Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

Depersonalisation

Die Depersonalisation ist ein eigenartiges psychopathologisches Phänomen, das als Folge einer Assoziationsstörung auftritt.

Typischerweise kommt dieses psychopathologische Phänomen bei der Schizophrenie vor und es handelt sich dann um eine schwere psychische Störung die den Grad einer Psychose erlangt hat. Allerdings kann eine Depersonalisation in weniger starker Ausprägung auch als Entfremdungserlebnis oder als Derealisation in Erscheinung treten und es handelt sich dann um eine psychische Störung die zu den Neurosen gezählt wird (Weiteres dazu in diesem Wiki Beitrag).

Bei der Depersonalisation tritt eine kognitive Störung auf, die als Folge einer mehr oder weniger starken Assoziationsstörung in Erscheinung tritt.

Erkenntnistheoretisch bzw. philosophisch betrachtet wird die Depersonalisation – so wie alle anderen psychischen Phänomene – durch eine Idee erkannt (vgl. mit Kant Zitat 7 und Jaspers Zitat).

Man erkennt also in der Psychopathologie das psychische Phänomen der Depersonalisation psychologisch begründet bzw. psychopathologisch begründet, somit auf der Grundlage der Phänomenologie und nicht auf der Grundlage der Biologie -also nicht biologisch begründet. Mit anderen Worten: man hat keine biologischen Marker zur Hand auf deren Grundlage man das psychische Phänomen der Depersonalisation biologisch respektive physisch diagnostisch erkennen und bestimmen kann.

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(letzte Änderung 10.11.2016, abgelegt unter Psychopathologie, psychische Störung, Psychiatrie, Schizophrenie)

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