Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

Schlafstörung

Eine Schlafstörung ist eine gesundheitliche Störung bei der der Schlaf gestört ist.

Man kann eine Schlafstörung unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachten:

Schlafstörung unter verschiedenen Blickwinkeln betrachtet:

Aus der Sicht des Nervensystems handelt es sich bei einer Schlafstörung um eine Störung der neuronalen Funktion. Es ist hier die Biorhytmik des Einschlafens oder des Durchschlafens gestört und man unterscheidet daher eine Einschlafstörung von einer Durchschlafstörung. Im Schlaflabor können diverse Parameter bezüglich der Funktion des Organismus dokumentiert werden (Hirnströme, Atmung, Muskelspannung, Sauerstoffsättigung usf.) und man kann damit ein Schlafprofil aufzeichnen das gewisse Rückschlüsse zulässt.

Aus der Sicht der Psyche ist eine Schlafstörung eine psychische Störung, die in der Regel durch diverse Ängste und Insuffizienzgefühle charakterisierbar ist (Angst vor dem Nicht-Einschlafen können, Angst vor dem nicht erholt sein am nächsten Morgen, Angst sich am nächsten Tag, etwa bei der Arbeit oder beim Studium nicht ausreichend konzentrieren zu können usf. Dadurch bedingt tritt die psychische Anspannung bzw. psychische Spannung auf und damit die Befürchtung die geforderte Leistung am nächsten Tag nicht erbringen zu können, oder die Befürchtung bei der Prüfung zu versagen usf.) Es wird eine solche psychische Störung also durch die einzelnen psychischen Symptome und psychischen Phänomene bzw. die psychopathologischen Phänomene charakterisiert und demgemäß durch den psychischen Symptomenkomplex in der  Diagnostik erfasst.

Es gibt Schlafstörungen die infolge einer körperlichen Krankheit auftreten (etwa in Folge von Herzbeschwerden, Atembeschwerden, Fieber usf.). Ferner kann infolge einer neurologischen Störung eine Schlafstörung auftreten (Zustand nach Schlaganfall, Zustand nach Schädigung des Gehirns infolge von Sauerstoffmangel usf.)

Auch im Zusammenhang von sonstigen psychischen Störungen, wie sie in der Psychiatrie diagnostiziert werden können Schlafstörungen auftreten, etwa bei einer Depression, bei einer Manie, bei einer psychischen Störung vom Typ einer Schizophrenie oder schizoaffektiven Störung. Häufig tritt eine Schlafstörung im Rahmen einer Demenz auf hier typischerweise mit Tag- Nacht-Umkehr, weil die zeitliche Orientierung nicht mehr ausreichend gegeben ist.

Ebenfalls häufig treten Schlafstörungen im Zusammenhang eines Überlastungszustandes bzw.eines chronischen nervösen Reizzustandes auf, der zu einer körperlichen- und psychischen Erschöpfung geführt hat. Derartige gesundheitliche Störungen werden häufig als Burnout (Burnout Syndrom) bezeichnet.

Unterscheidung der Schlafstörung infolge der Ursache:

Eine Schlafstörung kann also auch bezüglich der Ursache unterschiedlich diagnostiziert und klassifiziert werden. Es gibt körperlich begründbare Schlafstörungen (siehe oben) und Schlafstörungen die infolge einer sonstigen Ursache auftreten, wie ebenfalls oben an Beispielen erläutert beschrieben. Meist spielen bei einer Schlafstörung psychische Faktoren eine große Rolle und kann man daher sagen, dass in den meisten Fällen eine komplexe Ursache für das Auftreten der Schlafstörung verantwortlich ist und demgemäß in der Therapie diese individuellen Faktoren / Gegebenheiten berücksichtigt werden sollten.

Je nach der Ursache der Schlafstörung ist eine unterschiedliche Behandlung erforderlich.

Daher sollte zuerst die diagnostische Abklärung stattfinden bevor die Behandlung der Schlafstörung begonnen wird.

Insbesondere sollte vor dem Beginn einer Psychotherapie durch die psychiatrische Untersuchung abgeklärt werden, ob eine sonstige psychische Störung vorliegend ist und behandelt werden soll.

Bei chronischen Schlafstörungen liegt häufig ein langzeitmäßiger psychischer Belastungszustand bzw. psychischer Überlastungszustand im Sinn eines nervösen Erschöpfungszustandes vor, der häufig auch mit anderen Beschwerden (Symptomen) einhergeht.

Zusammenfassung:

Chronische Schlafstörungen treten häufig bei nervlicher Überlastung auf. Eine Schlafstörung kann auf der Grundlage eines Burnout in Erscheinung treten bzw. es ist eine solche Schlafstörung häufig ein Symptom einer Depression. Demgemäß ist dann die entsprechende Therapie erfordert. Weiteres zum Thema Schlafstörungen finden Sie auf den anderen Seiten und Beiträgen dieser website insbesondere auf der Seite Hypnotherapie und in den Beiträgen des blog: Schlaf

.

(letzte Änderung 10.04.2017, abgelegt unter: Definition, Neurologie, Psychiatrie, Psychologie, Psychosomatik, Schlaf)

………………………………………..

weiter zum Beitrag: Schlaf

…………………………………………

weiter zum Beitrag: chronische Schlafstörung

……………………………………….

weiter zum Beitrag: Einschlafen

………………………………………..

weiter zum Beitrag: Traum

…………………………………………

weiter zum blog: Schlaf

………………………………………..

weiter zur Seite: Informationen / Links

…………………………………………

Antiloop GmbH / bechtold.at.