Kurt Schneider Zitat 2

“ … Wir stehen bei unseren Erwägungen auf dem Boden eines empirischen Dualismus. Zu einer metaphysischen Auslegung des Leib-Seele-Verhältnisses ist damit nicht Stellung genommen. Auch wenn man metaphysisch nicht Dualist ist, wird man z. B. bei der Paralyse sich so ausdrücken müssen, daß hier eine bestimmte Veränderung des Gehirns eine Demenz „verursacht“ hat – zum mindesten, daß der Gehirnveränderung die „Demenz“ entspricht. Anders lassen sich diese Bezeichnungen tatsächlich kaum ausdrücken, es sei denn in einer sehr umständlichen und gewissermaßen unnatürlichen Sprache. Mit diesem Ansatz hängt eng zusammen, daß man bei Psychosen, deren körperliche Ursache man nicht kennt, eine solche hypothetisch postuliert. Diesen allgemein üblichen empirischen Dualismus legen wir also zugrunde.“

aus:

Kurt Schneider, Klinische Psychopathologie, Seite 1, 12. unveränderte Auflage, 1980, Georg Thieme Verlag Stuttgart New York

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( letzte Änderung 6. Juli 2015, abgelegt unter Psychiatrie, Forensik, Forensische Psychiatrie, Diagnostik, Zitate)

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