vollen Entwicklung selbst eigenständig denken, sprechen und sinnvoll argumentieren kann – wie man dies von einem Erwachsenen im Sinn der Aufklärungaufgeklärten Menschen erwarten kann.

 

Das Denken kann man unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachten:

Man kann ein kluges von weniger klugen Denken unterscheiden.

Generell ist das Denken bestrebt den Sachverhalt angemessen zu erkennen um sodann demgemäß angemessen handeln zu können.

Man kann daher auch sagen, dass das Denken danach strebt den Sinn erkennen um den Sachverhalt dadurch zu verstehen.

 

Das Denken hat sich als neuronale Funktion im Hirnpol entwickelt:

Bei höher entwickelten Lebewesen hat sich das Denken als neuronale Funktion bzw. als Teilfunktion des Nervensystems im Hirnpol entwickelt.

In diesem Pol des Nervensystems der vom Gehirn mit dem Kortex gebildet wird hat das Denken entwickelt bzw. sind hier die neuronalen Voraussetzungen für diese neuronale Funktion gegeben. Diese Fähigkeit ist ansatzweise auch bei höher entwickelten Tieren vorhanden, in ausgeprägter Form ist diese Fähigkeit jedoch nur im menschlichen Gehirn vorhanden.

Daher können lediglich Menschen in einer artikulierten Sprache in sprechen bzw. können nur sie in differenzierten Begriffen denken.

Höher entwickelte Tiere können situativ auf Sachverhalte zwar angemessen reagieren und kann man daher sagen, dass sie in einem gewissen Umfang denken können. Sie können jedoch nicht weiter gehende Überlegungen anstellen und letztlich nach geistiger Prüfung entscheiden was wohl am besten getan werden kann.

Zu derart differenzierter Reaktion und Handlung ist nur der Mensch befähigt. Nur er kann den Sachverhalt durch Überlegung beurteilen und dann frei entscheiden was zu tun ist.

Man erkennt damit dass das Moment der Freiheit – der Wahl – daher die Verantwortung für die getroffene Entscheidung bzw. für das frei gewählte Urteil nur beim Menschen entsteht.

Wohingegen das Tier diese Möglichkeit nicht hat sondern situativ instinktiv reagiert bzw. handelt.

Zu dieser besonderen Fähigkeit ist das menschliche Gehirn – im Verbund mit den anderen Organen und Organsystemen des Organismus befähigt – weil sein Kortex sich durch eine neuronale Feinstruktur auszeichnet die den Tieren nicht in dieser Ausprägung zu eigen ist.

Deswegen kann man sagen, dass das Denken im Sinn des menschlichen Denkens – auf Grundlage einer erlernten Sprache eine Fähigkeit ist – die sich auf Grundlage der besonderen neuronalen Feinstruktur des Kortex entwickelt hat, wie sie beim Menschen vorhanden ist.

Man kann also festhalten:

Höher entwickelte Tiere können auf Sachverhalte angemessen reagieren und man kann daher sagen, dass sie in einem gewissen Umfang denken können.

Dies bedeutet sie können infolge der Funktion ihres Nervensystems – in einem gewissen Umfang in Bezug auf den gegebenen Sachverhalt sinnhaft reagieren. Sie können diesen jedoch nicht auf der Grundlage von mehreren Überlegungen prüfen und abwägen, was jetzt wohl am besten zu tun ist. Das heißt sie haben nicht die Wahl zwischen mehreren Möglichkeiten – vielleicht zwischen zwei Möglichkeiten tun oder nicht-tun – jedoch nicht die zwischen mehreren bis vielen wie dies beim Menschen der Fall ist.

Unter einem anderen Blickwinkel betrachtet, kann man sagen, dass sie auf Grundlage der Beschaffenheit ihres Nervensystems und Grundlage ihrer Erfahrung den situativen Sachverhalt – mehr oder weniger – angemessen situativ beurteilen können.

Unter einem anderen Blickwinkel betrachtet kann man daher sagen, dass sie instinktiv – also auf Grundlage ihres Instinkts reagieren und demgemäß im Rahmen ihrer Möglichkeit in der Regel die bestmögliche Reaktion treffen bzw. finden.

Hingegen kann – unter den Lebewesen – nur der Mensch auf Grundlage der Sprache in Begriffen denken:

Nur der Mensch kann unter den Lebewesen – falls er in einer menschlichen Gesellschaft aufgewachsen ist – auf Grundlage der Begriffe der angewandten Sprache in dieser Sprache denken.

Das heißt, er hat im Rahmen seiner persönlichen Entwicklung das dafür notwendige Begriffsverständnis erlangt und kann infolge seines Denkvermögens selbst in dieser Sprache sinnhaft denken, sprechen und handeln.

Man kann auch sagen, dass nur Menschen Vorstellungen in Bezug auf größere Zusammenhänge entwickeln können und dabei auf Grundlage ihrer Überlegungen entscheiden was sie sagen oder tun sollen.

Nur Menschen können also in diesem Sinn denken und überlegen oder über eine Sache nachdenken um schließlich bewusst ein „Denkergebnis“ zu liefern.

Das bedeutet, dass nur der Mensch infolge seines mentalen Prozesses – den Sachverhalt unter allen möglichen Blickwinkeln geistig betrachten kann. Nur er kann also bedenken, prüfen und schließlich, die seiner Ansicht nach zutreffende Entscheidung fällen.

Das intelligente Tier – oder das durch den Instinkt ausgestattete Tier kann in einem gewissen Umfang zwar auch adäquat reagieren – dies wird in der Regel aber nicht das Produkt eines Denkprozesses mit einem Urteil sein – sondern die dem Wesen des Lebewesens adäquate Instinkt-Reaktion.

Der Mensch gelangt durch seinen Denk-Prozess zum persönlichen Urteil:

Während das Tier – in aller Regel – durch die instinkthaft adäquater Reaktion zur Entscheidung gelangt, gelangt der Mensch in vielen Fällen durch den mentalen Prozess bzw.  durch seinen Denkprozess zum persönlichen Urteil..

Und so gelangt die denkende Person zur bewussten persönlichen Handlung.

Vorsprachliches Denken versus sprachliches Denken:

Man kann vorsprachliches Denken von sprachlichem Denken (sprachgebundenem Denken) unterscheiden.

Dabei kann man das sprachliche Denken auch als das Denken in Begriffen bezeichnen, wohingegen vorsprachliches Denken nicht auf Begriffen beruht – sondern andere Informationen (Gesten/Mimik/situative Gegebenheiten etc.).

Höher entwickelte Tiere können nämlich in einem gewissen Umfang Informationen durch Laute, Verhaltensweisen und Gesten auf der Grundlage eines vorsprachlichen Denkens kommunizieren, jedoch kann nur der Mensch auf der Grundlage von Begriffen, Zeichen, Zahlen und anderen Informationen mit anderen Menschen in einer Sprache sprechen. Das heißt nur der Menschen kann auf der Grundlage von sprachlichem Denken (sprachgebundenem Denken) mit anderen Menschen die diese Sprache ebenfalls verstehen sprechen bzw. kommunizieren.

Natürlich gibt es auch Zwischenformen – so wenn man etwa auf die behelfsweise Kommunikation denkt, die man in einem Land anwendet bzw. versucht falls man die dortige Sprache nicht versteht.

Neurobiologisch betrachtet handelt es sich dabei um eine Leistung der neuronalen Funktion. Durch diese kommt es zur „getakteten“ Abstimmung von neuronalen Mustern in einer gewissen Sequenz. Dabei korreliert dieser Abgleich der neuronalen Muster in dieser Sequenz mit der Assoziation der Gedanken die einen gewissen Sinn für dieses Individuum ergeben.

Psychologisch betrachtet handelt es sich beim Menschen um eine Leistung der Psyche – man kann auch sagen dass es sich um eine Leistung des Geistes der Person handelt.

Der Mensch ist in Bezug auf das Denken das am höchsten entwickelte Lebewesen, insofern er fähig ist, auf der Grundlage einer Sprache Worte sinnhaft zu wählen.

Er ist dadurch also fähig sinnhaft zu denken und zu urteilen.

Auf dieser Grundlage ist also logisches denken möglich bzw. kann man kraft der eigenen Überlegung sinnhaft agieren oder reagieren.

Man sagt daher zu recht: glaube wenig, prüfe viel und denke selbst.

Wir können auf der Grundlage unserer Sprache nämlich den Sinn durch den Zusammenhang der Worte erkennen bzw. auf dieser Basis die Abfolge der Gedanken sinnvoll verstehen und infolge sinnvoll handeln.

Das bedeutet auch dass ich zum Beispiel der Sichtweise einer anderen Person zustimmen kann – oder diesbezüglich einen anderen Standpunkt vertrete bzw. eine andere Ansicht vertrete.

Man kann auch sagen, dass der Mensch kraft seines Denkvermögens zur sinnhaften Assoziation seiner Gedanken fähig ist.

Beim Menschen beruht das logische Denken also auf der zutreffenden Wahl der Begriffe im Zusammenhang und es entsteht dadurch die beabsichtigte Argumentation.

Schließlich kann man, neurobiologisch betrachtet, auch sagen, dass das Denken auf dem komplexen neuronalen Prozesses beruht der die neuronalen Mustern in Korrelation mit dem mentalen Prozess vergleicht und dabei in der Sequenz voranschreitet falls die Muster gemäß der Überlegung zusammenpassen.

Deswegen kann man auch sagen, dass beim Denken ein neuronales Programm im zentralen Nervensystem abläuft, bei dem die Sequenz der passenden Abschnitte aus dem mentalen Prozess ergibt.

Es bestimmt das Denken respektive der der mentale Prozess hier also die Sequenz der Gedanken, in dem für dieses Individuum typisch, eigenen/individuellen Tempo, wie sich dies aus der Geschwindigkeit der ablaufenden neuronalen Funktion ergibt.

Anmerkung dazu: Im Hinblick auf die Reaktionsgeschwindigkeit kann man sagen, dass das einzelne Lebewesen gemäß seiner neuronalen Struktur mit einer für dieses Individuum typischen Geschwindigkeit reagiert, weil dies durch die individuelle elektrische Reiz-Leitungsgeschwindigkeit und durch den individuellen neuronalen Prozess bestimmt ist (Vergleich: Reaktionsgeschwindigkeit der Maus mit der des Menschen, falls sie sich gegenseitig gleichzeitig bemerken, Oder Reaktionsgeschwindigkeit der Stechmücke falls sich die menschliche Hand mit einer gewissen Geschwindigkeit nähert).

Die neuronalen Vorgänge beim Denken spielen sich vorwiegend im Kortex des Gehirns ab:

Beim Denken und Überlegen spielen sich im menschlichen Gehirn die neuronalen Vorgänge vorwiegend in den neuronalen Netzwerken des Kortex ab. Man kann daher auch sagen, dass der Denkprozess vorwiegend auf der neuronalen Funktion in den Gehirnwindungen sich abspielt. Allerdings sind dabei – wie an anderer Stelle erwähnt auch andere neuronale Netzwerke eingebunden.

Dies ist etwa bei der Kognition der Fall. bei der z. B. die Sinneseindrücke mit Gedächtnisinhalten verglichen werden (etwa in Bezug auf einen gewissen Geruch – was im tierischen Gehirn in vergleichbarer Weise – wie im menschlichen Gehirn abläuft. So etwa beim Erkennen des anderen Lebewesens durch den typischen Geruch. Oder beim Erkennen des anderen bekannten Lebewesens).

Dabei ist der neuronale Prozess jedoch nicht nur auf den Kortex beschränkt, sondern es sind dabei auch andere neuronale Netzwerke eingebunden. Insbesondere das sogenannte limbische System.

Man denke etwa an die Auswirkung der Stimmung bzw. an die Wirkung der gegenwärtigen Emotion die den ablaufenden neuronalen Prozess in Abhängigkeit von Sachverhalt und Situation und auch in Abhängigkeit von allenfalls vorhandenen Gedächtnisinhalten (Vorurteilen/Vorlieben/Geschmack etc.) wesentlich beeinflusst.

Zur Entstehung der einzelnen Gedanken:

Zum Teil entsteht das Denken im Individuum spontan infolge der früheren Erfahrungen und damit infolge der Inhalte die aus dem Gedächtnis assoziiert werden und es wird durch hinzukommende Sinnesreize modifiziert und beeinflusst. In diesem Sinn ist unser Denken also nicht nur durch die Rationalität, sprich nicht nur durch den Verstand und durch die Vernunft bedingt, sondern wesentlich durch die Emotionalität.

Ja, man kann beobachten, dass das Denken oftmals primär durch die Emotion bedingt ist bzw. überhaupt das Gemüt dieses grundsätzlich bestimmt.

Auf diese Art und Weise wird ein Gedanke durch den vorangehenden angestoßen bzw. kann man sich vorstellen, dass auf diese Art und Weise die individuelle Gedankenkette – man kann auch sagen der Denkvorgang im Bewusstsein der Person entsteht.

Auf diesem Weg entsteht z. B. die Information – etwa eine gewisse Einsicht/Erkenntnis/Sichtweise, die sich im Bewusstsein des Lebewesens, beim Menschen entweder sprachgebunden oder bei Tieren vorsprachlich determiniert manifestiert.

Man erkennt damit wie die Gedankeninhalte als software mit den neuronalen Programmen als der biologischen hardware die diese ermöglichen entstehen.

Philosophisch betrachtet kann man im Hinblick auf das denken auch sagen, dass im Bewusstsein der Person eine Idee entsteht, und hier beim sprachgebundenen Denken der Begriff der Idee als Gegenstand in der Idee und damit als die systematische Einheit der Idee im Bewusstsein erscheint, falls die Person die Merkmale der Idee vermittelt durch das Schema der Idee geistig auffasst.

Daher kann man auch sagen, dass durch das Denken der Sachverhalt erkannt/beurteilt/eingeschätzt/bewertet wird etc., und dass daraus in gewissen Fällen die Handlung resultiert.

Man kann also sagen: durch das Denken entsteht unter anderem das Erkennen auf Grundlage der individuellen Wahrnehmung und Kognition. Der Gedanke bestimmt also die persönliche Sichtweise und bestimmt damit zum Beispiel das Verstehen des Zusammenhangs.

Das Denken beruht also entweder auf spontanen Assoziationen oder auf der bewussten Überlegung.

Dadurch entsteht die Kognition bzw. das Erkennen im Bewusstsein der Person.

Dabei spielt in vielen Fällen die momentane Sinneswahrnehmung eine wesentliche Rolle. Oder es bestimmt eine frühere Erfahrung wesentlich die Beurteilung der Situation.

Man kann also sagen, dass je nach Sachverhalt und Situation die Emotion bzw. vorherrschende Stimmung wesentlich die Entstehung des Gedankens bestimmt oder ein anderer Faktor der etwa alte Inhalte des Unbewussten bzw. das Gedächtnis aktiviert und damit wesentlich die momentane Ansicht der Person bestimmt.

Man kann daher auch sagen, dass beim Denken der Prozess des Urteilens wesentlich ist, weil er die jeweilige Entscheidung und damit die persönliche Erkenntnis liefert.

Das Denken ist also Teil der kognitiven Funktion, wohingegen das Fühlen und das Gefühl im engeren Sinn und auch die psychische Empfindung der affektiven Funktion zugeordnet werden.

Dabei entsteht biologisch betrachtet das Denken durch den neuronalen Prozess wie er vor allem im Gehirn infolge der neuronalen Funktion entsteht.

Man kann auch sagen: das Denken entsteht infolge der neuronalen Aktivität in den neuronalen Netzwerken des zentralen Nervensystems.

Und es entstehen als Folge dieser elektrischen Vorgänge im Nervensystem die unterschiedlichen  neuronalen Muster die hier in Bezug auf diese Leistung der Psyche bzw. den Geist der betroffenen Person mit gewissen Gedanken korrelieren.

In Bezug auf die unterschiedlichen Formen des Denkens wie sie bei Menschen vorkommen kann man unterschiedlich definierte Typen bzw. unterschiedliche Ideale beschreiben:

So kennt man etwa die Begriffe: systemischen Denken, vernetztes Denken, mehrdimensionales Denken gegenüber dem einfachen bzw. linearen Denken.

Im Hinblick auf die Kausalität kennt man ein monokausales Denken gegenüber dem Denken das die unterschiedlichen Faktoren der Ursache berücksichtigt, und demgemäß ein mehrdimensionales bzw. vielschichtiges Denken respektive ein komplexes Denken ist.

Oder man kennt den Begriff flexibles Denken oder den Begriff dynamisches Denken und im Gegensatz dazu das starre Denken.

Zum Inhalt des Denkens:

In Bezug auf den Inhalt des Denkens kennt man in verschiedenen Wissenschaften die unterschiedlichen Formen: in Bezug auf die Psyche etwa den Begriff psychologisches Denken, der sowohl in der Psychologie wie in der Psychiatrie gebräuchlich ist ferner die Begriffe psychiatrischen Denken und psychopathologisches Denken. In der Medizin spricht man vom medizinisches Denken. In anderen Wissenschaften etwa in der Physiologie vom physiologisches Denken, in der Biologie vom biologischen Denken usf.

Es haben sich also in den unterschiedlichen Bereichen des menschlichen Wissens unterschiedliche Formen des Denkens durch die Differenzierung der Sprache und damit durch die Entstehung der fachlichen Begriffe unterschiedliche Formen des Denkens entwickelt.

Man kann in der Heilkunde also das medizinische Denken vom psychiatrischen Denken unterscheiden, oder ein Denken wie es auf Grundlage einer Theorie entstanden ist. Hier denke man etwa an die Begriffe der Psychotherapie in der eigene Schulen entstanden die spezielle Begriffe hervorgebracht haben und damit auch eigene Formen des Denkens und damit des Verstehens und Erklärens von Zusammenhängen geschaffen haben. Analoges gilt etwa auch für die Psychosomatik oder einzelne Bereiche der Alternativmedizin und Komplementärmedizin. Man denke an die Homöopathie, die Neuraltherapie in der eigene fachliche Vorstellungen entstanden sind. Oder man denke an die Konzepte der Akupunktur oder die der Traditionellen chinesischen Medizin usf.

Dabei unterscheiden sich die Formen des Denkens zum Teil beträchtlich. An dieser Stelle sei etwa darauf aufmerksam gemacht dass das biologische Denken in der Medizin zu einem ganz anderen Verständnis der Zusammenhänge führt als das technokratische Denken das aus dem mechanistischen Denken hervorgegangen ist.

Jeder Bereich des Wissens prägt also die Sichtweise der Menschen enorm und beeinflusst dies auch die Entwicklung der Person, insbesondere die ihres Geistes ihres Verstehens der Welt letztlich also auch ihr Weltbild und überhaupt die Sicht der Dinge.

Die jeweiligen Bereiche des Wissens und damit verbunden die tägliche Verwendung der Begriffe bzw. Worte haben prägen fortlaufend die Denkformen der Menschen.

In Bezug auf den Entwicklungsgrad des Denkens kann man elementare nonverbale Formen von höher differenzierten Formen unterscheiden.

Gemäß dem höher entwickelten Denkvermögen kam es also zur Entstehung der Begriffe und Worte um dadurch Information zu kommunizieren.

Man kann demgemäß ein nonverbalen Denkens im Sinn der nonverbalen Kommunikation beschreiben das zwar die unterschiedliche Folge von Lauten und Intensitäten kennt, jedoch nicht explizite Begriffe die als einzelne Einheiten zu ganzen Sätzen, zu Argumenten, zu einer ganzen Argumentation – also zu einer ganzen Geschichte zusammengesetzt werden können. Damit wurde beim Menschen die Kommunikation von wesentlich komplexeren Inhalten möglich. Wir kennen in diesem Sinn die geschriebenen Texte in den unterschiedlichen Formen die Ausdruck des jeweiligen Denkens sind. Angefangen von einer Geschichte die ein Geschichtenerzähler mündlich überliefert hat bis zu einem Schriftsatz den ein Jurist bei Gericht kraft seines juristischen Denkvermögens eingebracht hat.

In diesem Sinn haben nur Menschen durch die Fähigkeit zur Abstraktion auf Grundlage einer Sprache mit eigenen Schriftzeichen und konnte auf dieser Grundlage eine differenzierte und hoch komplexe Kommunikation entwickeln.

Zu den Einflüssen die sich auf das Denken auswirken:

Das Denken der Person wird durch diverse Einflüsse man kann auch sagen durch diverse Faktoren beeinflusst. Zu nennen sind hier das Alter, somit der Stand der Entwicklung des Lebewesens, der Grad des Gelernten und damit der Entwicklungsgrad des Gedächtnisses, der Zustand der Gesundheit (oder allenfalls der Grad der Krankheit  bzw. der gesundheitlichen Störung – hier besonders zu erwähnen der einer relevanten psychischen Störung) und viele andere Faktoren. Somit bestimmt die momentane geistige Verfassung wesentlich das Denkvermögen der Person. Man kann auch sagen, dass das Denkvermögen des Individuums den Geist der Person und damit wesentlich deren momentane geistige Fähigkeiten bestimmt. Man denke etwa an den Zustand der geistigen Frische nach erholsamem Schlaf oder an den Zustand der Übermüdung in dem das Vermögen zur Assoziation deutlich vermindert ist.

In Bezug auf die Qualität des Denkens kann man sinnhaftes (sinnvolles) Denken von nicht-durch den Sinn geleitetes Denken unterscheiden. Diese Art zu Denken kann man als unvernünftiges Denken bezeichnen, wobei hier das vernünftige Denken durch die vernünftige Überlegung der Person geleitet ist um das best mögliche Ergebnis bzw. das bestmögliche Wissen zu erlangen.

In diesem Fall strebt das Denken danach alle wesentlichen Gegebenheiten zu erfassen, den relevanten Zusammenhang dem Sinn nach zu erkennen und zu verstehen um die besten Argumente zu finden um infolge bestmöglich – also vernünftig zu handeln. Daher ist das Denken bzw. das Denkvermögen die elementare Voraussetzung für den guten Hausverstand.

Bekanntlich ist das Denken wesentlich durch die momentan vorherrschende Stimmung geprägt. Demgemäß kennt den Begriff der Laune bzw. die Launenhaftigkeit. Oder man kennt etwa bei der affektiven Störung vom Typ der Manie das unkritische Denken und daher das unkritische Handeln mit Verkennung der eigenen Möglichkeiten und im gegenteiligen Zustand der Depression bzw. der depressiven Störung das negativistische Denken mit entsprechender Argumentation und eingeschränkter Handlungsfähigkeit.

Schließlich kennt man auch ein frei flottierendes Denken das ohne Absicht von den spontanen Assoziationen geleitet ist und fortlaufend weitere Überlegungen entwickelt, wie sie sich aus dem spontanen Gedankenfluss ergeben. Von dieser Art ist das Denken in der Phase des Einschlafens, im Traum und im Zustand der Trance. Es handelt sich hierbei also um ein Denken das wegen der freien Assoziation ein kreatives Denken ist, wohingegen das Denken im Zustand des Wachbewusstseins durch die Realität stärker strukturiert und eingeschränkt ist.

Es kann das Denken also stärker durch spontan assozierte Inhalte aus dem Unbewussten bestimmt sein oder durch Eindrücke aus der momentan erlebten Wirklichkeit.

Demgemäß ist das spontane Denken mehr von der Intuition geleitet, hingegen das durch die Wirklichkeit strukturierte Denken durch die vorgegebene Situation.

Man erkennt damit, dass die Kreativität wesentlich von der Situation abhängig ist bzw. das kreative Denken und tätig sein nur in Freiheit bestmöglich ist.

Es ist das Denken also ein Ergebnis des mentalen Prozesses der entweder mehr spontan oder mehr durch eine Absicht geleitet Gedanken und Vorstellungen hervorbringt.

Wie bereits vorangehend angedeutet kann das Denken mehr durch den Verstand und die Vernunft geleitet sein, oder stark durch die momentane Stimmung und Emotion geprägt sein.

Demgemäß kann das Denken mehr oder weniger rational sein, oder es kann emotional stark beeinflusst bzw. bedingt sein und letztlich gänzlich irrational sein insofern die Vernunft dann keine Rolle mehr spielt.

Man kann auch sagen: das Denken produziert die Gedanken, die infolge der Assoziation im Bewusstsein entweder entstehen.

Dabei können die Gedanken entweder durch die Intention bewusst geleitet durch das bewusste Denken im Zustand des Wachbewusstseins entstehen. Oder sie entstehen spontan – unabsichtlich – man kann auch sagen als Produkt des Unbewussten – infolge der unbewussten Überlegung.

Beim Denken kommt es im normalen Zustand des Bewusstseins – man kann auch sagen im gesunden Zustand des Geistes – zur vernünftigen Überlegung.

Es werden dabei also die unterschiedlichen Gedanken gegeneinander abwogen – man kann hier vom Ponderieren der unterschiedlichen Ideen sprechen.

Es bringt das Denken also das hervor, was man als geistige Leistung der Psyche bezeichnet bzw. das was man als den Geist der Person bezeichnet.

Somit ist das Denken eine Teilfunktion der Psyche, die neben dem Denken auch noch andere Teilfunktionen leistet.

Das Denken ist also ein voranschreitender mentaler Prozess, als dessen Folge die Vorstellungen der Person unter Einwirkung ihrer  Kreativität in ihrem Bewusstsein erscheinen und damit die Gedanken entstehen.

Man kann dabei die Vorstellungen ausgehend von den Wahrnehmungen entwickeln oder spontan.

Oder man kann beim Denken bzw. beim Nachdenken Vorstellungen gemäß einer gewissen Vorgabe etwa gemäß einer Konvention entwickeln, also gemäß einer vorgegebenen Idee, etwa gemäß einer Leitidee, somit gemäß einer gewissen Lehre oder gemäß einer gewissen geistigen Leitlinie.

So kann man etwa Vorstellungen und damit gewisse Gedanken angeleitet durch eine Theorie entwickeln.

Oder man kann Gedanken aus der Situation heraus spontan durch die freie Assoziation entwickeln, ohne dass man durch eine Vorgabe geleitet wird.

Derartiges Denken kann man als spontanes Denken bezeichnen das unabhängig von irgend welchen Vorgaben ist und sich demgemäß, auf der Grundlage der unmittelbaren Einsicht bzw. auf der Grundlage des situativ vorhandenen Verstandes und der Vernunft auf der Grundlage des Gedächtnisses und des in der Person vorhandenen Wissens entwickelt.

Der Denkprozess und damit das Denken kann in verschiedener Hinsicht beeinflusst sein, etwa durch die Emotion und die vorhandenen Gefühle. Auch die Empfindungen beeinflussen das Denken. Überhaupt beeinflussen alle Reize, wie sie auf den Organismus und damit auf das Nervensystem einwirken, in mehr oder weniger starker Ausprägung das Denken.

Das jeweilige Denken entwickelt sich also auf der Grundlage der Eindrücke und Einfälle und auf der Grundlage der Überlegung, infolge des Verstandesder mehr oder weniger ausgeprägten Vernunft und infolge von sonstigen Einflüssen.

Man erkennt damit, dass das Denken mehr oder weniger stark durch die Ratio und mehr oder weniger stark durch die Emotion und durch sonstige Einflüsse geprägt ist. Und man kann daher auch sagen, dass das Denken mehr oder weniger stark durch Vorurteile beeinflusst ist.

Auf diese Art und Weise entsteht das Denken in Folge des Zusammenwirkens von verschiedenen Faktoren und man kann daher sagen, dass das Denken infolge einer komplexen Ursache in einer Person auf eine individuelle Art und Weise entsteht.

Neurobiologisch bzw. neurophysiologisch betrachtet ist das Denken im Wesentlichen das Ergebnis der neuronalen Funktion von Nervenzellen eines gewissen Bereichs des Gehirns.

Infolge der klinischen Erfahrung, insbesondere als Folge von Verletzungen und Schädigungen des Gehirns hat man erkannt, dass diese Funktion wesentlich von den frontalen und parietalen Bereichen der Gehirnrinde geleistet wird, wobei allerdings auch Informationen aus anderen Bereichen des Nervensystems den mentalen Prozess beeinflussen. Derartige Einflüsse stammen vor allem aus der basalen Gehirnregion, infolge der dort im Wesentlichen generierten Stimmung.

In diesem Sinn beeinflusst die vorherrschende Stimmung bzw. die Emotion wesentlich den mentalen Prozess. Fallweise wird dieser wesentlich durch optische Information aus dem Bereich der hinteren Hirn-Pole beeinflusst (Sehrinde und deren Umgebung). Und/oder aus dem Riechhirn usf.

Als Folge dieser neuronalen Funktion entstehen gewisse neuronalen Muster, die sich fortlaufend weiter entwickeln – und die so gesehen – auseinander hervorgehen bzw. die in andere neuronale Muster übergehen.

Dies hat etwa in Bezug auf die kognitive Funktion die Bedeutung, dass die Person eine andere Ansicht etwa in Bezug auf den konkret in Betracht stehenden Sachverhalt entwickelt. Man kann sich auf diese Art und Weise also vorstellen, wie die neuro-biologische Funktion des Nervensystems bzw. die neuronale Aktivität des zentralen Nervensystems und damit die psychische Funktion und auch die geistige Funktion zusammenhängen und interagieren.

Neurobiologisch betrachtet ist also die neuronale Aktivität – in einem nicht näher bekannten und nicht näher abgrenzbaren Bereich des Gehirns – der biologische Grund und damit die neurobiologische Ursache des Denkens.

Man kann auch sagen, dass das Denken also Folge der Funktionalität und damit als Folge der Funktionstüchtigkeit des Gehirns entsteht. Dabei gibt es auf der Ebene des zentralen Nervensystems bzw. auf der Ebene der neuronalen Funktion keine scharf abgegrenzten Bezirke, die das Denken hervorbringen, sondern es ist vielmehr so, dass der Begriff Denken und überhaupt die Denkinhalte nur auf der Ebene der Vorstellungen, also nur auf der Ebene des Bewusstseins der erkennenden Person als abgegrenzte Einheiten in der Form der gedachten Begriffe erscheinen. Genau genommen gibt es daher auf der Ebene der neuronalen Funktion und damit auf der Ebene des Nervensystems keine scharfe „Grenze“ zwischen dem Fühlen, dem Denken und anderen Aspekten der psychischen Funktion.

Mit anderen Worten kann man sagen, dass die Psyche und damit die Teilfunktion die man als Denken bezeichnet, schwerpunktmäßig als Folge der neuronalen Aktivität der oberen kortikalen Strukturen und der zentralen Strukturen des Gehirns entsteht, wohingegen das Fühlen schwerpunktmäßig auf Grundlage der Aktivität der basalen und zentralen Strukturen des Gehirns entsteht.

Man kann also sagen, dass das Denken vor allem im Bereich der oberen Hirnrinde lokalisiert ist. In dieser schichtartig aufgebauten neuronalen Struktur ist offensichtlich der prozesshafte Aufbau von neuronalen Mustern im Sinn von Vorstellungen möglich, die geistig betrachtet gewissen Ideen bzw. den Begriffen von Ideen entsprechen, sofern es sich dabei um begrifflich benennbare Inhalte handelt.

Ansonsten sind es sonstige Vorstellungen, die nicht begrifflich benennbar sind. Je nach der Architektur und der Entwicklung des Nervensystems ist dasselbe zu derartiger Funktionalität in der Lage, und es ergibt sich aus den Variationen und Unterschieden im Aufbau des Gehirns und auch infolge der unterschiedlichen Prägung im Sinn der unterschiedlichen Erfahrung der Unterschied im Wesen der Person.

Es ist nämlich so, dass die genetische Anlage wesentlich die neuronale Grobstruktur im Rahmen der Embryogenese bestimmt. Hingegen die neuronale Feinstruktur wesentlich durch die Einflüsse des Lebens infolge der Neuroplastizität wesentlich bestimmt wird

Auf dieser Grundlage kann man verstehen, wie infolge der unterschiedlichen Biologie einerseits – die individuelle biologische „hardware“ entstanden ist – und infolge der Erlebnis-Einflüsse andererseits die individuelle „software“.

Man kann also berechtigt sagen, dass kein Mensch exakt wie ein anderer denkt, weil jedes Individuum einmalig ist.

Analoges gilt selbstverständlich auch für die Tiere und manifestieren sich die individuellen Unterschiede hier inbesondere bei den höher entwickelten Tieren.

Wie eingangs erwähnt sind infolge der Beschaffenheit ihres Nervensystems wahrscheinlich auch höher entwickelte Tiere bis zu einem gewissen Grad in der Lage Vorstellungen zu bilden und diese miteinander zu vergleichen, wobei es wahrscheinlich auf der Grundlage der Analysatoren – im Sinn von I. P. Pawlow – zur Funktion des tierischen – und damit auch des menschlichen – Erkennens kommt (vgl. mit dem Pawlow Zitat).

Beziehungsweise entstehen auch bei den höheren entwickelten Tieren gewisse individuelle Erkenntnisse als Folge der mentalen Synthese – man kann auch sagen -als Folge der mentalen Integration. Das animalische und auch das menschliche Denken ist in diesem Sinn die Folge der prozesshaften Anlayse und Synthese der Information auf der Ebene des Nervensystems.

Dieser mentale Prozess bringt schließlich beim Menschen als Ergebnis im Hinblick auf das Denken gewisse Gedanken hervor.

Man kann daher auch sagen, dass im Nervensystems verschiedene neuronale Muster miteinander verglichen werden und dadurch die individuelle Erkenntnis bzw. die individuelle Kognition entsteht.

Einfachere neuronale Muster können wahrscheinlich auch auf tiefer liegenden Ebenen des Gehirns mit einander verglichen werden, wie dies beispielsweise bei der Empfindung des Durstgefühls der Fall ist. Auch auf noch tieferer Ebene, nämlich auf der Ebene des Rückenmarks können wahrscheinlich neuronale Muster miteinander verglichen bzw. abgeglichen werden, wie dies beispielsweise bei Reaktionen der Fall ist die weitgehend ohne Einfluss der Hirnrinde ablaufen (Man denke an die schnellen präzisen Reaktionen der Spitzen-Sportler in den verschiedenen Disziplinen, oder an die motorischen Leistungen der Musiker usf.). Selbst die muskulären Reflexe – die weitgehend autonom ablaufen -werden in gewissem Umfang noch durch Einflüsse die von höheren Zentren des Nervensystems kommen, modifiziert (z.B. Haltereflex).

Neuropsychologisch betrachtet entstehen beim Denken die verschiedenen Worte und Inhalte im Bewusstsein der Person auf Grund der verschiedenen Sinneseindrücke und auf Grund der unterschiedlichen Assoziationen. Wir denken in Worten, daher in den Begriffen der Ideen, ferner in Bildern und auch in sonstigen Vorstellungen und Denkinhalten, die im Bewusstsein in verbaler Form und auch in non-verbaler Form – etwa in unterschiedlichen Tönen / Melodien usf. erscheinen. Man kann auch sagen: das Denken beruht auf der Kognition und auf der sinnlichen Wahrnehmung. Und es ist daher das Denken eine Leistung der Psyche bzw. eine Leistung des Geistes der Person.

Man kann somit das Denken in verbales und in ein non-verbales Denken gliedern. Oder man kann auch sagen: dass wir beim Denken auf verbaler oder non-verbaler Ebene Inhalte assoziieren.

Dabei unterscheidet man das Denken grundsätzlich vom Fühlen gemäß der Methode der Dialektik, wobei es auf der Ebene des Nervensystems keine scharfe Grenze zwischen dem Denken und dem Fühlen gibt.

Dem Inhalt nach ist das Denken ein voranschreitendes Prozess oder man kann auch sagen ein voranschreitendes Vorstellen von Denkinhalten. Dabei entstehen unter anderem auch gewisse Urteile über diese Denkinhalte.

Man kann also auch sagen: das Denken ist ein voranschreitendes Entwickeln von Vorstellungen. Beim Denken ensteht infolge der spontan assoziierten Denkinhalte und infolge der Sinneseindrücke, überhaupt also infolge der Assoziation eine neue Vorstellung und es entwickelt sich damit der voranschreitende mentale Prozess des Denkens. Auf diese Art und Weise entsteht eine Abfolge von Vorstellungen in Folge der Überlegungen und in Folge der Assoziationen. Diesen mentalen Prozess bezeichnet man als „denken“.

Das Denken kann auf der Ebene der Begriffe erfolgen, dann kann man von einem verbalen oder geistigen Denken sprechen, oder es kann sich auf nicht-begrifflicher Ebene bewegen, dann kann man von einem non-verbalen „Denken“ sprechen. Zu diesem Denken sind bis zu einem gewissen Grad auch die höher entwickelten Tiere fähig.

Es gibt also das begriffliche Denken einerseits und das non-verbale nicht begriffliche Denken andererseits, z.B. das non-verbale Assoziieren von Bildern, das musikalische „Denken“, das man beim kreativen Schaffen von neuen Musikstücken als komponieren bezeichnet, das wenn es an Noten gebunden ist dem begrifflichen Denken verwandt ist und wenn es nur spontan ohne eine Notengrundlage entsteht mehr dem non-verbalen Denken und Assoziieren verwandt ist.

Der mentale Prozess kann also von der Art sein, dass es in Folge der Denkinhalte zu einer logischen Verknüpfung von Gedanken und Denkinhalten kommt, oder es kann sich um eine Abfolge von Denkinhalten handeln, die nicht nach den Gesetzen der Logik erfolgt.

Man kann daher in Bezug auf die Logik auch sagen, dass im Nervensystems unterschiedliche neuronale Muster miteinander verglichen werden und dadurch die Erkenntnis auf der Grundlage der Logik entsteht. Allerdings wirken hierbei auf den neuronalen Prozess auch andere Einflüsse bzw. Kausalitäten ein. Man denke etwa an die Emotionen an körperliche Reize usf. Im diesem Sinn beeinflussen also auch irrationale Inhalte und Informationen das Denken wesentlich.

Einfachere neuronale Muster können auch auf tiefer liegenden Ebenen des Gehirns miteinander verglichen werden, wie dies beispielsweise bei der Wahrnehmung eines Durstgefühls der Fall ist. Auch auf noch tieferen Ebenen, nämlich auf der Ebene des Rückenmarks können neuronale Muster miteinander verglichen werden, wie dies beispielsweise bei den muskulären Reflexen (z.B. bei einem Haltereflex) der Fall ist, der auf der Ebene des Rückenmarks exekutiert wird.

Psychologisch betrachtet zeichnet sich das Denken durch integrative Prozesse aus. Durch das Vorstellen und Denken können komplexe Vorstellungen gebildet werden, und diese miteinander verglichen und aufeinander abgestimmt werden. Dabei wird dieser Vorgang auch durch die Gefühlssphäre, sprich durch die Emotionen beeinflusst.

Erkenntnistheoretisch bzw. philosophisch betrachtet ist das Denken das voranschreitende Entwickeln von Ideen. Es ist das Denken also das Vermögen Begriffe von Ideen (vgl. mit Kant Zitat 7) zu bilden, die wir intellektuell weiter verarbeiten und verbal kommunizieren können.

Man kann also auf der Grundlage dieser Begriffe die Vorstellungen miteinander vergleichen und daraus gewisse Schlussfolgerungen ziehen. Das heißt man kann sich eine Meinung oder ein Urteil bilden und so einen Gedanken formulieren und kommunizieren.

Es entsteht beim Denken also eine systematische Einheit aus der eine andere hervorgeht. Oder man kann sagen: es entsteht ein Begriff aus dem ein anderer hervorgeht. Diesen Vorgang bzw. diese Abfolge von mentalen Prozessen bezeichnet man als denken. Dabei entstehen die Ideen und damit die  Gedanken in Folge der Sinneseindrücke und in Folge der Assoziationen auf der Grundlage des Gedächtnisses und beeinflusst durch das Gefühl und durch die Empfindung. Es entstehen also je nach dem in Folge der Sinneswahrnehmung und in Folge der mentalen Prozesse verschiedene Gedanken und damit verschiedene Inhalte im Bewusstsein einer Person.

Damit können auf der Ebene der Vorstellungen die verschiedensten Ideen entwickelt werden, und es können damit für das praktische Leben wichtige Einsichten und Erkenntnisse gewonnen werden, denen sodann die Handlungen folgen können. Durch das Denken kann man auch theoretische Vorstellungen entwickeln, das heißt man kann Theorien und Modelle bilden. Man kann auf diese Art und Weise Dinge erkennen und neue Zusammenhänge verstehen und diese damit auch erklären. Auf diese Art und Weise lernen wir neue Dinge und erkennen wir neue Zusammenhänge und damit erkennen wir den Sinn der Erscheinungen. Das heißt auf dieser Grundlage entsteht das Verstehen.

Ein Teil der so gewonnenen Ideen kann an der Erfahrung direkt geprüft bzw. überprüft werden, wie dies z.B. in einem Teilbereich in der Medizin möglich ist. Andere Vorstellungen können hingegen nicht einer solchen direkten Prüfung an der Realität unterzogen werden. Dies ist z.B.  bei den psychologischen Ideen und bei den psychiatrischen Ideen der Fall. (vgl. mit Kant Zitat 7)

Immanuel Kant hat bemerkt, dass man einen Teil der empirischen Erkenntnisse nicht am Probierstein der Erfahrung prüfen kann. (vgl. mit Kant Zitat 10)

Der Psychiater und Philosoph Karl Jaspers hat erkannt, dass dies für die Ideen in der Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie zutrifft. (vgl. mit Jaspers Zitat)

Denken durch Analyse und durch Synthese:

Man bemerkt dass das Denken zum Teil auf einer Analyse der Denkinhalte beruht und zum anderen Teil auf einer Synthese. Man hat herausgefunden, dass das Denken im Sinn des begrifflichen Denkens vor allem im Bereich des Praefrontalen Kortex stattfindet. In einzelnen Bereichen funktionieren die neuronalen Strukturen als Analysatoren die die Inhalte zergliedern und damit Erkenntnisse ermöglichen (vgl. mit Pawlow Zitat). Die gilt sowohl für die kognitiven Funktionen wie auch für die emotionalen Funktionen. Dies gilt also für die Kognition. bzw. auch für die Emotionen, somit auch für das das Fühlen . Je nach Persönlichkeit bzw. Individuum findet man in dieser Hinsicht große Unterschiede im Wesen bzw. in der Wesenart, sowohl bei den Menschen wie auch bei den Tieren. Auch in den spezialisierten Bereichen der Motorik, der Sensibilität, des Sehens, Hörens, des Geschmacks und Geruchsinns gibt es in diesem Sinn Analysatoren die durch die Zergliederung der Inhalte die Diskrimination und Erkenntnis der Erlebnisse und der Assoziationen aus dem Gedächtnis ermöglichen.

Denken in Abhängigkeit von der Sichtweise:

Man bemerkt, dass das Denken der Menschen stark von der persönlichen Sichtweise abhängt. Das Denken hängt also von den leitenden Ideen ab, die weitgehend bestimmen was Menschen geistig sehen und in welchen Zusammenhängen sie die Dinge erkennen. Demgemäß ist das Denken auch von der Kultur, der Religion, dem Weltbild und sonstigen Bedingungen abhängig auf deren Grundlage die Dinge und Erscheinungen wahrgenommen werden.

Theorie über das Denken:

Das Denken entsteht in Folge der Assoziation. In Folge der Assoziation kommt es zur Abfolge der Vorstellungen im Bewusstsein. Es können dies also begrifflich formulierte Vorstellungen sein, dann handelt es sich um Gedanken im engeren Sinn, oder es können dies Bewusstseinsinhalte sein, die man als nonverbale Inhalte bezeichnet. Je nach dem können psychologische Gründe die Abfolge des Denkens bestimmen, oder es können auch andere Gründe, etwa biologische Gründe – zum Beispiel das Hungergefühl, oder das Spüren bzw. die Empfindung von Durst oder sexuelle Regungen bzw. Triebe das Denken und die Gedankenabfolge bzw. die Gedankeninhalte bestimmen. Man kann also auf diese Art und Weise das Denken durch verschiedene Theorien erklären. Man kann es entweder durch eine psychologische Theorie oder durch eine biologische Theorie das Denken erklären. Auch in Bezug auf psychische Störungen kann man das Auftreten von gewissen psychischen bzw. psychopathologischen Phänomenen durch eine psychologische oder durch eine biologische Theorie erklären. Man kann sich z.B. vorstellen wie in Folge einer depressiven Störung eine Person nicht aus dem Gedankenkreisen herauskommt, oder wie in Folge von autonom gewordenen neuronalen Mustern sich halluzinative Phänomene verselbständigt haben und wiederholt z.B. akkustistische Halluzinationen oder sonstige Halluzinationen vorkommen. Man kann also die verschiedensten Phänomene entweder psychologisch oder biologisch erklären. (Weiteres dazu hier)

Flexibilität im Denken:

Die Flexibilität im Denken hängt von verschiedenen Dingen ab, unter anderem davon, ob jemand bereit ist neue Argumente zu überprüfen, also davon ob jemand bereit ist die eigenen Vorurteile zu hinterfragen und zu überprüfen. Es hängt die Flexibilität im Denken somit von der Offenheit ab.

In diesem Sinn kann man sagen, dass eine Person durch flexibles Denken sich auszeichnet, wenn sie alle möglichen Argumente und bekannten Fakten beachtet und berücksichtigt. Die Person ist also in dem Maß kritisch wenn sie die möglichen Argumente und die bekannten Fakten beachtet und zum Beispiel prüfend überlegt welchen Grad das von ihr erlangte Wissen hat. Ist es eine Meinung, ein Glaube oder Wissen vom Grad der Gewissheit?

Man erkennt somit dass die Flexibiltät im Denken von Voraussetzungen abhängig ist, die in der Person gelegen sind und auch vom Wissen das unabhängig von der Person verfügbar ist.

Denken in Abhängigkeit von der Gefühlslage und der Emotion:

Das Denken ist stark abhängig vom Gefühl bzw. von der Gefühlslage und von der Emotion. Man bemerkt, dass das Gemüt und somit das Gefühl und die Emotionen das Denken stark beeinflussen. Dies ist im alltäglichen Erleben von großer Bedeutung, und es ist dies vor allem auch bei vielen psychischen Störungen von großer Bedeutung. So ist etwa bekannt, dass bei den Störungen des Gemüts, somit bei der Depression und bei der Manie ausgeprägte Störungen im Denken auftreten. Bei einer schweren Depression assoziiert die betroffene Person praktisch nur noch negative Inhalte und es kann daher bis zu einer wahnhaften Störung etwa im Sinn eines Verarmungswahns kommen, womit die kognitiven Störung in diesem Fall das Ausmaß einer Psychose erlangt. Umgekehrt verkennt der Patient in der Manie seine realen Möglichkeiten bei weitem und kommt es hier in Folge der affektiven Störung unter Umständen zum Größenwahn. Das Denken und damit das Urteilen ist also stark von der Gefühlslage abhängig und man weiß  daher dass das ausgewogenste Urteil entsteht, wenn die erkennende Person unbefangen ist.

Denken im Alter:

Man weiß, dass im alternden Gehirn das Denkvermögen infolge der Degeneration des Gehirns im Rahmen der natürlichen Alterung in gewisser Hinsicht abnimmt. Diese Abnahme des Denkvermögens resultiert aus den degenerativen Veränderungen im Nervensystem, insbesondere resultiert dies aus den Nervenzellverlusten, und auch aus den Veränderungen und dem Abbau der Gewebe, die die Nervenzellen umgeben. Bekanntlich kommt es zu degenerations bedingten Einlagerung in den Zwischenräumen zwischen den Nervenzellen und damit zur Ablagerung von Myelin, Alzheimerfibrillen etc. Damit werden die neuronalen Vorgänge und damit die neuronale Funktion zunehmend behindert und äußert sich dies etwa in den Störungen im Gedächtnis und auch in sonstigen Störungen im Denken. Man kann damit verstehen wie es zunehmend zu Merk- und Gedächtnisstörungen kommt, wie diese schließlich zu Orientierungsstörungen und zu Kritikstörungen führen, und letztendlich das voranschreitende Denken gänzlich nicht mehr möglich ist. Es kommt also durch den degenerativen Prozess zur Entwicklung von kognitiven Störungen und auch zu affektiven Störungen und schließlich zur Entwicklung einer Demenz, wie sich dies in den verschiedensten Ausprägungen zeigt. Neben der Abnahme der geistigen Funktionen insbesondere im Hinblick auf das Lernen von neuen Dingen, beobachtet man jedoch, dass die integrative Leistung, also die Dinge gesamthaft zu beurteilen und aufzufassen bis ins hohe Alter zunimmt. Während im Nervensystem also einerseits bereits gewisse Abbauprozesse im mittleren Lebensalter im Gang gekommen sind, kann die intergrative Leistung noch zunehmen. Diese Beobachtung führte dazu, dass man vom Rat der alten Weisen spricht, weil alte Menschen im ausgewogenen und weitsichtigen Urteil jüngeren Menschen in der Regel überlegen sind. Man kann also sagen: während die „hardware“ bereits schlechter wird – kann die Leistung der „software“ infolge der höheren Integration und der weiteren Erfahrung noch zunehmen.

Denken in der Kindheit:

Im Kind entwickelt sich das Denkvermögen in Abhängigkeit der Hirnentwicklung bzw. in Abhängigkeit des Wachstums, also in Abhängigkeit der Vernetzung und Differenzierung der neuronalen Strukturen. Auf dieser Grundlage wird das Denken erst möglich wenn die einzelnen Systeme sich hinreichend entwickelt und differenziert haben. Betrachtet man die Sprachbildung beim Kind, so kann man beobachten wie Kinder einerseits angeleitet durch das Vorbild der Älteren und durch die eigene Nachahmung allmählich das Sprechvermögen erlangen, und wie in diesem Zusammenhang sich das Denkvermögen beim Kind entwickelt. Ein Kind lernt das Formulieren von Worten und lernt mehr und mehr den Inhalt der Worte kennen – damit wird es auch fähig  dem Sinn entsprechend selbst Worte zu gebrauchen. Es entwickelt sich also auf diese Art und Weise einerseits das Verstehen beim Kind, und kann sich das Kind durch die Verwendung der Sprache mehr und mehr mitteilen bzw. die eigene Sicht der Dinge erklären.

Auf diese Art und Weise entwickelt sich das Denkvermögen bzw. das Denken im einzelnen Individuum. Es kommt also zu einer voranschreitenden Entwicklung des Denkvermögens im Laufe des Lebens.

Biologisch betrachtet wächst auf diese Art und Weise betrachtet das Gehirn einerseits als sich differenzierendes Nervensystem das diese Denkfunktion leisten kann – und psychologisch betrachtet entwickelt sich das Gehirn auf diese Art und Weise als „Datei“ bzw. als „Gedächtnis“ in dem die Erfahrungen gespeichert und die Denkabläufe optimiert werden. Man kann also sagen, dass sich das Denkvermögen dem Inhalt und der Differenzierung nach entwickelt. Einerseits findet also bis zuletzt eine voranschreitende Differenzierung in dieser Hinsicht statt und beginnt paralell dazu ein degenerativer Abbau – wahrscheinlich schon ab dem frühen Erwachsenenalter. So kann man sich erklären, dass Spitzensportler obwohl sie zunehmend noch mehr Routine erlangen irgendwann an der Spitze nicht mehr mithalten können und von jungen Konkurrenten übertroffen werden – natürlich sind hierbei auch andere Organsysteme betroffen und nicht nur das zentrale Nervensystem. Aber jedenfalls kann man bei sich selbst beobachten wie etwa die Geschicklichkeit der Bewegungen und koordinativen Bewegungsfähigkeiten im Alter zunehmend abnimmt – wie sich dies bekanntlich ja auch im Bewegungsverhalten zeigt. Auf der anderen Seite kann man beobachten wie das integrative Denkvermögen und damit die geistige Übersicht bis ins hohe Alter immer noch weiter zunehmen kann. Daher haben berechtigt früher die Alten die weitreichenden Entscheidungen gefällt und nicht die Jungen wie dies etwa vom Rat der Alten bei den Indianern bekannt ist. Biologisch betrachtet ist es also bemerkenswert dass im Rahmen der Alterung im Gehirn gegenteilige Entwicklungen stattfinden – und kann – und soll man die damit verbundenen Möglichkeiten nützen.

Art und Weise des individuellen Denkens:

Vergleicht man die Art und Weise wie Menschen denken, so findet man große Unterschiede und damit eine große Vielfalt. Es gibt Menschen die z.B. über ein sehr gutes Gedächtnis verfügen. Wobei besondere Begabungen in Teilbereichen vorhanden sein können. Manch eine Person hat ein gutes bis sehr gutes Namensgedächtnis, eine andere ein sehr gutes Zahlengedächtnis, eine dritte ein gutes Musikgedächtnis, eine vierte ein gutes optisches Gedächtnis in Bezug auf das Wiedererkennen von Personen usf. All diese Eigenheiten weisen  darauf hin, dass eine jede solche Fähigkeit mit unterschiedlichen Eigenheiten auf der Ebene der neuronalen Funktionen – also auf der Ebene der „hardware“ und auch auf der Ebene der „software“ einhergeht (vgl. mit dem Pawlow Zitat). Manch eine Person hat also ein sehr gutes Speichervermögen und sehr gute Zugriffsvermögen in der jeweiligen Gehirnregion. Eine andere ein besseres in einem anderen Bereich usf.

Das weist darauf hin, dass der neuronale Aufbau in der jeweiligen Gehirnregion anlagebedingt – man kann auch sagen genetisch bedingt -vergleichsweise unterschiedlich differenziert ist und sich daraus unterschiedliche Fähigkeiten ergeben. Tatsächlich macht man die Erfahrung, dass manche Leute in gewissen Bereichen besonders talentiert sind und daher mit verhältnismäßig größerer Leichtigkeit gewisse Fähigkeiten erwerben. Umgekehrt kommt es vor, dass Personen mit einer speziellen Begabung in anderen Bereichen unterbegabt sind und Mühe haben eine durchschnittliche Leistung zu erzielen. In dieser Hinsicht kann man also die größte Vielfalt an unterschiedlichen Begabungen beobachten, und bemerkt man bei sich selbst, dass die eigene Lernfähigkeit in den verschiedenen Bereichen unterschiedlich ist. Grundsätzlich ist das Nervensystem lernfähig und damit der Mensch und auch das Tier lernfähig, und sollte man sich diese Fähigkeit zu Nutze machen. Offensichtlich kann ein Mensch gezielt und bewusst lernen, was dem Tier im Sinn einer gezielten Bemühung nicht möglich ist. Unzweifelhaft lernt jedoch auch das Tier aus der Erfahrung.

Denkvermögen dem Inhalt nach und der Unterscheidung nach:

Es gibt also eine Fähigkeit in Bezug auf das inhaltliche Denkvermögen in dem Sinn, dass jemand sich leicht die verschiedenen Dinge merken kann, diese archivieren und wieder assoziieren kann. Eine solche Person verfügt also über ein sehr gutes Gedächtnis in diesem Bereich wobei die Fähigkeiten je nach Bereich – wie oben ausgeführt – verschieden sein kann. Andererseits gibt es auch die Fähig zur Unterscheidung. Also die Fähigkeit zur  Unterscheidung (Diskrimination) in Bezug auf die einzelnen Inhalte. Damit sind die verschiedensten Inhalte gemeint. Also die Fähigkeit Gedanken im Sinne von begrifflichen Unterscheidungen vorzunehmen – oder aber die Fähigkeit nonverbale Dinge zu unterscheiden, etwa Gerüche, Bilder, Töne, Musik usf. All diese Unterscheidungen gehen mit einem spezifischen  Urteilen einher. Daher spricht der Physiologe I. P. Pawlow treffend von verschiedenen „Analysatoren“ im Nervensystem, die diese Leistungen ermöglichen. (vgl. mit dem Pawlow Zitat)

Man findet also in Bezug auf dieses „Analysierungsvermögen“ die größten Unterschiede zwischen den einzelnen Individuen. Ja selbst bei den Tieren findet man qualitative und quantitative Unterschiede in beiden Bereichen, sowohl was den Inhalt, wie auch das Unterscheidungsvermögen betreffend. Man denke nur an das hervorragende Geruchsvermögen der Hunde, Insekten, Wildtiere usf.

Denkvermögen der Tiere:

Bei den höheren Tieren findet man zweifelsohne ein differenziertes Denkvermögen. Tiere können ohne weiteres andere Individuen erkennen und differenziert reagieren. Zweifelsohne haben Tiere auch ein Gedächtnis und zwar in mancher Hinsicht sogar ein wesentlich besseres als Menschen. Lediglich in Bezug auf die Sprache und die Sprachentwicklung, und die sich daraus ergebende Differenzierung im Denken unterscheiden sich die Menschen von den Tieren grundlegend. Dies hängt wahrscheinlich von der neuronalen Architektur der „Analysatoren“ im Bereich der Hirnrinde ab, also von der Beschaffenheit der Nervenzellen und noch mehr von deren Vernetzung. (vgl. mit dem Pawlow Zitat)

Denkvermögen beim Menschen – im Vergleich zu den Tieren:

Menschen sind unabhängig von Kultur, Sprache und Weltgegend fähig zu sprechen und abstrakt zu denken. Das Denkvermögen und das Abstraktionsvermögen unterscheidet die Menschen also von den Tieren. In dieser Hinsicht findet man Unterschiede in der Qualität und Quantität. In mancher Hinsicht sind uns allerdings die Tiere überlegen – man denke z.B. nur an das Unterscheidungsvermögen von einzelnen Gerüchen und andere Fähigkeiten in spezieller Hinsicht – etwa das Ausführen von differenzierten Bewegungen wie diese z.B. bei Schwebefliegen beim Flugmanöver zu beobachten sind usf.

Psychische Störung als Folge des gestörten Denkvermögens:

Man kann sich leicht vorstellen, dass in Folge des gestörten Denkvermögens und überhaupt in Folge von gestörten neuronalen Funktionen psychische Störungen auftreten. Vorangehend wurde bereits die Entwicklung von demenziellen Störungen diskutiert, wie diese als Folge der degenerativen Prozesse des Gehirns auftreten. Bekanntlich treten solche Prozesse nicht nur in Folge der Alterung auf, sondern auch in Folge von anderen Ursachen. Man denke nur an die toxische Schädigung des Gehirns durch chronischen Alkoholüberkonsum oder durch einmaligen exzessiven Konsum von harten Getränken, der unter Umständen bereits zu einer erheblichen Gehirnschädigung führen kann, wie dies aus Klinik bekannt ist. Auch im Zusammenhang von anderen Ursachen können Störungen im Denken und Denkvermögen und auch im Fühlen auftreten. Bekannt sind in der Psychiatrie die geistigen Störungen wie sie typischerweise im jungen Erwachsenen Alter auftreten können und als Schizophrenie bezeichnet werden bzw. in der Zeit vor der Einführung des psychiatrischen Konzepts „Schizophrenie“ als Dementia praecox (-> WikiBeitrag) bezeichnet worden sind. Auch im Zusammenhang von ausgeprägten affektiven Störungen kann es zu erheblichen Störungen im Denken und Denkvermögen kommen. Schließlich können auch auf funktioneller Basis Störungen im Denken auftreten, die als nervöse Störung, oder unter Umständen als Neurose bzw. als neurotische Störung oder sonstige funktionelle Störungen bezeichnet werden und dies teils in der Psychologie, teils in der Psychiatrie und auch in der Psychotherapie von Relevanz sind. Im Rahmen der Entwicklung der Psyche hat man besondere Störungen beschrieben, wovon die Zappel-Philipp-Geschichte bekannt ist (-> WikiBeitrag), die in einer Kinder Geschichte bildlich veranschaulicht worden ist – und später als ADHS im Kindesalter beschrieben wurde. In der Psychiatrie bzw. in der Psychopathologie kennt man die verschiedensten Formen der Störungen im Denken und unterscheidet man etwa die inhaltlichen Denkstörung und der formalen Denkstörung.

Wahrnehmung der Realität durch Denken:

Die Realität wird offensichtlich durch das Denken wahrgenommen. Man bemerkt dabei allerdings dass die subjektive Realitätswahrnehmung nicht unbedingt der Realitätswahrnehmung der andern Personen entspricht. Es gilt hier der Spruch von Schopenhauer: „Was dem Herzen widerstrebt, läßt der Kopf nicht ein“ (-> WikiBeitrag). In diesem Sinn erkennt jeder Mensch vorerst für sich subjektiv die Realität und stellt sich erst in zweiter Linie heraus, ob auch die anderen die Realität so sehen, wie man sie selbst sieht. Während es also für den gesunden Verstand bezeichnend ist, dass die Kontrolle der subjektiven Wahrnehmung an der Realität möglich ist, findet man, dass manche Personen in dieser Hinsicht Mühe haben die eigene Sichtweise einer Realitätskontrolle zu unterziehen. Dabei bemerkt man, dass es sich hierbei um eine relatives und nicht um ein absolutes Vermögen bzw. Unvermögen handelt. In der Psychiatrie beobachtet man gelegentlich geistige Störungen dieser Art von besonderer Ausprägung wo es zur Ausbildung eines Wahns gekommen ist und die betroffene Person gänzlich  nicht in der Lage ist ihre Sichtweise an der Realität zu korrigieren. Man spricht daher von Störungen im Realitätsbezug bzw. von Störungen in der Realitätswahrnehmung.

Träumen das Denken im Schlaf:

Das Denken im Schlaf bezeichnet man als das Träumen, sofern dieses Erlebnis der Person als Traum bewusst wird. Man bemerkt, dass diese Form des Denkens nicht durch die Realitätskontrolle eingeschränkt ist. Daher kann man z.B. im Traum fliegen. Während also das Denken am Tag einer gewissen Beschränkung bzw. Kontrolle unterliegt und dadurch eingeengt ist, kann man im Schlaf uneingeschränkt frei assoziieren und erklärt sich dadurch die höhere Kreativität und die bessere Einsicht in neue Zusammenhänge, die wir fallweise im Nachtschlaf oder „Halbschlaf„, also in einem Stadium zwischen dem wach Sein und dem Schlafen gewinnen. Auch kann man durch diese Uneingeschränktheit des Denkens im Schlaf den Erholungseffekt erklären den man bei sich bemerkt. An dieser Stelle trifft der Spruch von Schopenhauer: Der Schlaf ist für den ganzen Menschen , was das Aufziehen für die Uhr.“ (->Wikibeitrag, Spruch 19.)

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(letzte Änderung 27.02.204, zuvor am 15.02.2024, abgelegt unter Definition, denken, Geist, Kognition, Psyche, psychiatrischer Begriff, psychologischer Begriff, Psychiatrie, Psychologie, Philosophie)

zuletzt pos 1 am 17.12.2023

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