Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

chronische Schlafstörung

Eine chronische Schlafstörung ist eine Schlafstörung die seit langem besteht und die sich in der Regel im Laufe der Zeit zunehmend entwickelt hat.

Häufig ist bei einer chronischen Schlafstörung die langzeitmäßige Überlastung die Ursache der Schlafstörung. Es können verschiedene Formen einer Überlastung bzw. Überbelastung zur chronischen Schlafstörung geführt haben. Unabhängig von der Ursache entwickelt sich in der Regel bei der betroffenen Person eine ängstlich angespannte Haltung mit der Vorstellung „auch heute“ wieder nicht schlafen zu können. Gerade diese Einstellung bzw. diese Erwartungshaltung ist das hauptsächliche Hindernis warum der natürliche Schlaf nicht eintritt. Diese Einstellung bzw. diese Erwartungshaltung verhindert die Entspannung. Die Fähigkeit loszulassen und sich zu entspannen ist typischerweise bei der chronischen Schlafstörung gestört. (vgl. mit Osho Zitat 11a)

Die Person wartet ängstlich angespannt, ob sie einschläft oder ob sie nicht einschläft – sie blickt von Zeit zu Zeit sorgenvoll auf die Uhr, oder zählt das „Schlagen der Turmuhr“ um mit Sorgen festzustellen, dass sie immer noch wach ist.

Im Rahmen der Therapie geht es primär um die individuelle Situation der betroffenen Person, und weiters geht es um das Erlernen bzw. das Wieder-erlernen, oder man kann auch sagen um die Reaktivierung und Beförderung der Fähigkeit zur psychischen Entspannung  – und andererseits auch um die richtige Einstellung solange man im Bett wach liegt. Es geht also darum dass man sich nicht durch die falsche Einstellung an der Entspannung und am Einschlafen hindert. (vgl. mit Osho Zitat 11a)

Man kann sich nämlich – auch wenn man nicht schläft – sich trotzdem einigermaßen entspannen und bis zu einem gewissen Grad sich erholen, wenn man sich angemessen verhält, weil nicht nur im Tiefschlaf, sondern auch in einem oberflächlichen Zustand des „Dösens“ bis zu einem gewissen Grad eine Entspannung und Erholung eintritt.

Wenn man jedoch willentlich sich bemüht und „krampfhaft“ versucht einzuschlafen, weil man davon überzeugt ist, dass man nur im Schlaf sich erholen kann – dann bewirkt dies gerade das Gegenteil von dem was man beabsichtigt. Man regt sich auf und findet damit noch weniger Ruhe Entspannung und Erholung.

Im Rahmen der Therapie geht es also neben der individuellen Situation der betroffenen Person um die „richtige“ Haltung und um die Modifkation der Verhaltensweisen und letztlich wie gesagt um die Förderung der Entspannung. Dabei können in therapeutischer Hinsicht verschiedene Behandlungsmaßnahmen und Methoden zur Anwendung kommen um dies zu befördern.

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Weiteres dazu in den anderen Beiträgen des blog: Schlaf.

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(letzte Änderung 27.2.2014, abgelegt unter Schlaf)

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