Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

Mut

Mutig ist, wer trotz der vorhandenen Angst etwas zielstrebig verfolgt. (vgl. mit Osho Zitat 16)

Oder: mutig ist, wer sich der „Natur“ anvertraut, wo das menschliche Denken nicht mehr weiter weiß.

Das Gefühl des Mutes entsteht auf der Grundlage des hinreichend starken Selbstbewusstseins die anstehende Aufgabe zu bewältigen, oder dem Vertrauen, dass die Dinge von der „Natur“ – bzw. einem höheren Wesen „geregelt“ werden, wo der Mensch sie wegen seines beschränkten Wissens und Könnens nicht mehr „regeln“ kann.

Man erkennt damit, dass der Mutige in der Regel auf entsprechende Vorerfahrungen zurückblicken kann, die ihm die nötige psychische Kraft geben, mutig zu sein.

Eine mutige Person ist nicht übermütig. Das heißt eine solche Person schätzt den Sachverhalt und damit die Realität richtig ein, und sie wird daher sich nicht in ein Abenteuer stürzen das vorhersehbar nicht zu bewältigen ist. Andererseits wird sie auch nicht zögerlich sein und eine gewisse Risikobereitschaft mitbringen, die eben als das „mutig-sein“ bezeichnet wird. Der Mut wird sich beim Stolzen eher zeigen als beim Feigen. Es geht der Mut also in der Regel mit dem Stolz einher.

Psychologisch betrachtet ist das mutig-sein ein psychisches Phänomen das sich  auf der Grundlage der persönlichen Anlage und auf der Grundlage der persönlichen Erfahrung entwickelt.

Man erkennt damit, dass sich der Mut im Laufe des Lebens entwickeln kann und in der Regel sich positiv entwickelt und dass ein Mensch ausgehend von seiner Situation mutiger werden kann, auch wenn er momentan sich noch unsicher fühlt bzw. ängstlich ist.

Im Rahmen der persönlichen Entwicklung – und daher auch im Rahmen der Psychotherapie – somit auch in der Psychologie und Psychiatrie – ist also das mutige Voranschreiten inbesondere bei Angststörungen, die mit übermäßigen Ängsten verbunden sind von großer Bedeutung und sollte man bereit sein da und dort etwas im Kleinen zu riskieren, weil man sonst die Stagnationen und gewisse Hindernisse nicht überwinden kann und man sich sonst nicht positiv entwickeln kann.

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(letztes update, 12.8.2013, psychologischer Begriff)

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