Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

über Arroganz und Einbildung

Das Wort Einbildung sagt schon, dass die Einbildung mit einem Bild zu tun hat, nämlich mit einem inneren Bild, also mit einer Vorstellung, die eine Person sich gebildet hat. Wenn jemand von sich selbst übermäßig überzeugt ist – so gelangt er leicht dahin arrogant zu sein und sich eingebildet zu benehmen. Eine solche Person wird sich gegenüber einer anderen Person arrogant benehmen, weil sie den eigenen Wert übermäßig hoch einschätzt und den Wert der anderen Person gering schätzt. Man erkennt damit, dass die Arroganz die Folge eines falschen Werturteils ist das sich aus einer falschen Wertvorstellung ergibt.

Wenn jemand sich also besser vorkommt und dem Anderen nicht dasselbe zugesteht, so wird er sich arrogant benehmen. Jemand der den Anderen respektiert und, der für sich selbst, nur das in Anspruch nimmt, was er dem Anderen billigerweise ebenfalls zugesteht, der wird nicht dahin geraten sich arrogant zu benehmen. Eine solche Person wird also der anderen Person den ihr gebührenden Respekt entgegenbringen, wohingegen das Verhalten der arroganten Person sich durch Respektlosigkeit auszeichnet.

Arroganz hat also etwas was mit falscher Einschätzung der Dinge zu tun hat und dies ist der Ausdruck einer zumindest partiellen Dummheit. Man sagt daher: Ein niveauvoller Mensch ist nicht arrogant ist bzw. hat dieser es auch gar nicht nötig arrogant zu sein. Somit weist die Arroganz auf einen persönlichen Mangel hin und ist – genau betrachtet – die Arroganz ein Zeichen der persönlichen Schwäche. Mit anderen Worten: ein wirklich selbstbewusster Mensch hat arrogantes Benehmen nicht nötig, ja es ist ihm zuwider und er wird es unterlassen sich so zu benehmen. Dies unterscheidet den natürlichen Stolz vom aufgeplusterten arroganten Gehabe das man als Arroganz bezeichnet.

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(letztes update 17.6.2013, abgelegt unter Diverses)

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