Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

Kunst

Die Kunst ist das Können höherer und besonderer Art.

Der Begriff Kunst ist ein unscharf definierter Begriff.

Dies kommt daher, weil der Begriff der Kunst in verschiedener Hinsicht verwendet wird.

Es gibt die Bildende Kunst für die visuell gestaltende Kunst, etwa in der Malerei, in der Graphik, in der Bildhauerei, die Kunst in der Architektur, dann die Kunst in der Musik, wie sie sich in den verschiedenen Kompositionen zeigt, ferner die Kunst in der Literatur, es gibt die Kunst in der freien Rede, dann die Kunst in den verschiedenen beruflichen Bereichen, etwa die therapeutische Kunst und damit auch die ärztliche Kunst, die handwerkliche Kunst und die Kunst in sonstigen Bereichen. Immer spielt dabei die Kreativität eine große Rolle.

Es bezieht sich die Kunst also auf eine menschliche Tätigkeit, die kunstvoll und mit Können auf eine einzigartige, kreative Art und Weise entsteht, und sich in einem darstellbaren Kunstwerk oder in einer kunstvollen Vorführung oder Handlung, etwa in der Schauspielkunst manifestiert.

Kunst entsteht auf der Grundlage der Intuition und auf der Grundlage einer Fertigkeit also auf der Grundlage eines Könnens. Kunst entsteht aus der Situation in ihrer Einmaligkeit.

Der Begriff der Kunst grenzt sich vom dem ab was in der Natur vorgefunden wird und es hat Kunst immer mit dem menschlichen Schaffen bzw. dem von Menschen Geschaffenen zu tun. Während die Natur unabhängig vom menschlichen Schaffen und den menschlichen Werken besteht bzw. existiert.

Der Begriff Kunst grenzt sich auch vom Begriff Wissenschaft ab, insofern Wissenschaft vom Gewussten ausgeht und nichts mit der Intuition und dem Momentanen und auch nichts mit der Individualität zu tun hat und dies auch nicht berücksichtigen kann, weil die Wissenschaft auf das Allgemeine bzw. das allgemein Gültige abzielt was man von der Kunst nicht in diesem Sinn sagen kann.

Erkenntnistheoretisch bzw. philosophisch betrachtet ist das was man unter dem Begriff der Kunst versteht und auffasst eine systematische Einheit (vgl. mit Kant Zitat 7). Es ist dies also der Begriff einer relativ abstrakten Idee, die aus den jeweiligen Handlungen bzw. Kunstwerken abgeleitet worden ist nach dem das Werk oder die Handlung beurteilt und als kunstvoll bezeichnet worden ist.

Das heißt das Werk oder die Handlung ist das Primäre und die Bewertung als Kunst oder Kunstwerk ist das Sekundäre.

Es wird also erst im Nachhinein etwas als Kunst von anderen Personen als solche beurteilt und bewertet.

Ausgenommen davon sind die Werke der etablierten Künstler deren Werke grundsätzlich als Kunstwerke angesehen werden wenn sie es in den Kreis der erlauchten Personen geschafft haben, die grundsätzlich ab dieser Zeit als Künstler angesehen werden. Daher wird alles und jedes was diese Personen schaffen als Kunst bzw. als Kunstwerk bezeichnet – auch wenn man manchmal Mühe hat dieser Beurteilung und Bewertung zu folgen.

Man erkennt damit, dass die Beurteilung und die Bewertung eines Werkes als Kunstwerk das Ergebnis eines menschlichen Urteils ist und man muss nicht Mitglied der Kunstszene sein um trotzdem eine Idee davon zu bekommen wie manche Werke in den Rang der Kunst gelangen wohingegen anderen dies verwehrt bleibt und diesen schaffenden Personen die Erklimmung dieser Klippe nicht gelingt.

Damit kommt die Psychologie und die Soziologie – manchmal auch die Psychiatrie und die Medizin ins Spiel – und grundsätzlich auch sonstige zwischenmenschliche Gepflogenheiten, Regeln und gesellschaftliche Gesetzmäßigkeiten, wie sie sich in den verschiedenen Gesellschaften aus zutiefst menschlichen Gründen etabliert haben.

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(letzte Änderung 31.1.2014, abgelegt unter Diverses, Definition)

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