Eine Überlegung ist ein Gedanke der im Bewusstsein der denkenden Person als Folge ihres mentalen Prozesses in ihrem Bewusstsein erscheint.
Dabei kann diese Überlegung bzw. dieser Gedanke eine Vorstellung sein, die zum Beispiel durch den Vergleich von zwei Vorstellungen entstanden ist, z B.mit dem Ziel herauszufinden welche Vorstellung die passendere ist.
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Demgemäß ist eine Überlegung ein geistiges Phänomen das durch den mentalen Prozess im Bewusstsein der in Worten bzw. in Begriffen denkenden Person entsteht, und so im günstigen Fall zum bestmöglichen Gedanken führt.
Unter einem anderen Blickwinkel betrachtet, kann man sagen, dass die Überlegung durch das Denken der Person als in Begriffen denkendes Wesen als Gedanke bzw. als Einfall in ihrem Bewusstsein erscheint, falls sie die gegenständliche Sache oder den gegenständlichen Sachverhalt als begrifflich denkende Person gründlich bedacht bzw. gründlich überlegt hat.
Man kann auch sagen, dass die bestmögliche Überlegung zum bestmöglichen Denk-Ergebnis führt, falls das gründliche Überlegen auf dem gründlichen Nachdenken und dem treffenden Urteil beruht.
Dabei steht die kluge Überlegung im Einklang mit dem gesunden Hausverstand bzw. mit dem gesunden Menschenverstand.
Die bestmögliche Überlegung entsteht somit auf Grundlage des menschlichen Verstandes auf der Grundlage von Worten einer menschlichen Sprache bzw. auf der gereiften Vernunft der in dieser Sprache denkenden Person.
Dabei sollte man beachten, dass die kluge Entscheidung bzw. die gereifte Entscheidung und infolge auch die kluge Handlung nicht durch die Emotion beeinflusst sein soll, weil die Emotion die Gefahr der Verfälschung der Entscheidung mit sich bringt.
Bildlich gesprochen ist das Überlegen das „Übereinanderlegen“ von Vorstellungen bzw. das Entscheiden/Urteilen welche Vorstellung in welchem Ausmaß zutreffend ist.
Das Überlegen beruht somit auf dem persönlichen Urteil. Dabei kann dieses persönliche Urteil ein Wahrnehmungsurteil oder ein Erfahrungsurteil im Sinne von Immanuel Kant sein.
Beziehungsweise wird beim begrifflichen Überlegen entschieden aufgrund des Gewichtens der Ideen – Immanuel Kant spricht vom Ponderieren der Ideen – entschieden, ob die Vorstellung richtig oder falsch ist, wenn es um ein Faktum bzw. um eine faktische Einheit handelt.
Oder es wird beim begrifflichen Überlegen entschieden, ob die Vorstellung bzw. die Idee richtig oder falsch ist bzw. mehr oder weniger richtig bzw. zutreffend ist, wenn es um den Begriff der Idee bzw. um treffende systematische Einheit der Idee geht (vgl. mit Kant Zitat 7).
In diesem Fall führt die Überlegung dazu, dass die überlegende Person erkennt, dass die eine Überlegung bzw. die eine Entscheidung plausibel bzw. plausibler ist, wohingegen dies für eine andere Überlegung nicht bzw. nicht in diesem Ausmaß der Fall ist (vgl. mit Kant Zitat 7 und Kant Zitat 9a). Die eine Art von Überlegung wird also durch die Plausibilität entschieden, die andere durch die Faktizität und eine noch ganz andere Art durch die Emotionalität die keine rationale Basis hat.
Man kann also auch sagen: das Überlegen auf der Kognition und der Information beruht. Beziehungsweise ist dieses Produkt das Ergebnis einer geistigen Leistung bzw. das Ergebnis einer persönlichen Leistung des Geistes der Person.
Ebenso kann man sagen, dass die Überlegung infolge der geistigen Funktion entsteht. Wobei manche Gedanken unmittelbar bewusst werden, andere erst zu einem späteren Zeitpunkt im Bewusstsein der Person erscheinen – oder unter Umständen nicht in ihrem Bewusstsein erscheinen – weil sie wegen einer nicht bekannten – oder vielleicht doch bekannten Ursache unterdrückt/blockiert/verdrängt werden.
Oder kann man saen: die Überlegung entsteht durch den mentalen Prozess der sich im Gehirn des Menschen abspielt falls dieser gerade in den Worten einer menschlichen Sprache denkt.
Mit einem Blick auf die Biologie bzw. auf die Neurobiologie kann man sagen, dass die Überlegung im zentralen Nervensystem entsteht. In diesem Bereich des Nervensystems entsteht nämlich infolge eines Teils der neuronalen Funktion die Vorstellungen und die sonstigen Inhalte der Psyche, vorwiegend infolge der neuronalen Aktivität im Kortex der Person. Allerdings wird diese neuronale Aktivität durch die neuronale Aktivität, die sich in anderen Bereichen des Nervensystems abspielt infolge des persönlichen Erleben oder infolge infolge einer sonstigen Ursache mehr oder weniger stark beeinflusst.
Ebenso kann man neuro-biologisch betrachtet auch sagen, dass beim mentalen Prozess neuronale Muster im zentralen Nervensystem ablaufen, insbesondere im Kortex des Gehirns. Und dass diese neuronalen Muster sich fortlaufend weiter entwickeln wenn der Geist der Person in diesem Sinn wach und aktiv bleibt, wohingegen das nur passive Verweilen bzw. die geistige Inaktivität das Denkvermögen schwächt.
Ebenso kann man sagen: dass das Überlegen eine Leistung der Psyche ist bzw. beruht daher das Überlegen auf dem Denkvermögen bzw. auf dem Verstand und der Vernunft der in Begriffen denkenden und in Begriffen überlegenden Person.
Die Überlegung beruht also auf dem Vergleichen von unterschiedlichen Ideen auf der „Ebene der Ideen“, wenn es sich um begrifflich benennbare Vorstellungen handelt – um auf dieser Grundlage zu entscheiden was zutreffend ist.
Eine Überlegung kann mehr oder weniger kritisch sein; und sie kann auch mehr oder weniger gründlich sein. Man kennt daher den Begriff der gründlichen Überlegung bzw. den Begriff der reiflichen Überlegung und man kennt in diesem Zusammenhang auch den Begriff der vernünftigen Überlegung, die sowohl kritisch und auch gründlich ist, weil sie alles wesentliche berücksichtigt.
Die vernünftige Überlegung ist in diesem Sinn die Grundlage der vernünftigen Handlung.
Das Überlegen ist im Leben praktisch ständig erfordert. Man sollte einen Sachverhalt reiflich überlegen bevor man zur Handlung schreitet. Man kennt in diesem Zusammenhang den Begriff der reiflichen Überlegung.
Man sollte also die Dinge und die Sachverhalte in allen Lebenslagen, somit in der Praxis, in der Theorie, in der Wissenschaft und überhaupt in allen Bereichen reiflich bedenken, bevor man sich für etwas entscheidet und etwas tut.
Dies gilt auch für die Medizin und für die Psychiatrie (Psychologie), insbesondere dann wenn man vor einer wichtigen Entscheidung mit weitreichenden Konsequenzen steht. Dies gilt also wenn man zum Beispiel wegen einer gesundheitlichen Störung vor der Frage einer Indikation steht, die mit weitreichenden Konsequenzen verbunden ist. In einem solchen Fall sollte man besonders gründlich über die möglichen Konsequenzen und Risiken nachdenken bevor man sich entscheidet.
Zu nennen sind hier insbesondere Entscheidungen vor einer Operation, einer Chemotherapie, einer Strahlentherapie oder einer sonstigen Therapie die weitreichende Konsequenzen zur Folge hat.
Natürlich sollte die kritische Überlegung auch in anderen Bereichen nicht zu kurz kommen und es lohnt sich im Alltag überhaupt und in allen Lebenslagen gemäß der Wichtigkeit reiflich über Sachverhalte und die Dinge gemäß dem Ausspruch von Graciàn nachzudenken. (-> Gracian Zitat)
Neurobiologisch betrachtet beruht die Überlegung auf der neuronalen Funktion des einzelnen Individuums das den mentalen Prozess hervorbringt und dadurch die einzelnen Gedanken/ Überlegungen / Argumente bzw. die jeweilige Argumentation liefert.
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(letzte Änderung 26.07.2026, abgelegt unter Begriff, Beweis, Definition, denken, Diagnostik, Diagnostizieren, Dialektik, Erkennen, Erkenntnis, Erklären, Forensik, Forensische Psychiatrie, Gedächtnis, Geist, Gutachten, Idee, Kausalität, Kognition, Konzentration, Konzept, Kreativität, Kunst, Lernen, Medizin, Nervensystem, Neurologie, Norm, normal, Objekt, Objektivierung, Objektivität, Operationalisierung, Phänomen, Philosophie, Prognose, Psyche, Psychiatrie, Psychologie, Psychopathologie, Psychotherapie, Realitätswahrnehmung, Rechtsprechung, Relativität, Sicht, Subjektivität, Ursache, Urteil, Validierung, Verlauf, Vernunft, Verstehen, Wahn, Wahrscheinlichkeit, Wissen, Wissenschaft, Wort)
zuletzt pos. 1 am 08.01.2025 davor 28.05.2024
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