Harmonie

Harmonie tritt im Zustand der Ausgeglichenheit ein.

Wenn alles sich ausgleicht entsteht Harmonie.

Man kennt diesbezüglich auch den Begriff der Homöostase/Homeostasis.

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Harmonie kann unterschiedliche Dinge betreffen:

Man kennt den Begriff der Harmonie in Bezug auf den Stoffwechsel in einem Lebewesen.

Oder man kennt den Begriff der Harmonie in Bezug auf die Psyche im Hinblick auf die Erlangung des Seelenfriedens.

Und in diesem Zusammenhang natürlich in Bezug auf den Geist, insofern etwa Widersprüche den inneren Frieden verhindern, weil damit der Einklang/Ausgleich/Ausgeglichenheit unmöglich ist.

In der Natur stellt sich die Harmonie ein wenn alles auf natürliche Art und Weise abläuft – einerseits das Entstehen und andererseits das Vergehen – die Geburt – das Dasein – die natürliche Alterung das Vergehen – der natürliche Tod usf.

 

Weiteres zur Harmonie in Bezug auf den Stoffwechsel:

In Bezug auf den Stoffwechsel kann die Harmonie z. B. durch Zufuhr eines Stoffes hergestellt werden.

So kann etwa die Zufuhr von Magnesium für den Stoffwechsel die Muskelkrämpfe lösen und dadurch den Zustand der muskulären Entspannung bewirken.

Oder es kann der Ausgleich und damit die Harmonie durch den Ausgleich der Funktion entstehen.

Falls etwa mangelhafte oder nicht ausreichende Entspannung oder Erholung die Muskelkrämpfe verursacht hat.

Oder unter Umständen ist beides oder sonst noch etwas zusätzlich erforderlich um die Harmonie herzustellen.

Für die Herstellung der Harmonie ist je nach Fall und Sachverhalt entweder ein Faktor, zwei Faktoren oder mehrere Faktoren erforderlich.

Dabei kann es sich beim einzelnen Faktor um eine faktische Einheit oder um eine systematische Einheit handeln.

Somit kann der Grund für die Herstellung der Harmonie durch eine einfache Ursache erfolgen oder durch eine komplexe Ursache.

Dies kann sich auf einen Zustand, eine Funktion, eine Beziehung oder sonst einen Sachverhalt beziehen.

Falls etwa mehrer die Kräfte im Gleichgewicht sind, dann besteht Harmonie. (Ein Mobile das in Bewegung war und schließlich sich in den Ruhezustand einpendelt).

Im Hinblick auf eine Funktion ist diese harmonisch, falls sie im Einklang mit anderen Funktionen besteht (Beispiel: das Spiel der Musikanten die im Orchester harmonisch musizieren, eine Kette von Arbeitsgängen, die harmonisch aufeinander abgestimmt sind, Ausgeglichenheit in einem Team, die Harmonie entsteht hier, weil alle am gemeinsamen Ziel ausgerichtet sind und dabei die Interessen der einzelnen Teammitglieder/Teilnehmer mehr oder weniger berücksichtigt worden sind).

Harmonie entsteht also falls es zum Ausgleich zwischen den Interessensgruppen/den Parteien/den Partnern kommt.

Dann ist der Frieden möglich.

Solange dies nicht der Fall ist besteht ein Konflikt/Zwietracht/Konfrontation – es kann zu Kampf/zum Krieg kommen.

Zustand der Gesundheit – Harmonie bzw. harmonische Funktion von Körper, Psyche und Geist:

Im Zustand der Gesundheit besteht weitgehende Harmonie. Es funktionieren hier Körper, Psyche und Geist in ausgeglichener Art und Weise. Der natürliche Wechsel zwischen Ruhe und Aktivität besteht bzw. besteht der natürliche Wechsel zwischen Spannung und Entspannung. Daher kommt es durch den ausreichenden Schlaf zur Erholung. Oder durch die Ruhephase nach der Aktivität zur ausreichenden Entspannung.

Man kann daher im Hinblick auf die Funktion sagen, dass die körperliche Funktion, die psychische Funktion und auch die geistige Funktion  – weitgehend harmonisch verlaufen.

Weil der Zustand der Gesundheit des Lebewesens der natürliche Zustand ist – sich dieser Zustand in der Natur entwickelt hat- kann man sagen, dass dabei der ganze Organismus im Hinblick auf die Funktion in Harmonie befindlich ist bzw. harmonisch funktioniert.

Harmonie zu erlangen, ist oftmals nicht einfach. Oftmals sind Kompromisse erfordert, ist Erfahrung/Überlegung/Flexibilität/Bewusstheit in Bezug auf die Gegebenheiten.

In vielen Fällen ist im Hinblick auf die Erlangung der Ausgeglichenheit und Gesundheit gründliches Nachdenken inklusive Selbstreflexion gefordert.

Man kann auch sagen, dass dies der Funktionszustand ist, der die Eigenheiten des Lebewesens berücksichtigt bzw. diesen entspricht.

Man kann auch sagen, dass die harmonische Funktion nur im Einklang mit der natürlichen Anlage möglich ist.

Es muss hier etwa die Frequenz der Aktivität, falls sie länger durchzuführen ist, der Eigenfrequenz entsprechen bzw. muss sich der Sachverhalt in einem gewissen, individuellen Rahmen bewegen.

Analoges gilt für den Rhythmus, der im günstigen Fall dem Eigenrhythmus weitgehend entspricht damit gewisse Leistungen über einen längeren Zeitraum möglich sind.

Analoges gilt für das Tempo. Es ist hier die Beachtung des Eigentempos erfordert, damit es nicht zur Überlastung kommt.

Im Zustand der Harmonie funktioniert das ganze System und der im Organismus zusammengeschalteten Organe harmonisch falls sich alles in einem gewissen Rahmen, der dem Individuum entspricht, abspielt.

In diesem Funktionszustand ist Ausgeglichenheit möglich und spricht man dann unter Umständen von Homöostase.

In einer derartigen Verfassung ist also die ausgeglichene Funktion – und damit die harmonische Funktion – möglich.

Dies bedeutet dass das Funktionieren ohne wesentliche Störung abläuft bzw. ohne dass eine relevante Funktionsstörung auftritt.

Mit anderen Worten: alles ist mehr oder weniger im Gleichgewicht.

Das Funktionsgleichgewicht hat sich etwa im Hinblick auf eine gewisse Aktion eingestellt.

Man kann in diesem Fall – im Hinblick auf einen bestimmten Organismus sagen, dass der Funktionszustand der Natur entspricht – respektive eine harmonische Funktion vorhanden ist.

Harmonie bedeutet also Ausgeglichenheit, was sich zum Beispiel bei einem Lebewesen in der äußeren Erscheinung manifestiert.

Alles ist im Gleichgewicht, in Balance.

Man kann auch sagen, dass das Streben nach der Harmonie das Streben nach dem Gleichgewicht ist.

Dabei ist die Spannung – unter Umständen die Spannung im Inneren des Lebewesens – die treibende Kraft in Richtung der Harmonie – weil in diesem Zustand das Wohlbefinden für dieses Subjekt bzw. Individuum eintritt.

Diese bewirkt, in dem sie abgebaut wird die letztlich die Entspannung und es entsteht dadurch der Ausgleich – sprich Harmonie.

Die Entspannung mündet letztlich also in den Zustand der Harmonie.

Mit anderen Worten: der Abbau der Spannung führt zum Ausgleich, zum Gleichgewicht und damit zur Harmonie.

Oder mit nochmals anderen Worten: durch den Spannungsabbau kommt es zur Entspannung die in der ausgeglichenen Funktion endet – somit im Zustand der harmonischen Funktion angekommen ist. Dies bedeutet nichts anderes als Harmonie.

Zum Beispiel befindet sich ein System, falls die Funktion ausgeglichen ist in der Balance bzw. im ausgeglichen Funktionszustand und es zeigt sich dies bei einem Lebewesen z. B. im natürlichen Verhalten bzw. in der Harmonie der Erscheinung.

In Bezug auf ein Lebewesen kann man daher sagen, dass die Harmonie die Folge der natürlichen Funktion ist, die etwa im Hinblick auf die Psyche mit Wohlbefinden einhergeht, und im Hinblick auf den Körper den Zustand der körperlichen Entspannung erreicht.

Harmonie beim Menschen – im Hinblick auf die körperliche Funktion und die psychische Funktion:

Im Hinblick auf den Körper ist die Harmonie die Ausgeglichenheit der körperlichen Funktion.

Diese Funktion steht im Einklang mit der Natur bzw. dem Wesen des Lebewesens. Man kann daher auch sagen, es ist dies die Funktion die ursprünglichen somit der natürlichen Anlage entspricht. Es steht hier die Funktion also im Einklang mit der Natur bzw. mit dem Naturell des Lebewesen.

Im Hinblick auf die Psyche des Menschen ist die Harmonie die Ausgeglichenheit der psychischen Funktion.

Es gilt auch hier dass die psychischen Vorgänge dann harmonisch bzw. natürlich sind falls sie dem Wesen des Lebewesens entsprechen. Es ist dies also die Art und Weise zu leben, wie sie dem Naturell dieses Individuums entspricht.

Verständlicherweise führt diese angemessene Lebensweise zur glücklichen Befindlichkeit wie sie infolge der angemessenen Verhaltensweise, der trefflichen Überlegung und der für das Individuum passenden Handlung entsteht. Es ist dies also die Befindlichkeit, die im Einklang mit dem Wesen und damit mit der Natur und den geistigen Möglichkeiten des Individuums und der Umwelt besteht. Dies bedeutet, dass die natürlichen Bedürfnisse, wie sie gegeben sind natürlich gelebt und bestmöglich erfüllt werden. Oder man kann auch sagen: das Gegenteil davon entsteht wenn natürliche Bedürfnisse verdrängt, unterdrückt bzw. nicht gelebt werden – aus welchen Gründen auch immer. Und wie man sogleich einsieht, führt dies zu körperlichen Spannungen und ebenso zu psychischen Spannungen und nicht selten auch zu geistigen Spannungen bzw. zu Konflikten.

Man erkennt damit, dass eine Neurose eine psychische Störung ist, die gerade in dieser Hinsicht im Widerspruch zum Wesen bzw. zum Naturell des Individuums  besteht und dass dies daher zu diversen Spannungen und in weiterer Folge zu Störungen und damit zu Symptomen und Phänomenen führt, die man als Disharmonie bzw. als Dissonanz bezeichnen kann.

Es gibt also in verschiedenster Hinsicht gesundheitliche Störungen (Krankheiten), die man als Störungen in der Harmonie bezeichnen kann und die sich entweder auf psychischer Ebene oder auf körperlichen Ebene oder auf beiden Ebenen, also auf psychosomatischer Ebene als Dissonanzen bzw. in der Form einer Disharmonie manifestieren. In diesem Sinn gibt es viele funktionelle Störungen, die als Folge einer Disharmonie der Funktionen entstehen und letztlich sogar zu manifesten körperlichen Krankheiten mit organischen Befunden führen, wie diese in der Medizin und in der Psychosomatik diagnostisch erfasst werden und wie sie teils auch in der Psychologie und vor allem in der Psychiatrie als krankheitswertige Symptome und krankheitswertige Phänomene, nämlich als psychopathologische Phänomene in Erscheinung treten, wenn es sich um psychische Störungen handelt.

Während also die Disharmonie zur gesundheitlichen Störung führt entspricht der Zustand bzw. die Funktion der Harmonie dem Zustand der Gesundheit. Man erkennt dass in der Natur die Anlage zur Entwicklung in Richtung Genesung bzw. Gesundung vorhanden ist und man kennt in diesem Zusammenhang den Begriff der Heilung.

Erkenntnistheoretisch bzw. philosophisch betrachtet wird der Begriff „Harmonie“ durch den Begriff einer Idee erfasst, wenn man erkennt, dass die Funktionen harmonisch, also im Einklang verlaufen. Man kann also diese Erkenntnis nicht „physisch“ diagnostisch bestimmen, sondern man kann sie nur jenseits der physis und damit nur meta-physisch also nur auf der Ebene der Ideen erkennen, wenn man die Merkmale vorfindet, die Anlass dazu geben, diese unter dem Begriff der Harmonie zu erfassen (vgl. mit Kant Zitat 7). Der Begriff der Harmonie wird also in Relation zu einem Ideal, somit in Relation zu einem Typus erfasst. Demgemäß ist in einem konkreten Fall die Harmonie mehr oder weniger verwirklicht und es wird das Ideal nur im Grenzfall erreicht.

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(letzte Änderung 10.06.2024,  abgelegt unter: Definition, Gesundheit, Heilkunde, Medizin, Psyche, Spannung-Entspannung, biologischer Begriff, psychologischer Begriff)

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