gutachterliches Urteil

Das gutachterliche Urteil ist das Urteil zu dem ein Sachverständiger gelangt, wenn einer gutachterlichen Befund erhebt und den Sachverhalt im Hinblick auf die an ihn gerichtete Frage (n) in seinem Gutachten beurteilt. Erkenntnistheoretisch bzw. philosophisch betrachtet wird das gutachterliche Urteil in der Regel ein Wahrnehmungsurteil im Sinn von Immanuel Kant sein, in manchen Fällen jedoch ein Erfahrungsurteil. In diesem Sinn gelangt ein Gutachter in seinem …

unbefangen

Unbefangen ist wer neutral ist. Bei Gericht ist unbefangen wer zu keiner Partei ein Naheverhältnis hat und sich daher neutral verhält. Wer zu einer Partei in einem Naheverhältnis steht kann nicht unbefangen sein, auch wenn er sich unbefangen fühlt. Es ist nämlich so, dass das menschliche Urteil immer von subjektiven Voraussetzungen abhängig ist, wenn sich die Kriterien des Urteils auf Voraussetzungen …

Gutachter

Ein Gutachter ist eine sachverständige Fachperson, die einen Sachverhalt in einem Fachbereich auf der Grundlage des persönlichen fachlichen Wissens und auf der Grundlage der persönlichen fachlichen Erfahrung als Sachverständiger im Hinblick auf die an ihn gestellten Fragen untersucht, bewertet und beurteilt und darüber ein Gutachten erstattet. Damit erkennt man, dass ein Gutachter über den Sachverhalt eine fachliche Meinung – nämlich eine fachliche Expertise – …

Kausalität bei Gutachten

Ein Gutachter wird oftmals nach der Kausalität eines Sachverhalts gefragt. Dabei leitet der Sachverständige die Kausalität aus der gutachterlichen Idee ab, die er im Rahmen der Erhebung des gutachterlichen Befundes entwickelt hat. In der Medizin oder in der Psychiatrie wird ein Sachverständiger oftmals – z.B. vom Gericht in einem Gerichtsverfahren – gefragt was die Ursache für eine gewisse gesundheitliche Beschwerde bzw. für eine …

Wirkung einer Therapie in der Medizin und in der Psychiatrie

Die Wirkung einer Therapie bzw. einer therapeutischen Maßnahme in der Medizin, oder in der Psychiatrie (und auch in der Psychotherapie) wird auf der Grundlage der Erfahrung festgestellt. Man kennt den Befund bevor die Therapie, oder die therapeutische Maßnahmen unternommen worden ist, und beobachtet den weiteren Verlauf unter der Therapie, bzw. unter der therapeutischen Maßnahme. Aus dem Unterschied des Befundes, wie er …

Glaubwürdigkeit

Es stellt sich die Frage: Kann man die Glaubwürdigkeit allgemein gültig überprüfen? Die Glaubwürdigkeit kann man nur in den Fällen allgemein gültig überprüfen, wenn die Erkenntnis auf ein real existentes Objekt zurückgeführt werden kann. Ansonsten kann man die Glaubwürdigkeit nicht allgemein gültig überprüfen. Wie sollte man etwas allgemein gültig überprüfen können, was nur auf der Ebene der Vorstellungen erkannt werden …

Gerichtsurteil

Ein Gerichtsurteil bzw. ein gerichtliches Urteil bezieht sich auf einen Sachverhalt der von einem Gericht beurteilt wird. Ein Gerichtsurteil bzw. ein gerichtliches Urteil ist in manchen Fällen ein objektiv gültiges Urteil und in anderen Fällen ein nur subjektiv gültiges Urteil. Philosophisch betrachtet entsteht ein rechtliches Urteil (gerichtliches Urteil)  bzw. ein Gerichtsurteil wie folgt: Das Gericht hört die Argumente der Parteien. …

Beurteilung der Schmerzperioden

Die Beurteilung der Schmerzperioden erfolgt auf der Grundlage des klinischen Bildes. Der Sachverständige erhebt die Anamnese, sichtet die fachlichen Befunde und erhebt den aktuellen klinischen Befund. Auf diesem Weg gelangt er zu seinem klinischen Bild. Auf der Grundlage dieses klinischen Bildes bewertet der Sachverständige die Schmerzen – wie sie etwa nachfolgend an einen Unfall aufgetreten sind – und er gelangt damit …