Sehnsucht

Die Sehnsucht ist das Suchen nach dem Seelenfrieden.

Dieses Suchen nach dem Seelenfrieden betrifft den Menschen als Ganzes und damit Körper, Seele bzw. Psyche und Geist.

Dies bedeutet, dass die Sehnsucht eine körperliche Dimension, eine psychische Dimension und auch eine geistige Dimension hat, je nach Anlage/Genetik/individueller Geschichte/individuellem Erleben des einzelnen Menschen in seinem Leben.

Es ist bei der Sehnsucht und ihren Eigenheiten also die familiäre Herkunft und die individuelle Lebensgeschichte von Bedeutung und es hat all dies zur Ausprägung der Eigenheiten der Sehnsucht beim einzelnen Individuum geführt.

Im Hinblick auf die körperliche Dimension ist die Sehnsucht die Suche nach körperlicher Erfahrung und körperlicher Erfüllung, weil diese Erfahrung bis anhin noch nicht hinreichend erfüllt bzw. gestillt worden ist.

Deswegen kann man sagen, dass erst wenn diese Stillung/diese Erfahrung hinreichend erfüllt worden ist, erst dann kommt das Gefühl  der Sehnsucht zum Stillstand.

Unter einem anderen Blickwinkel betrachtet ist die Sehnsucht also das Verlangen und damit das psychische Phänomen das nach einem Äußeren sich sehnt.

Es ist die Sehnsucht also ein Gefühl bzw. eine Emotion, die mit einem Suchen nach einem Erleben, nach einer Erfahrung einhergeht, die dazu führt dass das Gefühl des Verlangens primär in der Psyche/jedoch auch im Körper und im Geist des Menschen gemäß der individuellen Ausprägung gestillt wird bzw. diese Erfahrung zur Stillung führt.

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Neuro-biologisch betrachtet ist der Mensch, falls er theoretisch betrachtet sich vollkommen ohne Mangel entwickelt hat vollkommen erfüllt und demgemäß im vollkommenen Gleichgewicht ohne jegliches Verlangen – also in vollkommener Harmonie.

Nach dem das tatsächliche Leben jedoch mit Entbehrungen, mit dem Erleben von Mangel, mit dem Erleben von unvollkommener Stillung des Mangels erfüllt ist – entsteht in mehr oder weniger starker Ausprägung – beim einzelnen Individuum die Form der individuellen Sehnsucht, die unter Umständen das Ausmaß einer krankheitswertigen Störung erlangen kann.

Und diese Sehnsucht verebbt erst falls der individuelle Mangel erfüllt ist, was erst dadurch geschieht, wenn die diesbezügliche neuronale Spannung zum Stillstand kommt.

Hier findet sich also ein Schlüssel zur Lösung des individuellen Mangels – auch im späteren Leben der individuellen Störung falls eine kranheitswertige  Störung der individuellen Entwicklung im vorangehenden Leben – aus welchen individuellen Gründen auch immer – beim Individuum aufgetreten ist. (Weiteres dazu im Beitrag: neuronale Entspannung)

 

(Anmerkung: oftmals handelt es sich bei derartigen Störungen um frühkindliche Störungen die im Rahmen der Entwicklung in der frühen Kindheit eingetreten sind und die sich in der Form von bestimmten Funktionsstörungen manifestieren – zum Beispiel als Bettnässen (enuresis nocturna).

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Während es sich bei der Sehnsucht – in einem gewissen Rahmen – um ein normales Phänomen primär um ein normales psychisches Phänomen handelt, ist die krankheitswertige Suche und damit die (krankheitswertige) Sucht die kranheitswertige Steigerung davon.

Beziehungsweise handelt es sich dann um ein Phänomen das andauernd in übermäßiger Ausprägung auftritt und das somit das Ausmaß einer gesundheitlichen Störung erlangt hat.

Und dieser Sachverhalt – kann in Bezug auf die Sehnsucht – zu gewissen psychischen Phänomenen und auch zu körperlichen Phänomen – führen die das Ausmaß einer gesundheitlichen Störung erlangen.

Dabei kann diese Störung der Gesundheit vorübergehender Natur sein – oder die Störung der Gesundheit kann mehr oder weniger lang andauernd das Leben das Individuum beeinträchtigen bzw. stören.

Es können demgemäß also Reifungs- bzw. Entwicklungsstörungen, verzögerte Entwicklung von gewissen natürlichen Funktionen z. B. Bettnässen (enuresis nocturna) auftreten.

Und man kann dann von einer krankheitswertigen Funktionsstörung sprechen.

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Psychologisch betrachtet ist die Sehnsucht in einem gewissen Rahmen also ein natürliches primär psychisches Phänomen das allerdings übermäßig ausgeprägt sein kann und das unter Umständen dazu führt, dass die betroffene Person unablässig an das Objekt ihrer Sehnsucht denkt. Bekannt sind diesbezüglich literarische Werke in denen die Sehnsucht als wesentliche Triebfeder vorkommt.

Biologisch betrachtet entspricht die Sehnsucht einem gewissen neuronalen Muster das sich im zentralen Nervensystem im Gehirn abspielt. Die Sehnsucht korrespondiert also mit der neuronalen Funktiondie ausgelöst durch einen Erlebniszustand sich in der neuronalen Struktur manifestiert.

Es kommt also infolge des Erlebens der betroffenen Person ausgelöst durch gewisse innere und äußere Trigger – man kann auch sagen durch Faktoren einer komplexen Ursache zu dieser Form von neuronaler Aktivität bzw. neuronaler Funktion die das genannte Phänomen bewirkt.

Erkenntnistheoretisch bzw. philosophisch betrachtet ist die Sehnsucht der Begriff der Idee der durch das Schema der Idee erfasst wird (vgl. mit Kant Zitat 7). Es handelt sich dabei also um die systematische Einheit der Idee (vgl. mit Kant Zitat 7), die aus diesem Gefühl des Mangels entspringt.

Der Begriff der Sehnsucht ist in der Psychologie, Psychiatrie und Psychotherapie von großer Bedeutung und selbstverständlich auch in der Literatur in der die Sehnsucht in vielfacher Form beschrieben worden ist.

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(letzte Änderung 26.07.2025, abgelegt unter: Definition, Nervensystem, Psyche, Psychiatrie, Psychologie, psychologischer Begriff)

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weiter zum Beitrag: Heimweh

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