Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

psychische Entspannung

Die psychische Entspannung ist die Entspannung der Psyche.

Man kann auch sagen: die psychische Entspannung ist die Folge des inneren Loslassens der psychischen Spannung.

Wenn man die Dinge akzeptiert, wie sie sind, dann lässt die psychische Spannung nach, damit entsteht die psychische Entspannung.

Wir haben im Alltag einen großen Bedarf an psychischer Entspannung, weil sich im Leben infolge der Erlebnisse fortlaufend psychische Spannung und damit eine Spannung im Nervensystem aufbaut.

Im Alltag strengen wir uns an und es baut sich dabei die psychische Spannung in der Regel in Verbindung mit körperlicher Spannung auf.

Das Loslassen der psychischen Anspannung ist allerdings leichter gesagt als getan, weil wir gewohnheitsmäßig im angespannten Zustand verharren. In Folge der langzeit mäßigen Anspannung ist es zur Konditionierung  gekommen. Es hat sich damit also eine chronisch angespannte Haltung entwickelt, die nicht sofort nachhaltig aufgegeben werden kann. Nur langsam kann dieses Aufgeben befördert und unterstützt werden.

Das heißt man kann zwar „wollen“, dass man sich entspannt, allein dies führt noch nicht zur Entspannung. Eben weil die gewohnheitsmäßige Anspannung – man könnte – biologisch betrachtet sagen als neuronales Muster im Nervensystem fortbesteht. Man kann auch sagen, dass sich im Laufe der Zeit diesbezüglich eine neuronale Funktionsstörung aufgebaut hat. Daher ist man nicht leicht in der Lage sich zu entspannen. Die Gefahr ist groß, dass hier künstliche Entspannungsmittel („Lösungsmittel“  wie Alkohol, Zigaretten (Nicotin), und sonstige psychotrope Mittel (Tranquilizer) bis hin zu Drogen im engeren Sinn (Cannabis, Heroin, Kokain usf.) eingesetzt werden und sich unter Umständen schnell eine Sucht entwickelt.

Bezüglich der natürlichen Entspannung kann man somit sagen, dass man diese kultivieren bzw. wieder reaktivieren und in gewisser Hinsicht wieder lernen muss sich zu entspannen bzw. die Entspannung zu befördern.

Es bedarf also, um sich zu entspannen einer gewissen Kultur der Entspannung, damit diese Fähigkeit wieder auf natürliche Art und Weise ausreichend in Gang kommt.

An und für sich entspannt sich der Mensch in der Freizeit und auch im Schlaf. Aber wie gesagt es können sich hierbei psychische Störungen entwickeln und es ist die Fähigkeit zur Entspannung sodann eingeschränkt bzw. gestört.

Man sollte also wenn möglich die Entspannung generell befördern bzw. die Praxis der Entspannung praktizieren. Es handelt sich dabei also um ein Lernen das eine Dekonditionierung bewirkt.

In der ärztlichen Praxis kann die Entspannung durch verschiedene Faktoren befördert werden. Schon das aufklärende erläuternde ärztliche Gespräch das zum richtigen Verstehen beiträgt, wird sich in dieser Hinsicht positiv auswirken. Weil damit das Entstehung der Beschwerden verständlich wird.

Weiters kann durch verschiedene passiv verabreichte Behandlungsformen (Massage, Umschläge etc.) – wie sie etwa auch in Wellness Einrichtungen und auf Kuren verabreicht werden helfen.

Gegenüber dieser zuletzt genannten Entspannung von „außen“ kann man die Entspannung von „innen“ unterscheiden.

Wie wird die Entspannung durch das richtige Verständnis befördert. Sodann auch die regelmäßig praktizierte Entspannung durch Bewegung (regelmäßiges Spazieren gehen, Abendspaziergung, überhaupt ausreichend Bewegung nach Möglichkeit schon während der Arbeitszeit über die Stiege gehen – nicht den Lift benützen). Nach Möglichkeit kleine Strecken zu Fuß gehen etc. Man sollte wenn möglich jede Gelegenheit nützen, weil die körperliche Bewegung nicht nur zur Beförderung der Entspannung sondern auch sonst in vielerlei Hinsicht gesund und hilfreich ist.

Des Weiteren gibt es die verschiedenen Möglichkeiten zur Beförderung der Entspannung wie sie durch Methoden der Psychotherapie angeboten werden bis hin zum Yoga und zur Mediation bzw. andere derartige Verfahren.

Im Zustand des reinen Bewusstseins wird die tiefste psychische Entspannung erreicht.

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(letzte Änderung 16.1.2016, abgelegt unter Begriff, psychologischer Begriff, Definition, Medizin, Medizin-Psychotherapie-Yoga-Meditation, Nervensystem, Psyche, Psychiatrie, psychische Störung, Psychologie, Psychosomatik, Psychotherapie, Spannung-Entspannung)

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