Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

Patanjali Zitat 1 : Sutra 1+2

Nachfolgend das 1. und 2. Sutra von Patanjali in dem er den Yoga definiert

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Yoga Darsana

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1. Sutra

atha yoga-anusasanam

Nun (folgt) die Disziplin des Yoga

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Now the discipline of yoga*

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2. Sutra

yogas citta-vrtti-nirodhah.

Yoga ist jener innere Zustand, in dem die seelisch-geistigen Vorgänge zur Ruhe kommen.

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Yoga ist the cessation of mind*

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(* aus Osho: Yoga the Science of the Soul – Weiteres siehe Osho Zitat 17A)

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aus:

Patanjali: Die Wurzeln des Yoga, Die Yoga-Sutren des Patanjali mit einem Kommentar von P. Y. Deshpande, mit einer neuen Übertragung der Sutren aus dem Sanskrit, herausgegeben von Bettina Bäumer, Otto Wilhelm Barth, Verlag, Siebte Auflage 1993, Seite 21, ISBN 3-502-61495-4

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Anmerkung zum 1. Sutra:

Disziplin im Sinn von Patanjali ist nach Osho, die aus dem eigenen Inneren, dem eigenen Wesen entwickelte Disziplin (vgl. mit Osho Zitat 17d1).

Anmerkung zum 2. Sutra:

meiner Ansicht nach sollte es in der Übersetzung noch treffender heißen:

Yoga ist jener innere Vorgang der letztlich in einen Zustand mündet in dem die seelisch-geistigen Vorgänge zur Ruhe kommen.

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Yoga ist also der innere Vorgang bei dem die Entstehung und Entwicklung von Gedanken zum Stillstand kommt.

Normalerweise verändern sich die inner-seelischen Zustände andauernd ohne, dass ein End-Zustand der vollkommenen inneren Ruhe bzw. der vollkommenen inneren Leere erreicht wird.

Insofern die seelisch-geistigen Vorgänge (Zustände) infolge des Yoga zur Ruhe kommen, ist Yoga tatsächlich ein besonderer Vorgang. Da hier offensichtlich dieser Vorgang letztlich zu einem Zustand führt in dem die innere Ruhe erreicht wird. Insofern kann man Yoga auch als inner-seelischen Prozess bezeichnen der zu diesem Zustand der inneren Ruhe führt. Der Endzustand dieses inner-seelischen Prozesses ist also erreicht, wenn die seelisch-geistigen Vorgänge gänzlich zu Ruhe gekommen sind und daher das reine Bewusstsein ohne konkreten Inhalt entsteht.

Dies ist bemerkenswert.

Bemerkenswert deswegen, weil wir einen solchen Zustand normalerweise tatsächlich nicht kennen und im Alltag auch nicht erlangen – weil immer irgend welche inner-seelischen Vorgänge ablaufen, weil immer irgendwelche Assoziationen auftreten, sei dies im Zustand des normalen Bewusstseins im Sinn des Wachbewusstsein oder im Schlaf .

Mit anderen Worten: wir kennen den Zustand in dem das mentale „Rattern“ der Gedanken zum Stillstand kommt nicht aus unserer eigenen (bisherigen) inneren Erfahrung.

Allerdings kann diese Erfahrung durch die Praxis des Yoga bzw. durch die Meditation und hier durch den inneren Zeugen im Lauf der Zeit bei erreicht werden.

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(letztes Änderung am 13.10.2019, abgelegt unter M-P-Y-M Zitate)

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