Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

psychische Funktion – Theorie zur normalen psychischen Funktion

Die psychische Funktion entsteht in Folge der neuronalen Funktion.

Nach meinem Verständnis laufen bei der normalen psychischen Funktion im Gehirn eines Individuums die neuronalen Muster auf eine individuelle, normale Art und Weise ab. Das heißt im Laufe des Lebens haben sich im Individuum gewisse neuronale Muster etabliert und es bestehen diese zu einer gewissen Zeit auf eine gewisse Art und Weise. (Weiteres dazu auf Poster 4:  EMPIRICISM IN PSYCHIATRY VERSUS EMPIRICISM IN MEDICINE – IN THE LIGHT OF THE PHILOSOPHIES OF JOHN LOCKE, DAVID HUME AND IMMANUEL KANT)

Man kann auch sagen, dass zu einem gewissen Zeitpunkt gewisse neuronale Funktionsabläufe in gewisser Art und Weise in diesem Individuum normal vorhanden sind.

Beispielsweise kann man bezüglich der Sprachentwicklung bei einem Kleinkind sehen, wie sich die Sprache in Bezug auf die Wortbildung, den sprachlichen Ausdruck, den Satzbau usf. in diesem Kind entwickelt. Entsprechendes gilt auch für die Bewegungsfunktionen und Analoges gilt für sämtliche anderen Funktionen, wie sie mit der Entwicklung und Differenzierung des Organismus, insbesondere des Nervensystems einhergehen.

Man kann also sagen, dass die, diesen Funktionen zugrunde liegenden neuronalen Abläufe (= die neuronalen Muster) sich individuell entwickeln und der jeweilige Entwicklungsstand einer Funktion mit dem entsprechenden neuronalen Muster korreliert.

So gesehen kann man von einem Parallelismus der Funktion (Leistung des Organs bzw. des Organismus) mit einer zugrunde liegenden neuronalen Funktion sprechen.

Allerdings muss man beachten, dass man im konkreten Fall diese individuelle Funktionen nicht kennt wenn man von der Parallelität der Psyche mit dem Körper spricht – und man muss den Unterschied des psychischen Phänomens zum körperlichen, „physischen“ Phänomen beachten wenn man etwa in der Psychologie und Psychiatrie bzw. in der Wissenschaft von diesem Parallelismus spricht.

Man muss also inbesondere in den Systemischen Neurowissenschaften den Unterschied zwischen einem psychischen Phänomen und einem biologischen Phänomen bzw. einem physiologischen Phänomen beachten, wenn man diese Relation untersucht und systematisch studiert.

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(letztes update 13.4.2013, funktionelle Störung,  Funktion)

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