Die Ermüdung ist der Vorgang der ausgehend vom wachen Zustand im Lauf der Zeit das Phänomen der Müdigkeit bewirkt.
Bei diesem natürlich auftretenden Phänomen, nach einer Zeit der Aktivität bzw. der Belastung, kommt es – neuro-biologisch betrachtet – durch den Verbrauch von Transmittern/Botenstoffen und anderen Stoffen im Stoffwechsel, zum Auftreten der Müdigkeit.
Dabei ist möglicherweise dieses Ungleichgewicht bezüglich der Transmitter und sonstigen Stoffe der Grund dafür, dass die typischen Symptome und Phänomene der Müdigkeit auftreten.
In umgekehrter Richtung kommt bewirkt eine Ruhephase – und vor allem der Schlaf die Regeneration bzw. kommt es dadurch zur Erholung.
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Ermüdung – ein natürliches Phänomen:
Die Ermüdung die schließlich zur ausgeprägten Müdigkeit führt ist ein natürliches Phänomen das bei Tieren und beim Menschen als Folge Aktivität – bzw. als Folge der Belastung – im wachen Zustand in Erscheinung tritt..
Aus der Sicht des Nervensystems betrachtet, kann man sagen, dass die Ermüdung als Folge der neuronalen Aktivität entsteht.
Durch die teilweise Regeneration in einer Ruhephase im wachen Zustand kommt es zur teilweisen Erholung, hingegen durch die vollständige Regeneration im ungestörten natürlichen Schlaf kommt es zur vollständigen Erholung.
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Weiteres zur Entstehung der Ermüdung:
Man macht die Erfahrung, dass nach einiger Zeit im wachen Zustand zunehmend typische körperliche Phänomene und psychische Phänomene auftreten, die man als Zeichen der Ermüdung bezeichnen kann.
Die Körperkraft lässt nach, es kann Unsicherheit in der Bewegung auftreten, unter Umständen tritt Zittern usf. Im Hinblick auf die Leistung der Psyche ist feststellbar, dass mit zunehmender Ermüdung das Konzentrationsvermögen abnimmt, ebenso die Gedächtnisleistung und in diesem Zusammenhang die geistige Flexibilität.
Erklärung für das Auftreten der Ermüdung:
Das Phänomen der Ermüdung kann man durch verschiedene Faktoren, die insgesamt eine komplexe Ursache bilden, erklären.
Man kann sich vorstellen, dass im Nervensystem sich im Rahmen der Aktivität eine neuronale Spannung aufbaut. Des Weiteren kann man sagen, dass der Verbrauch von Transmittern (Botenstoffen) in den Nervenzellen des Nervensystems zum Phänomen der Ermüdung führen, insofern diese neuronale Spannung mit einem Ungleichgewicht auf der Ebene der neuronalen Aktivität bzw. auf der Ebene der neuronalen Funktion einhergeht.
Unter anderem führt dieses Ungleichgewicht auch auf der Ebene der körperlichen Funktion zu gewissen Spannungen in der Muskulatur, die sich erst in der Ruhephase teilweise bzw. im Schlaf in ausgeprägterer Form – als Folge der Regeneration – wieder löst.
Auch psychische Phänomene und Symptome treten im Rahmen der Ermüdung auf:
Die Motivation für die Aktivität bzw. für Tätigkeit geht zurück, die psychische Kraft/Energie lässt nach.
Daneben können auch sonstige Faktoren zur Ermüdung und zur Ausprägung der Müdigkeit beitragen: Langeweile wegen fehlender Motivation, Interesselosigkeit, belastende Umstände Lärm, schlechte Qualität der Raumluft, das Betriebsklima im weitesten Sinn, Soziale Verhältnisse, Stress etc.
Physische Faktoren: Licht, Lärm, Qualität der Luft, Temperatur usf.
Sonstige Faktoren: Alter der Person, Jahreszeit, Klima, Ernährung, Ernährungszustand, Gesundheitszustand der Person usf.).
All dies kann je nach Sachverhalt und Situation – in unterschiedlichem Ausmaß dazu beitragen, dass die Ermüdung schneller oder weniger schnell eintritt und schließlich der Zustand erreicht wird den man als Müdigkeit bezeichnet.
Ermüdung im wachen Zustand – in Abhängigkeit von Aktivität und Zeit:
Im wachem Zustand kommt es in Abhängigkeit von Aktivität und Zeit zur Ermüdung und es manifestiert sich dies sowohl auf der Ebene des Körpers wie auch auf der Ebene der Psyche.
Das heißt es treten, je nach Art und Grad der Anstrengung und je nach Dauer der Wachheit körperliche Symptome und psychische Symptome bzw. körperliche Phänomene und psychische Phänomene in Erscheinung.
Insofern dieser Sachverhalt bei praktisch allen höher entwickelten Tieren und ebenso beim Menschen zu beobachten ist, kann man sagen, dass die Ermüdung ein natürliches Phänomen ist das letztlich zur Ermüdung bzw. zum Auftreten der Müdigkeit führt.
In Bezug auf die Psyche zeigen sich dabei die Symptome wie Schläfrigkeit, verminderte Konzentration, eingeschränkte Funktion des Gedächtnisses und andere psychische Phänomene. Die Weite des Bewusstseins nimmt ab, ebenso das Ausmaß der Bewusstheit. Letztlich geht das Wachbewusstsein in den Schlaf über. Im Rahmen des Übergangs vom Wachbewusstsein zum Schlaf tritt die Entspannung ein. Das heißt die körperliche Spannung bzw. die körperliche Anspannung lässt nach und ebenso die psychische Spannung bzw. die psychische Anspannung.
Neurobiologisch betrachtet kann man im Hinblick auf die Ermüdung bezüglich der neuronalen Funktion sagen, dass diese sich im Rahmen der Anstrengung und der Dauer der Wachheit allmählich ändert.
Neurobiochemisch betrachtet kann man sich vorstellen, dass die vorangehende Aktivität einerseits zu Veränderungen im Stoffwechsel in den Organen geführt hat. Und dass es im Hinblick auf die neuronale Funktion im Nervensystem – und hier insbesondere im zentralen Nervensystem zu Stoffwechselveränderungen gekommen ist. Infolge der Aktivität kam es also zum Verbrauch an Transmittern in den Nervenzellen dadurch beding zu relativem Mangel an Botenstoffen in den Synapsen. Durch diesen Sachverhalt kann man sich das Auftreten der Müdigkeit neurobiologisch begründet verstehen und erklären.
Biochemisch und neuro-biochemisch betrachtet haben also das Wach-Sein und die generelle und die spezifische Aktivität zu Änderungen im Stoffwechsel besonders in den betroffenen Organen geführt – und sind dadurch bedingt die Symptome und Phänomene aufgetreten die zur Ermüdung bzw. zur Müdigkeit geführt haben.
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(letzte Änderung 19.12.2024, abgelegt unter Definition, Medizin, Psyche, Psychiatrie, Psychologie, Schlaf)
zuletzt pos 1 am 23.02.2023
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