Dialektik

Die Dialektik ist die philosophische Methode um als denkender Mensch bzw. um als denkende Person durch die Anschauung der  Ideen die zutreffende Idee zu erkennen und durch den treffenden Begriff die treffende Idee durch das passende Wort zu benennen.

Auf dieser Grundlage kann nämlich ein in Begriffen denkender Mensch bzw. eine in Begriffen denkende Person auf der Grundlage der Anschauung der Ideen die treffende Idee bzw. den treffenden Begriff erkennen und dadurch z. B. die Sache oder den Sachverhalt in einer bestimmten menschlichen Sprache durch das passende Wort benennen. (vergleiche mit Kant Zitat 27).

Auf dieser Grundlage kann man nämlich, als in einer menschlichen Sprache als in Begriffen denkender Mensch, mit Hilfe der philosophischen Methode der Dialektik durch die Anschauung der Ideen bzw. durch begriffliches Denken – oder man kann auch sagen durch menschliches Denken im engeren Sinn die Gegensätze der Ideen – z.B. in Bezug auf die gegebene Sache bzw. in Bezug auf den gegebenen Sachverhalt erkennen bzw. kann man dadurch als Mensch erkennen welches die treffende Idee ist.

Diesen Sachverhalt hat im Prinzip der Philosoph Immanuel Kant realisiert bzw. erkannt und in seinem Werk: Kritik der reinen Vernunft beschrieben (vgl. mit Kant Zitat 2 und mit Kant Zitat 27)., siehe dort:Transzendentale Dialektik, Von der Endabsicht der natürlichen Dialektik der menschlichen Vernunft)

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Viele Dinge bzw. viele Phänomene und Sachen kann man als Mensch nicht physisch begründet erkennen bzw. nicht physisch begründet bestimmen, sondern man kann diese Dinge bzw. diese Sachen und Phänomene nur auf der Grundlage von Ideen durch den Gegensätze der Ideen als denkendes Subjekt erkennen bzw. als denkendes Subjektsubjektiv gültig –  bestimmen, in dem man den Sachverhalt durch die Gegensätze der Ideen prüft bzw. diesen durch die gegensätzlichen Ideen respektive durch das geistige Abwägen der gegensätzlichen Ideen subjektiv gültig prüft und sich letztlich für eine subjektiv gültige Bestimmung – etwa für die Bestimmung – für ein subjektiv gültiges respektive subjektiv passendes Wort entscheidet.

Dies bedeutet, dass man derartige Sachverhalte nur durch das dialektisches Denken geistig prüfen kann.

Beziehungsweise ist in einem derartigen Fall ein physische Prüfung grundsätzlich nicht möglich.

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Zum Beispiel kann man die folgenden Fragen nur durch Anwendung der philosophischen Methode der Dialektik beantworten:

Ist die Person jung oder alt?

(Ich meine zum Beispiel die Person die gestern als Letzte hier im Geschäft war).

Dieser Sachverhalt wird geprüft in dem man die gegensätzlichen Ideen auf den Sachverhalt anwendet und das Gewichten der Ideen bzw. durch das geistige Abwägen der Ideen jung oder alt – somit durch das Ponderieren der Ideen prüft, welche Idee auf die Sache bzw. auf den Sachverhalt  –  hier im Beispiel auf das Alter der Person – zutreffend ist.

Auf der Grundlage der Gegensätze der Idee – kann man also prüfen – welche Idee zutreffend ist bzw. welche Idee nicht zutreffend ist und so kann auf der Grundlage der Begriffe der Ideen von der denkende Person durch das dialektische Denken subjektiv gültig geprüft und subjektiv gültig entscheiden werden, was zutreffend ist bzw. welche Idee zutreffend ist.

Beziehungsweise kann man auf Grundlage der Gegensätze der Ideen prüfen, ob der Begriff „jung“ oder der Begriff „alt“ – im gegenständlichen Fall bzw. Beispiel auf die Person zutreffend ist, die als Letzte gestern hier im Geschäft war.

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Es kann in der gegenständlichen Sache die in Begriffen denkende Person also durch ihr begriffliches Denken auf der Grundlage von Ideen entscheiden was gemäß ihrer persönlichen Ansicht bzw. gemäß ihrer persönlichen Sichtweise auf den konkreten den Sachverhalt angewandt subjektiv gültig als denkendes Subjekt entscheiden was zutreffend ist.

Unter einem anderen Gesichtspunkt betrachtet kann man sagen, dass dieses Subjekt bzw. diese Person durch ihr menschliches Denken bzw. durch ihr begriffliches Denken geistig prüfen bzw. mental überlegen und dabei herausfinden und entscheiden kann wie die Sache zu entscheiden ist: war die Person „jung“ oder „alt“ – das ist die Frage bzw. was ist die treffende Antwort auf diese Frage?

Auf dieser Grundlage kann also das denkende menschliche Subjekt bzw. der denkende Mensch subjektiv gültig erkennen welche Idee die zutreffende Idee ist respektive kann auf dieser Grundlage von diesem Menschen subjektiv gültig entschieden werden was in dieser Sache zutreffend ist.

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Nur ein Mensch der eine menschliche Sprache spricht kann dialektisch denken:

Durch obiges wird klar und verständlich, dass nur ein Mensch, der eine menschliche Sprache spricht, der also die Worte dieser Sprache und deren Bedeutungsgehalt – auf Grund seiner Erfahrung – kennt, entscheiden kann was im konkreten Fall zutreffend ist, welches Wort auf die Sache bzw. auf den Sachverhalt zutreffend ist.

Beziehungsweise kann die begrifflich denkende Person durch die treffende Wort-Wahl das richtige Wort wählen und so entscheiden, ob die fragliche Person, die gestern ins Geschäft war jung oder alt war.

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Dies bedeutet, dass man als Mensch den jeweiligen Sachverhalt nur jenseits der physisrespektive nur jenseits der Natur – somit nur auf der Grundlage einer Idee durch das Vergleichen bzw. durch das Gewichten der Ideen als denkender Mensch subjektiv gültig entscheiden und dadurch subjektiv gültig erkennen kann was zutreffend ist.

Beziehungsweise kann das dialektisch denkende Subjekt bzw. die dialektisch in Begriffen denkende Person – und damit der dialektisch denkende Mensch subjektiv gültig bestimmen was die treffende Idee ist respektive entscheiden und bestimmen welche Idee auf die Sache zutrifft.

Dies heißt, man kann einen derartigen Sachverhalt als denkendes Subjekt bzw. als denkender Mensch nur dialektisch begründet und damit nur geistig begründet bestimmen.

Physisch kann die Sache oder der Sachverhalt nicht entschieden werden.

Sondern es kann die Sache oder der Sachverhalt nur jenseits der physis respektive nur meta-physisch begründet entschieden werden.

Womit klar wird dass nur ein Begriffen einer menschlichen Sprache denkender Mensch den Sachverhalt erkennen/erforschen/untersuchen/systematisch studieren kann usw.

Physisch begründet ist das Erkennen eines derartigen Erkenntnisobjekts bzw. eines derartigen Sachverhalts grundsätzlich nicht möglich, sondern kann man das jeweilige Erkenntnisobjekt bzw. den jeweiligen Sachverhalt – etwa in Bezug auf das gegenständliche  Phänomen – nur jenseits der physis respektive nur meta-physisch – und damit nur geistig erkennen.

Man kann sagen, dass das Erkenntnisobjekt jenseits der Natur – jenseits der physischen Objekte gelegen ist.

Deswegen kann man als denkendes respektive als entscheidendes Subjekt den Sachverhalt nur subjektiv gültig erkennen bzw. subjektiv gültig bestimmen kann.

Und diesen Sachverhalt hat im Prinzip der Philosoph Immanuel Kant realisiert (vergleiche mit Kant Zitat 2

und mit Kant Zitat 7 aus seiner Schrift: Kritik der reinen Vernunft).

 

Dies bedeutet, man kann derartige Dinge/Phänomene/Sachverhalte nur geistig erkennen bzw. diese als denkendes Subjekt nur subjektiv entscheiden und subjektiv gültig bestimmen – was eben bedeutet, dass man derartige Dinge, Phänomene und Sachverhalte nur mit der philosophischen Methode der Dialektik subjektiv gültig erkennen und subjektiv gültig bestimmen kann.

Der Philosoph Immanuel Kant spricht deswegen vom „Ponderieren der Ideen„, wenn man z. B. einen Sachverhalt durch den Begriff der Idee als zutreffend erkennt, weil dieser Begriff als die systematische Einheit der Idee im eigenen Bewusstsein erscheint, falls man die Merkmale der Idee durch das Schema der Idee geistig auffasst (vgl. mit Kant Zitat 7).

Dadurch kann ich als in Begriffen denkendes Subjekt bzw. als in Begriffen denkende Person z. B. subjektiv gültig erkennen was im konkreten Fall zutreffend ist, wenn ich mich selbst zum Beispiel frage: Ist die Person A, die einen neuen Beruf gewählt und erlernt hat, heute glücklicher als zuvor? – sie noch in ihrem früheren Beruf gearbeitet hat.

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In der Wissenschaft können manche Größen bzw. Parameter nur subjektiv gültig erfasst werden:

In der Wissenschaft können manche Größen bzw. Parameter  nur durch das Vergleichen und Gewichten der Ideen erkannt werden.

Man kann in der Wissenschaft den jeweiligen Sachverhalt also nur durch den Gegensatz der Ideen – somit nur dialektisch – erkennen.

Deswegen ist es einleuchtend evident, dass dieses fachliche Wissen nur subjektiv gültig ist bzw. nur subjektiv gültig erkannt werden kann. Dies trifft etwa auf die Geschichtswissenschaft zu – und natürlich auch auf andere Wissenschaften in denen man die Sachverhalte nur auf der Grundlage von Ideen entscheiden kann.

Man hat in der Naturwissenschaft – soweit dies mit den Ursprüngen der Menschheit befasst ist – gewisse Objekte (Schädelknochen und andere Knochen) gefunden. Hierbei handelt es sich also um tatsächlich gegebene physische Objekte – jedoch die Schlussfolgerungen, die daraus gezogen werden beruhen auf Ideen.

Demgemäß können gewisse Bereiche der Naturwissenschaft nur mit der Hilfe von gewissen Ideen erforscht werden.

So zum Beispiel die Geschichte der Tiere/ der Lebewesen/der Natur.

Es mag zwar sein, dass dabei die eine Theorie plausibler erscheint als eine andere Theorie – falls etwa unterschiedliche fachliche Theorien bzw. unterschiedliche Meinungen vorliegen, falls keine fachliche Einigkeit besteht.

Aber einen objektiv gültigen Beweis für das Zutreffen der einen Theorie oder einen objektiv gültigen Beweis für das Zutreffen der anderen Theorie – kann es in einem derartigen Streitfall in einem derartigen Fall in der Wissenschaft nicht geben – hier entscheidet die Plausibilität über die Anerkennung der einen oder der anderen Theorie – eben, weil es in einem derartigen Fall einen nur geistig begründeten Beweis bzw. einen nur mental begründeten Beweis gibt.

Überhaupt ist fachliches Wissen das dialektisch begründet erkannt wird – immer fachliches Wissen das auf Ideen gegründet ist – und derartiges Wissen zeigt nur die Relation der Ideen auf.

Das heißt derartiges Wissen ist qualitativ aussagekräftig im Vergleich zu einer anderen Idee – und es ist einleuchtend evident, dass diese Grundlage des Wissens – diese Relativität im erworbenen bzw. empirisch erlangten Wissen beachtet und berücksichtigt werden.

Das heißt in vielen Bereichen kann man als Mensch – auf der Grundlage von Ideen – nur beschränktes Wissen erlangen.

Man kann als Mensch mit der Methode der Dialektik in das Wissen – in die Materie der Wissenschaft – eindringen. Aber man stößt auf Grenzen. Deswegen ist das Wissen des Menschen in Bezug auf die Natur beschränkt.

Der Mensch kann nur auf der Grundlage seiner Ideen bzw. auf der Grundlage der Begriffe seiner Ideen in die Materie von manch einer Wissenschaft – jedenfalls in einen gewissen Bereich dieser Wissenschaft – eindringen.

Und das hat eben damit zu tun dass menschliches Denken beschränkt ist und somit ist auch menschliches Wissen beschränkt bzw. ist dies beschränktes Wissen.

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Man erkennt damit, dass unser Denken und dass damit auch unser Verständnis für die Sachverhalte in vielen Fällen auf der philosophischen Methode der Dialektik beruht, weil man nur durch das Vergleichen bzw. nur durch das Gewichten der Ideen – nur durch das Ponderieren der Ideen – den Sachverhalt zutreffend erkennen kann.

Beziehungsweise dadurch die auf den Sachverhalt zutreffende Idee subjektiv gültig erkennt.

Dies bedeutet, dass wir dank der Methode der Dialektik die Sachverhalte – auf der Grundlage unserer Ideen sinnvoll verstehen und in vielen Fällen auf dieser Grundlage auch sinnvoll erklären können.

Das heißt dass durch die Methode der Dialektik der jeweilige Sinn bzw. der jeweilige Zusammenhang – zumindest subjektiv – gültig erkannt werden kann.

Durch die Methode der Dialektik bedienen wir uns also der gegensätzlichen Vorstellungen, die teils auf Konzepten, teils auf Theorien beruhen und den jeweiligen Zusammenhang dem Sinn nach sinnvoll erklären.

Da vieles von unserem Wissen auf Vermutung bzw. auf nicht gesichertem Wissen beruht, sind wir oftmals auf das Erkennen durch die philosophische Methode der Dialektik angewiesen, ohne uns dessen jedoch bewusst zu sein.

Man darf nämlich nicht vergessen, dass das meiste von unserem persönlichen Wissen nicht vom Grad der Gewissheit ist, sondern vom Grad der persönlichen Meinung und in gewissen Fällen vom Grad des persönlichen Glaubens.

Dies gilt nicht nur für das Wissen das wir auf Grundlage der  persönlichen Erfahrung erlangen sondern auf für vieles Wissen das die Wissenschaft hervorgebracht hat.

In vielen Fällen gründ sich derart in der Wissenschaft erlangter Wissen auf Phänomene die nur durch die philosophische Methode der Dialektik erkannt werden konnten.

Zum Beispiel gilt dies für die Psychologie, die Psychiatrie, die Psychotherapie

im vollen Umfang, weil diese durch diese empirischen Wissenschaften auf psychischen Phänomenen aufgebaut sind. Beziehungsweise sind die psychologischen Ideen, die psychiatrischen Ideen  und auch die psychotherapeutischen Ideen auf Konzepten aufgebaut.

Dieser Sachverhalt wird allerdings in der Praxis und ebenso in der jeweiligen Wissenschaft vielfach ignoriert und werden die durch fachliches Denken erlangten Erkenntnisse dem Publikum so präsentiert als ob es sich dabei um durch Tatsachen begründetes Wissen handelt. Tatsächlich handelt es sich dabei jedoch um subjektives Wissen bzw. um persönliches Wissen für das es keinen allgemein gültigen Beweis gibt.

Was bei kritischer Betrachtung als falsch bzw. als persönlicher Irrtum erkannt wird – oder man kann auch sagen was als angemasstes Wissen zu beurteilen ist, das sich auf nicht gerechtfertigte Autorität gründet.

Philosophisch betrachtet kann man sagen, dass es sich dabei um einen persönlichen Anspruch auf Gewissheit des subjektiven Wissens handelt wie dieser in der Zeit vor der Aufklärung üblich war. (vgl. mit Kant Zitat 10)

Und dieser Irrtum entsteht falls man die jeweilige Idee als gesichertes Wissen ansieht so wie dies auf durch Tatsachen begründetes Wissen – respektive auf objektives Wissen zutreffend ist.

Dieser Irrtum in Bezug auf das Wissen entsteht durch den konstitutiven Gebrauch der Idee., den die kritisch den Sachverhalt untersuchende Person allerdings als falsch bzw. als nicht zutreffend erkennt, weil eine Idee nicht konstitutiv sondern nur regulativ ist. (Weiteres dazu in diesem Beitrag).

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Auch in der Medizin im Sinn der universitären Medizin bzw. der körperlichen Medizin gibt es Bereiche in dem das medizinische Wissen nur auf der Grundlage von physisch nicht überprüfbaren Ideen erlangt wird.

Dies trifft in der Neurologie auf neurologische Störungen zu (Beispiele: Migräne und andere Formen von funktionellen Kopfschmerzen sowie auf sonstige neurologische Störungen). All diese neurologischen Störungen können nur auf der Grundlage von neurologischen Phänomen in der neurologischen Diagnostik bestimmt werden.

Analoges gilt auch für gesundheitliche Störungen die in anderen Bereichen der universitären Medizin als funktionelle Störungen erfasst werden, so etwa in der Orthopädie und in anderen Bereichen der Medizin – wo sie von Ärzten im Alltag generell als funktionelle Störungen diagnostiziert werden.

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Selbst in den Naturwissenschaften, etwa in der Physik und hier auch in der Atomphysik etwa in der Kernphysik kann man letztlich nicht physisch beweisen welche Theorie zutreffend ist, eben weil man als Mensch keinen physischen Beweis zur Verfügung hat der durch die Demonstration eindeutig zeigt was Sache ist was objektiv gültig ist.

In vielen Fällen handelt es sich hierbei lediglich um statistisch gesichertes Wissen das in Bezug auf einen Parameter bzw. in Bezug auf eine Frage den Mittelwert und diesbezüglich einen gewissen Normalbereich bzw. die Normalität  definiert.

Dies gilt auch für viele andere Wissenschaften die den Geisteswissenschaften zugeordnet sind.

Das heißt im konkreten Fall kann man nicht objektiv gültig beweisen, ob der in diesem Fall gemessene Wert bei dieser Person seit jeher vorhanden war, weil dies seinem Naturell entspricht und so gesehen für ihn/für sie normal ist, oder ob es sich dabei um eine krankheitswertige Abnormität bzw. um Anomalie/ im Sinn einer krankhteitswertigen Abweichung von der Norm/um einen pathologischen Wert handelt.

Zum konkreten Fall kann nämlich die wissenschaftliche Forschung keine verbindliche Aussage treffen, ob etwa der gemessene Wert als pathologischer Wert anzusehen ist oder ob er als Normvariante anzusehen ist.

Beziehungsweise ob der vorliegende Wert im Sinn der Schulmedizin respektive im Sinn der universitären Medizin als abnorm und damit als pathologisch anzusehen und zu werten ist.

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Anmerkung: der Begriff Dialektik stammt aus dem Griechischen und bezeichnete die „Kunst der Unterredung“ – gemeint im Sinn, dass die Kunst der Unterredung auf dem Denken der jeweiligen Person beruht und dieses auf dem persönlichen Vergleichen und dem persönlichen Gewichten der Ideen.

Unter einem anderen Blickwinkel betrachtet kann man sagen, dass die Dialektik auf den gewählten Worten beruht, weil hier das treffende Wort bzw. das zutreffende Argument und damit die treffende Argumentation das Publikum oder das Gericht in der Rechtssache durch die Plausibilität überzeugt, eben weil die Mehrheit des Publikums – oder die Mehrheit des Gerichts die Mehrheit der einzelnen Personen (Richter/Richterin/Schöffen/Geschworenen) aufgrund des eigenen Denkens – erkennt, welche Sichtweise, welche Argumentation oder im Gerichtsverfahren bzw. welche Kausalitätskette zutreffend ist., weil sie plausibler ist, als die anderen vorgetragenen Kausalitätsketten.

Und wie man leicht einsehen kann, handelt es sich bei derartigen Entscheidungen immer um Entscheidungen die nur von einer einzelnen Person, durch das eigenen Denken und Urteilen, bzw. durch die persönliche Beurteilung des Sachverhalts gefunden wird – womit eben gesagt ist dass es sich dabei um eine Erkenntnis bzw. eine Entscheidung handelt die für dieses Subjekt respektive für diese Person subjektiv gültig ist.

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Die philosophische Methode der Dialektik ermöglicht das geistige Erkennen:

Ich kann durch die Dialektik also die zutreffende geistige Einheit erkennen, und dadurch den Begriff der Idee bestimmen der als systematische Einheit (der Idee) in meinem Bewusstsein erscheint, falls ich die Merkmale der Idee durch das Schema der Idee geistig auffasse (vgl. mit Kant Zitat 7).

Ich kann auch sagen, dass die Dialektik auf dem Ponderieren der Ideen (Immanuel Kant) beruht, und ich auf diesem Weg, durch das Vergleichen und Gewichten der Ideen erkenne, welche Idee bzw. welche Vorstellung im konkreten Fall zutreffend ist.

Demgemäß beruht die Dialektik auf dem Gegensatz bzw. dem Unterschied der Ideen, weil Wahrheit sowohl als Irrtum, mithin auch der Schein, als die Verleitung zum letzteren, nur im Urteile, d.i. nur in dem Verhältnisse des Gegenstandes zu unserm Verstande anzutreffen sind (vgl. mit Kant Zitat 9a).

Daher haben bereits die Griechen in der Antike die Dialektik als die Kunst der Gesprächsführung bezeichnet (vgl. mit dem WikiBeitrag), weil die treffenden Argumente durch die Methode der Dialektik – somit dialektisch – gefunden werden.

Oder in der Schriftstellerei ist die Dialektik die Kunst durch gegensätzliche Begriffe den Sachverhalt treffend darzustellen und zu beschreiben. In der Regel handelt es sich hierbei um dialektische Einheiten.

Es sind dies also dialektische Begriffe die teils dialektische Paare bilden, durch die der Sachverhalt durch die Darstellung der Gegensätze verdeutlicht werden kann – und der jeweilige Sachverhalte durch das Vergleichen und Gewichten der Ideen – etwa in der Diagnostik – bestimmt werden kann.

In der Psychologie wird ein psychologischer Sachverhalt durch die Begriffe der psychischen Phänomene beschrieben (z. B. glücklich versus unglücklich, fröhlich versus traurig usf.), weil diese Begriffe zueinander dialektisch sind (vgl. mit Jaspers Zitat 7a).

In der Psychiatrie beruht die Diagnostik der psychischen Störungen auf der Dialektik, weil hier durch das psychopathologische Denken die einzelnen psychopathologischen Phänomene und auch die ganzen psychischen Symptomenkomplexe respektive die unterschiedlichen klinischen Erscheinungsbilder der psychischen Störungen erfasst werden.

Oder es sind in der psychiatrischen Klassifikation die psychiatrischen Kategorien zueinander dialektisch qualifiziert, weil dadurch die psychiatrischen Diagnosen systematisch erkannt und bestimmt werden können. Demgemäß beruht die psychiatrische Systematik auf der Dialektik der krankheitswertigen Erscheinungen der Psyche.

In der Medizin im Sinne der universitären Medizin werden diverse Sachverhalte dialektisch beschrieben und dadurch qualifiziert bzw. charakterisiert (Beispiele: Muskeltonus ist erhöht, erniedrigt oder im Normbereich gelegen und damit normal, die Stimme ist kräftig oder kraftlos, der Muskel ist angespannt oder entspannt, der Puls ist schwach oder kräftig usf.). In der medizinischen Diagnostik werden die Symptomenkomplexe dialektisch bestimmt (Zum Beispiel die unterschiedlichen primären Kopfschmerzen: Migräne, Spannungskopfschmerz, Clusterkopfschmerz usf.).

Es beruht hier das Erkennen also jeweils auf den unterschiedlichen Ideen bzw. den Gegensätzen der Ideen.

Durch das Vergleichen und Gewichten der Ideen erkennt man was zutreffend ist. Immanuel Kant spricht daher vom Ponderieren der Ideen.

Daher ermöglicht das dialektische Denken das sinnvolle Überlegen, das Erkennen, das rational begründete Argumentieren usf.

Durch die Dialektik ist insbesondere die vernünftige Überlegung möglich – also das Denken auf Grundlage des Verstandes und der Vernunft das den Sachverhalt zutreffend erkennt.

Durch das Vergleichen und Gewichten (Ponderieren) der Ideen/Vorstellungen erkennt man das treffende Argument.

Das Wort Dialektik ist abgeleitet von: griechisch διαλεκτική (τέχνη), dialektiké (téchne) = „Kunst der Unterredung“.

In Folge der Gegensätze der Ideen bzw. infolge der Gegensätze der Vorstellungen entsteht die Bewegung im Denken.

Man kann auch sagen:

Die Bewegung im Denken entsteht infolge der Unterschiede der Begriffe der Ideen (vgl. mit Kant Zitat 7) und es ist dies die Folge der Dialektik.

Dabei provoziert ein Argument das andere oder gegensätzliche Argument und es kommt dadurch zur scharfsinnigen Argumentation und zum Erkennen was am besten zutreffend ist.

Dialektisch sprechen heißt die Unterschiede der Ideen beachten und nützen. In der Psychologie und in der Psychiatrie spricht man dialektisch, wenn man hier die Unterschiede und Gegensätze der psychischen Phänomene beachtet bzw. unter Beachtung der Unterschiede und Gegensätze der Ideen argumentiert (vgl. mit Jaspers Zitat 9).

Beim psychiatrischen Denken sollte man den Unterschied der Begriffe bzw. den Unterschied in den psychiatrischen Ideen beachten, damit die Dialektik voll zur Entfaltung kommt.

Die dialektische Bewegung im Denken tritt in Folge der Unterschiede der Ideen auf und befördert das Erkennen der Zusammenhänge. Dabei beruht die Dialektik auf der Logik des Scheins (vgl. mit Kant Zitat 9a). Durch die Bewegung im Denken kann man die Zusammenhänge erkennen. Man kann in gewissen Fällen dadurch den Sinn erkennen und verstehen. Und man kann durch Kenntnis des Zusammenhangs in vielen Fällen den Sachverhalt erklären.

Die natürliche Bewegung im Denken tritt also infolge der Unterschiede in den Sachverhalten bzw. infolge der Unterschiede der Begriffe der Ideen auf und wird daher durch die treffende systematische Einheit (der Idee) erkannt, wenn ich die Merkmale der Idee durch das Schema der Idee geistig auffasse (vgl. mit Kant Zitat 7).

Und es bewirkt dieser mentale Prozess die Abfolge der Gedanken durch die Assoziationen infolge der Unterschiede der Ideen. Man kann auch sagen: es bewirkt dies das Erkennen, oder das Argumentieren, oder das Verstehen usf.

Dies ist allerdings nur dann der Fall, wenn die Begriffe bzw. die Ideen zueinander dialektisch sind und richtig verwendet werden.

Falls die psychologischen Begriffe bzw. die psychologischen Ideen und in gleicher Weise auch die psychiatrischen Begriffe und die psychiatrischen Ideen von einer Person, die im Irrtum befangen ist, nicht richtig verwendet werden, dann unterbleibt die Bewegung im Denken. Es kommt dann nicht zum Auftreten der Unterschiede in den Ideen aus denen sich die Assoziationen ergeben.

So sind zum Beispiel verschiedene neu eingeführte psychiatrische Kategorien in der DSM-V Klassifikation nicht mehr dialektisch zu den anderen diagnostischen Einheiten der psychiatrischen Klassifikation und es können daher diese psychischen Störungen nicht mehr durch das Vergleichen und Gewichten der Ideen also nicht mehr durch das fachliche Überlegung respektive nicht mehr dialektisch erkannt werden!*

Daher rührt die berechtigte Kritik an der psychiatrischen Wissenschaft der Gegenwart (Stand 2017). Und man erkennt damit, wie wichtig und wesentlich für die Psychiatrie als empirische Wissenschaft die auf definierten Ideen beruht das Methodenbewusstsein im Hinblick auf die Grundlage ihres Wissens ist.

Es werden nämlich seit einiger Zeit in der Psychiatrie die diagnostischen Einheiten in der psychiatrischen ICD-10 Klassifikation und in der DSM-V Klassifikation wie faktische Einheiten angesehen und in der psychiatrischen Wissenschaft behandelt.

Dies ist jedoch nicht richtig sondern falsch, weil es sich bei einer psychiatrischen Einheit um eine systematische Einheit und nicht um eine faktische Einheit handelt (vgl. mit Kant Zitat 7).

Als eine nachteilige Folge des falschen Verstehens und der falschen Verwendung der psychiatrischen Ideen unterbleibt in der psychiatrischen Praxis die Bewegung im psychiatrischen Denken. Ja, es kommt dadurch die Assoziation der fachlichen Ideen zum Stillstand – das heißt der Fachperson fällt nichts mehr ein und es hat dies zur Folge dass ihr fachliches Denken zum Stillstand kommt.

Dies ist in der Psychiatrie der Fall, wenn man im Irrtum befangen so denkt, wie Emil Kraepelin gedacht hat, als er geglaubt hat, dass es sich hier bei verschiedenen psychischen Krankheiten – so wie in der Medizin – um faktische Krankheiten bzw. um natürliche Krankheitseinheiten handelt (vgl. mit den Kraepelin Zitaten), die so, wie die objektiv bestimmbaren medizinischen Einheiten und damit wie die Begriffe der objektiv bestimmbaren medizinischen Diagnosen faktische Einheiten sind.

Wenn man als Psychiater – wie gesagt – so denkt, dann fällt einem unter Umständen nichts mehr ein. Mit anderen Worten: die Bewegung im eigenen Denken unterbleibt bzw. kommt das eigene fachliche Denken damit zum Stillstand. Dann hat man keine „Idee“ mehr, die man auf Grundlage des Unterschieds der Ideen erkennt – dann folgt keine Assoziation zur vorangehenden Idee. Es entsteht damit also keine weitere Vorstellung im eigenen Bewusstsein und dies bedeutet dass das Denken zum Stillstand gekommen ist.

Dann passiert es den Ärzten in der Psychiatrie, dass sie in der psychiatrischen ICD-10 Klassifikation oder in der DSM-V Klassifikation „nachschauen“ müssen um herauszufinden welche psychiatrische Kategorie passend ist. Es kann durch das eigene fachliche Denken also keine Verbindung zu den von den Fachleuten „künstlich“ festgelegten Kategorien gefunden werden, weil diese Einheiten zueinander nicht dialektisch sind.

Dieses Nicht(beachten) der Grundlage des psychiatrischen Wissens ist im Rahmen der Revision der DSM Klassifikation zur DSM-V Klassifikation passiert – und es wurde dies vom aufgeklärten Publikum bemerkt und kritisiert.*

Durch die Verkennung der Basis des fachlichen Wissens wird die Psychiatrie und damit die psychiatrische Diagnostik (vermeintlich) zu einer faktischen Wissenschaft, weil man damit glaubt in der Psychiatrie diagnostische Einheiten zu haben und diese so erkennen und diagnostisch bestimmen zu können, wie dies im Fakten begründeten Bereich der Medizin oder in der Technik der Fall ist.

Wenn man in der Psychiatrie jedoch so denkt, dann übersieht man dabei, dass es sich hier beim Ganzen der psychiatrischen Diagnose um eine Einheit handelt die nicht durch eine faktische Einheit sondern durch eine systematische Einheit erkannt und bestimmt werden kann.

Mit Worten von Karl Jaspers kann man sagen, dass man psychische Erscheinungen und damit auch eine psychische Störung und somit die zugehörige psychiatrische Diagnose nur in Bezug auf den definierten Typ erkennen und bestimmen kann, hingegen in der Medizin viele diagnostische Einheiten durch die Zugehörigkeit zu Gattungen (vgl. mit Jaspers Zitat).

Es ist eine psychiatrische Einheit – weil sie nur auf der „Ebene der Ideen“ bestimmt werden kann – also eine ganz andere Einheit als eine technische oder physikalische Einheit, die man völlig unabhängig von anderen  Einheiten – auf der „Ebene der Objekte“ – objektiv gültig und damit allgemein gültig bestimmen kann.

Eine psychiatrische Einheit kann man also durch das eigene fachliche Denken durch das Vergleichen und Gewichten der Ideen nur subjektiv gültig bestimmen – mit anderen Worten man kann hier eine diagnostische Einheit nur dialektisch bestimmen, weil es eine systematische Einheit ist.

Es führt die falsche Sichtweise in der Psychiatrie also zum falschen Verstehen und daher zu diversen Problemen mit denen sie seit Jahren zunehmend konfrontiert ist, weil die Grundlage des psychiatrischen Wissens respektive die Erkenntnisbasis des Wissens in der Psychiatrie nicht (mehr) beachtet und berücksichtigt wird.

Dabei ist die Verarmung im psychiatrischen Denken respektive die Verarmung im psychiatrischen Assoziieren der verschiedenen Zusammenhänge zweifelsohne eines der größten Probleme der Psychiatrie der Gegenwart und ist dies die Folge des falschen Verstehens der psychiatrischen Ideen entstanden.

Dabei ist die falsche Verwendung der psychiatrischen Ideen durch die Operationalisierung der psychiatrischen Klassifikationen der psychiatrischen ICD-Klassifikation und der DSM Klassifikation befördert worden, weil dadurch noch mehr der Anschein erweckt worden ist, dass man es in der Psychiatrie bei den psychopathologischen Phänomenen um natürliche, abgegrenzte Einheiten handelt – so wie bei den biologischen Einheiten bzw. den faktischen Einheiten in der Medizin obwohl dies in keiner Weise zutreffend ist.

Mit diesem großen Problem ist die Psychiatrie seit geraumer Zeit in der Praxis, in der Lehre und in der psychiatrischen Wissenschaft befasst und es resultieren daraus viele nachteilige Konsequenzen. (Weiteres dazu in diesem Beitrag und  im blog: Konsequenzen siehe auch die Linkliste Konsequenzen).*

Durch die falsche Verwendung der Ideen gerät man in Widersprüche (Antinomien) (vgl. mit Jaspers Zitat und Kant Zitat 3).

Wenn man eine psychiatrische Erkenntnis im Irrtum befangen als faktische und damit als absolute Erkenntnis ansieht, dann hat man sich getäuscht, dann gerät man in Widersprüche und damit in Probleme.

Psychiatrisches Wissen ist kein faktisches Wissen. Faktisches Wissen steht für sich, ein Faktum wird für sich erkannt – auf der Grundlage des Objekts – solches Wissen ist absolut gültiges Wissen, weil das Wissen durch das Objekt bestimmt ist (vgl. mit Kant Zitat 9). Im Gegensatz dazu ist psychiatrisches Wissen nicht absolut gültig, weil es sich Ideen und zwar auf bloße Ideen gründet. Man kann auch sagen: psychiatrisches Wissen gründet sich auf psychiatrische Konzepte die in Bezug auf ihre Definitionen auf der Grundlage der klinischen Erfahrung entstand sind, wie man dies etwa am Beispiel der Entwicklung der psychiatrischen Klassifikation erkennen kann (Weiteres dazu hier). Psychiatrisches Wissen ist daher nicht absolut gültig, sondern nur relativ gültig.

Wegen des falschen Verstehens der psychiatrischen Ideen werden diese „absolutistisch“ bzw. konstitutiv verwendet – und es kommt als Folge davon die Dialektik und damit die natürliche Dynamik und die natürliche Bewegung im psychiatrischen Denken und Assoziieren zum Stillstand.

In Folge des Missverstehens der Ideen in der Psychiatrie kommen die Diskussionen zum Stillstand – man ist gleichsam fertig mit dem Denken – es gibt dann keine psychiatrische Diskussion mehr wenn man eine psychiatrische Idee falsch versteht – weil man damit glaubt eine Sache endgültig und damit „richtig“ erkannt zu haben – dabei unterliegt man allerdings einem Irrtum!

Man erkennt damit wie das unangemessene „kostitutive“ Denken in der Psychiatrie dem psychiatrisch-psychologischen Denken schadet – und warum die Psychiatrie in der jüngeren Vergangenheit in gewisser Hinsicht langweilig geworden ist und an Dynamik und Faszination verloren hat.

Man erkennt damit die nachteiligen Folgen des Missverstehens der Ideen in der Psychiatrie.

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Psychiatrisches Wissen ist nur relativ gültig

Psychiatrisches Wissen und auch psychologisches Wissen, somit auch psychopathologisches Wissen und auch psychotherapeutisches Wissen ist immer nur relativ gültig.

Man sollte also in der Psychiatrie (Psychologie und Psychotherapie) sich dessen bewusst sein, dass die fachlichen Begriffe nur relativ und nicht absolut gültig sind. Wird diese Beschränkung bzw. diese Restriktion nicht beachtet und berücksichtigt, und werden die Begriffe bzw. die Ideen missverstanden, so ergeben sich daraus verschiedene nachteilige Folgen und Probleme. (vgl. mit Kant Zitat 3a und Kant Zitat 3)

Man sollte daher – wie Karl Jaspers schreit – kein System zur Herrschaft kommen lassen. (vgl. mit  Jaspers Zitat 4)

Man sollte sich dessen bewusst sein, dass psychiatrisches Wissen – das aus subjektivem Wissen hervorgegangen ist – nur relativ gültig ist. Solches Wissen ist daher immer auch beschränktes Wissen.

Daher sollte man die Ideen in der Psychiatrie – und auch in der biologischen Psychiatrie – und auch in der psychiatrischen Wissenschaft nur relativistisch verwenden, weil auch diese Ideen nur relativ gültig sind.  (vgl. mit Kant Zitat 3a und Kant Zitat 4)

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Dialektik – eine Frucht der geistigen Ordnung:

Die Möglichkeit des Erkennens durch die Methode der Dialektik ergibt sich aus der Ordnung der Gedanken.

Falls keine diesbezügliche Ordnung besteht kann man dadurch nichts erkennen.

Deswegen kann man auch sagen, dass die Dialektik erst durch die geistige Ordnung möglich wird bzw. erst dadurch entsteht.

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Dialektik – Korrelation – Neuro-Biologie:

Die Neuro-Biologie steht wahrscheinlich wie folgt mit der Dialektik in Korrelation.

Ausgehend von der neuronalen Struktur, wie sei bei hoch entwickelten Primaten vor langer Zeit bereits vorhanden war hat, hat sich wahrscheinlich in einer – oder auch in mehreren Gesellschaften von Primaten – in einer gewissen Region in Ost- Afrika – der aufrechte Gang, die vermehrte Verwendung der oberen Extremitäten  in Bezug auf unterschiedliche Funktionen – insgesamt – im Rahmen der Zunahme des Funktionsumfangs auch die Kommunikation in Lauten schrittweise entwickelt.

Das heißt, dass dieser sich entwickelnde Funktionsumfang auch mit einer Zunahme des Kommunikation einherging.

Man kann also sagen, dass sich parallel mit der Funktion im Sinn der Handlung, der Aktivität, des Tuns sich auch die Gehirnfunktion entwickelt hat.

Dies bedeutet dass sich die neuronale Struktur dieser Primaten derart weiter entwickelt hat, dass der Umfang bzw. das Spektrum der Handlungen und der damit verbundenen Möglichkeiten sich schrittweise weiter entwickelt hat.

Man kann also sagen, gemäß dem Spruch: learning by doing – bzw. infolge der Neuroplastizität hat sich die neuronale Struktur derart weiter entwickelt, dass diese hochentwickelten Lebewesen, die in ihrer Gesellschaft in einem Verbund von gleichen Lebewesen lebten im Umfang und in der Differenzierung zunehmend Dinge und Sachverhalte durch unterschiedlich artikulierte Laut-Folgen bzw. durch unterschiedliche Worte benennen konnten.

Beziehungsweise hat sich damit schrittweise das Vermögen in neuen Worten zu sprechen und diese neuen Worte zu verstehen – infolge des Hören – weiter entwickelt.

Dies alles mit der Folge dass aus diesen Primaten Hominiden geworden sind – die unter sich in zunehmend größerem und differenzierterem Umfang sprachlich kommunizieren konnten.

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Damit erlangten die Hominiden -infolge dies Sprach-Praxis – bzw. infolge dieser Zunahme des Sprach-Verständnisses – auf der Ebene ihres Nervensystems ein Niveau im Bereich der neuronalen Struktur des Kortex des Gehirns das ganz neue Möglichkeiten geschaffen hat.

Damit konnten diese Lebewesen bzw. diese Hominiden untereinander auf Grundlage dieser Worte bzw. auf Grundlage dieser Begriffe erstmals im Sinn einer verbal bzw. begrifflich artikuliert mit anderen Hominiden ihrer Gesellschaft sprachlich kommunizieren.

Beziehungsweise kann man davon ausgehen dass auf dieser Grundlage die ersten menschlichen Sprachen entstanden sind.

Und demgemäß kann man sagen, dass auf der Ebene des Nervensystems bzw. auf der Ebene der neuronalen Funktion die Hominiden in der Lage waren neuronale Muster auf der Ebene des Kortex des Gehirns miteinander zu vergleichen.

Wobei dieser Sachverhalt auf der Ebene des Nervensystems im Hinblick auf die Ebene der Funktion bzw. auf der Ebene der Handlung bedeutet, dass damit das Lebewesen in der Lage war zu entscheiden welches Wort mit welcher Bedeutung verbunden ist.

(Anmerkung: was man übrigens auch aus dem Umgang mit den Haustieren kennt – dass diese gewisse Dinge in Verbindung mit gewissen Laut-Folgen sprich in Verbindung mit gewissen Worten verstehen.

In diesem Sinn korreliert also eine gewissen Handlung mit einer gewissen Funktion 7  mit einem gewissen Ding / mit einem Namen usw. korreliert.

Und so wie Tiere zum Beispiel unterschiedliche Gerüche infolge der unterschiedlichen neuronalen Muster erkennen können.

Beziehungsweise der eine Geruch mit einem gewissen neuronalen Muster korreliert,wohingegen ein anderer Geruch mit einem anderen neuronalen Muster korreliert – so konnten die Hominiden – bestimmte Laut-Folgen im Sinn einer einfachen Sprache gewissen Dingen zuordnen.

Und zwar sowohl infolge des Hören der Lautfolge – wie auch beim Sprechen – durch die praktische tägliche Kommunikation in der eigenen Gesellschaft.

So kann man sich vorstellen, dass auf diese Art und Weise die ersten menschliche Sprachen in den menschlichen Gesellschaften entstanden sind.

Dieses Phänomen der lokalen determinierten Sprachentwicklung kennt man auch heute noch, wenn man auf Grund der Erfahrung bzw. auf Grund der Beobachtung feststellt, dass im einen Tal ein etwas anderer Dialekt gesprochen wird wie im benachbarten Tal.

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Weiteres* zu dieser Thematik in meinem Buch:

Diagnostik, Klassifikation und Systematik in Psychiatrie und Medizin

erschienen im April 2019 im Verlag tredition

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(letzte Änderung 06.10.2025, abgelegt unter: Definition, Dialektik, Philosophie, philosophische Begriffe, Wissenschaft, psychiatrische Wissenschaft)

zuvor pos. 1 am 25.04.2025 davor 17.03.2025

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