Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

subjektives Urteil – Einleitung

Ein subjektives Urteil ist ein Urteil das sich auf subjektive Kriterien gründet.

Subjektive Kriterien sind Kriterien, die im Subjekt gelegen sind. Im Gegensatz dazu gründet sich ein objektives Urteil auf Kriterien, die nicht im Subjekt gelegen, sondern durch das Objekt bestimmt sind. (vgl. mit Kant Zitat 9)

Immanuel Kant unterscheidet daher ein Wahrnehmungsurteil von einem Erfahrungsurteil. (vgl. mit Kant Zitat 6)

Ein Urteil das sich auf einen Gegenstand in der Idee bezieht ist ein subjektives Urteil.

Ein Urteil das sich auf einen Gegenstand schlechthin bezieht ist oftmals, allerdings nicht immer ein objektives Urteil.

In der Psychiatrie gründen sich die meisten Urteile auf psychologische Ideen, die uns nur als mentales Objekt also als Gegenstand in der Idee gegeben sind. Daher sind in der Psychiatrie die meisten Urteile subjektive Urteile.

In der Medizin gründen sich viele Urteile auf körperliche Zeichen (Mermale), die objektiv festgestellt werden können. Daher sind in der Medizin viele Urteile objektive Urteile. Daneben gibt es allerdings auch in der Medizin viele Urteile die nur subjektiv gültig sind.

Beispiele für subjektive Urteile in der Medizin sind die folgenden:

Der Patient ist schwach.

Der Patient ist blass

Der Patient fühlt sich krank, der Patient ist krank

usw.

Beispiele für subjektive Urteile in der Psychiatrie sind die folgenden:

Der Patient ist depressiv, der Antrieb ist vermindert

Der Patient halluziniert

Der Patient hat Gedächtnisstörungen, Merkfähigkeitsstörungen

usw.

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(letzte Änderung 5.4.2016, abgelegt unter Medizinische Diagnostik, Definiton, Urteil, Medizin, Psychiatrie)

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