Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

Denken

Das Denken ist das Entwickeln von Vorstellungen.

Vom Denken unterscheidet man das Fühlen bzw. das Gefühl.

Dabei entsteht das Denken durch den mentalen Prozess, wie er im Gehirn infolge der neuronalen Funktion im zentralen Nervensystem entsteht.

Man kann auch sagen: das Denken entsteht infolge der neuronalen Aktivität der Nervenzellen, insbesondere im Gehirn und hier vor allem im Bereich der Hirnrinde (Cortex).

In Bezug auf den Grad des Denkens kann man eine einfache Form, wie sie den höheren Tieren in der Form eines nonverbalen Denkens möglich ist, von einer komplexeren unterscheiden, zu der nur der Mensch durch Begriffe der Sprache fähig ist.

Dabei wird das Denken durch diverse Faktoren beeinflusst. Zu nennen sind hier das Alter, somit der Stand der Entwicklung des Lebewesens, der Grad des Gelernten und damit das Gedächtnis, der Zustand der Gesundheit (oder allenfalls der Grad der Krankheit  bzw. der gesundheitlichen Störung – hier besonders zu erwähnen der einer relevanten psychischen Störung) und viele andere Faktoren. Somit bestimmt die momentane geistige Verfassung wesentlich das Denkvermögen der Person. Man kann auch sagen, dass das Denkvermögen des Individuums entscheidend den Geist und damit die geistigen Fähigkeiten der Person bestimmt.

In Bezug auf die Qualität kann es ein sinnhaftes (sinnvolles) Denken sein, das durch die vernünftige Überlegung der Person geleitet ist um das best mögliche Wissen über den Sachverhalt zu erlangen.

In diesem Fall strebt das Denken danach alle wesentlichen Gegebenheiten der Situation zu erfassen, den relevanten Zusammenhang dem Sinn nach zu erkennen und zu verstehen um die besten Argumente zu finden und infolge entsprechend vernünftig zu handeln. Daher ist das Denken bzw. das Denkvermögen eine wesentliche Voraussetzung für den guten Hausverstand.

Oder es kann das Denken durch die mehr oder weniger vorherrschende Stimmung wesentlich geprägt sein. Demgemäß kennt man bei der affektiven Störung vom Typ der Manie das unkritische Denken und Handeln mit Verkennung der eigenen Möglichkeiten und im gegenteiligen Zustand der Depression bzw. der depressiven Störung das negativistische Denken mit entsprechender Argumentation.

Schließlich kennt man auch ein frei flottierendes Denken das ohne Absicht sich von den spontanen Assoziationen lenken und leiten lässt und fortlaufend weitere Überlegungen entwickelt, wie sie sich aus dem spontanen Gedankenfluss ergeben. Von dieser Art ist das kreative Denken.

Oder das Denken ist durch einen Einfall bestimmt, wie er aus dem Unbewussten oder Unterbewussten ins Bewusstsein eintritt.

Es kann dies also ein spontanes Denken sein das durch die momentane Intuition geleitet ist – etwa bei einer kreativ schaffenden Person. Oder es kann das Denken durch eine vorgegebene Absicht bzw. durch eine Intention geleitet sein.

Es ist das Denken also ein Ergebnis des mentalen Prozesses der entweder spontan oder durch eine Absicht geleitet Gedanken und Vorstellungen hervorbringt.

Demgemäß kennt man das mehr oder weniger vernünftige Denken; oder das Denken das mehr durch die Emotion geleitet ist.

Man kann auch sagen: das Denken produziert die Gedanken, die infolge der Assoziation im Bewusstsein entweder spontan und somit unabsichtlich / unbewusst oder infolge der bewussten Überlegung entstehen.

Ebenso kann man sagen: das Denken beruht auf dem Verstand und der Vernunft und wird dabei durch die Emotion und die Stimmung / Grundstimmung beeinflusst.

Demgemäß kann das Denken mehr oder weniger rational sein, oder es kann auch mehr oder weniger starkt emotional beeinflusst bzw. bedingt sein, insofern es letztlich gänzlich irrational sein kann wenn die Vernunft keine Rolle mehr spielt.

Beim Denken kommt es im normalen Zustand – man kann auch sagen im gesunden Zustand des Geistes – zur vernünftigen Überlegung.

Es werden dabei also die unterschiedlichen Gedanken gegeneinander abwogen – man kann hier vom Ponderieren der unterschiedlichen Ideen sprechen.

Es bringt das Denken also das hervor, was man als geistige Leistung der Psyche bezeichnet bzw. das was man als den Geist der Person bezeichnet.

Somit ist das Denken eine Teilfunktion der Psyche, die neben dem Denken auch noch andere Teilfunktionen leistet.

Das Denken ist also ein voranschreitender mentaler Prozess, als dessen Folge die Vorstellungen der Person unter Einwirkung ihrer  Kreativität in ihrem Bewusstsein erscheinen und damit die Gedanken entstehen.

Man kann dabei die Vorstellungen ausgehend von den Wahrnehmungen entwickeln oder spontan.

Oder man kann beim Denken bzw. beim Nachdenken Vorstellungen gemäß einer gewissen Vorgabe etwa gemäß einer Konvention entwickeln, also gemäß einer vorgegebenen Idee, etwa gemäß einer Leitidee, somit gemäß einer gewissen Lehre oder gemäß einer gewissen geistigen Leitlinie.

So kann man etwa Vorstellungen und damit gewisse Gedanken angeleitet durch eine Theorie entwickeln.

Oder man kann Gedanken aus der Situation heraus spontan durch die freie Assoziation entwickeln, ohne dass man durch eine Vorgabe geleitet wird.

Derartiges Denken kann man als spontanes Denken bezeichnen das unabhängig von irgend welchen Vorgaben ist und sich demgemäß, auf der Grundlage der unmittelbaren Einsicht bzw. auf der Grundlage des situativ vorhandenen Verstandes und der Vernunft auf der Grundlage des Gedächtnisses und des in der Person vorhandenen Wissens entwickelt.

Der Denkprozess und damit das Denken kann in verschiedener Hinsicht beeinflusst sein, etwa durch die Emotion und die vorhandenen Gefühle. Auch die Empfindungen beeinflussen das Denken. Überhaupt beeinflussen alle Reize, wie sie auf den Organismus und damit auf das Nervensystem einwirken, in mehr oder weniger starker Ausprägung das Denken.

Das jeweilige Denken entwickelt sich also auf der Grundlage der Eindrücke und Einfälle und auf der Grundlage der Überlegung, infolge des Verstandesder mehr oder weniger ausgeprägten Vernunft und infolge von sonstigen Einflüssen.

Man erkennt damit, dass das Denken mehr oder weniger stark durch die Ratio und mehr oder weniger stark durch die Emotion und durch sonstige Einflüsse geprägt ist. Und man kann daher auch sagen, dass das Denken mehr oder weniger stark durch Vorurteile beeinflusst ist.

Auf diese Art und Weise entsteht das Denken in Folge des Zusammenwirkens von verschiedenen Faktoren und man kann daher sagen, dass das Denken infolge einer komplexen Ursache in einer Person auf eine individuelle Art und Weise entsteht.

Neurobiologisch bzw. neurophysiologisch betrachtet ist das Denken das Ergebnis der neuronalen Funktion von Nervenzellen in einem gewissen Bereichen des Gehirns. Man weiß, dass diese Funktion wesentlich von den frontalen und parietalen Bereichen der Gehirnrinde geleistet wird, die allerdings auch Informationen aus anderen Bereichen des Nervensystems erhalten, etwa aus der basalen Gehirnregion in Folge der dort generierten Stimmung und Emotionen, oder durch optische Informationen aus dem Bereich der hinteren Hirnrindenregion (Sehrinde und deren Umgebung), Riechhirn usf. Als Folge dieser neuronalen Funktion entstehen gewisse neuronalen Muster, die sich fortlaufend entwickeln und so gesehen auseinander hervorgehen. Es ist also die neuronale Aktivität biologisch betrachtet der Grund und damit die Ursache die das Denken hervorbringt.

Man kann auch sagen, dass das Denken also Folge der Funktionalität und Funktionstüchtigkeit des Gehirns entsteht. Dabei gibt es auf der Ebene des zentralen Nervensystems bzw. auf der Ebene der neuronalen Funktion keine scharf abgegrenzten Bezirke, die das Denken hervorbringen, sondern es ist vielmehr so, dass der Begriff des Denkens und überhaupt die Denkinhalte nur auf der Ebene der Vorstellungen, also nur auf der Ebene des Bewusstseins der erkennenden Person als abgegrenzte Einheiten in der Form der gedachten Begriffe erscheinen. Und es gibt daher genau genommen auf der Ebene der neuronalen Funktion und damit auf der Ebene des Nervensystems keine scharfe „Grenze“ zwischen dem Fühlen und dem Denken und anderen Aspekten der Psyche, sondern man kann anatomisch betrachtet nur sagen, dass das Denken schwerpunktmäßig als Folge der neuronalen Aktivität der oberen kortikalen Strukturen und der zentralen Strukturen entsteht, wohingegen das Fühlen schwerpunktmäßig auf der Grundlage der Aktivität der basalen Strukturen des Kortex und auf der Grundlage der zentralen Strukturen des Gehirns entsteht. Man kann also sagen, dass das Denken vor allem im Bereich der oberen Hirnrinde lokalisiert ist. In dieser schichtartig aufgebauten neuronalen Struktur ist offensichtlich der prozesshafte Aufbau von neuronalen Mustern im Sinn von Vorstellungen möglich, die geistig betrachtet gewissen Ideen bzw. den Begriffen von Ideen entsprechen, sofern es sich um begrifflich benennbare Inhalte handelt. Ansonsten sind es sonstige Vorstellungen, die nicht begrifflich benennbar sind. Je nach der Architektur und der Entwicklung des Nervensystems ist dasselbe zu derartiger Funktionalität in der Lage, und es ergibt sich aus den Variationen und Unterschieden im Aufbau des Gehirns und auch infolge der unterschiedlichen Prägung im Sinn der unterschiedlichen Erfahrung der Unterschied im Wesen, insofern das Nervensystem durch das Wachstums und die natürliche Entfaltung im Sinn der Neuroplastizität sich entwickelt.

Man kann also auf diese Art und Weise verstehen, wie in Folge der unterschiedlichen Biologie (gemeint hier im Sinn der unterschiedlichen biologischen „hardware“ und der unterschiedlich Erlebnis-bedingt entstanden „software“) unterschiedliche Individuen und damit unterschiedliche Menschen in Bezug auf das Denken existieren. Man kann also berechtigt sagen, dass kein Mensch exakt wie ein anderer denkt, weil jedes Individuum einmalig ist.

Analoges gilt selbstverständlich auch für die einzelnen Tiere und manifestieren sich die Unterschiede hier inbesondere bei den höher entwickelten Tieren. Es sind also auch höher entwickelte Tiere bis zu einem gewissen Grad in der Lage Vorstellungen bzw. einfache Gedanken zu bilden und diese miteinander zu vergleichen, wobei es wahrscheinlich auf der Grundlage der Analysatoren – im Sinn von I. P. Pawlow – zur Funktion des Erkennens kommt (vgl. mit dem Pawlow Zitat).

Beziehungsweise beruhen auch bei den höheren Tieren gewisse Erkenntnisse auch als Folge der mentalen Synthese bzw. der geistigen Integration entstehen. Das Denken ist in diesem Sinn die Folge der prozesshaften Anlayse und Synthese der Informationen auf der Ebene des Nervensystems, die letztlich gewisse Vorstellungen und damit beim Menschen gewisse Gedanken hervorbringt.

Man kann daher auch sagen, dass im Nervensystems verschiedene neuronale Muster miteinander verglichen werden und dadurch die Erkenntnis bzw. die Kognition entsteht.

Einfachere neuronale Muster können auch auf tiefer liegenden Ebenen des Gehirns mit einander verglichen werden, wie dies beispielsweise bei der Empfindung eines Durstgefühls der Fall ist. Auch auf noch tieferen Ebenen, nämlich auf der Ebene des Rückenmarks können neuronale Muster miteinander verglichen werden, wie dies beispielsweise bei den muskulären Reflexen (z.B. bei einem Haltereflex) der Fall ist, der auf der Ebene des Rückenmarks exekutiert wird.

Neuropsychologisch betrachtet entstehen beim Denken die verschiedenen Worte und Inhalte im Bewusstsein der Person auf Grund der verschiedenen Sinneseindrücke und auf Grund der unterschiedlichen Assoziationen. Wir denken in Worten, daher in den Begriffen der Ideen, ferner in Bildern und auch in sonstigen Vorstellungen und Denkinhalten, die im Bewusstsein in verbaler Form und auch in non-verbaler Form – etwa in unterschiedlichen Tönen / Melodien usf. erscheinen. Man kann auch sagen: das Denken beruht auf der Kognition und auf der sinnlichen Wahrnehmung. Und es ist daher das Denken eine Leistung der Psyche bzw. eine Leistung des Geistes der Person.

Man kann somit das Denken in verbales und in ein non-verbales Denken gliedern. Oder man kann auch sagen: dass wir beim Denken auf verbaler oder non-verbaler Ebene Inhalte assoziieren.

Dabei unterscheidet man das Denken grundsätzlich vom Fühlen gemäß der Methode der Dialektik, wobei es auf der Ebene des Nervensystems keine scharfe Grenze zwischen dem Denken und dem Fühlen gibt.

Dem Inhalt nach ist das Denken ein voranschreitendes Prozess oder man kann auch sagen ein voranschreitendes Vorstellen von Denkinhalten. Dabei entstehen unter anderem auch gewisse Urteile über diese Denkinhalte.

Man kann also auch sagen: das Denken ist ein voranschreitendes Entwickeln von Vorstellungen. Beim Denken ensteht infolge der spontan assoziierten Denkinhalte und infolge der Sinneseindrücke, überhaupt also infolge der Assoziation eine neue Vorstellung und es entwickelt sich damit der voranschreitende mentale Prozess des Denkens. Auf diese Art und Weise entsteht eine Abfolge von Vorstellungen in Folge der Überlegungen und in Folge der Assoziationen. Diesen mentalen Prozess bezeichnet man als „denken“.

Das Denken kann auf der Ebene der Begriffe erfolgen, dann kann man von einem verbalen oder geistigen Denken sprechen, oder es kann sich auf nicht-begrifflicher Ebene bewegen, dann kann man von einem non-verbalen „Denken“ sprechen. Zu diesem Denken sind bis zu einem gewissen Grad auch die höher entwickelten Tiere fähig.

Es gibt also das begriffliche Denken einerseits und das non-verbale nicht begriffliche Denken andererseits, z.B. das non-verbale Assoziieren von Bildern, das musikalische „Denken“, das man beim kreativen Schaffen von neuen Musikstücken als komponieren bezeichnet, das wenn es an Noten gebunden ist dem begrifflichen Denken verwandt ist und wenn es nur spontan ohne eine Notengrundlage entsteht mehr dem non-verbalen Denken und Assoziieren verwandt ist.

Der mentale Prozess kann also von der Art sein, dass es in Folge der Denkinhalte zu einer logischen Verknüpfung von Gedanken und Denkinhalten kommt, oder es kann sich um eine Abfolge von Denkinhalten handeln, die nicht nach den Gesetzen der Logik erfolgt.

Man kann daher in Bezug auf die Logik auch sagen, dass im Nervensystems verschiedene neuronale Muster miteinander verglichen werden können und dadurch die Erkenntnis auf der Grundlage der Logik und diese zum Teil allerdings auch nicht durch die Logik, sondern durch Emotionen und andere Inhalte beeinflusst entsteht. Im zuletzt genannten Fall bestimmen also irrationale Inhalte das Denken.

Einfachere neuronale Muster können auch auf tiefer liegenden Ebenen des Gehirns miteinander verglichen werden, wie dies beispielsweise bei der Wahrnehmung eines Durstgefühls der Fall ist. Auch auf noch tieferen Ebenen, nämlich auf der Ebene des Rückenmarks können neuronale Muster miteinander verglichen werden, wie dies beispielsweise bei den muskulären Reflexen (z.B. bei einem Haltereflex) der Fall ist, der auf der Ebene des Rückenmarks exekutiert wird.

Psychologisch betrachtet zeichnet sich das Denken durch integrative Prozesse aus. Durch das Vorstellen und Denken können komplexe Vorstellungen gebildet werden, und diese miteinander verglichen und aufeinander abgestimmt werden. Dabei wird dieser Vorgang auch durch die Gefühlssphäre, sprich durch die Emotionen beeinflusst.

Erkenntnistheoretisch bzw. philosophisch betrachtet ist das Denken das voranschreitende Entwickeln von Ideen. Es ist das Denken also das Vermögen Begriffe von Ideen (vgl. mit Kant Zitat 7) zu bilden, die wir intellektuell weiter verarbeiten und verbal kommunizieren können.

Man kann also auf der Grundlage dieser Begriffe die Vorstellungen miteinander vergleichen und daraus gewisse Schlussfolgerungen ziehen. Das heißt man kann sich eine Meinung oder ein Urteil bilden und so einen Gedanken formulieren und kommunizieren.

Es entsteht beim Denken also eine systematische Einheit aus der eine andere hervorgeht. Oder man kann sagen: es entsteht ein Begriff aus dem ein anderer hervorgeht. Diesen Vorgang bzw. diese Abfolge von mentalen Prozessen bezeichnet man als denken. Dabei entstehen die Ideen und damit die  Gedanken in Folge der Sinneseindrücke und in Folge der Assoziationen auf der Grundlage des Gedächtnisses und beeinflusst durch das Gefühl und durch die Empfindung. Es entstehen also je nach dem in Folge der Sinneswahrnehmung und in Folge der mentalen Prozesse verschiedene Gedanken und damit verschiedene Inhalte im Bewusstsein einer Person.

Damit können auf der Ebene der Vorstellungen die verschiedensten Ideen entwickelt werden, und es können damit für das praktische Leben wichtige Einsichten und Erkenntnisse gewonnen werden, denen sodann die Handlungen folgen können. Durch das Denken kann man auch theoretische Vorstellungen entwickeln, das heißt man kann Theorien und Modelle bilden. Man kann auf diese Art und Weise Dinge erkennen und neue Zusammenhänge verstehen und diese damit auch erklären. Auf diese Art und Weise lernen wir neue Dinge und erkennen wir neue Zusammenhänge und damit erkennen wir den Sinn der Erscheinungen. Das heißt auf dieser Grundlage entsteht das Verstehen.

Ein Teil der so gewonnenen Ideen kann an der Erfahrung direkt geprüft bzw. überprüft werden, wie dies z.B. in einem Teilbereich in der Medizin möglich ist. Andere Vorstellungen können hingegen nicht einer solchen direkten Prüfung an der Realität unterzogen werden. Dies ist z.B.  bei den psychologischen Ideen und bei den psychiatrischen Ideen der Fall. (vgl. mit Kant Zitat 7)

Immanuel Kant hat bemerkt, dass man einen Teil der empirischen Erkenntnisse nicht am Probierstein der Erfahrung prüfen kann. (vgl. mit Kant Zitat 10)

Der Psychiater und Philosoph Karl Jaspers hat erkannt, dass dies für die Ideen in der Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie zutrifft. (vgl. mit Jaspers Zitat)

Denken durch Analyse und durch Synthese

Man bemerkt dass das Denken zum Teil auf einer Analyse der Denkinhalte beruht und zum anderen Teil auf einer Synthese. Man hat herausgefunden, dass das Denken im Sinn des begrifflichen Denkens vor allem im Bereich des Praefrontalen Kortex stattfindet. In einzelnen Bereichen funktionieren die neuronalen Strukturen als Analysatoren die die Inhalte zergliedern und damit Erkenntnisse ermöglichen (vgl. mit Pawlow Zitat). Die gilt sowohl für die kognitiven Funktionen wie auch für die emotionalen Funktionen. Dies gilt also für die Kognition. bzw. auch für die Emotionen, somit auch für das das Fühlen . Je nach Persönlichkeit bzw. Individuum findet man in dieser Hinsicht große Unterschiede im Wesen bzw. in der Wesenart, sowohl bei den Menschen wie auch bei den Tieren. Auch in den spezialisierten Bereichen der Motorik, der Sensibilität, des Sehens, Hörens, des Geschmacks und Geruchsinns gibt es in diesem Sinn Analysatoren die durch die Zergliederung der Inhalte die Diskrimination und Erkenntnis der Erlebnisse und der Assoziationen aus dem Gedächtnis ermöglichen.

Denken in Abhängigkeit von der Sichtweise

Man bemerkt, dass das Denken der Menschen stark von der persönlichen Sichtweise abhängt. Das Denken hängt also von den leitenden Ideen ab, die weitgehend bestimmen was Menschen geistig sehen und in welchen Zusammenhängen sie die Dinge erkennen. Demgemäß ist das Denken auch von der Kultur, der Religion, dem Weltbild und sonstigen Bedingungen abhängig auf deren Grundlage die Dinge und Erscheinungen wahrgenommen werden.

Theorie zum Denken

Das Denken entsteht in Folge der Assoziation. In Folge der Assoziation kommt es zur Abfolge der Vorstellungen im Bewusstsein. Es können dies also begrifflich formulierte Vorstellungen sein, dann handelt es sich um Gedanken im engeren Sinn, oder es können dies Bewusstseinsinhalte sein, die man als nonverbale Inhalte bezeichnet. Je nach dem können psychologische Gründe die Abfolge des Denkens bestimmen, oder es können auch andere Gründe, etwa biologische Gründe – zum Beispiel das Hungergefühl, oder das Spüren bzw. die Empfindung von Durst oder sexuelle Regungen bzw. Triebe das Denken und die Gedankenabfolge bzw. die Gedankeninhalte bestimmen. Man kann also auf diese Art und Weise das Denken durch verschiedene Theorien erklären. Man kann es entweder durch eine psychologische Theorie oder durch eine biologische Theorie das Denken erklären. Auch in Bezug auf psychische Störungen kann man das Auftreten von gewissen psychischen bzw. psychopathologischen Phänomenen durch eine psychologische oder durch eine biologische Theorie erklären. Man kann sich z.B. vorstellen wie in Folge einer depressiven Störung eine Person nicht aus dem Gedankenkreisen herauskommt, oder wie in Folge von autonom gewordenen neuronalen Mustern sich halluzinative Phänomene verselbständigt haben und wiederholt z.B. akkustistische Halluzinationen oder sonstige Halluzinationen vorkommen. Man kann also die verschiedensten Phänomene entweder psychologisch oder biologisch erklären. (Weiteres dazu hier)

Flexibilität im Denken

Die Flexibilität im Denken hängt von verschiedenen Dingen ab, unter anderem davon, ob jemand bereit ist neue Argumente zu überprüfen, also davon ob jemand bereit ist die eigenen Vorurteile zu hinterfragen und zu überprüfen. Es hängt die Flexibilität im Denken somit von der Offenheit ab.

In diesem Sinn kann man sagen, dass eine Person durch flexibles Denken sich auszeichnet, wenn sie alle möglichen Argumente und bekannten Fakten beachtet und berücksichtigt. Die Person ist also in dem Maß kritisch wenn sie die möglichen Argumente und die bekannten Fakten beachtet und zum Beispiel prüfend überlegt welchen Grad das von ihr erlangte Wissen hat. Ist es eine Meinung, ein Glaube oder Wissen vom Grad der Gewissheit?

Man erkennt somit dass die Flexibiltät im Denken von Voraussetzungen abhängig ist, die in der Person gelegen sind und auch vom Wissen das unabhängig von der Person verfügbar ist.

Denken in Abhängigkeit von der Gefühlslage und der Emotion

Das Denken ist stark abhängig vom Gefühl bzw. von der Gefühlslage und von der Emotion. Man bemerkt, dass das Gemüt und somit das Gefühl und die Emotionen das Denken stark beeinflussen. Dies ist im alltäglichen Erleben von großer Bedeutung, und es ist dies vor allem auch bei vielen psychischen Störungen von großer Bedeutung. So ist etwa bekannt, dass bei den Störungen des Gemüts, somit bei der Depression und bei der Manie ausgeprägte Störungen im Denken auftreten. Bei einer schweren Depression assoziiert die betroffene Person praktisch nur noch negative Inhalte und es kann daher bis zu einer wahnhaften Störung etwa im Sinn eines Verarmungswahns kommen, womit die kognitiven Störung in diesem Fall das Ausmaß einer Psychose erlangt. Umgekehrt verkennt der Patient in der Manie seine realen Möglichkeiten bei weitem und kommt es hier in Folge der affektiven Störung unter Umständen zum Größenwahn. Das Denken und damit das Urteilen ist also stark von der Gefühlslage abhängig und man weiß  daher dass das ausgewogenste Urteil entsteht, wenn die erkennende Person unbefangen ist.

Denken im Alter

Man weiß, dass im alternden Gehirn das Denkvermögen infolge der Degeneration des Gehirns im Rahmen der natürlichen Alterung in gewisser Hinsicht abnimmt. Diese Abnahme des Denkvermögens resultiert aus den degenerativen Veränderungen im Nervensystem, insbesondere resultiert dies aus den Nervenzellverlusten, und auch aus den Veränderungen und dem Abbau der Gewebe, die die Nervenzellen umgeben. Bekanntlich kommt es zu degenerations bedingten Einlagerung in den Zwischenräumen zwischen den Nervenzellen und damit zur Ablagerung von Myelin, Alzheimerfibrillen etc. Damit werden die neuronalen Vorgänge und damit die neuronale Funktion zunehmend behindert und äußert sich dies etwa in den Störungen im Gedächtnis und auch in sonstigen Störungen im Denken. Man kann damit verstehen wie es zunehmend zu Merk- und Gedächtnisstörungen kommt, wie diese schließlich zu Orientierungsstörungen und zu Kritikstörungen führen, und letztendlich das voranschreitende Denken gänzlich nicht mehr möglich ist. Es kommt also durch den degenerativen Prozess zur Entwicklung von kognitiven Störungen und auch zu affektiven Störungen und schließlich zur Entwicklung einer Demenz, wie sich dies in den verschiedensten Ausprägungen zeigt. Neben der Abnahme der geistigen Funktionen insbesondere im Hinblick auf das Lernen von neuen Dingen, beobachtet man jedoch, dass die integrative Leistung, also die Dinge gesamthaft zu beurteilen und aufzufassen bis ins hohe Alter zunimmt. Während im Nervensystem also einerseits bereits gewisse Abbauprozesse im mittleren Lebensalter im Gang gekommen sind, kann die intergrative Leistung noch zunehmen. Diese Beobachtung führte dazu, dass man vom Rat der alten Weisen spricht, weil alte Menschen im ausgewogenen und weitsichtigen Urteil jüngeren Menschen in der Regel überlegen sind. Man kann also sagen: während die „hardware“ bereits schlechter wird – kann die Leistung der „software“ infolge der höheren Integration und der weiteren Erfahrung noch zunehmen.

Denken in der Kindheit

Im Kind entwickelt sich das Denkvermögen in Abhängigkeit der Hirnentwicklung bzw. in Abhängigkeit des Wachstums, also in Abhängigkeit der Vernetzung und Differenzierung der neuronalen Strukturen. Auf dieser Grundlage wird das Denken erst möglich wenn die einzelnen Systeme sich hinreichend entwickelt und differenziert haben. Betrachtet man die Sprachbildung beim Kind, so kann man beobachten wie Kinder einerseits angeleitet durch das Vorbild der Älteren und durch die eigene Nachahmung allmählich das Sprechvermögen erlangen, und wie in diesem Zusammenhang sich das Denkvermögen beim Kind entwickelt. Ein Kind lernt das Formulieren von Worten und lernt mehr und mehr den Inhalt der Worte kennen – damit wird es auch fähig  dem Sinn entsprechend selbst Worte zu gebrauchen. Es entwickelt sich also auf diese Art und Weise einerseits das Verstehen beim Kind, und kann sich das Kind durch die Verwendung der Sprache mehr und mehr mitteilen bzw. die eigene Sicht der Dinge erklären.

Auf diese Art und Weise entwickelt sich das Denkvermögen bzw. das Denken im einzelnen Individuum. Es kommt also zu einer voranschreitenden Entwicklung des Denkvermögens im Laufe des Lebens.

Biologisch betrachtet wächst auf diese Art und Weise betrachtet das Gehirn einerseits als sich differenzierendes Nervensystem das diese Denkfunktion leisten kann – und psychologisch betrachtet entwickelt sich das Gehirn auf diese Art und Weise als „Datei“ bzw. als „Gedächtnis“ in dem die Erfahrungen gespeichert und die Denkabläufe optimiert werden. Man kann also sagen, dass sich das Denkvermögen dem Inhalt und der Differenzierung nach entwickelt. Einerseits findet also bis zuletzt eine voranschreitende Differenzierung in dieser Hinsicht statt und beginnt paralell dazu ein degenerativer Abbau – wahrscheinlich schon ab dem frühen Erwachsenenalter. So kann man sich erklären, dass Spitzensportler obwohl sie zunehmend noch mehr Routine erlangen irgendwann an der Spitze nicht mehr mithalten können und von jungen Konkurrenten übertroffen werden – natürlich sind hierbei auch andere Organsysteme betroffen und nicht nur das zentrale Nervensystem. Aber jedenfalls kann man bei sich selbst beobachten wie etwa die Geschicklichkeit der Bewegungen und koordinativen Bewegungsfähigkeiten im Alter zunehmend abnimmt – wie sich dies bekanntlich ja auch im Bewegungsverhalten zeigt. Auf der anderen Seite kann man beobachten wie das integrative Denkvermögen und damit die geistige Übersicht bis ins hohe Alter immer noch weiter zunehmen kann. Daher haben berechtigt früher die Alten die weitreichenden Entscheidungen gefällt und nicht die Jungen wie dies etwa vom Rat der Alten bei den Indianern bekannt ist. Biologisch betrachtet ist es also bemerkenswert dass im Rahmen der Alterung im Gehirn gegenteilige Entwicklungen stattfinden – und kann – und soll man die damit verbundenen Möglichkeiten nützen.

Art und Weise des individuellen Denkens

Vergleicht man die Art und Weise wie Menschen denken, so findet man große Unterschiede und damit eine große Vielfalt. Es gibt Menschen die z.B. über ein sehr gutes Gedächtnis verfügen. Wobei besondere Begabungen in Teilbereichen vorhanden sein können. Manch eine Person hat ein gutes bis sehr gutes Namensgedächtnis, eine andere ein sehr gutes Zahlengedächtnis, eine dritte ein gutes Musikgedächtnis, eine vierte ein gutes optisches Gedächtnis in Bezug auf das Wiedererkennen von Personen usf. All diese Eigenheiten weisen  darauf hin, dass eine jede solche Fähigkeit mit unterschiedlichen Eigenheiten auf der Ebene der neuronalen Funktionen – also auf der Ebene der „hardware“ und auch auf der Ebene der „software“ einhergeht (vgl. mit dem Pawlow Zitat). Manch eine Person hat also ein sehr gutes Speichervermögen und sehr gute Zugriffsvermögen in der jeweiligen Gehirnregion. Eine andere ein besseres in einem anderen Bereich usf.

Das weist darauf hin, dass der neuronale Aufbau in der jeweiligen Gehirnregion anlagebedingt – man kann auch sagen genetisch bedingt -vergleichsweise unterschiedlich differenziert ist und sich daraus unterschiedliche Fähigkeiten ergeben. Tatsächlich macht man die Erfahrung, dass manche Leute in gewissen Bereichen besonders talentiert sind und daher mit verhältnismäßig größerer Leichtigkeit gewisse Fähigkeiten erwerben. Umgekehrt kommt es vor, dass Personen mit einer speziellen Begabung in anderen Bereichen unterbegabt sind und Mühe haben eine durchschnittliche Leistung zu erzielen. In dieser Hinsicht kann man also die größte Vielfalt an unterschiedlichen Begabungen beobachten, und bemerkt man bei sich selbst, dass die eigene Lernfähigkeit in den verschiedenen Bereichen unterschiedlich ist. Grundsätzlich ist das Nervensystem lernfähig und damit der Mensch und auch das Tier lernfähig, und sollte man sich diese Fähigkeit zu Nutze machen. Offensichtlich kann ein Mensch gezielt und bewusst lernen, was dem Tier im Sinn einer gezielten Bemühung nicht möglich ist. Unzweifelhaft lernt jedoch auch das Tier aus der Erfahrung.

Denkvermögen dem Inhalt nach und der Unterscheidung nach

Es gibt also eine Fähigkeit in Bezug auf das inhaltliche Denkvermögen in dem Sinn, dass jemand sich leicht die verschiedenen Dinge merken kann, diese archivieren und wieder assoziieren kann. Eine solche Person verfügt also über ein sehr gutes Gedächtnis in diesem Bereich wobei die Fähigkeiten je nach Bereich – wie oben ausgeführt – verschieden sein kann. Andererseits gibt es auch die Fähig zur Unterscheidung. Also die Fähigkeit zur  Unterscheidung (Diskrimination) in Bezug auf die einzelnen Inhalte. Damit sind die verschiedensten Inhalte gemeint. Also die Fähigkeit Gedanken im Sinne von begrifflichen Unterscheidungen vorzunehmen – oder aber die Fähigkeit nonverbale Dinge zu unterscheiden, etwa Gerüche, Bilder, Töne, Musik usf. All diese Unterscheidungen gehen mit einem spezifischen  Urteilen einher. Daher spricht der Physiologe I. P. Pawlow treffend von verschiedenen „Analysatoren“ im Nervensystem, die diese Leistungen ermöglichen. (vgl. mit dem Pawlow Zitat)

Man findet also in Bezug auf dieses „Analysierungsvermögen“ die größten Unterschiede zwischen den einzelnen Individuen. Ja selbst bei den Tieren findet man qualitative und quantitative Unterschiede in beiden Bereichen, sowohl was den Inhalt, wie auch das Unterscheidungsvermögen betreffend. Man denke nur an das hervorragende Geruchsvermögen der Hunde, Insekten, Wildtiere usf.

Denkvermögen der Tiere

Bei den höheren Tieren findet man zweifelsohne ein differenziertes Denkvermögen. Tiere können ohne weiteres andere Individuen erkennen und differenziert reagieren. Zweifelsohne haben Tiere auch ein Gedächtnis und zwar in mancher Hinsicht sogar ein wesentlich besseres als Menschen. Lediglich in Bezug auf die Sprache und die Sprachentwicklung, und die sich daraus ergebende Differenzierung im Denken unterscheiden sich die Menschen von den Tieren grundlegend. Dies hängt wahrscheinlich von der neuronalen Architektur der „Analysatoren“ im Bereich der Hirnrinde ab, also von der Beschaffenheit der Nervenzellen und noch mehr von deren Vernetzung. (vgl. mit dem Pawlow Zitat)

Denkvermögen der Menschen im Vergleich zu den Tieren

Menschen sind unabhängig von Kultur, Sprache und Weltgegend fähig zu sprechen und abstrakt zu denken. Das Denkvermögen und das Abstraktionsvermögen unterscheidet die Menschen also von den Tieren. In dieser Hinsicht findet man Unterschiede in der Qualität und Quantität. In mancher Hinsicht sind uns allerdings die Tiere überlegen – man denke z.B. nur an das Unterscheidungsvermögen von einzelnen Gerüchen und andere Fähigkeiten in spezieller Hinsicht – etwa das Ausführen von differenzierten Bewegungen wie diese z.B. bei Schwebefliegen beim Flugmanöver zu beobachten sind usf.

Psychische Störung als Folge des gestörten Denkvermögens

Man kann sich leicht vorstellen, dass in Folge des gestörten Denkvermögens und überhaupt in Folge von gestörten neuronalen Funktionen psychische Störungen auftreten. Vorangehend wurde bereits die Entwicklung von demenziellen Störungen diskutiert, wie diese als Folge der degenerativen Prozesse des Gehirns auftreten. Bekanntlich treten solche Prozesse nicht nur in Folge der Alterung auf, sondern auch in Folge von anderen Ursachen. Man denke nur an die toxische Schädigung des Gehirns durch chronischen Alkoholüberkonsum oder durch einmaligen exzessiven Konsum von harten Getränken, der unter Umständen bereits zu einer erheblichen Gehirnschädigung führen kann, wie dies aus Klinik bekannt ist. Auch im Zusammenhang von anderen Ursachen können Störungen im Denken und Denkvermögen und auch im Fühlen auftreten. Bekannt sind in der Psychiatrie die geistigen Störungen wie sie typischerweise im jungen Erwachsenen Alter auftreten können und als Schizophrenie bezeichnet werden bzw. in der Zeit vor der Einführung des psychiatrischen Konzepts „Schizophrenie“ als Dementia praecox (-> WikiBeitrag) bezeichnet worden sind. Auch im Zusammenhang von ausgeprägten affektiven Störungen kann es zu erheblichen Störungen im Denken und Denkvermögen kommen. Schließlich können auch auf funktioneller Basis Störungen im Denken auftreten, die als nervöse Störung, oder unter Umständen als Neurose bzw. als neurotische Störung oder sonstige funktionelle Störungen bezeichnet werden und dies teils in der Psychologie, teils in der Psychiatrie und auch in der Psychotherapie von Relevanz sind. Im Rahmen der Entwicklung der Psyche hat man besondere Störungen beschrieben, wovon die Zappel-Philipp-Geschichte bekannt ist (-> WikiBeitrag), die in einer Kinder Geschichte bildlich veranschaulicht worden ist – und später als ADHS im Kindesalter beschrieben wurde. In der Psychiatrie bzw. in der Psychopathologie kennt man die verschiedensten Formen der Störungen im Denken und unterscheidet man etwa die inhaltlichen Denkstörung und der formalen Denkstörung.

Wahrnehmung der Realität durch Denken

Die Realität wird offensichtlich durch das Denken wahrgenommen. Man bemerkt dabei allerdings dass die subjektive Realitätswahrnehmung nicht unbedingt der Realitätswahrnehmung der andern Personen entspricht. Es gilt hier der Spruch von Schopenhauer: „Was dem Herzen widerstrebt, läßt der Kopf nicht ein“ (-> WikiBeitrag). In diesem Sinn erkennt jeder Mensch vorerst für sich subjektiv die Realität und stellt sich erst in zweiter Linie heraus, ob auch die anderen die Realität so sehen, wie man sie selbst sieht. Während es also für den gesunden Verstand bezeichnend ist, dass die Kontrolle der subjektiven Wahrnehmung an der Realität möglich ist, findet man, dass manche Personen in dieser Hinsicht Mühe haben die eigene Sichtweise einer Realitätskontrolle zu unterziehen. Dabei bemerkt man, dass es sich hierbei um eine relatives und nicht um ein absolutes Vermögen bzw. Unvermögen handelt. In der Psychiatrie beobachtet man gelegentlich geistige Störungen dieser Art von besonderer Ausprägung wo es zur Ausbildung eines Wahns gekommen ist und die betroffene Person gänzlich  nicht in der Lage ist ihre Sichtweise an der Realität zu korrigieren. Man spricht daher von Störungen im Realitätsbezug bzw. von Störungen in der Realitätswahrnehmung.

Träumen das Denken im Schlaf

Das Denken im Schlaf bezeichnet man als das Träumen, sofern dieses Erlebnis der Person als Traum bewusst wird. Man bemerkt, dass diese Form des Denkens nicht durch die Realitätskontrolle eingeschränkt ist. Daher kann man z.B. im Traum fliegen. Während also das Denken am Tag einer gewissen Beschränkung bzw. Kontrolle unterliegt und dadurch eingeengt ist, kann man im Schlaf uneingeschränkt frei assoziieren und erklärt sich dadurch die höhere Kreativität und die bessere Einsicht in neue Zusammenhänge, die wir fallweise im Nachtschlaf oder „Halbschlaf“, also in einem Stadium zwischen dem wach Sein und dem Schlafen gewinnen. Auch kann man durch diese Uneingeschränktheit des Denkens im Schlaf den Erholungseffekt erklären den man bei sich bemerkt. An dieser Stelle trifft der Spruch von Schopenhauer: Der Schlaf ist für den ganzen Menschen , was das Aufziehen für die Uhr.“ (->Wikibeitrag, Spruch 19.)

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(letzte Änderung 11.10.2019, abgelegt unter Definition, denken, Geist, Kognition, Psyche, psychiatrischer Begriff, psychologischer Begriff, Psychiatrie, Psychologie, Philosophie)

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