Haltung

Die Haltung ist die Folge des haltens.

Durch das Loslassen der Aktion tritt eine Änderung in der Haltung ein.

Man kann auch sagen, dass die Haltung das Ergebnis der Kräfte ist, die zu einer gewissen Zeit wirksam sind, und die auf diesem Weg die Haltung bewirkten.

Dabei können die Kräfte bewusst oder unbewusst wirken, wie man dies z. B. aus den verschiedenen Formen der Mimik kennt.

Es kann die Haltung also als die Folge der Einwirkung von Kräfte sein, die bei klarem Bewusstsein wirkten, oder sie wirkten, ohne dass die Person sich dessen bewusst war, weil bei ihr keine diesbezügliche Wahrnehmung vorhanden war.

Man kann im Hinblick auf den Körper auch sagen, dass die Haltung als Folge der muskulären Anspannung bzw. als Folge der muskulären Spannung entsteht.

Aus der Haltung des Lebewesens kann man auf dessen Verfassung und Befinden schließen, sowohl im Hinblick auf den Körper wie auch im Hinblick auf die Psyche.

Neurobiologisch betrachtet ist die Haltung eine Manifestation der körperlichen Aktion, insbesondere der neuronalen Aktivität – man kann auch sagen eine Folge der neuronalen Funktion die im Hinblick auf den Körper in Verbindung mit der Aktivität der Muskeln, Sehnen und Bänder des Bewegungsapparats in Abhängigkeit von sonstigen Organen entsteht.

Aus Sicht der Psychologie kann man sagen, dass die Haltung durch die Übung zur Gewöhnung führt und schließlich zur Gewohnheit wird. Dies gilt sowohl für den Körper wie auch für die Psyche. Mit anderen Worten: die Haltung ist ein Ergebnis der Prägung die zur Ausformung gewisser psychischer Phänomene und körperlicher Phänomene geführt hat.

Und nochmals aus Sicht der Neurobiologie bzw. aus Sicht der Neurophysiologie betrachtet kann man sagen, dass die Haltung als Folge des wiederholten Durchlaufens von neuronalen Mustern entsteht. Es tritt die Haltung hier als Folge des wiederholten Durchlaufens von neuronalen Prozessen in sowohl körperlich als auch psychische in Erscheinung.

Schließlich erkennt man durch diese Überlegungen, dass die Haltung sowohl im Hinblick auf Körper und Psyche durch die wiederholte Praxis wesentlich die Befindlichkeit bestimmt. Man kann aus der Haltung erkennen in welchem Zustand die Person sich körperlich und psychisch befindet. Ob Wohlbefinden, vorherrschend ist oder etwa eine chronische Anspannung bzw. chronischer Stress, eine andauernde grundlose ängstliche Haltung mit mehr oder weniger sichtbar ausgeprägter Angst, bis hin zur Depression, Deprimiertheit, oder in anderer Richtung die Ausstrahlung eines Kraftgefühls, Selbstbewusstsein usf. All dies zeigt sich einerseits in der körperlichen Erscheinung und andererseits in der psychischen Erscheinung.)

Die Haltung zeigt also in vielerlei Hinsicht auf wie es dem Lebewesen geht, sowohl im Hinblick auf den Körper wie auch in Bezug auf die Psyche. Selbst in Bezug auf die Geisteshaltung – und damit in Bezug auf die Verfassung des Geistes der Person – kann aus der Haltung manches abgeleitet oder zum mindesten vermutet werden.

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(letzte Änderung 12.08.2022,  abgelegt unter: Befindlichkeitsstörung, Befund, Biologie, Definition, Heilkunde, Medizin, Nervensystem, Physiologie, Psyche, Psychiatrie, Psychologie, Psychosomatik)

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