über Konflikte und Verdrängung

Wir Menschen sind fähig Erlebnisinhalte „auszublenden“ und zu verdrängen. Wir können unsere Aufmerksamkeit auf andere Dinge lenken und damit bewusstseinsmäßig eine schmerzhafte Vorstellung beiseite drängen, so, dass sie vordergründig nicht mehr präsent ist. Dies geschieht manchmal „automatisch“ und ist dies unter Umständen sogar lebenswichtig z.B. um aus einer Gefahrenzone zu kommen. Das heißt obwohl die Situation höchst bedrohlich ist – erlebt die Person keine massive Angst und bleibt handlungsfähig (vergleiche: besonnenes Verhalten bei einem Unfall z.B. eine Mutter die fähig ist ihr Kind aus einer Gefahr zu bergen ohne Beachtung der eigenen Gefährdung).

Was auf diese Art und Weise verdrängt worden ist wirkt unter Umständen jedoch nach und kann dies unter Umständen später zu Problemen führen.

Demgemäß wirken insbesondere Erlebnisse nach, die unter großer emotionaler Anspannung erlebt worden sind. Daher ist es auch treffend wenn man sagt, dass derartige Erlebnisse „tiefe Spuren“ hinterlassen bzw. „tief eingeprägt“ worden sind. Nicht weiter überraschend ist, dass derartige Erlebnisse später aus der Tiefe der Seele wirken und unser Alltagserleben beeinflussen.

Erfahrungsgemäß wirken Erinnerungen im Hintergrund und melden sie sich oftmals in „verschleierter“ Form – wie hinlänglich bekannt ist ( z.B. bevorzugtes Aufgreifen des Themas, Freud`scher Versprecher, Vorurteile, Sympathie, Antipathie, Vorlieben, vermeintlich „grundloses“ gereiztes Reagieren, vermeintlich grundlose Angstzustände, vegetative Reaktionen, reaktive Impotenz …..)

Man sagt daher zu Recht das Unbewusste wirkt.

Unsere Reaktionen werden also durch die verschiedensten Erlebnisse aus unserer Vorzeit beeinflusst ohne dass wir uns dessen im Einzelnen bewußt sind. Vielfach handelt es sich also um Erlebnisse, die in Folge der Verdrängung nicht bewusst sind.

(letztes update 5.3.2012)

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