Ein Standpunkt ist eine Sichtweise die eine Person vertritt.
Dabei kann diese Sichtweise die die Person durch diesen Standpunkt vertritt einen tatsächlich gegebenen Sachverhalt bzw. eine Tatsache betreffen.
Oder es kann dieser Standpunkt eine Vorstellung/Meinung/Ansicht /Sichtweise/Glaubensvorstellung betreffen die nicht auf der Ebene der Tatsachen bestimmt werden kann, sondern die nur auf der Ebene der Ideen bzw. auf der Ebene der Vorstellungen vertreten werden kann.
In einem derartigen Fall handelt es sich also um eine persönliche Vorstellung die die jeweilige Person in Bezug auf einen gewissen Sachverhalt aus welchen Gründen auch immer im Lauf ihres Lebens entwickelt oder eingenommen hat, ohne dass es dafür einen allgemein gültigen Grund gibt.
Und es bedeutet dies dass es für den Nachweis dieser persönlichen Sichtweise die diese Person im Lauf ihres Lebens entwickelt bzw. eingenommen hat bzw. für den Nachweis dieses Standpunkts keinen allgemein gültigen Beweis gibt.
In diesem Sinn muss man also bezüglich eines geäußerten bzw. vertretenen Standpunkts klären um was für einen Standpunkt es sich handelt. Beziehungsweise muss man klären um was es beim geäußerten Standpunkt und um welche Sache es geht.
Man muss also unterscheiden: geht es um eine physische Sache geht, die man physisch begründet über prüfen und durch Tatsachen begründet beweisen kann? Oder geht es um eine geistige Sache die man nur geistig begründet bzw. die man nur meta-physisch begründet „beweisen“/verstehen bzw. nur durch Argumente begründet erklären kann?
Im zuerst genannten Fall handelt es sich um eine physische Sache – so wie man sie in der realen Welt findet bzw. wie sie in der realen Welt existiert.
Oder es ist dies ein „Punkt“ bzw. ein Standpunkt der nur in der geistigen Welt bzw. der nur in der meta-physischen Welt also nur in der „Welt“ der persönlichen Vorstellungen „existiert“.
In einem derartigen Fall ist also entweder eine einzelnen Person oder eine Personengruppe bzw. eine gewisse menschliche Gesellschaft von einem gewissen Standpunkt überzeugt/beseelt und glaubt dass dies gültig ist. Wohingegen eine andere Gruppe von Personen bzw. eine andere menschliche Gesellschaft einen anderen Standpunkt vertritt und von anderen Glaubensvorstellungen bzw. von einem anderen Glauben geleitet ist bzw. gemäß anderen Glaubensvorstellungen lebt.
In diesem Sinn muss man also grundsätzlich unterscheiden geht es um Tatsachen oder geht es um Ideen/Vorstellungen/Theorien/Konzepte die im Bewusstsein der jeweiligen Person als Idee bzw. als Gegenstand in der Idee erscheinen, wohingegen bzw. im Gegensatz dazu ein Gegenstand schlechthin – im Sinn von Immanuel Kant – tatsächlich in der Realität gegeben ist.
Wohingegen bzw. im Gegensatz dazu der andere der real gegebene Standpunkt tatsächlich in der Wirklichkeit bzw. in der Realität existiert und demgemäß auf dieser physischen Grundlage existiert – bzw. demgemäß auf physischer Grundlage in der Natur physisch (physikalisch/chemisch/biochemisch etc.) in einer Naturwissenschaft respektive auf natur-wissenschaftlicher Grundlage geprüft werden kann.
Wohingegen bzw. im Gegensatz dazu ein Standpunkt der sich auf eine physisch nicht überprüfbare Idee – bzw. auf eine bloße Idee gründet sinniger Weise nicht physisch und damit nicht naturwissenschaftlich begründet, sondern nur geisteswissenschaftlich überprüft werden kann.
Deswegen gibt es bezüglich der Wissenschaft bzw. bezüglich der grundsätzlich unterschiedlichen Wissenschaften an einer Universität seit dem Mittelalter bzw. seit der Renaissance bzw. in der folgenden Zeit den Bereich der Naturwissenschaften mit ihren Bereichen (Naturkunde, Astronomie, Physik, Chemie, Biochemie) und andererseits den Bereich der Geisteswissenschaften (Philosophie, Psychologie, Theologie, Staatskunde usw.) die ihr Wissen auf eine geistige Basis gründen (auf Theorien, Konzepte, Ideen, Hypothesen, Glaubensvorstellungen – also letztlich auf einen Standpunkt bzw. auf einen Glauben der nicht allgemein gültig überprüft werden kann – eben weil die jeweilige Vorstellung sich auf eine bloße Idee im Sinn von Immanuel Kant gründet).
Beziehungsweise ist dies ein Punkt den diese Person als ihre persönliche Sichtweise respektive als ihre persönliche Ansicht in Bezug auf einen gewissen Sachverhalt vertritt.
Also in der „Welt“ des persönlichen Glaubens, des Meinen, des Dafürhalten – sprich der „Welt“ der persönlichen Ansichten/Sichtweisen – eben des persönlichen Standpunkts den man durch Argumente vertreten kann, den man aber nicht physisch beweisen kann – weil es dafür keinen allgemein gültigen Beweis gibt.
Man eine derartige Sichtweise also subjektiv für zutreffend halten – ohne jedoch objektiv beweisen zu können, dass dieser Standpunkt der einzig richtige – der einzig zutreffende ist.
Je nach dem was man glaubt was wahr ist. Was der Realität gemäß ist.
Demgemäß wird eine Person die im Sinn der Aufklärung aufgeklärt ist die Beschränktheit ist ihres Wissens beachten. Das heißt sie wird darauf achten wo ihr Wissen vom Grad der Gewissheit oder vom Grad des Glaubens oder dem einer persönlichen Meinung ist.
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(letzte Änderung: 18.04.2026, abgelegt unter: Begriff, Beweis, Bewusstsein, Definition, denken, Diagnostik, Dialektik, Erkenntnis, Erklären, Geist, Geisteswissenschaft, Gutachten, Kausalität, Klassifikation, Kognition, Medizin, Medizin-Psychotherapie-Yoga-Meditation, Natur, Philosophie, Psyche, Realitätswahrnehmung, Theorie, Wissenschaft)
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