Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

Emotion

Die Emotion ist die Ursache der Gemütsbewegung.

Man kann daher auch sagen: die Emotion ist das was das Gemüt bewegt und die Psyche in eine andere Stimmungslage versetzt. Durch die Emotion wird die Gemütslage verändert und damit ändert sich auch die Befindlichkeit.

Demgemäß ist die Emotion ein psychisches Phänomen das als Folge der Vorstellung/Phantasie die Gemütsänderung bewirkt.

Und man kann auch sagen, dass die Emotion einen mehr oder weniger starken Affekt zur Folge hat der eine Änderung der Stimmung/Gestimmtheit/Stimmungslage bewirkt.

Infolge der Emotion kommt es also zur Änderung der  Befindlichkeit, die sich durch die individuelle psychische und körperliche Reaktion manifestiert.

Das Wort Emotion stammt von den lateinischen Worten: e – von/davon und dem Wort movere – bewegen.

alsovom lateinischen: ex „heraus“ und motio „Bewegung, Erregung“.

In diesem Zusammenhang treten Änderungen im Erleben auf, die sich in Form der veränderten Befindlichkeit und damit auch in Form des veränderten Gefühls, des anderen Denkens und in anderen psychischen Phänomenen zeigen.

Die Emotion verändert somit den Zustand der Psyche.

Man kann auch sagen: es kommt durch die Emotion zu anderen Gedanken zu anderen Gefühlen usf.

Bei einer Emotion handelt es sich somit grundsätzlich um ein psychisches Phänomen wie es in der Psychologie und bei krankheitswertiger Ausprägung in der Psychiatrie als Merkmal einer psychischen Störung von Relevanz ist.

Man versteht unter einer Emotion also die Gemütsbewegung die bei der Person etwa durch ein Erlebnis oder durch eine Vorstellung ausgelöst wird.

Aus der Erfahrung kennt die Emotion die durch die durch den Anblick, durch die Verliebtheit und durch die Liebe entsteht, die plötzlich da ist. In anderer Richtung den Hass, die Wut, die Enttäuschung usf. Und man sagt in der Regel berechtigt, dass eine solche Reaktion emotional bedingt ist.

Die Emotion gehört also zur Gefühlssphäre wohingegen das Denken zur Spähre des Geistes gehören.

Damit stellen die Emotion und das Gefühl den Gegenpol zur Kognition zum Denken, zur Erkenntnis usf. dar.

Die Emotion bezeichnet also den Anteil des Erlebens und damit der Psyche der auf einem Gefühl beruht, der ausgehend von der Grundstimmung die Gemütsänderung ausmacht. Man kann bildlich von der Färbung bzw. der Tönung der Erlebnisqualität bzw. der Gemütsqualität sprechen, auf deren Grundlage die Emotion entsteht die die Befindlichkeit in einen anderen Zustand versetzt.

Zu Gefühlszuständen, die mit Emotionen einhergehen zählen: Freude, Lust, Geborgenheit, Trauer, Wut, Angst, Ärger, Sympathie, Enttäuschung, Mitleid, Verliebtheit, Neid, Stolz usf.

Man erkennt damit, dass das Erleben bzw. die Psyche praktisch immer, sowohl einen emotionalen Anteil, wie auch einen kognitiven Anteil hat.

Daher kann man in der Psychologie, in der Psychiatrie und in der Psychotherapie diese Einheiten, die systematische Einheiten sind, nur auf der Ebene der Ideen erkennen und diese daher also nur dialektisch unterscheiden. Man sollte sich also dessen bewusst sein, dass die Unterteilung in Emotion und in Kognition nur deswegen erfolgt, weil wir in einem Moment nur das Eine, oder nur das Andere denken können bzw. nicht gleichzeitig beides bedenken können. Das Erleben bzw. die Psyche als solches ist jedoch immer ein Gesamtes bzw. ein Ganzes und nur durch die Zergliederung des Begriffs der Idee erkennen wir das Eine oder das Andere.

In der Psychiatrie spricht man bei den psychischen Störungen, bei denen vorwiegend die Emotion gestört ist von emotionalen Störungen oder von affektiven Störungen. Man unterscheidet also die affektiven Störungen, bei denen die Störungen des Gefühls im Vordergrund steht von den kognitiven Störungen, bei denen die Störung im Erkennens bzw. im Denkens im Vordergrund steht.

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(letzte Änderung 13.08.2020, abgelegt unter Emotion, fühlen, Definition, Psychologie, Psychiatrie)

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