Heilung

Die Heilung ist der Prozess des heil werden.

Demgemäß führt der Prozess der Heilung – der auch als Genesung bezeichnet wird – soweit als möglich – zur Wiederherstellung der Gesundheit bzw. zur mehr oder weniger vollständigen Genesung.

Allerdings ist bei Auftreten einer Störung der Gesundheit nicht in jedem Fall die vollständige Heilung möglich.

Falls eine irreversible Verletzung der Struktur des Gewebes – an einem oder an mehreren Organen des Organismus eingetreten ist – dann kommt es im günstigen Fall zur narbigen Heilung bzw. narbigen Abheilung der Struktur im verletzten Bereich.

Dies bedeutet dass der Defekt der Struktur durch eine Narbe bzw. durch Narbengewebe ersetzt wird.

In vielen Fällen ist allerdings die vollständige Heilung bzw. die vollständige Genesung möglich, die als Restituio ad integrum bezeichnet wird.

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Die Heilung erreicht im Fall einer gesundheitliche Störung das vollständige wieder gesund werden ein, falls zuvor eine Krankheit bzw. eine krankheitswertige Störung der Gesundheit bestanden hat. Dabei handelt es sich in einem derartigen Fall einer Störung der Gesundheit oftmals um eine Funktionsstörung.

Das Ziel der Heilung ist also die Erlangung bzw. die Wiedererlangung der Gesundheit

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Falls durch einen Unfall eine Verletzung der Struktur des Gewebes eingetreten ist, geht es im Hinblick auf die Heilung um die bestmögliche Abheilung und die möglichst geringe Versehrtheit (weitestgehende Unversehrtheit), die also dem normalen Zustand wie er zuvor bestanden hat möglichst nahe kommt.

Dabei lehrt die klinische Erfahrung das die Natur durch die natürlichen Heilungskräfte die bestmöglich Heilung ermöglicht, falls nicht widrige Umstände dies verhindern – und es ist das Ziel der Therapie diesen Heilungsprozess bestmöglich zu unterstützen.

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Eine geeignete Therapie befördert die Heilung:

Die Heilung kann in vielen Fällen durch eine geeignete Therapie befördert werden. Dabei kann die Heilung durch das Wissen das in der jeweiligen Wissenschaft gewonnen worden ist, und überhaupt durch die Erfahrung – die durch Menschen seit jeher in Bezug auf den Heilungsprozess erlangt worden ist befördert werden.

Hier spielt also auch die klinische Erfahrung durch die Kasuistik und in neuerer Zeit, wie sie durch wissenschaftliche Studien erlangt worden. eine wesentliche Rolle.

Dabei ist jedoch in jedem Fall der ärztlich Hilfe erfordert auch die ärztliche Kunst bzw. allgemein die therapeutische Kunst gefragt, die in der jeweiligen individuellen Situation durch das richtige Erkennen – also durch die angemessene Diagnostik – und durch das geschickte Handeln respektive durch die geeignete Therapie angestrebte Ziel bestmöglich zu erreichen.

Dabei ist die Tendenz zur Heilung bzw. die diesbezügliche Wirkkraft dem Lebewesen innewohnend, wie dies die Natur durch unzählige Beispiele die Menschen lehrt. Dieser Sachverhalt weist darauf hin dass ein natürliches Prinzip die jeweilige Wirkkraft in Gang setzt wenn Gesundung bzw. Heilung erfordert ist.

Das heißt die Heilung tritt nicht durch etwas von außen hinzukommendes in Erscheinung – sondern es sind hier die Selbstheilungskräfte vorhanden, die durch die geeignete Therapie in einem gewissen Umfang befördert bzw. unterstützt werden können.

Grundsätzlich geschieht die Heilung als natürlicher Prozess der im Lebewesen in Gang kommt, falls eine Störung der Gesundheit eingetreten ist.

Beim Menschen betrifft dies die Genesung sowohl des Körpers, der Psyche und auch des Geistes.

Beziehungsweise handelt es sich dabei immer um ein Geschehen das das Lebewesen als Einheit als Ganzes betrifft.

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Heilung unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet:

Körperliche Heilung:

Man kann in der Medizin im Sinn der Universitätsmedizin und auch in der Alternativmedizin und ebenso auch als Laie beobachten, wie etwa nach einer körperlichen Verletzung, oder nach dem Auftreten einer sonstigen krankheitswertigen gesundheitlichen Störung / Krankheit die Heilung allmählich in Erscheinung tritt – und je nach Sachverhalt und Situation mehr oder weniger vollkommen erlangt wird. Dabei kann die Heilung ohne Therapie eintreten, wobei allerdings eine geeignete Therapie die Heilung begünstigen kann. In der Regel ist von der betroffenen Person – also vom Patient / Patientin Geduld – manchmal auch Ausdauer – gefordert, weil die Heilung und überhaupt das heil-werden – als Prozess in der Zeit vor sich geht und daher entsprechend Zeit benötigt.

Es gilt das römische Sprichwort: Medicus curat, natura sanat – der Arzt kuriert, die Natur heilt.

Die Heilung geht also von der Natur aus – sie wird nicht vom Menschen und damit nicht von der Medizin etwa vom Medikament oder in der Psychiatrie vom Psychopharmakon gemacht, sondern es können diese Mittel im gegebenen Fall die Heilung befördern. In manchen Fällen sind allerdings die geeigneten Mittel und auch die geeigneten Maßnahmen (Beispiel: Operation) dringend notwendig, weil sonst das Ziel der Heilung bzw. der Besserung nicht erreicht wird. Demgemäß ist der individuelle Fall zu untersuchen und zu beurteilen.

Überhaupt wird der kundige und geschickte Arzt /Therapeut / Psychiater / Psychotherapeut durch die geeigneten Maßnahmen, etwa durch das geeignete Gespräch / das hilfreiche Sprechen / Besprechen der Situation oder durch die geeignete Handlung / Behandlung – eben durch die geeignete Therapie die Heilung unterstützen, befördern und damit begünstigen.

In diesem Sinn kann schon ein Tee, eine pflanzliche Therapie (Phytotherapie), oder eine Therapie mit Medikamenten (medikamentöse Therapie / Pharmakotherapie / Psychopharmakotherapie), die Bettruhe, oder die Schonung und eingeschränkte Belastung,  eine geeignete Form einer Bewegung, eine Physiotherapie oder eine sonstige Therapie oder eine Kombination davon hilfreich sein.

Psychisch-geistige Heilung:

Auch im Hinblick auf die Psyche bzw. auf den Geist kann nach dem Auftreten einer krankheitswertigen psychischen Störung die Heilung entweder spontan oder befördert durch eine Therapie (mit Medikamenten und /oder durch Psychotherapie / oder durch beides / oder durch eine sonstige Therapie, etwa Musiktherapie, Maltherapie, Tanztherapie) befördert wieder erlangt werden.

Grundsätzlich ist in einem Lebewesen die Tendenz zur Heilung von Natur aus vorhanden. Dieses Streben der Natur kann durch eine geeignete Therapie befördert und unterstützt werden.

Man bemerkt an dieser Stelle, dass einerseits fachliche Kenntnisse erfordert sind, wie sie im Rahmen der Ausbildung und des Erwerbs der klinischen Erfahrung in der Heilkunde, insbesondere in der Medizin und Psychiatrie erlangt werden und wie derartiges Wissen auch durch die Wissenschaft vermehrt werden kann. Es ist also zur Heilung insofern eine Therapie zur Anwendung kommt Wissen und ärztliche Kunst / therapeutische Kunst erfordert. Die ärztliche Kunst / therapeutische Kunst besteht also darin ausgehend vom allgemeinen und persönlichen Wissen situativ und intuitiv das Wesentliche im konkreten Fall zu erkennen um sodann das Richtige zu tun um die Heilung – die Genesung – zu befördern.

Heilung einer Funktionsstörung

In der Regel heilt die Funktionsstörung spontan – oder man kann sagen durch die Natur – falls die Ursache der Störung nicht mehr vorhanden ist. Es geht also darum den wesentlichen Faktor der die Störung bzw. die wesentlichen Faktoren, die die Störung im Sinn einer komplexen Ursache bewirkt haben zu minimieren , zu neutralisieren, ihnen aus dem Weg zu gehen bzw. sie sonst in ihrer nachteiligen Wirkung einzuschränken. In diesem Sinn kann etwa bei einer körperlichen Störung oder bei einer psychischen Störung die Angst ein wesentlicher Faktor sein. Umgekehrt kann im Hinblick auf die Heilung die Entspannung insbesondere die psychische Entspannung ein wesentlicher Faktor sein die Heilung zu befördern. Man muss hier als Arzt und als Mensch also nicht genau wissen wie die Heilung vor sich geht sondern sie geschieht, sie tritt spontan ein wenn die richtigen Maßnahmen / „Schritte“ im weitesten Sinn unternommen werden.

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(letzte Änderung 12.10.2025, abgelegt unter: Begriff, Biologie, Definition, Gesundheit, Krankheit / gesundheitliche Störung, Medizin, philosophische Begriffe, Psyche, Psychiatrie, psychische Störung, Psychologie)

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