Analyse

Die Analyse ist die Zergliederung, die zum Erkennen und zur Bestimmung führt.

Das Gegenteil von der Analyse ist die Synthese.

Bei einer Analyse wird entweder etwas auf der Ebene der Objekte analysiert und damit erkannt, oder es wird durch die Analyse etwas auf der Ebene der Ideen erkannt.

Man analysiert bzw. zergliedert bei einer Analyse entweder ein Objekt oder man analysiert  bzw. zergliedert den Begriff der Idee (vgl. mit Kant Zitat 7).

Bei der Analyse muss man also unterscheiden und beachten was man analysiert bzw. was man zergliedert.

Wenn man ein Objekt analysiert und zergliedert gelangt man in der Regel zu objektiven Merkmalen, also zu objektiven Befunden, die man allgemein gültig auf der Ebene der Objekte bzw. auf der Ebene der demonstrierbaren Fakten bestimmen kann.

Oder man kann durch die Analyse ein Erkenntnisobjekt nur auf der Ebene der Ideen analysieren und zergliedern. In diesem Fall erlangt man durch die Analyse nur eine subjektive Erkenntnis.

Wenn man einen Sachverhalt analysiert der nur auf der Ebene der Ideen erfassbar ist, dann gelangt man durch die Analyse unter Umständen zu verschiedenen Sichtweisen bzw. zu verschiedenen Aspekten, also zu den Begriffen von verschiedenen Ideen.

Man erkennt also durch die Analyse in Folge der Zergliederung die verschiedenen Zusammenhänge der Erscheinungen und der Dinge entweder auf der Ebene der Objekte oder auf der Ebene der Ideen.

Neurobiologisch betrachtet wird die Analyse beim Menschen durch die neuronale Funktion des Nervensystems geleistet. Es gibt im Nervensystem also Funktionseinheiten die eine gewisse Analyse leisten können und somit die Funktion von spezifischen Analysatoren leisten (vgl. mit Pawlow Zitat).

Erkenntnistheoretisch bzw. philosophisch betrachtet führt die Analyse zu einer Vorstellung, die auf der Ebene der Ideen in der Form des Begriffs der Idee erscheint, wenn es sich um einen begrifflich fassbaren Inhalt handelt. Die Analyse beruht dabei auf dem mentalen Prozesses den man als Denken bezeichnet.

.

In der Medizin analysiert und zergliedert man z.B. in der Diagnostik, das was man bei einer gesundheitlichen Störung findet. Man sucht und findet auf diese Art und Weise die Zeichen einer Krankheit und gelangt man dadurch zu den Merkmalen einer medizinische Diagnose. Man analysiert also auf diese Art und Weise ein klinisches Erscheinungsbild und erkennt man damit die charakteristischen Merkmale einer bestimmten gesundheitlichen Störung. Durch eine Analyse findet man in der Medizin in gewissen Fällen körperliche Befunde, die dann oftmals als objektive Befunde erkennbar sind. In anderen Fällen kann man keine objektiven Befunde feststellen sondern gelangt man durch die Analyse des Sachverhalts nur zu Symptomen und nicht-objektivierbaren Phänomenen.

Auch in der Psychiatrie analysiert man die psychischen Erscheinungen. Man analysiert die psychischen Auffälligkeiten bzw. psychischen Merkmale und man erkennt dadurch die einzelnen psychopathologischen Phänomene , die eine psychische Störung charakterisieren. Auf diese Art und Weise erkennt man die charakteristischen Merkmale einer psychiatrischen Diagnosen durch die man eine psychische Störung (Krankheiten) diagnostisch subjektiv gültig bestimmen kann.

Man gelangt also in der Heilkunde auf dem Weg der Analyse und auf dem Weg der Synthese zu den Merkmalen und in weiterer Folge entweder zu einer medizinische Diagnose oder zu einer psychiatrischen Diagnose .

.

(letzte Änderung 30.07.2019, abgelegt unter Definition, philosophische Begriffe, Philosophie)

…………………………………………….

weiter zum Beitrag: Synthese

……………………………………………..

weiter zum blog: philosophische Begriffe

……………………………………………………………………………………

weiter zur Seite: medizinische Diagnose – psychiatrische Diagnose

weiter zur Seite: medical diagnosis – psychiatric diagnosis

……………………………………………………………………………………Sorry, this entry is only available in German.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert