Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

Realität

Die Realität ist die Wirklichkeit.

Die Realität ist die Wirklichkeit, wie sie von einer Person subjektiv erlebt wird oder es ist die Realität die Wirklichkeit, wie sie von allen Personen – mehr oder weniger – gleich erlebt wird und damit uns als objektive Realität gegeben ist, falls diese Menschen in Bezug auf die Wahrnehmung des Erkenntnisobjekts übereinstimmen.

Man erkennt damit, dass dieser Bereich der Realität verhältnismäßig klein ist gegenüber dem Bereich der die subjektive Wirklichkeit der Person ausmacht.

Erkenntnistheoretisch bzw. philosophisch betrachtet ist die Realität die Vorstellung unter der das Wirkliche, das tatsächlich Existierende von einer Person aufgefasst wird. Die Realität wird von einer Person also durch eine Idee und damit durch den Begriff der Idee erfasst, der als systematische Einheit im Bewusstsein der erkennenden Person erscheint, wenn diese die Merkmale der Idee durch das Schema der Idee geistig auffasst (vgl. mit Kant Zitat 7).

Die Realität unterscheidet sich vom Unwirklichen bzw. vom Nicht-Realen somit vom Phantastischen dadurch, dass dieses nur in der Vorstellung „existiert“ bzw. vorhanden ist.

In der Psychologie ist man mit der Realitätswahrnehmung im Rahmen der normalen Funktion der Psyche befasst.

In der Psychiatrie ist man mit der gestörten Realitätswahrnehmung bei den psychischen Störungen befasst.

Man findet somit, je nach Fall und Sachverhalt verschieden, nicht selten auch im Rahmen der normalen Psychologie, wie auch im Rahmen der psychischen Störungen, wie sie in der Psychiatrie untersucht und studiert werden, mehr oder weniger starke Störungen im Realitätsbezug.

Es kann bei einer Person oder bei einer ganzen Gruppe von Personen zu Störungen in der Realitätswahrnehmung kommen.

Wenn gewisse Kriterien der Störung der Realitätswahrnehmung erfüllt sind dann spricht man unter Umständen von einem Wahn bzw. einer Paranoia. Eine leichtere Form der Störung in der Realitätswahrnehmung wird in der Psychopathologie bzw. in der Phänomenologie als überwertige Idee bezeichnet.

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(letzte Änderung 04.04.2017, abgelegt unter: Begriff, psychiatrischer Begriff, psychologischer Begriff, Bewusstheit, Bewusstsein, Definition, denken, Diagnostik, Erfahrung, Erkennen, Erkenntnis, Erleben, Erlebnis, Evidenz, Forensik, Forensische Psychiatrie, Gedächtnis, Geist, Gesundheit, Gutachten, Kognition, Krankheit / gesundheitliche Störung, Medizin, Nervensystem, Neurologie, Objektivierung, Philosophie, Psyche, Psychiatrie, psychische Störung, Psychologie, Psychopathologie, Realitätswahrnehmung, Rechtsprechung, Schizophrenie, Theorie, Verstehen, Wissenschaft)

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