Loslassen ist das Aufgeben des Halts.
Durch das Aufgeben der Haltung bzw. des Halts kommt es zur Entspannung.
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Unter einem anderen Gesichrspunkt betrachtet kann man sagen, dass das Loslassen durch das Verweilen am „Punkt“ der Indifferenz entsteht.
Durch das Verweilen am „Punkt“ der Indifferenz wird nämlich weder die eine noch die andere Spannung gehalten – und es bewirkt dies das Aufgeben der Haltung bzw. bewirkt das Loslassen des Halts die Entspannung.
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Dabei kann sich das Loslassen auf einen Teil oder auf das Ganze beziehen.
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In Bezug auf den Menschen kann sich das Loslassen zum Beispiel auf eine bestimmte Haltung beziehen.
Oder es bezieht sich auf das Ganze, oder auf den Körper, auf die Psyche oder auf den Geist.
In Bezug auf das Ganze bedeutet dies die Hingabe.
Man erkennt, dass für die Hingabe Vertrauen und Mut notwendig notwendig sind.
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Weil das Loslassen Vertrauen und Mut zur Hingabe benötigt, ist dies ein schwieriges Unterfangen und bleibt man unter Umständen lieber in der kontrollierten Haltung die ein Gefühl der Gewissheit und der Sicherheit vermittelt.
Hingegen bedeutet Loslassen Unsicherheit und Ungewissheit nämlich Ungewissheit und Unsicherheit was kommt.
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Loslassen ist mit Angst verbunden:
Loslassen ist mit Angst verbunden, weil ungewiss ist was kommt. Deswegen erfordert das Loslassen Mut – damit Entspannung möglich ist.
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Man denke etwa an das Loslassen eines Griffs in der Felswand durch den man sich gehalten hat, oder an das Loslassen einer Beziehung zu einer anderen Person (=Trennung der Beziehung bzw. Loslassen dieser Person) oder man denke an das Loslassen einer Vorstellung durch die man gehofft hat etwas zu erreichen.
Immer ist derartiges Loslassen mit Ungewissheit bzw. mit Angst verbunden, weil man nicht weiß was kommen wir – ohne diesen Halt.
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Loslassen in Schritten oder im Ganzen:
Und es ist zu beachten dass das Loslassen kontinuierlich, oder in Schritten oder plötzlich erfolgen kann, wie beim Sprung in die Tiefe.
Und man kann verstehen dass der Prozess des Loslassens oftmals nicht einfach ist, weil man geneigt ist am Gewohnten festzuhalten. Die Gewohnheit – oder man kann auch sagen die vorangehende Konditionierung respektive die frühere Prägung die man im Laufe des Lebens erhalten hat, bei diesem Prozess des Loslassens eine entscheidende Rolle spielt.
Deswegen erfordert das Loslassen Mut und Entschlossenheit, weil es in gewisser Hinsicht mit Angst verbunden ist, insofern die Aufgabe des Halts Unsicherheit und Ungewissheit mit sich bringen.
Man kann auch sagen, dass man als Folge des Loslassens nicht weiß, wie es weiter geht und es tritt dadurch Unsicherheit, reaktive eine Spannung bzw. Anspannung auf. Es kann auf diesem Weg regelrecht Angst und damit das Gefühl des bedroht seins entstehen.
Man kann daher auch sagen: das Loslassen ist der Eintritt in die Freiheit, die allerdings mit Ungewissheit und fehlender Sicherheit verbunden ist.
Infolge des Loslassens fehlt also die Sicherheit die vorher vorhanden war – und es bewirkt dieser Prozess das Auftreten einer Spannung, die sich in Körper und Psyche manifestiert.
Das Loslassen bewirkt in gewisser Hinsicht also eine gewisse Befreiung, in anderer Hinsicht allerdings auch eine Spannung die sich durch die psychische Spannung und die körperliche Spannung manifestiert.
Dabei kommt es darauf an unter welchen Bedingungen das Loslassen in Gang gekommen ist.
In manch einem Fall entstand das Loslassen auf der Grundlage des freien Wissens – in einem anderen Fall war dieser Wille nicht – oder noch nicht vorhanden – weil die Zuversicht oder positive Erfahrung gefehlt hat.
Man kann auch sagen: in diesem Fall hat der Mut zum Loslassen gefehlt.
Es kann das Loslassen also mit dem Aufgeben von Stress/von Spannung/ von Zwang/von Anspannung verbunden sein. Unter Umständen ist das Neue/das Ungewisse allerdings auch mit einer neuen Art von Stress und Anspannung verbunden – jedenfalls solange die Ungewissheit und die Erfahrung fehlen – daher die Angst die einem davon abhält.
Im Hinblick auf die Funktion des Nervensystems kann man sagen, dass das Loslassen die spontane neuronale Aktivität befördert.
In der Mechanik führt das Loslassen wegen dem Gravitationsfeld zum freien Fall.
Im Hinblick auf die Psyche ist das Loslassen ein komplettes sich Fallenlassen/sich Hingeben/sich Übergeben.
Es handelt sich hierbei also immer um ein psychisches Phänomen.
Das Loslassen als Erlebnis entspricht der psychischen Erfahrung entsprechend dem freien Fall (Beispiel: beim Fallschirmspringen, beim Sprung vom Sprungbrett ins Wasser usf.)
Kein Halt, keine Fixierung, keine Bindung, kein Kampf, kein Krampf, kein Zwang, keine Pflicht, keine Vorschrift, kein Muss, kein Gewissen, kein Denken, kein Überich, keine Regel.
Die Disziplin des Yoga ermöglicht das innere Loslassen.
Der Schlüssel dazu ist die Indifferenz.
In gleicher Weise ist die Indifferenz auch in der Meditation der Schlüssel zur inneren Befreiung.
Das Loslassen erfordert Mut und Hingabe im Zustand des Bewusstseins und es wirkt sich dies auch auf das Unbewusste aus.
Im Schlaf besonders im Tiefschlaf kommt es zum vollkommenen Loslassen (vgl. mit Osho Zitat 18) und damit verbunden zur tiefen psychischen Entspannung – man kann hier fast von einem reset der Seele sprechen, insofern sich während des Tages und der bewussten Aktivität im Wachbewusstsein viel nervliche Spannung aufgebaut hat.
In diesem Sinn haben wir immer wieder einen großen Bedarf an Entspannung.
Auf diesem Weg befördert das innere Loslassen also zur Entspannung von Körper und Psyche und damit zur Erholung.
Auf diesem Weg führt also das Loslassen zur Entspannung des Nervensystems im Schlaf, besonders im REM-Schlaf und damit im Traum und kommt es hierbei zur Abreaktion.
Es braucht also Zuversicht und Selbstvertrauen um loszulassen, weil durch das Loslassen Angst entsteht.
Zum Loslassen braucht es also Vertrauen zu sich selbst – zum eigenen Selbst – zur Natur – zur Um- und Mitwelt – zu einem höheren Wesen – zu Gott – zum Allmächtigen usf. Dadurch ist für die Gläubigen dadurch das vollkommene Loslassen möglich.
Das Loslassen ist ein „Lassen“ in die eigene Freiheit.
Das Gegenteil vom Loslassen ist die Fixierung, die Anklammerung, die Bindung, die Anhaftung usf.
Es ist das psychische Loslassen also mit dem Aufgeben einer fixierten Bindung verbunden.
Durch das Loslassen wird eine fixierte Haltung/Einstellung/Absicht/ein Vorurteil usf. aufgegeben.
Es ist das Loslassen mit der Bereitschaft zur Veränderung, letztlich mit der Bereitschaft zur Hingabe verbunden.
Durch das Loslassen tritt in der Regel vorübergehend eine Verunsicherung auf und manchmal geradezu eine Angst, weil man nicht weiß was als Folge des Loslassen geschehen wird.
Daher ist man unter Umständen geneigt lieber in der psychischen Spannung bzw. in der psychischen Anspannung zu verweilen, obwohl sie zu Problemen und gesundheitlichen Beschwerden, ja zur gesundheitlichen Störung geführt hat.
Ja, es können als Folge der psychischen Spannung die ihrerseits eine erhöhte körperliche Spannung bewirkt Störungen im Körper und in der Psyche auftreten.
Insbesondere falls dieser Zustand chronisch besteht kommt es zu Störungen der Gesundheit. Es kann dadurch bedingt eine Krankheit auftreten oder der Auftreten befördert werden.
Es kann zu psychischen Störungen und auch zu körperlichen gesundheitlichen Störungen (Krankheiten) oder zu psychosomatischen Störungen kommen, weil das Loslassen nicht der eigenen Natur gemäß erfolgt. Man kann sagen: die natürliche Entspannung unterbleibt, weil die Fähigkeit zur Entspannung respektive die Entspannungsfähigkeit gestört ist.
Man steht in der Gefahr Beruhigungsmittel (Alkohol, Tranquilizer) bis hin zu Drogen im engeren Sinn (Cannabis, Heroin usf.) zu konsumieren, in der Hoffnung so über die Runden zu kommen um nichts verändern und „loslassen“ zu müssen.
Dabei kann aber die momentane Beruhigung die durch die Substanz entsteht die Situation und damit die Sucht nicht nachhaltig verbessern: Letztlich wird man sich den Herausforderungen des Lebens stellen müssen um an den Herausforderungen zu wachsen.
Wirkliches Loslassen ist nur möglich, falls man sich auf die Realität bzw. auf die realen Gegebenheiten einstellt. Nur dann kann man – bei richtigem Vorgehen – loslassen was man loslassen wollte.
Neuro-biologisch betrachtet führt das Loslassen im Hinblick auf die neuronale Funktion zur spontanen Abreaktion. Es ist dies ein Vorgang bei dem man nicht weiß warum ein gewisser neuronaler Prozess in Gang kommt. Es kann sich dies durch eine muskuläre Entladung im Bewegungsapparat manifestieren oder durch eine Form einer psychischen Reaktion. Man weiss dabei nicht im Vorhinein an welcher „Stelle“ im Körper dies auftritt oder in Bezug auf die Psyche was für ein psychisches Phänomen sich manifestiert. Es kann sich dies also in der körperlichen Funktion oder in der psychischen Funktion manifestieren. Man hat den Eindruck, dass eine gewisse neuronale Energie sich auf einen gewissen Fokus konzentriert. Dadurch bedingt kommt es in Folge des Loslassen bzw. infolge der inneren Hingabe zur spontanen Abbau einer gewissen Spannung im Nervensystem. Dabei kann dies ein Prozess sein der über Phasen mit Unterbrechungen hinweg auftritt. Es kommt hier also zu einer gewissen Entladung in einem gewissen Bereich – dann zu einem Intervall in dem nichts oder wenig geschieht, um dann an anderer Stelle zu beginnen. Dabei konvergiert der ganze neuronale Prozess jedoch gegen ein natürliches Ende. Derartige Prozesse kennt man auch aus der Therapie in Trance bzw. aus der Katharsis und Hypnose.
Loslassen durch Indifferenz/mittlere Haltung:
Man kann durch die Indifferenz loslassen, in dem man den Punkt der Indifferenz aufsucht und dort verweilt.
In gleicherweise kann man durch die mittlere Haltung loslassen. Man sucht hier durch die mittlere Haltung den Punkt der Indifferenz auf, verweilt ebenfalls an diesem Punkt bis das Loslassen spontan eine Stufe weiter bzw. einen Schritt weiter geschieht.
Auf diesem Weg entspannt sich das Nervensystem schrittweise weiter und vertieft sich dabei gleichzeitig die Entspannung von Körper, Psyche und Geist.
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(letzte Änderung 29.01.2025, abgelegt unter: Alternativmedizin, Befindlichkeitsstörung, Bewusstsein, burnout, Erfahrung, Freiheit, Funktionsstörung, Lernen, Medizin diverses, Medizin – Psychotherapie – Yoga – Meditation, Nervensystem, Psyche, Psychiatrie, Psychohygiene, Psychologie, Psychosomatik, Psychotherapie, Sucht, Vertrauen, psychologischer Begriff)
davor wieder hergestellt aus Revision 14.01.2024, die auf pos. 1 war
davor pos. 1 am 29.11.2023
letzte Änderung 16.06.2025
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