Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

Diagnosen sind regulative Einheiten, die es uns ermöglichen  Krankheitszustände unter gewissen Krankheitseinheiten aufzufassen. Mit anderen Worten: Die real vorkommenden Krankheitszustände können damit einzelnen Krankheitseinheiten zugeordnet werden. Dabei gründen sich die Krankheitseinheiten auf einzelne Krankheitsmerkmale. In der Regel sind Symptome und Befunde (engl. symptoms and signs) die klinischen Krankheitsmerkmale. Wenn in einem Fall die Krankheitsmerkmale hinreichend deutlich ausgeprägt sind dann ist auf […]

Verstehen im Laufe der Zeit

August 27th, 2008

Unser Verstehen entwickelt sich im Laufe der Zeit. Manches verstehen wir schon von Anbeginn. Anderes verstehen wir erst im Laufe der Zeit  – mehr und mehr. Dies hat damit zu tun, dass Verstehen mit dem Erkennen von Zusammenhängen zu tun hat. Manches Verstehen tritt also erst ein, nachdem wir die Zusammenhänge erkannt haben. Damit erklärt […]

Erkennen – Einleitung

August 25th, 2008

Das Erkennen gründet sich auf den Vergleich von Informationen. Man sieht eine Person – wenn man die Person später wieder sieht – und wenn man sich die Person „gemerkt“ hat – dann wird man sie „wiedererkennen“. Im Gehirn sind also vom füheren Sehen dieser Person gewisse Eindrücke zurückgeblieben, die beim Wiedersehen dazu führen, dass man z.B. sagt: „Diese […]

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diagnostische Schlussfolgerung

August 23rd, 2008

Die diagnostische Schlussfolgerung erfolgt von den Merkmalen auf die Krankheitseinheit bzw. auf die krankhafte Störung. Wenn die diagnostischen Merkmale hinreichend erfasst worden sind, so wird vom Untersucher geschlossen, dass die entsprechende Krankheit vorliegt, oder es wird von ihm daraus geschlossen, dass die in Erwägung gezogene Krankheit (Störung) nicht besteht, bzw. wird diese Verdachtsdiagnose damit ausgeschlossen. Bei körperlichen Diagnosen, […]

Verstehen

August 14th, 2008

Das Verstehen resultiert aus dem Erkennen des Zusammenhangs. Demgemäß endet das Verstehen wo der Zusammenhang nicht mehr erkannt wird. Man kann auch sagen: durch den Verstand wird der Zusammenhang erkannt und demgemäß beruht das Verstehen auf der Kognition. Dabei wird der Zusammenhang durch die Erfahrung und das persönliche Urteil infolge der Sinneswahrnehmung oder in geistiger Hinsicht durch die vernünftige Überlegung erkannt. […]

Symptome und  Zeichen / Befunde (engl. symptoms and signs) sind Merkmale von Krankheiten und gesundheitlichen Störungen. Krankheiten und gesundheitliche Störungen werden also durch Merkmale bestimmt. Die Merkmale von Krankheiten und gesundheitlichen Störungen bestimmen ob die Krankheit objektivierbar ist oder nicht. Gründet sich eine Diagnose auf somatische Merkmale, welche dem Erkennenden als „Gegenstände schlechthin„, im Kant`schen […]

Wechsel der Diagnose

August 10th, 2008

Der Ersatz bzw. Wechsel einer Diagnose durch eine andere Diagnose ist unter Umständen angezeigt: Die Beschreibung eines realen Krankheitszustandes durch eine Diagnose ist eine relative Sache. Es kann unter Umständen vorkommen, dass die diagnostische Beschreibung einen realen Krankheitszustand nur mangelhaft erfasst. Mit anderen Worten: die Theorie wird in diesem Fall der Realität nur mangelhaft gerecht. Die Geschichte […]

Alles wirkt – und alles hat daher seine Auswirkung. Unabhängig ob wir uns der Wirkung und Auswirkung bewusst sind – alles was wir tun hinterlässt seine Spuren. In uns selbst – insbesondere in unserem Nervensystem – und auch außerhalb von uns in unserer Umgebung. Daher sollte man sich tatsächlich in der Achtsamkeit üben, um das „Richtige“ das Angemessene […]

Die Natur der diagnostischen Merkmale eines Krankheitszustandes bestimmt, ob der Krankheitszustand objektivierbar ist oder nicht. Oftmals handelt es sich um körperliche Phänomene, die nicht quantifiziert und objektiviert werden können, so zum Beispiel um die Mitteilung von Schmerzen. Zum anderen Teil handelt es sich um unspezifische sonstige körperliche Phänomene zum Beispiel die Mitteilung von Müdigkeit, Kraftlosigkeit etc. Eine körperliche […]

Jeder Mensch hat seine individuelle Ausgangssituation. Wenn man sich die Latte zu „hoch legt“, dann kann der Weg des Yoga tatsächlich zu schwierig werden. Wenn man jedoch vom hier und jetzt ausgehend kleine Unternehmungen macht: zum Beispiel auf dem Rücken auf den Boden liegt – so sollte dies den meisten Menschen ohne große Mühe möglich sein […]

Der Weg ist das Ziel

August 7th, 2008

Der Weg ist das Ziel – ein viel zitierter Spruch. Wir leben nur jetzt – ebenfalls ein viel zitierter Spruch. Weil es so ist – dass wir nur jetzt, in der Gegenwart leben können wir auch nur jetzt für uns und unsere Gesundheit etwas gutes tun. Damit will gesagt sein, dass die guten Vorsätze an […]

Meditation und Yoga erlangen in unserer westlichen Welt mehr und mehr Bedeutung. Dies hat damit zu tun, dass unsere Gesunderhaltung mehr und mehr eine Pflege erfordert, wie sie durch die Yogapraxis und Meditationspaxis gefördert werden kann. Wenn wir uns nur treiben, und vom Angebot der Dinge bestimmen lassen -so wie sie uns angeboten werden, so […]

Theorie versus Praxis

August 7th, 2008

Wir brauchen Vorstellungen um den Weg zu finden – entscheidend ist jedoch die Praxis. Erst die Übung und die Praxis hinterlassen nachhaltige Spuren in unserem Nervensystem – daher ist die Praxis entscheidend. Natürlich prägen uns nicht nur Handlungen welche wir wiederholt durchführen – auch einmalige Handlungen und Erlebnisse können uns nachhaltig und massiv beeinflussen – […]

Behutsamkeit und Achtsamkeit

August 7th, 2008

Achtsamkeit ist dieser Tage ein häufig zitierter Spruch. Achtsamkeit verlangt auch Behutsamkeit. Wenn jemand mit Yoga beginnt und sich abmüht im halben Lotossitz zu meditieren – und seine Muskeln und Bänder dafür noch nicht ausreichend (durch lange und behutsame Übung) vorbereitet sind so entsteht tatsächlich die Gefahr dass er sich verletzt – und wäre dies zweifelsohne […]

Geduld und Ausdauer

August 7th, 2008

Geduld und Ausdauer sollte man haben. Ohne Zweifel: die Umsetzung ist schwierig. Sich Zeit nehmen ist schwierig – in unserer Zeit. Und gerade darin liegt eine Schwierigkeiten der Praxis. Aber man kann ja ganz „klein“ anfangen damit man sich nicht überfordert. Also im Rahmen der eigenen Möglichkeiten beginnen. Alles was wir tun hinterlässt Spuren in unserem […]

Symptome und Zeichen

August 7th, 2008

Krankheitsmerkmale welche zu einer Diagnose führen nennt man Symptome und Befunde (englisch: symptoms and signs) typische körperliche Krankheitssymptome sind:  Fieber, Husten, Schmerzen, …….. und typische körperliche Krankheitszeichen sind: Rötung, Schwellung, ……. …………………………………………… typische psychische Krankheitssymptome – welche auch psychopathologische Phänomene genannt werden – sind: Angst, Unruhe, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Antriebslosigkeit, …… ferner z.B. Halluzinationen, Unterbrüche im Denken usf. ………………………………………….. […]

Verstehen und Vorurteil

August 6th, 2008

Unser Verstehen erfolgt auf der Grundlage unserer Erfahrung.  Unser Verstehen entwickelt sich also auf der Grundlage von Wissen das wir füher erlangt haben. Das heißt wir haben bereits früher Urteile gebildet und dienen uns diese als Grundlage für die aktuelle Beurteilung eines Sachverhalts. Daher wird das frühere Urteil als „Vorurteil“ bezeichnet. Dabei ist es so, dass […]

Verstehen und Emotionen

August 6th, 2008

Emotionen beeinflussen unser Verstehen. Unsere geistige Auffassung wird also durch Emotionen beeinflusst. Positive Emotionen färben die Auffassung positiv, und negative Emotionen negativ. Man sagt daher, dass jemand eine Sache durch die „rosarote Brille“ sieht, oder nur „schwarz“ sieht, oder „rot“ sieht. Der Verliebte sieht an seiner Geliebten alles positiv und wenn die Liebe zerbrochen ist, soll kein gutes Haar […]

intuitives Verstehen

August 5th, 2008

Menschen haben die Fähigkeit sich an die Stelle des Andern zu denken. Diese Fähigkeit ist bei den Menschen allerdings verschieden ausgebildet. Manche denken sich spontan an die Stelle des Andern, bevor sie zum Beispiel etwas sagen oder handeln. Manchen fällt dies schwer bzw. kommt es ihnen gar nicht in den Sinn, vorweg zu bedenken wie das […]

Verstehen hat offenbar mit der Funktion unserer Gehirntätigkeit zu tun. Die Sinneseindrücke kommen über die Kanäle des Sehens, Hörens, Riechens, Schmeckens und des Tastsinns in unser zentrales Nervensystem und lösen dort gewisse Assoziationen aus. Je nach dem geht mit diesen Assoziationen ein Verstehen einher oder nicht. Damit wird auch verständlich warum „Gleiche“ „Gleiche“ besser und […]

Die Tiefe des Verstehens wächst mit der persönlichen Entwicklung. Die Tiefe des Verstehens ist also eine Folge der Erfahrung und der Überlegung. Beim Schachspielen spricht man von einer „Baumtiefe“. Gleicherweise kann man beim Verstehen von einer schichtweisen Zunahme der Tiefe des Verstehens sprechen. Verstehen heißt das Erkennen von Zusammenhängen. Es werden also immer größere Zusammenhänge erkannt. Manches können […]

Entwicklung des Verstehens

August 4th, 2008

Unser Verstehen unterliegt der Entwicklung. Manche Dinge verstehen wir heute anders, als wir sie früher verstanden haben. Manches können wir heute verstehen, was wir früher noch nicht, oder noch nicht in diesem Ausmaß und daher nicht so gut verstanden haben. Manches wird uns fremd und würden wir dies heute nicht mehr so machen, wie wir es früher gemacht haben. Mit der Entwicklung des […]

Unser Verstehen hat auch mit unserer Bildung, mit unserer Herkunft und unserer Kultur zu tun. Im Laufe unseres Lebens sind wir geprägt worden und haben wir gelernt wie die die Dinge „zu verstehen“ sind. Überall schwingt eine persönliche Note mit. Kein Mensch kann den andern wirklich so verstehen wie dieser sich selbst versteht – auch […]

Wir verstehen den Anderen, weil wir ähnlich sind. Wenn wir den Andern nicht verstehen können, liegt dies am anders sein. Man sagt daher : ein Mann kann eine Frau nicht (oder nur beschränkt) verstehen und umgekehrt kann eine Frau einen Mann nur beschränkt verstehen – an diesem Spruch ist etwas dran. Dies hat wahrscheinlich mit den […]

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