Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

psychologische Idee – eine dialektische Erkenntnis

Eine psychologische Idee können wir nur dialektisch erkennen.

In der Psychiatrie (Psychologie, Psychotherapie) können wir eine psychologische Idee nur dialektisch erkennen. Wir kennen eine solche Idee indem wir auf der geistigen Ebene prüfen, ob die Kriterien der Idee erfüllt sind. Wir prüfen auf mentaler Ebene, ob die Phänomene, die Anlaß zu dieser Idee geben im Vergleich zur gegensätzlichen Idee vorhanden sind oder nicht.

So prüfen wir beispielsweise auf mentaler Ebene, ob z.B. eine krankheitswertige „Antriebsstörung“ vorhanden ist, oder ob z.B. eine „formale Denkstörung“ im Sinne einer Denkhemmung vorhanden ist usf. All diese „Prüfungen“ können wir nur dialektisch auf geistiger Ebene durchführen, indem wir jeweils in Bezug auf das Gegenteil prüfen, ob die Idee zutrifft oder nicht zutrifft.

Da es sich bei psychologischen Ideen um bloße Ideen handelt, haben wir keine andere Möglichkeit als die Idee lediglich auf der mentalen Ebene zu prüfen.

Im Gegensatz dazu gibt es andere Ideen, die keine bloße Ideen sind, und die auf physischer Ebene überprüft werden können. In der körperlichen Medizin z.B. gibt es viele Ideen, die physisch überprüft werden können, bei denen letztlich auf physischer Ebene in Bezug auf ein reales physisches Objekt entschieden wird ob die Idee zutrifft oder nicht zutrifft. In diesem Sinne können viele Verdachtsdiagnosen in der Medizin physisch überprüft werden.

Man erkennt damit die enorme Bedeutung der Dialektik für die Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie.

 

( letztes update 10.3.2011)

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