Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

einfaches Urteil

Ein einfaches Urteil gründet sich direkt auf eine sinnliche Wahrnehmung.

Ein Erfahrungsurteil ist ein einfaches Urteil.

Ein solches Urteil gründet sich direkt auf einen wirklich existentes Erkenntnisobjekt, einen Gegenstand schlechthin, der durch ein einfaches Urteil erkannt wird.

Es gibt medizinische Urteile und damit medizinische Diagnosen die durch ein einfaches Urteil erkannt werden, etwa ein offener Knochenbruch. Andererseits gibt es in der Medizin oftmals Urteile und damit  oftmals medizinische Diagnosen die erst nach einer Reihe von einzelnen Urteilen erkannt werden. So etwa der Verdacht auf eine Migräne oder der Verdacht auf eine Vegetative Dystonie.

Ebenso wird eine psychiatrische Diagnose erst nach einer Reihe von einzelnen Urteilen erkannt.

Man kann also einfache Urteile von komplexen Urteilen unterscheiden.

In der  Medizin wird z.B. eine Rötung oder eine Schwellung unmittelbar durch die sinnliche Wahrnehmung erkannt. In der Psychiatrie gibt es zwar auch Phänomene die mehr oder weniger unmittelbar durch die sinnliche Wahrnehmung erkannt werden, z.B. wenn jemand lacht oder weint usf. Die Wahrnehmung der meisten psychischen Phänomenen erfolgt jedoch nicht unmittelbar auf der Grundlage eine sinnlichen Wahrnehmung sondern erst nach einer längeren Beobachtung und Beurteilung einer Sequenz von Erscheinungen, in dem Sinn, dass integrativ letztlich festgestellt wird ob z.B. eine krankheitswertige Antriebsstörung vorliegt oder eine krankheitswertige Denkhemmungen im Sinn einer formalen Denkstörung vorliegt. (vgl. mit Kant Zitat 7)

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(letzte Änderung 21.3.2014, abgelegt unter Urteil, Definition)

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