Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

geistige Zerstreuung

Die geistige Zerstreuung ist das Gegenteil von der geistigen Zentrierung.

Es ist die geistige Zerstreuung also die Auflösung der geistigen Konzentration.

Die geistige Zerstreuung wird vielfach angestrebt, weil die Menschen durch ihre Tätigkeit oftmals übermäßig geistig angespannt sind und daher in der Freizeit die geistige Zerstreuung suchen. Es wird daher etwa im Spiel die geistige Zerstreuung gesucht. Es kann sich diese Betätigung jedoch übermäßig entwickeln und man kennt dann das Phänomen der Spielsucht und auch das Phänomen der geistigen Zerstreuung bei einer anderen Sucht (Alkohol, Drogen, Cannabis usf.) in denen teils die Entspannung und Beruhigung und teils auch die Ausflucht aus der Realität gesucht wird um in eine unwirkliche Welt zu entfliehen, wie diese heutzutage zusätzlich durch die Unterhaltungsmedien befördert wird.

Damit erkennt man den Übergang von der gesunden geistigen Zerstreuung zur pathologischen geistigen Zerstreuung.

Natürliche geistige Zerstreuung:

Der gesunde Schlaf befördert die natürliche geistige Zerstreuung.

Auch in vielen Aktivitäten wie sie in der Freizeit ausgeübt werden kommt es zur natürlichen Zerstreuung. Auch durch ein Hobby kann natürliche Zerstreuung befördert werden und kommt es damit zur Entspannung.

Im Yoga und in der Meditation wird die geistige Zerstörung bewusst kultiviert.

Die geistige Zerstreuung wird in positiver Hinsicht in der Medizin und in der Psychiatrie in verschiedener Hinsicht angestrebt, weil es durch die übermäßige psychische Anspannung (psychische Spannung) sowohl in körperlicher Hinsicht wie auch in psychischer Hinsicht zu gesundheitlichen Störungen (Krankheiten) des Körpers und auch zu psychischen Störungen in vielen Fällen gekommen ist.

Dieser Sachverhalt ist vielfach auch in Psychosomatik und damit auch in der Psychologie und in der Psychotherapie von Bedeutung.

Verschiedene Tätigkeiten und auch das Nichts-tun können zur geistigen Zerstreuung im positiven Sinn beitragen.

In diesem Sinn kann die geistige Zerstreuung einerseits ein positives psychisches Phänomen sein oder sie kann ein negatives psychisches Phänomen sein, das sich in verschiedener Hinsicht nachteilig auf die Psyche auswirkt.

Geistige Zerstreuung bei psychischen Störungen

In der Psychiatrie kennt man die geistige Zerstreuung wie sie durch verschiedene Ursachen bedingt bedingt sein kann. Es kann sich dabei um eine krankheitswertige psychische Störung handeln, die zu einer relevanten geistigen Störung geführt hat. In diesem Sinn kann etwa bei einer Demenz, oder bei einer psychischen Störung vom Typ einer Schizophrenie, bei einer Manie, bei einer schweren Depression, weiters beim ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung) eine krankheitsbedingte geistige Zerstreuung und damit das Unvermögen bzw. das eingeschränkte Vermögen zur Konzentration. In diesen Fällen handelt es sich bei der geistigen Zerstreuung um ein psychopathologisches Phänomen das wesentlich das klinische Erscheinungsbild bestimmt.

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(letztes Änderung 31.8.2015, abgelegt unter denken, Definition, Medizin-Psychotherapie -Yoga-Meditation, Diagnostik, Psychologie, Psyche, Psychiatrie)

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