Die Stimmung ist das zentrale psychische Phänome das das gegenwärtige Befinden der Person charakterisiert bzw. benennt.
Dieses Phänomen der Psyche charakterisiert nämlich den gegenwärtigen Zustand der Person im Hinblick auf ihr gegenwärtiges Befinden bzw. bennent es durch die unterschiedlichen Qualitäten.
In diesem Sinn kann die Stimmung ausgeglichen, ruhig, heiter sein.
Oder es kann sonst eine Qualität die Stimmung und damit das gegenwärtige Befinden dominieren: zum Beispiel kann freudige Erregtheit oder traurige Betroffenheit bis tiefe Trauer vorherrschend sein.
Oder es können sonstige Qualitäten die Psyche und damit das gegenwärtige zentrale psychische Phänomen bilden bzw. dieses beherrschen, die man durch das beschreibende Wort bzw. durch den beschreibenden Begriff benennen und damit den Zustand der Psyche im Hinblick auf die Stimmung charakterisieren kann.
Dabei findet man dass das gegenwärtige Befinden sich entweder in der Mitte zwischen den gegensätzlichen Gefühlen im gegenwärtigen Moment befindet, oder es befindet sich auf der einen oder der anderen Seite dieser mittleren Stimmung bzw. dieser mittleren Gestimmtheit.
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Weiteres zur Stimmungslage und Gestimmtheit:
Durch den Begriff der Stimmungslage bzw. der Gestimmtheit wird in Bezug auf das Befinden der Person deutlich: wie diese sich im gegenwärtigen Zustand fühlt: ob sie sich wohl fühlt, sich in guter Stimmung befindet, oder ob sie derzeit verstimmt ist und demgemäß sich in schlechter Stimmung befindet.
In diesem Sinn kann die Stimmung im Lauf der Zeit in einem weiten Spektrum variieren. Wobei diverse Faktoren bestimmen in welcher Verfassung sich die Person befindet bzw. welche die Stimmung demgemäß zu einer gewissen Zeit vorherrschend ist.
So wie ein Musikinstrument gut oder schlecht gestimmt sein kann, so kann es auch die Stimmung eines Menschen zwischen euphorisch/heiterer Stimmung bis gedrückt oder gar depressiver Stimmung variieren.
Dabei betrifft die Stimmung den Menschen als Ganzes – gemeint ist mit der Stimmung jedoch vorwiegend die Psyche bzw. die psychische Stimmung.
In diesem Sinn kann die Person sich wohl fühlen, bei guten Kräften sein, sich psychisch und körperlich belastbar fühlen. Oder sie kann sich in einem geschwächten Zustand befinden.
Die Person kann also bei guten Kräften sein, oder sie ist niedergedrückt, kraftlos ohne Energie sich in schlechter Stimmung befindlich.
In diesem Sinn können diverse Faktoren die Stimmung beeinflussen und kann die vorherrschende Stimmung entsprechend durch Worte bzw. durch Begriffe charakterisiert werden.
Es können situative Reize (Sinnesreize und sonstige Reize) die Stimmung beeinflussen. Beim Menschen wird die Stimmung wesentlich auch durch Gedanken, Einfälle, Erinnerungen Gefühle induzieren und kann dadurch die Stimmung beeinflusst werden.
Man kann also festhalten dass diverse Reize bzw. diverse Assoziationen die Stimmung im jeweiligen Zustand und in der Entwicklung im Lauf der Zeit beeinflussen können. Je nach Sachverhalt und Situation sind also unterschiedliche Faktoren wirksam, die Stimmung im Lauf der Zeit bzw. in ihrer Entwicklung beeinflussen bzw. modifizieren.
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Dabei kann der Begriff Stimmung auch andere Sachverhalte charakterisieren.
Man kann mit dem Begriff Stimmung nämlich nicht nur den Zustand der Psyche in Bezug auf das derzeitige Befinden charakterisieren. Sondern man kann durch den Begriff Stimmung z. B. auch den momentanen Zustand einer Landschaft beschreiben bzw. charakterisieren, so wie er infolge der Lichtverhältnisse, der Tageszeit, der Jahreszeit oder infolge sonstiger Umstände wirkt (Stimmung vor einem Gewitter, vor einem Sturm, vor Einbuch der Nacht, am frühen Morgen usw.).
Jedoch hat auch hier die Stimmung die die Landschaft vermittelt einen Bezug zur Psyche insofern die Stimmung der Landschaft die Psyche bzw. das psychische Befinden beeinflusst.
Oder wie erwähnt bezieht sich der Begriff Stimmung z. B. auf den Zustand eines Musikinstruments etwa im Hinblick auf die Spannung der Saiten des Musikinstruments (Klavier, Gitarre usw.) die dann den Klang der Seite bestimmt.
In vielen Fällen meint man mit dem Begriff Stimmung jedoch den Zustand eines Lebewesens, im Hinblick auf den Zustand der Psyche – oder im weiteren Sinn im Hinblick auf die Aktivität des Nervensystems eines höher entwickelten Tieres oder eines Menschen vor allem im Hinblick auf das psychische Befinden.
Dabei erfasst – wie gesagt – das psychische Phänomen Stimmung die momentane psychische Befindlichkeit dieses Lebewesens im Hinblick auf seine momentane Gestimmtheit bzw. im Hinblick auf seine momentane Stimmung..
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Die Gestimmtheit – eine Folge der neuronalen Funktion:
Die Gestimmtheit des Lebewesens ist eine Folge der neuronalen Funktion.
Man kann auch sagen, dass die neuronale Aktivität, insbesondere die im zentralen Teil und im basalen Teil des Gehirns wesentlich für die Stimmung bzw. für die Gestimmtheit kausal ist.
Die zentrale Aktivierung des Nervensystems, insbesondere im zentralen und basalen Bereich des Gehirns, im Verbund mit den anderen Organen und Organsystemen des Organismus versetzt das Lebewesen nämlich in einen erhöhten Aktivitätszustand – so wie das Leben bzw. die Lebensumstände dies vom Lebewesen gerade erfordern.
Und so gesehen ist die Variation der Stimmung ein biologisches Phänomen, wie sie von Lebewesen gefordert wird, um unter den jeweiligen Gegebenheiten bzw. um unter den jeweiligen Situationen zu überleben, ein biologisches und auch ein natürliches Phänomen.
Deswegen kann man auch sagen, dass die Variation der Stimmung durch die neuronale Aktivierung des Organismus ein natürliches Phänomen ist das die Möglichkeit für das einzelnen Lebewesen, in der jeweiligen Situation zu überleben, erhöht hat.
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Stimmung – aus der Sicht der Psyche betrachtet ein psychisches Phänomen:
Aus der Sicht der Psyche betrachtet ist die Stimmung ist ein zentrales psychisches Phänomen.
Dieses Phänomen der Psyche meint den momentanen Zustand des Gemüts beziehungsweise beschreibt dieses Phänomen die momentane Befindlichkeit die wesentlich durch die momentane Gestimmtheit bzw. durch die momentan vorherrschende Stimmung bestimmt ist.
Dabei lässt sich dieser Zustand der Psyche in dieser Hinsicht lässt sich im Hinblick auf die momentane bzw. im Hinblick auf die situative Stimmung bzw. Gestimmtheit, im Hinblick auf das gegenwärtige Befinden, unterschiedlich beschreiben bzw. charakterisieren.
Man kann sagen, dass man als Mensch bzw. als Person sich gegenwärtig – grundsätzlich in guter oder in schlechter Gestimmtheit befindet.
Oder man kann sagen, dass die Stimmung gehoben und deswegen heiter ist bis euphorisch ist.
Oder es ist die Gestimmtheit gedrückt, trüb bis finster und in manchen Fällen geradezu depressiv.
Oder man kann sagen, falls die Stimmung stabil und ausgeglichen ist, dass sie weder über oder unter der Mittellage gelegen ist.
In diesem Sinn kann die Stimmung variieren – sie kann in unterschiedlichen Befindlichkeit geraten, so wie die Stimme eines Tieres oder die eine Menschen sich in hoher oder in niederer Ton-Lage manifestiert.
Und insbesondere beim Menschen kann man bereits aus der Ton-Lage beim Sprechen deutlich erkennen in welcher Stimmung bzw. Gestimmtheit die Person sich befindet.
Im Gleichklang zeigt sich dies auch durch die Mimik der Person die in der Regel – insbesondere falls die Person sich unbeobachtet fühlt – und die psychische Stimmung im Einklang mit der mimischen Funktion sich manifestiert.
In diesem Sinn bestimmt die Stimmung wesentlich die momentane Befindlichkeit des Lebewesens und insbesondere die der Person bzw. macht sie eine wesentliche Aussage über das momentane Befinden.
Und man unterscheidet diesbezüglich beim Menschen die vorherrschende Grundstimmung im Unterschied von der situativen Gestimmtheit wie sie durch den momentane Gegebenheit bzw. durch die Situation bestimmt ist.
So kann zum Beispiel eine besondere Situation situativ schlagartig eine Änderung der Stimmung bewirken, wie sie ausgelöst durch einen Sinneseindruck – durch einen starken Reiz entstehen kann bzw.wie sie durch die momentane Sinneswahrnehmung verursacht sich manifestieren kann.
In diesem Sinn kann man bei einer bestimmten Person die überwiegend vorherrschende Grundstimmung durch situative Gegebenheiten
durch plötzlich auftretende Reize und Sinneswahrnehmungen modifiziert werden und das Lebewesen in eine gänzlich andere Stimmung versetzen.
Und deswegen kann man sagen, dass die Stimmung des Lebewesens ein variables Phänomen ist das zu verschiedenen Zeiten sich im Lauf der Zeit abhängig von der Grund-Gestimmtheit und den situativen Gegebenheiten sehr schnell ändern kann.
Und es charakterisiert dem gemäß die Stimmung eine wesentliche psychische Eigenheit des Lebewesens bzw. eine wesentliche psychische Eigenheit der Person als charakterisierendes psychisches Phänomen.
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Im zuvor genannten Sinn kennt man zum Beispiel die Stimmung wie sie vor einem drohenden Gewitter die Landschaft dominiert.
Oder man kennt die Stimmung einer friedlichen Landschaft etwa einer Naturlandschaft in der die Lebewesen ohne erkennbare Irritation und ohne Aufregung sich momentan friedlich nebeneinander befinden und wie sich dies ausgelöst durch irgend eine Gegebenheit plötzlich ändert und eine allgemein Aufregung unter den Lebewesen entsteht.
Oder man kennt die Stimmung wie sie bei aufgewühltem Meer während oder in abklingender Form noch nach einem Sturm besteht und das Landschaftsbild dominiert.
In diesem Sinn kann die Stimmung sowohl betreffend die Landschaft wie auch beim Menschen ganz unterschiedlich sein. Beziehungsweise kann die Landschaft sich in ganz unterschiedlichen Zuständen befinden – eben je nach grundsätzlicher Gegebenheiten des Landes und seiner Region bzw. je nach individueller Eigenheiten der Person.
Und man kann sagen, dass beim Menschen die Grundstimmung und ihre Variation als Eigenheit der Person wesentlich ihre Erscheinung charakterisiert.
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Normale Stimmung – abnorme Stimmung – beim Menschen:
Unter Umständen ist die Stimmung eines Menschen auch außerhalb der Norm gelegen, weil gerade eine besondere Situation besteht.
Und kann man deswegen trotzdem sagen, dass die Person normal agiert bzw. normal reagiert.
In einem anderen Fall herrscht jedoch eine besondere bzw. eine abnorme Stimmung bzw. eine abnorme Stimmungslage vor die in keinem normalen Verhältnis zu gegebenen Situation besteht.
Und es kann in einem derartigen Fall die Erscheinung der Psyche in Bezug auf die psychischen Gestimmtheit das Ausmaß eines psychopathologischen Phänomen erreichen.
Und man spricht in der Psychiatrie dann von einer krankheitswertigen Störung der psychischen Gestimmtheit die man entweder als depressive Störung bzw. als Depression bezeichnet oder die man in die andere Richtung als manische Störung des Gemüts bzw. als Manie bezeichnet.
Oder bei unerklärlicher bzw. bei unverhältnismäßiger Gestimmtheit in die andere Richtung von einer Manie bzw. von einer maniformen Störung die das Ausmaß einer psychischen Störung erlangt hat und die unter Umständen das Ausmaß einer Psychose erlangt hat.
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Die Stimmung ist von vielen Faktoren abhängig:
Generell ist die momentane Stimmung von mehreren bis vielen Faktoren abhängig, und sie bestimmt immer den Hintergrund des Erlebens.
Dabei sind die biologische Faktoren und psychische Faktoren die den Hintergrund des Erlebens bestimmen.
Es kann ein genetischer Faktor bzw. ein biologischer Faktor wesentlich die Grundstimmung bestimmen und es sind dies auch psychische Faktoren sein, wie etwa durch frühere Erfahrungen entstanden sind und bzw. weiterhin im Gedächtnis wirken.
In diesem Sinn ist also die Erbanlage, die Genetik von elementarer Bedeutung bzw. von elementarem Gewicht, insofern diese wesentlich die neuronale Struktur bzw. die Beschaffenheit des Nervensystems bestimmt.
So gesehen hängt die momentane Stimmung und damit das Erleben bzw. die momentane Befindlichkeit des Individuums immer nicht nur von der situativen Gegebenheit sondern auch von vielen individuell gegebenen Faktoren ab.
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Die Stimmung ist die Hintergrundtönung die gegenwärtige Erfahrung und auch die Erinnerung an früher Erlebtes angenehm oder unangenehm macht.
Daher ist beim Menschen die Stimmung das psychische Phänomen das wesentlich sein momentane Befindlichkeit bestimmt.
Dabei kann man die Grundstimmung von der situativen Gestimmtheit unterscheiden.
Wobei die Grundstimmung wesentlich das Gemüt der Person im Sinn der grundsätzlichen Gestimmtheit bestimmt und die Emotion die Stimmung lediglich kurzzeitig aufhellen oder ins Negative beeinflussen.
In diesem Sinn kann man die Stimmung durch einzelne Gefühle bzw. durch einzelne Befindlichkeiten näher charakterisieren bzw. diese gemäß der jeweiligen Situation detaillierter beschreiben (Zum Beispiel, dass die Person sich in Bezug auf ihre Gestimmtheit – in der Regel – durch Gelassenheit auszeichnet, sie bei gewissen Themen oder bei gewissen Reizen allerdings recht heftige Gemütsreaktionen zeigt. Eine andere Person fällt durch ihre Unsicherheit und Ängstlichkeit auf. In diesem Sinn kann man die Gemütseigenheiten der unterschiedlichen Personen beschreiben – wobei hier im die Stimmung wesentlich den Sachverhalt charakterisiert.
Daher kann man berechtigt sagen, dass die Stimmung wesentlich das Befinden der Person bestimmt.
Sowohl im Hinblick auf den Körper (körperliche Befindlichkeit), wie auch im Hinblick auf die Psyche (psychische Befindlichkeit).
Man kann auch sagen, dass die Stimmung wesentlich das momentane Erleben bestimmt, weil dieses psychische Phänomen gleichsam dem Ganzen einen gewissen „Anstrich“ – bzw. eine gewisse Farbe – respektive eine gewisse Tönung verleiht.
Ebenso kann man sagen: Die Stimmung ist der Zustand des Fühlens auf dessen Grundlage die Befindlichkeit und in weiterer Folge die Vorstellungen bzw. die Gedanken im Bewusstsein der Person entstehen.
Somit ist es zutreffend zu sagen, dass das Denken der Person wesentlich durch die vorherrschende Stimmung respektive durch die Grundstimmung beeinflusst wird.
Womit deutlich wird, dass die Stimmung wesentlich das Befinden, das Erleben und damit auch die Inhalte des Denkens bestimmt.
Demgemäß kann ein und dieselbe Person die „Welt“ – je nach dem – je nach dem wie sie gestimmt ist – unterschiedlich erleben, je nach dem: als positiv oder als negativ.
Daher kann man sagen, dass die Stimmung dem Ganzen eine persönliche Wertung zuordnet.
Wenn man das Ganze der Psyche durch die Zergliederung in die verschiedenen bzw. in die unterschiedlichen psychischen Phänomenen zerlegt, dann kann man eine Grundstimmung erkennen auf der die weiteren psychischen Phänomene erlebt werden. Damit wird deutlich wie wesentlich und wie zentral die Grundstimmung für das Lebensgefühl der Person ist.
Ausgehend von dieser Grundstimmung kann sich das momentan vorhandene Gefühl in ein anderes Gefühl entwickeln bzw. verwandeln.
Dabei bezeichnet man die Veränderung der Stimmung bzw. die des Gefühls in ein anderes als Folge der Emotion wenn es dabei zu einer massiven Änderung der Gestimmtheit kommt.
Das heißt dass die Emotion die Kraft ist die die Stimmung verändert.
Unterschiedliche Stimmungen:
Die Stimmung bzw. Grundstimmung kann neutral sein, sie kann ausgeglichen sein, sie kann positiv getönt sein, sie kann negativ getönt sein, sie kann heiter, gelassen, fröhlich, ernst, bedrückt oder negativ, pessimistisch bzw. depressiv sein. Die Stimmung kann also von einem Extrem ins andere übergehen bzw. wechseln. Man kennt etwa den Übergang der Stimmung bei der Manie in die Depression bei der es zu einem massiven Umschlag der Stimmung kommt.
Psychologisch betrachtet handelt es sich bei der Stimmung um das psychische Phänomen das das gemütsmäßige Erleben betrifft. Wenn die Stimmung im Rahmen einer psychischen Störung krankheitswertig beeinträchtigt ist, dann handelt es sich dabei um ein psychopathologisches Phänomen.
Neuro-biologisch betrachtet entsteht die Stimmung – im Sinn der Grundstimmung – durch die neuronale Aktivität wie diese in der neuronalen Struktur wirksam ist.
Dabei ist vor allem die neuronale Aktivität in den basalen Strukturen des Gehirns von Relevanz.
Man hat diesen Teil des Gehirns in der Neuro-Physiologie als Limbischen System bezeichnet.
Dabei ist die neuronale Aktivität im Limbischen System von diversen Faktoren abhängig.
Die Genetik bzw. die genetische Anlage spielt eine wesentliche Rolle. Darüber hinaus spielen jedoch auch sonstige Faktoren eine wesentliche Rolle.
So etwa die momentane Situation infolge der Reize – wie sie über die Sinnesorgane im zentralen Nervensystem eintreffen und dadurch die neuronale Aktivität beeinflussen.
Unter einem anderen Blickwinkel betrachtet kann man sagen, dass das momentane Erleben die Stimmung je nach Individuum, Art und individueller Situation mehr oder weniger ausgeprägt moduliert.
Beziehungsweise kommt es demgemäß in Abhängigkeit von der Situation beim Individuum zur Modulation der Stimmung.
Dabei spielen – wie gesagt diverse Faktoren- eine mehr oder weniger ausgeprägte Rolle: die Anlage bzw. die Genetik, die momentane Sinneswahrnehmung (optische Eindrücke, Gerüche und anderes mehr) eine Rolle bzw. kommt es dadurch zur Beeinflussung der vorhandenen Stimmung.
Für die basale Aktivität ist also die Grundstimmung wesentlich die dann durch zusätzlich Einflüsse etwa durch Emotionen und anderes beeinflusst wird. Hierbei kommt also die neuronale Aktivität des Kortex des Gehirns wesentlich ins Spiel.
Man kann auch sagen, dass die neuronale Aktivität der kortikalen Strukturen wesentlich beeinflusst und dadurch die situative Befindlichkeit des Individuums im momentanen Zustand wesentlich bestimmt bzw. mitbestimmt. Dabei wird die Aktivität dieser Nervenzellen durch die situative Einflüsse modifiziert.
Bildgebend betrachtet korreliert die Stimmung mit gewissen Aktivitätszuständen die sich in bestimmten Gehirnarealen durch die Farbdarstellung manifestiert. Dabei kann die Aktivität dieses Bereichs des zentralen Nervensystems durch die Methode der Funktionellen Magnetresonanztomographie im Sinn einer dynamischen bildgebenden Einheit aufgezeigt werden.
Erkenntnis-theoretisch bzw. philosophisch betrachtet wird die Stimmung durch den Begriff einer Idee erfasst (vgl. mit Kant Zitat 7). Es handelt sich also bei dieser Einheit um eine systematische Einheit und es ist dieser Begriff ein regulativer Begriff, weil es sich bei dieser Idee um eine bloße Idee im Sinn von Immanuel Kant handelt (vgl. mit Kant Zitat 4).
Die Stimmung ist im Alltag ganz wesentlich, weil sie das Wohlbefinden der Person weitgehend bestimmt und es ist daher die Stimmung auch in der Psychiatrie (Psychologie und Psychotherapie) ein wesentliches psychisches Phänomen bzw. ein wesentliches psychopathologisches Phänomen das auch in diagnostischer Hinsicht von großer Bedeutung ist.
In der Psychiatrie ist die Stimmung bzw. die Beeinträchtigung der Stimmung vor allem bei der Depression und bei der Manie von vorrangiger Bedeutung und überhaupt bei allen psychischen Störungen mit einer ausgeprägten affektiven Störung. Man findet allerdings auch bei kognitiven Störungen oftmals eine Beeinträchtigung der Stimmung und es ist daher die Stimmungsstörung auch bei der Schizophrenie, insbesondere beim Wahn bzw. bei der Paranoia, auch beim Organischen Psychosyndrom (OPS) und in der Regel weniger ausgeprägt bei der Demenz von Bedeutung. Es kommen also Störungen in der Stimmung praktisch bei allen psychischen Störungen und damit auch bei allen Psychosen mehr oder weniger ausgeprägt vor und man findet auch wesentliche Störungen in der Stimmung bei den psychischen Störungen die man als Neurosen bzw. den Persönlichkeitsstörungen bezeichnet.
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(letzte Änderung 15.08.2025, abgelegt unter: Definition, fühlen, Gemüt, Psyche, Psychologie, Psychiatrie)
zuvor am 11.04.2025 „Stimmung, Psyche“ pos. 1
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