Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

Intuition

Die Intuition ist die spontane Erkenntnis.

Es ist die Intuition also die Erkenntnis, die ohne erkennbare Ursache erfolgt.

Die Intuition ist also eine Erkenntnis, die nicht als Folge des diskursiven Denkens entsteht, sondern die intuitiv im Bewusstsein der erkennenden Person entsteht.

Man kann die Intuition auch als intuitive Erkenntnis bezeichnen und diese von der intellektuellen Erkenntnis unterscheiden.

Das Wort Intuition stammt vom lat. Wort: intueri (deponens)‚ betrachten, erwägen‘; eigentlich ‚angeschaut werden‘, daher auch passiver Sinn von Eingebung, ahnendes Erfassen. (-> siehe WikiArtikel)

Neurobiologisch betrachtet entsteht die Intuition als Folge der mentalen Prozesse, die direkt zum Ergebnis vordringen. Man kann sich vorstellen, dass das Gehirn in Folge seiner neuronalen Funktion auf der Grundlage seiner anatomischen und histologischen Struktur in der Lage ist – bildlich gesprochen quer durch das Gehirn hindurch – die richtige Assoziation zu bilden um direkt das Ergebnis und damit die richtige Erkenntnis zu erlangen. Im Gegensatz dazu muss ein Computer die verschiedenen Daten sequenziell abarbeiten um die richtige Lösung aus den verschiedenen möglichen Lösungen herauszufinden. Das Gehirn ist offenbar in dieser Hinsicht dem technischen System in Folge seiner anderen Architektur und Beschaffenheit überlegen, wenngleich der Computer durch sein schnelleres Arbeitstempo in anderer Hinsicht dem Gehirn überlegen ist.

Psychologisch betrachtet ist die Intuition ein psychisches Phänomen. Demgemäß wird das Phänomen der Intuition in der Psychologie und in der psychologischen Wissenschaft studiert.

Psychiatrisch betrachtet ist man mit Störungen in der Intuition befasst. In der Psychiatrie kennt man verschiedene psychischen Störungen, bei denen es zu Störungen in der Intuition kommt. Man kann hier auch von Störungen in der Assoziation sprechen. Bekannt sind diesbezüglich etwa die Störungen im formalen und inhaltlichen Denken, wie sie bei gewissen Psychosen vorkommen. Man kennt hier die Begriffe der formalen Denkstörung und der inhaltlichen Denkstörung bei denen die Intuition gestört ist bzw. bei denen Assoziationsstörungen auftreten. Diese Begriffe verwendet man bei der psychischen Störung, die man als Schizophrenie bezeichnet. Leichtere Formen der Störung in der Intuition kennt man auch bei anderen psychischen Störungen etwa bei der Depression, bei psychischen Störungen vom Typ der Neurosen und auch bei der körperlichen Erschöpfung bzw. bei der Übermüdung usf.

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(letzte Änderung 21.10.2013, abgelegt unter denken, Definition, Erkennen, Erkenntnis)

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