Lernen

Lernen ist das Erwerben von Kenntnis und Können.

Dies ist also der Prozess der durch Übung zu Kenntnis und Können führt respektive ist dies der Prozess der durch Übung zum Erwerb von theoretischem Wissen und von praktischem Können führt.

Dabei beruht dieser Prozess auf der Praxis bzw. auf dem Tun.

Und es kann dies ein unbewusstes oder ein bewusstes Tun sein.

In diesem Sinn gibt es ein unbewusstes Lernen wie dies bei den Tieren vor sich geht.

Und es gibt darüber hinaus beim Menschen auch ein bewusstes Lernen, wie dies etwa in der Schule praktiziert wird.

Demgemäß gründet sich das Lernen in der Schule/im Studium/in der Ausbildung auf die wiederholte theoretische Übung  und auf die wiederholte praktische Übung.

Somit führt das Lernen zum Erwerb zu anwachsendem theoretischen Wissen, zum Beispiel in Bezug auf eine Theorie (Beispiel: Mathematik).

Oder es führt das Lernen zum Erwerb einer praktischen Tätigkeit (Beispiel: Disziplin eines Sports: Fussball, Judo, Reiten, Fechten usw., Erlernen eines Berufs, einer Profession)

Man kann somit sagen, dass beim Lernen sowohl die Theorie und damit theoretisches Verständnis, wie auch Praxis mit praktischem Verständnis erforderlich ist.

Respektive kommt es in diesem Zusammenhang zu wiederholter praktischer Übung und ebenso zu wiederholter theoretischer Übung.

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Lernen beruht auf dem Erkennen des Zusammenhangs:

Im Rahmen des Lernens kommt es zum Erkennen des Zusammenhangs.

Und kommt infolge dieser Kenntnis bzw. infolge dieses Verstehen zu erfolgreichem Tun. In diesem Sinn ist in vielen Bereichen die Kenntnis der Theorie die Voraussetzung für die gelingende bzw. die erfolgreiche Praxis

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Lernen beruht auf Bewusstsein:

Sowohl beim Menschen wie auch beim Tier erfolgt das Lernen primär im wachen Zustand.

Beim Menschen gibt es zwar darüber hinaus auch im Schlaf ein Erkennen von Zusammenhängen die im wachen Zustand nicht erkannt worden sind, wie man dies aus der eigenen Erfahrung kennt. Primär erfolgt das Lernen jedoch im wachen Zustand, weil man im Zustand des klaren Bewusstseins erkennen und unterscheiden kann, was von Relevanz und was nicht von Relevanz ist.

In diesem Sinn dominiert das bewusste Lernen das unbewusste Lernen, wenn gleich auch das unbewusste Lernen seine Stärken bzw. Vorzüge hat, weil das unbewusste Lernen kreativer ist als das bewusste Lernen.

Dies ist so bzw. scheint so zu sein, weil die psychische Entspannug eine wesentliche Voraussetzung bzw. Bedingung für die Kreativität bzw. für das kreative Schaffen/Erschaffen und das kreative Erfinden ist, wie dies gemäß der Erfahrung bevorzugt im Halbschlaf bzw. in sonst einem entspannten Zustand der Psyche der Fall ist, sei dies ein Zustand im oberflächlichen oder im Zustand des tiefen Schlafs.

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Lernen – Disziplin – Übung:

Das jeweilige Lernen wird dabei durch die praktische Übung und durch die theoretische Übung bzw. durch die jeweilige Praxis im Sinn der Ausübung einer Disziplin gefördert.

Die Erfahrung lehrt nämlich dass dadurch bessere Leistungen erzielt werden können.

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Beim Lernen beruht dieses Geschehen also teils auf dem mentalen Prozess und teils auf der praktischen Tätigkeit bzw. auf dem auf dem theoretischen und praktischen Tun.

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Lernen beruht auf der neuronalen Funktion:

Sowohl beim Tier wie auch beim Menschen beruht das Lernen auf der neuronalen Funktion.

Weil das Bewusstsein des Menschen höher entwickelt ist als das der hoch entwickelten Tieren ist der Mensch befähigt größere Fortschritte im Lernen zu erzielen.

Dabei verschafft das begriffliche Denken bzw. das Denken in den Begriffen in einer menschlichen Sprache dem einzelnen Menschen Möglichkeiten die ein hoch entwickeltes Tier grundsätzlich nicht hat.

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Lernen beruht auf Erfahrung:

Sowohl beim Tier wie auch beim Menschen beruht ein großer Teil des Lernen auf der Erfahrung.  Und zwar zum großen Teil auf der Erfahrung wie sie im Lauf des eigenen Lebens gemacht, und als Lebenserfahrung bezeichnet wird.

Und zum Teil beruht das Lernen auf Wissen das durch andere gewonnen worden ist und das man zum Teil als Überlieferung bezeichnet oder das durch die gezielte Forschung in der Wissenschaft erlangt worden ist.

Allerdings ist dabei zu beachten, dass nicht alles Wissen das in der Wissenschaft erlangt wird wirklich brauchbares bzw. erstrebenswertes Wissen – im Sinn von erstrebenswerter Kenntnis ist, weil vieles von diesem Wissen, im Hinblick auf seine Nützlichkeit, nicht wirklich erprobt worden ist.

In jedem Fall ist jedoch die eigene Lebenserfahrung für das eigene Leben – für die eigene weitere persönliche Entwicklung – von großer Bedeutung – und sollte man als Mensch derartiges Wissen durch die kritische Selbstreflexion geprüft in das eigene Erfahrungswissen übernehmen bzw. auf Grundlage der eigenen Erfahrung fortlaufend verwerten und im weiteren Leben berücksichtigen.

Und zweifelsohne führt die persönlichen Erfahrung durch das damit verbundene Lernen zu erweitertem persönlichen Wissen und zu erweitertem persönlichen Können bzw. zu erweiterter persönlicher Lebenserfahrung.

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Weisheit des Alters – eine Folge des lebenslangen Lernen:

Deswegen ist eine Folge bzw. eine Frucht des lebenslangen Lernen aus der Erfahrung die sprichwörtliche Weisheit des Alters – die in verschiedenen Kulturen hoch geschätzt wird.

Wohingegen in den westlichen menschlichen Gesellschaften in der Neuzeit der Wissenschaft vielfach die oberste Priorität – vielfach allerdings unverdient – zugesprochen wird, mit entsprechend nachteiligen Auswirkungen für die jeweilige menschliche Gesellschaft. Das heißt Unerprobtem bzw. Nicht Bewährtem wird die Priorität zugebilligt, weil die Wissenschaft dies vermeintlich als erstrebenswert bzw. an anstrebenswert präsentiert hat – allerdings in nicht wenigen Fällen zum Schaden der Gesellschaft. Man kann sagen, dass dies ein Preis der dummen Wissenschaftsgläubigkeit ist bzw. ist dies der Preis für den dummen Wissenschaftsglauben.

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Den Vorgang beim Lernen kann man unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachten:

Neuro-biologisch betrachtet ist Lernen die erweiterte Verbindung/Vernetzung der Nervenzellen des Nervensystems.

Durch die erweiterte bzw.durch die verbesserte Vernetzung der Nervenzellen durch zusätzliche Synapsen , durch die ausgesprossten Dendriten kommt es zur verbesserten Konnektivität und dadurch zur verbesserten neuronalen Aktivität bzw. zur verbessertem neuronalen Funktion.

Dadurch ist also das Lernen der Lernprozess bzw. die verbesserte Aktion bzw. die verbesserte Funktion entstanden.

Dadurch ist insgesamt der verbesserte Prozess – sowohl der verbesserte Prozess im Nervensystem – der verbesserte neuronale Prozess entstanden, wie auch der verbesserte sonstige  Prozess auf der Ebene der Organe und Organsysteme des Organismus – etwa im Hinblick auf die Bewegungsfunktion – oder eine sonstige biologische Funktion.

Und diese biologische Entwicklung kann man – neuro-biologisch betrachtet – und lern-psychologisch betrachtet als Lernen bezeichnen.

Durch die verbesserte Vernetzung der Nervenzellen des Nervensystems – so wie diese in der neuronalen Struktur des jeweiligen Lebewesens als Individuum durch die Nervenzellvermehrung im Lauf der individuellen Entwicklung des Individuums entstanden und vorhanden sind, sind durch die verbesserte Konnektivität – durch die verbesserte Verbindung durch zusätzlichen Synapsen – und durch die ausgespoßten Dendriten, die sich infolge der Neuroplastizität bilden bzw. die sich in der neuronalen Struktur verbessert ausgebildet haben die verbesserte neuronale Aktivität bzw. die verbesserte neuronale Funktion möglich.

In diesem Sinn hat als die Übung, die Praxis, das Versuchen des Tuns in der Übung – sei dies unbewusst oder bewusst geschehen –  zur verbesserten Vernetzung zur verbesserten Konnektivität der Nervenzellen geführt, weil dadurch die Anzahl der Synapsen im jeweiligen aktiven Bereich des Nervensystems zugenommen hat und weil dadurch die Dendriten lokal im aktiven Bereich des Nervensystems sich optimal entwickelt haben, ist dadurch zur verbesserten Aktion bzw. zur verbesserten Funktion gekommen.

Und all dies gilt für die Verbesserung der Aktion beim einzelnen Lebewesen für die des Körpers, beim höher entwickelten Lebewesen mit einem Nervensystem auch für die der Psyche und beim Menschen zusätzlich auch die des Geistes der Person.

Dies gilt demgemäß beim Menschen sowohl für die verbesserte körperliche Funktion – etwa für einen gewissen Bewegungsablauf. Also zum Beispiel für den Ablauf der Bewegungen wenn etwa ein Kind oder zum Beispiel ein  junges Säugetier das sich fortbewegen das Krabbeln und schließlich das Laufen lernt. Und wie sich diese Bewegungsfunktionen dann auch im weiteren Leben des Lebewesens fortentwickeln –  wie durch das praktische Tun, durch die Praxis, durch die unbewusste und durch die bewusste Übung, durch das bewusste Training die jeweilige Aktion bzw. die jeweilige Funktion bis zu einem gewissen Grad verbessert werden kann.

In diesem Sinn führt neuro-biologisch und lern-psychologisch betrachtet die verbesserte neuronale Vernetzung zur verbesserten neuronalen Aktivität bzw. zur verbesserten neuronalen Funktion und dadurch zur verbesserten – zur besser gelerntenFunktion bzw. Aktion.

Und man kann sagen, dass das Lernen ein Resultat der neuronalen Aktivität in den neuronalen Netzwerken des Nervensystems im Lebewesen ist und dass dieses ganze Geschehen durch das Leben des Lebewesens , im Rahmen seiner individuellen Entwicklung bis zu einem gewissen Grad durch die Anlage/Genetik bedingt bis zu einem gewissen Grad möglich geworden ist bzw. durch das Leben bedingt ist.

Durch den neuronalen Prozess kommt zur natürlichen Verarbeitung der Aktionspotenziale in den neuronalen Netzwerken des Nervensystems.

Dadurch kommt es also zur Entstehung von erweiterten/verbesserten neuronalen Mustern, die ihrerseits die erweiterte/verbesserte neuronalen Funktion. erbringen, die ihrerseits die verbesserte/erweiterte Aktion und Funktion zur Folge hat.

Dabei stimuliert die versuchte Aktion diesen Prozess der Entwicklung – sowohl auf der Ebene des Nervensystems – wie auch sonst auf der Ebene einer jeden Funktion.

Also auf der Ebene der Funktion des Körpers/der Psyche und auch der des Geistes der Person.

Diese Entwicklung steigert also die jeweilige Funktion bzw. die jeweilige Aktion auf natürliche Art und Weise – und dies ist der natürliche Prozess der lern-psychologisch betrachtet als Lernen bezeichnet wird, den man auch als Lernprozess bezeichnen kann.

Vom Nervensystem aus betrachtet bzw. von den Nervenzellen aus betrachtet ist das Lernen eine Folge der Neuroplastizität.die zum verbesserten neuronalen Funktion bzw. zum verbesserten neuronale Vorgang geführt hat, und zwar beim Menschen sowohl auf der Ebene des Körpers, der Psyche, wie auch der des Geistes der Person.

Man kann also sagen, dass die Praxis, die Übung, das Training – somit das Tun oder der Versuch des Tuns zur verbesserten Funktion bzw.  zur verbesserten Aktion bis zu einem gewissen Grad geführt hat.

Durch die Neuroplastizität ist also der jeweilige neuronale Vorgang verbessert worden bzw. hat sich dadurch das neuronalen Muster erweitertet und entwickelt bzw. hat sich dadurch im Lebewesen die biologische Funktion – im Einzelnen Individuum die  körperliche Funktion und beim hochentwickelten Tier auch die psychische Funktion und schließlich beim Menschen auf die geistige Funktion der jeweiligen Person auf individuelle Art und Weise ganz natürlich entwickelt – was alles durch das praktische Tun entstanden ist – sei dies unbewusstes Tun oder sei dies ein bewusstes Tun das man auch als bewusstes oder ls unbewusstes Lernen bezeichnen kann.

Das bedeutet, dass durch das Lernen sich die neuronale Struktur im Individuum plastisch entwickelt und dadurch kommt es zur erweiterten bzw. zur optimierten neuronalen Funktion und gleichzeitig im günstigen Fall zur optimierten bzw. zur verbesserten Aktion bzw. Funktion, weil damit einhergehend sich auch die Funktionen im sonstigen Organismus entwickeln.

Und all dies geschieht auf ganz natürliche Art und Weise.XXX

Die Folge davon ist also die verbesserte Aktion, die verbesserte Funktion Lebewesen angefangen vom einfachsten Vielzeller mit einem  Nervensystem, vom niederen Tier bis zum höchst entwickelten Tier – aus denen die Hominiden und schließlich die Menschen hervorgegangen sind.

Das heißt dass die Tiere auf diesem Weg durch das Lernen sowohl die körperliche Funktion und die höher entwickelten auch die psychische Funktion verbessert haben – bzw. hat sich auch bei ihnen durch das Tun, durch die Praxis, durch die unbewusste Übung die Funktion bzw. die Aktion verbessert. – und man kann sagen, dass sie durch diesen Prozess – unbewusst gelernt haben.

Und in diesem Sinn lernt auch der Mensch teils bewusst – durch Übung in der Schule – und unbewusst durch das spielerische Lernen bzw. durch das Spiel.

Dies gilt auch für das Lernen im Sport bis hin zum Können höchster Leistung im Spitzensport.

Was bekanntlich möglich ist, falls Talent/Begabung/die sogenannte Anlage vorhanden ist und durch die frühe Förderung und durch die geschickte Anleitung dieser Grad an Können mit Erlangung von höchster Leistung im in der Ausbildung zum Spitzensportler/Spitzensportlerin erreicht werden kann.

Und beim Menschen kommt es darüber hinaus nicht nur zur Entwicklung der biologischen Funktion im Sinn der körperlichen Funktion, der psychischen Funktion sondern auch und zur Entwicklung und Erweiterung der geistigen Funktion.

Das heißt durch das geistige Tun – durch die Aktion – durch die Funktion – erweitert sich auch die geistige Funktion.

Und es gelingt die Überlegung – das natürliche Denken auf ganz natürliche Art und Weise – ohne Anstrengung und ohne Mühe – sofern dies zuvor geübt und dadurch gelernt worden ist.

Dies ist also die Basis die neuro-biologische Grundlage von jeder höher entwickelten biologischen Funktion.

Und man kann sagen, dass in der Natur – und zwar die belebten Natur – die Lebewesen auf ganz natürliche Art und Weise sich – im Rahmen der ihrer Möglichkeit – an die jeweilige Situation anpassen bzw. damit unbewusst lernen mit der neuen Situation besser umzugehen.

Und man kann so gesehen – neuro-biologisch begründet sagen, dass das Leben auch das Lernen hervorgebracht hat.

Und man kennt in diesem Zusammenhang die Freude des Lebewesens wenn es bemerkt dass es etwas gelernt hat – und bekanntlich wird diese Freude bzw. diese Lust als Funktionslust oder Aktionslust bezeichnet die spontan entsteht wenn das angestrebte Ziel – sei es eine kleine Bewegung beim kranken bzw. verletzten wenn er eine Bewegung – wenn auch noch beschränkt – wieder durchführen kann, er sich wieder bewegen kann.

Oder wenn die Freude am Tun in der Funktonslust oder bei der Aktionslust erlebt wird – wie dies im Ausdruck – no risk no fun – zum Ausdruck kommt.

Es ist also immer das Tun die Praxis bis hin zur Erlangung des Erfolgs des Ziels: sei es im Sport, im Spitzensport –  oder etwa bei geistigem Sport – beim Schach bzw. im Schachspiel oder bei sonstigem Tun bzw. bei sonstiger Aktivität.

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Lernen führt zur Konditionierung:

Das Lernen befördert die Konditionierung und bewirkt psychologisch betrachtet das Gedächtnis bzw. die Gedächtnisfunktion.

Dabei ist das Lernen mit Assoziation, mit Konzentration und Übung verbunden, was zum Teil beiläufig bzw. spielerisch geschieht, insbesondere bei jungen Lebewesen wenn Neugierde und Interesse die Aktivität befördern kommt es zum Verstehen und zum besseren Können.

Beim älteren Individuum spricht man von Motivation falls ein besonderes Interesse die Ausrichtung der Aufmerksamkeit wiederholt auf ein gewisses Themen lenkt.

Das Gelernte wird schließlich durch die Übung und Gewohnheit  zur gefestigten Praxis und Kenntnis.

All dies befördert die Entwicklung des Wissens und des Könnens.

Dies wiederum führt zur Festigung von Gedächtnis in Körper, Psyche und – beim Menschen – zusätzlich im Geist.

Durch das Lernen ist beim Menschen die Aktivität mit teils unbewusstem und teils bewusstem Denken bzw. mit Nachdenken  und Überlegung verbunden.

Es ist das Lernen also der Vorgang der zu weiterem Wissen und zu neuen Fertigkeiten führt.

Durch das Lernen kommt es in der Regel zu einer besseren Anpassung an die Wirklichkeit.

Es ist das Lernen also ein Vorgang der zur Bildung führt.

Allerdings lernt man nicht nur das was man lernen will.

Durch das wiederholte Tun kommt es zur Konditionierung.

Man lernt aus der Erfahrung und auf der Grundlage der Überlegung, also durch das Denken und Nachdenken und man lernt in Folge der wiederholten Handlung. Dabei spielt auch das Gedächtnis eine wesentliche Rolle. Es spielt also das was man sich gemerkt hat eine wesentliche Rolle und beeinflusst dieses wiederum das zukünftige Lernen.

Man lernt während des ganzen Lebens.

Man lernt leicht was man verstehen kann – und man lernt leicht was einem gut erklärt worden ist.

Man lernt aus der Theorie und aus der Praxis. Vor allem lernt man aus der Erfahrung.

Ein junger Mensch lernt leichter als ein älterer Mensch. Dafür hat ein älterer Mensch mehr Erfahrung und daher ein größeres Wissen.

Man lernt also nicht nur in der Schule, sondern fortlaufend während des ganzen Lebens.

Man lernt nicht nur das, was man lernen will, sondern auch vieles was man eigentlich nicht lernen will. Vieles lernt man unabsichtlich – einfach deswegen weil man es wiederholt praktiziert. Es kann durch das wiederholte Tun zu einer Art eines unabsichtlichen Lernens kommen, das man als Konditionierung bezeichnet. Auf dieser Grundlage können gesundheitliche Störungen entstehen.

Man lernt die Dinge mit denen man sich beschäftigt.

Wenn man für etwas Talent hat, dann lernt man die Sache leichter.

Lernen hat mit Aufmerksamkeit zu tun. Wenn man aufmerksam ist, dann lernt man leichter.

Man lernt besser wenn man gut konzentriert ist.

Man lernt auch besser wenn man achtsam ist. Lernen hat daher mit Achtsamkeit zu tun.

Wer zerstreut ist lernt schlecht – vor allem die Dinge die er lernen will.

Daher ist Multitasking schlecht für das Lernen, ausgenommen für oberflächliche Dinge.

Intensiveres Lernen erfordert intensive Zuwendung und Beschäftigung mit der Materie. Nur so können wir die tiefer liegenden Zusammenhänge erkennen, und nur so können sich in unserem Gehirn die „Denkpfade“ – sprich die entsprechenden neuronalen Muster entwickeln. Die ungewollten Verhaltensweisen und Reaktionen entwickeln sich sowieso leicht, weil wir geneigt sind diese Dinge immer wieder zu tun. Daher entwickelt sich unter Umständen unmerklich eine Sucht bzw. ein Suchtverhalten und kommt es diesbezüglich zu einer nachteiligen Konditionierung bzw. zu einer unmerklichen Prägung der Verhaltensweisen und Reaktionen.

Das heißt das tiefere Verstehen der Zusammenhänge ist eine wesentliche Voraussetzung für das erfolgreiche positive Lernen – und ist daher auch in der Therapie die Einsicht und das Verstehen der Zusammenhänge von großer Bedeutung.

Manche „Muster“ hat man zwar unabsichtlich gelernt – weil sie jedoch nicht vorteilhaft sind – möchte man sie wieder verlernen. Beim Umlernen bzw. beim „Verlernen“ der nachteiligen Verhaltensweisen – geht es also um die Dekonditionierung.

Wie man leicht einsehen kann wird es nicht einfach gelingen tief eingeprägte „Muster“ zur Auflösung – bzw. zur Dekonditionierung zu bringen.

Zum positiven bzw. vorteilhaften Lernen kann man noch folgendes sagen:

Die meisten Leute lernen in einer ruhigen Umgebung besser als in einer unruhigen. Es gibt jedoch individuelle Unterschiede, manch eine Person lernt besser mit Musik – eine andere besser in der Stille.

Abwechslung befördert bis zu einem gewissen Grad das Lernen.

Am meisten lernt man, wenn man mit einer Materie neu konfrontiert wird. Beim Lernen sollte man gefordert aber nicht überfordert sein.

Wenn man etwas gelernt hat, dann kann man in der Regel den Zusammenhang der Dinge verstehen und einer anderen Person erklären.

Durch das Lernen erlangt man eine Routine, und kann man daher das Gelernte mit größerer Leichtigkeit erledigen – hier wirkt sich also die Konditionierung positiv aus.

 

Lernen ein natürliches Phänomen:

Bei höher entwickelten Lebewesen ist das Lernen ein natürliches Phänomen.

Am stärksten ausgeprägt ist es beim jungen Lebewesen für das alles neu ist. Im Laufe des eigenen Lebens erwirbt es Erfahrung und Können.

Dies ist einerseits von Vorteil andererseits verleitet dies dazu eine Art Widerstand gegen das weitere Lernen zu entwickeln.

Es kann dies vor allem beim Menschen zu einer Art Widerstand gegen das weitere Lernen werden, vor allem wenn der Mensch glaubt alles Relevante schon zu wissen.

Man spricht dann von Einbildung und unter Umständen auch von Arroganz falls damit auch eine gewisse Art von Überheblichkeit verbunden ist.

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(letzte Änderung 20.05.2025, abgelegt unter: Begriff, Definition, Demenz, Gedächtnis, Kognition, Lernen, Nervensystem, Psyche, Psychiatrie, Psychologie)

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