Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

mentaler Prozess

Der mentale Prozess ist der Prozess der im Nervensystem mentale Inhalte und somit Inhalte des Geistes hervorbringt.

Es generiert der mentale Prozess also das was man als den Geist der Person bezeichnet der als Teilleistung der Psyche entsteht.

(lat. mens, mentis : Geist)

Man kann daher auch sagen: der mentale Prozess generiert Inhalte der Psyche.

So entstehen etwa als Folge des mentalen Prozesses Vorstellungen, die im Bewusstsein der Person als bewusste Inhalte sich manifestieren.

Beim mentalen Prozess entstehen durch die Assoziation die Gedankendie geistigen Bilder und andere Inhalte des Bewusstseins und auch die Inhalte des Unbewussten.

Es entstehen durch den mentalen Prozess also unsere Ideen., die wir zum Teil bewusst, zum Teil im Traum und zum Teil unbewusst „erleben“ – so dass wir jedenfalls im Nachhinein nicht sagen und begründen können warum etwa manch ein Gedanke im Bewusstsein aufgetaucht ist.

Der mentale Prozess erzeugt also die Produkte des Geistes und damit einen Teil der Inhalte der  Psyche. Und es ermöglicht daher der mentale Prozess das Denken der Person.

Dabei wird das Denken der Person wesentlich durch ihre Gefühle, also durch ihr Fühlen, ihre Empfindung und auch durch sonstige Faktoren, etwa durch Inhalte aus dem Gedächtnis und andere Einwirkungen beeinflusst.

Psychologisch betrachtet kann man in Bezug auf den mentalen Prozess sagen, dass dieser infolge der höheren Hirnfunktion entsteht.

Biologisch betrachtet bzw. neurophysiologisch betrachtet kann man sagen dass der mentale Prozess  als ein Ergebnis der neuronalen Funktion, im Besonderen als Funktion des Gehirns entsteht.

Es ist der mentale Prozess also eine Funktionsleistung des zentralen Nervensystems das beim Menschen die höheren Hirnfunktionen und damit die geistige Funktion leistet.

In einfacherer Form sind auch die Gehirne der höher entwickelten Tiere in der Lage mentale Prozesse zu entwickeln, insofern auch sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten ihre Situation angemessen beurteilen und adäquat handeln und reagieren können.

Bei weniger hoch entwickelten Tieren findet man niederere Funktionen des Nervensystems und spricht man hier bei gewissen Funktionen etwa von den Reflexen, die allerdings auch beim Menschen und ebenso bei den höher entwickelten Tieren neben den höheren Hirnleistungen zu beobachten sind.

Allein das menschliche Gehirn ist jedoch in der Lage abstrakte Vorstellungen zu entwickeln und es entstehen auf dieser Grundlage die Ideen, die eine differenzierte menschliche Sprache ermöglichen und infolge dessen die geistigen Leistungen wie die sprachliche Argumentation und  überhaupt die menschliche Kommunikation, in der uns bekannten Form möglich wird.

Nachfolgend wird der mentale Prozesses unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet und beleuchtet:

Das Überlegen kann als ein Ergebnis bzw. als eine Leistung des mentalen Prozesses angesehen werden. Ebenso die Bewusstheit, überhaupt das Bewusstsein als psychisches Phänomen und das sogenannte Unbewusste enstehen als Folge des mentalen Prozesses. Des weiteren ist das was man als Erinnern, als Merken, als Merkfähigkeit und als Gedächtnis bezeichnet eine Folge des mentalen Prozesses. In gleicher Weise entsteht das Urteilsvermögen, überhaupt das Denkvermögen durch den mentalen Prozess.

Und es ist demgemäß auch eine Merkfähigkeitsstörung, eine Gedächtnisstörung, eine Störung im Urteilsvermögen, grundsätzlich eine Störung im Denken und damit eine Störung in der Kognition also eine kognitive Störung, ebenso eine Störung im Affekt und damit eine affektive Störung die Folge einer Störung im mentalen Prozess, insofern dieser auf eine gewisse Art und Weise beeinträchtigt ist oder im Rahmen der Funktion des Gehirns nicht optimal abläuft.

Es sind also alle psychischen und psychopathologischen Phänomene als Leistungen des Gehirns, die Folge des mentalen Prozesses.

Weitere Betrachtung des mentalen Prozess aus der Sicht der Biologie (Neurobiologie / Neurophysiologie):

Der mentale Prozess entsteht also als Folge der Funktion der einzelnen Nervenzellen im zentralen Nervensystem, insbesondere als Folge der neuronalen Aktivität der Nervenzellen im Gehirn und zwar im Kortex. Es entsteht dadurch also die höhere Hirnleistung, die als Folge der Aktivität von gewissen Analysatoren entsteht (vgl. mit Pawlow Zitat).

Diese Analysatoren sind also fähig zur mentalen und damit zur geistigen Analyse der Information. Andererseits gibt es im Hinblick auf die Hirnleistung auch Funktionseinheiten, die die Synthese und damit die Integration der Information auf der Ebene des Gehirns leisten und die man daher als mentale Integratoren bezeichnen kann.

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(letzte Änderung 12.02.2018, abgelegt unter: Abstraktion, Definition, Demenz, denken, Diagnostik, Erkennen, Erlebnis, Geist, Kognition, Krankheit / gesundheitliche Störung, Nervensystem, Neurologie, Psyche, Psychiatrie, biologische Psychiatrie, Psychologie, abgeleiteter Begriff, Forensische Psychiatrie)

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