Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

Gesundheit

Gesundheit ist der Zustand der durch Wohlbefinden des Körpers und der Psyche charakterisierbar ist.

Ebenso kann man sagen, dass der Zustand der Gesundheit mit weitgehend ungestörter, somit mit normaler Funktion bzw. weitgehend ungestörter Funktion des Körpers und der Psyche einhergeht.

Dabei stammt das Wort Gesundheit (von althochdeutsch gisunt „wohlbehalten, lebendig, heil; Gesundheit“, von der germanischen Wurzel sunto „rege, rüstig, gesund“ und urverwandt mit von sṷento ableitbarem „geschwind“) (vgl. mit Wikipedia).

Im Zustand der Gesundheit fühlt sich das Lebewesen wohl, weil es sich im Einklang mit seiner „Natur“, mit seiner Umgebung und den sonstigen Gegebenheiten befindet, die für sein Wohlergehen, die weitgehend ungestörte natürliche Funktion verantwortlich sind.

Diese Gegebenheiten bestimmen weitgehend auch die normale und damit die gesunde Entwicklung.

Für den Menschen gilt dass im Zustand der Gesundheit weitgehende Harmonie zwischen Körper, Seele und Geist besteht.

Es sind im Zustand der Gesundheit sowohl die körperliche Funktion, die psychische Funktion und auch die geistige Funktion weitgehend im Gleichgewicht oder man kann auch sagen: sie sind in der Regel in der Norm bzw. im Bereich der Normalität gelegen.

In körperlicher Hinsicht bedeutet dies, dass der Stoffwechsel gemäß der Natur des Organismus vor sich geht, das Individuum sich ausreichend bewegt, überhaupt den Bedürfnissen gemäß angemessen aktiv ist, die Ernährung die natürlichen Bedürfnissen entspricht um das zuvor erwähnte Gleichgewicht und damit die Harmonie zu ermöglichen.

Man erkennt damit den großen Stellenwert der naturgemäßen bzw. der dem Lebewesen entsprechenden ErnährungBewegung und der angemessenen Aktivität.

In psychisch-geistiger Hinsicht ist also die angemessene Stimulation der Psyche und des Geistes für die positive Entwicklung elementar, somit für den Menschen etwa die Kommunikation mit anderen Menschen usf. So sind etwa der Umgang und das Zusammenleben in der Familie, in der Gemeinschaft und Gesellschaft, die Möglichkeit zur Aktivität und Betätigung, die Förderung des Einzelnen und in der Gruppe, im Spiel, in der Schule, im Sport usf. wesentliche Faktoren die den Aufrechterhalt der Gesundheit befördern.

Deswegen ist im Zustand der Gesundheit ist die Befindlichkeit des Lebewesens nicht massiv beeinträchtigt und gestört und es fühlt ist das Lebewesen daher gesund und wohl – mit anderen Worten: es ist tatsächlich gesund wohingegen es sich im Zustand der Krankheit bzw. der gesundheitlichen Störung  ganz anders fühlt.

Daher ist im Zustand der Gesundheit die körperliche und die psychische Belastbarkeit ausreichend gegeben und ebenso ist die körperliche und psychische Leistungsfähigkeit.

Man kann daher sagen, dass im Zustand der Gesundheit das Lebewesen aus subjektiver Sicht gesund ist und auch aus objektiver  Sicht insofern die ein Zustand der psychischen Gesundheit und der körperlichen Gesundheit besteht. Es besteht somit im Zustand der Gesundheit weder eine körperliche gesundheitliche Störung noch eine psychische Störung.

Es gibt allerdings die Situation, dass eine Person sich subjektiv gesund fühlt obwohl sie tatsächlich aus objektiver Sicht nicht gesund ist, etwa weil gewisse Parameter weiterhin auf den Fortbestand der Krankheit hinweisen (etwa gewisse Blutwerte nicht normal sind und gewisse Auffälligkeiten nachweisbar sind). Weil sich die Person jedoch wohl fühlt und sie sich subjektiv nicht beeinträchtigt fühlt, sagt sie von sich selbst, dass sie gesund ist bzw. sie sich gesund fühlt, wohingegen der Arzt unter Umständen die medizinische Diagnose aufrecht erhält, eben weil die gesundheitliche Störung oder die Krankheit nicht ausgeheilt ist und ein objektiver Nachweis der  gegenwärtig symptomfreien Krankheit besteht.

Daher sagt man, dass die Krankheit das Gegenteil vom Zustand der Gesundheit ist.

Demgemäß gibt es im Zustand der Gesundheit keine wesentliche Störung der Funktion der Organe und Organsysteme oder jedenfalls wird diese von der betroffenen Person nicht als belastend bemerkt.

Mit anderen Worten: im Zustand der Gesundheit sind keine wesentlichen Funktionsstörungen der Organe und Organsysteme vorhanden, weil der Organismus im Einklang mit seiner Natur und Umwelt lebt oder weil die betroffene Person diese Funktionsstörung nicht bemerkt oder tatsächlich gegenwärtig keine relevante Störung vorliegt und somit ein von Symptomen freier Zustand besteht (Beispiel: deutlich nachweisbare Arteriosklerose die jedoch keine Beschwerden bzw. Symptome bereitet).

Es besteht im Zustand der Gesundheit also eine  weitgehend ungestörte natürliche Funktion der einzelnen Systeme.

Man kann auch sagen: die Gesundheit ist der Zustand der wenig beeinträchtigten Funktion.

Im Zustand der Gesundheit ist sowohl die körperliche Funktion, ebenso die psychische Funktion und damit der Körper im Einklang mit der Psyche.

Die Gesundheit ist also ein Zustand der weitgehenden inneren Harmonie und des Gleichgewichts.

Es befindet sich im Zustand der Gesundheit der Organismus also im normalen Bereich der Funktionen.

Man kann im Zustand der Gesundheit also davon ausgehen, dass die Person bzw. das Individuum sich im Zustand der weitgehenden Homöostase befindet.

Und man kann in der Regel im Rahmen einer Gesundenuntersuchung erwarten dass die Werte im Normalbereich also im Bereich der Normalität gelegen ist.

Es ist die Gesundheit also der Zustand, in dem man frei von einer Krankheit,  frei von einer krankheitswertigen gesundheitlichen Störung und somit frei von Funktionsstörungen der Organe und Organsysteme ist.

Somit ist man im Zustand der Gesundheit frei von einer körperlichen Krankheit und ebenso frei von einer psychischen Störung.

Weil man im Zustand der Gesundheit sich wohl fühlt, kann man diesen Zustand auch als Wohlbefinden bezeichnen und daher genießen.

Die Gesundheit ist also der Zustand bei dem man sowohl am Körper wie auch an der Psyche frei von Beschwerden ist, oder sich zumindest frei davon fühlt.

Man muss also unterscheiden, ob eine Person sich als Subjekt gesund fühlt, oder ob die in Betracht stehende Person aus objektiver Sicht gesund ist, wobei es sich in jedem Fall um eine Sichtweise handelt, die auf einer gewissen Definition beruht.

Erkenntnistheoretisch bzw. philososophisch betrachtet erkenne ich – angelehnt an die Worte von Karl Jaspers – dass ich das Ganze  nicht geradezu erkennen kann, sondern ich kann mich dem Ganzen als Idee durch das Schema der Idee nur nähern (Karl Jaspers – vgl. mit Jaspers Zitat).

Daher kann ich auch sagen, dass ich den Begriff der Idee Gesundheit nicht als Gegenstand schlechthin erkennen kann, sondern ich kann ihn nur durch die systematische Einheit der Idee, erkennen, die als Gegenstand in der Idee in meinem Bewusstsein (als Begriff) erscheint, falls ich die Merkmale der Idee durch das Schema der Idee geistig auffasse (Immanuel Kant– vgl. mit Kant Zitat 7).

Ich kann auch sagen: ich kann den Zustand der Gesundheit der Person in Bezug auf ihr Befinden nur dialektisch erkennen.

Andererseits erkennt man gewisse gesundheitliche Störungen und damit gewisse Krankheiten durch tatsächliche Befunde bzw. durch objektive Befunde,  andere hingegen nur durch subjektive Befunde, nämlich durch Symptome und nicht objektivierbare Phänomene.

Man muss im Hinblick auf die Frage der Gesundheit und im Hinblick auf die Frage der Krankheit also das Befinden der Person von den körperlichen Fakten unterscheiden, insofern unter Umständen eine Person die objektiv gesehen krank ist, sich unter Umständen subjektiv gesund fühlt bzw. sie sich in ihrem Befinden momentan nicht wesentlich beeinträchtigt fühlt.

Das bedeutet man kann den Zustand der Gesundheit im Hinblick auf das Wohlbefinden nur mit der philosophischen Methode der Dialektik auf der Ebene der Ideen durch das Vergleichen, Abwägen und Gewichten der Ideen erkennen.

Und letztlich kann ich das was ich als Gesundheit bezeichne nur durch den Begriff der Idee erkennen (vgl. mit Kant Zitat 7).

Es handelt sich hierbei also um ein persönliche Vorstellung die ich durch ein Wahrnehmungsurteil im Sinne von Immanuel Kant erkenne.

Und ich muss daher den Begriff Gesundheit entweder persönlich oder für die Allgemeinheit definieren.

Man kann die Gesundheit im Hinblick auf das Wohlbefinden also nicht auf der Ebene der Objekte „messen“ und „physisch“ (physikalisch, physiologisch, biochemisch usf.) bestimmen, sondern man kann das, was man als Wohlbefinden bezeichnet, nur jenseits der physis also nur meta-physisch auf der Grundlage einer Idee beschreiben und definieren. Es ist also die Einheit, die man als Gesundheit bezeichnet in dieser Hinsicht eine systematische Einheit (vgl. mit Kant Zitat 7), Hingegen ist das was man als Krankheit allgemein gültig benennen und bestimmen kann in gewissen Fällen eine faktische Einheit, die auf der Ebene der Objekt bestimmbar ist, insofern sie durch objektive Befunde erkannt wird.

Im Alltag und in der  Medizin und in der Psychiatrie erkennt man also das was man als Wohlbefinden bezeichnet durch eine systematischen Einheit der Idee, die in der Form des Begriff der Idee im Bewusstsein der erkennenden Person erscheint, wenn die erkennende Person die Merkmale der Idee durch das Schema der Idee geistig auffasst (vgl. mit Kant Zitat 7).

In der Heilkunde studiert man demgemäß die Grundlage der Gesundheit und des Erhalts der Gesundheit bzw. die Behandlung (Therapie) der verschiedenen gesundheitlichen Störungen / Krankheiten und der den verschiedensten Aspekten und Sichtweisen.

Gesundheit geht mit den ungestörten Funktionen des Körpers und der Psyche  einher, also geht die Gesundheit mit innerer Harmonie einher.

Durch die Erfahrung bemerkt man, dass in der Natur die Tendenz zur Entstehung bzw. zur Entwicklung und Erhaltung der Gesundheit besteht, die man als Heilung bzw. als Genesung bezeichnet. Diese Anlage zur Genesung bzw. zur Heilung ist den Lebewesen immanent zu eigen.

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(letzte Änderung am 20.09.2020, abgelegt unter: Definition, Gesundheit, Heilkunde, Krankheit/gesundheitliche Störung, Medizin, Psychiatrie, Psychologie, Psychosomatik)

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