über die Tiefe des Verstehens, 1. Teil

Die Tiefe des Verstehens wächst mit der persönlichen Entwicklung.

Die Tiefe des Verstehens ist also eine Folge der Erfahrung und der Überlegung.

Beim Schachspielen spricht man von einer „Baumtiefe“. Gleicherweise kann man beim Verstehen von einer schichtweisen Zunahme der Tiefe des Verstehens sprechen.

Verstehen heißt das Erkennen von Zusammenhängen. Es werden also immer größere Zusammenhänge erkannt.

Manches können wir tiefer verstehen, anders weniger. Begabung spielt eine Rolle.

Es gibt ein verbales und ein nonverbales Verstehen.

Manchmal sagt ein Blick mehr als tausend Worte. Das nonverbale Verstehen kann tiefer sein als das verbale.

Im Grunde genommen ist das Verstehen eine subjektive Sache. Man kann nur so tief verstehen, wie man sich selbst versteht.

Manchmal glaubt man, dass man verstanden worden ist, bis dass die Erfahrung einen lehrt, dass dies eigentlich nicht der Fall war.

Leute die sehr lange mit einer Materie befasst sind, können sehr schnell das Wesentliche erkennen und verstehen.

Neuro-psychologisch betrachtet ist es so, dass die geübte Person schnell in der Lage ist, einen Sachverhalt durch abschätzende Überlegungen zu erfassen und zu beurteilen, was der nichtkundigen und ungeübten Person nicht in diesem Maße möglich ist. Die ungeübte Person muß mühsam, Schritt für Schritt sich einen Überblick verschaffen und erst dann kann sie die Sache beurteilen und verstehen.

Neuro-physiologisch gesehen ist es wahrscheinlich so, dass der „Datenabgleich“ auf der Ebene der neuronalen Impulse, also der Datenabgleich bezüglich der neuronalen Muster bei der geübten Person schnell, man kann sagen spontan möglich ist, wohingegen die ungeübte Person dazu nicht in der Lage ist. Daher kann die geübte Person schnell verstehen. Erst durch die fortlaufende Übung entwickeln sich die neuronalen Muster.

Manch ein neuronales Muster ist uns (und auch den Tieren) anlagemäßig zu eigen und können wir daher intuitiv (instikthaft) Sachverhalte richtig erfassen, beurteilen und verstehen. Daher können wir und auch die Tieren instinktiv auf solche Situationen hin richtig reagieren. Ein solchermaßen richtiges Reagieren ist also möglich auch wenn man diesbezüglich keine persönlichen Vorerfahrungen hat.

Das Verstehen lässt sich nicht übertragen. Das heißt jede Person wird erst im Laufe ihres Lebens infolge der Erfahrung das eigene Verstehen erweitern können bzw. erweitert sich das Verstehen auf diese Art und Weise. Daher sind die „guten Ratschläge“ nur beschränkt nützlich, weil sie von der betroffenen Person nicht wirklich verstanden werden. Erst wenn die betroffene Person die Erfahrungen gemacht hat wird sie wirklich verstehen.

Es ist also wichtig, dass man Erfahrungen macht. 

Es macht einen großen Unterschied, ob man etwas aus eigener Erfahrung weiss oder infolge einer Ansage.

Andererseits soll man auch aus den Erfahrungen der Andern lernen und kann man es sich nicht leisten jeden Fehler selber zu machen, den Andere schon gemacht haben.

 

(letztes update 25.3.2012)

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