Gesichtspunkt

Ein Gesichtspunkt ist wörtlich ein Punkt im Gesichtsfeld. Dabei kann ein Gesichtspunkt ein Punkt im physischen Gesichtsfeld sein, oder es kann dies ein Punkt im geistigen Gesichtsfeld – also im meta-physischen Bereich – sein (vgl. mit Kant Zitat 7). In diesem Fall ist der Gesichtspunkt eine bestimmte Sichtweise – eine bestimmte geistige Ansicht – oder ich kann auch sagen: es ist …

Kraepelin Zitat 9 : Zergliederung der Psyche

„Wir müssen es daher als unsere Aufgabe betrachten, auch jene Gesetze kennen zu lernen, welchen den Ablauf der psychischen Vorgänge beherrschen, namentlich aber auf das sorgfältigste den Abhängigkeitsverhältnissen nachzugehen, die zwischen körperlichen und seelischen Zuständen bestehen. Glücklicher Weise hat sich aus dem Schoosse der Physiologie heraus, namentlich in den letzten Jahrzehnten, auch die Psychologie zu einer Erfahrungswissenschaft entwickelt, die auf dem Wege der Naturforschung ihren Gegenstand …

Einheitspsychose

Die Einheitspsychose ist die Psychose von der man denkt, dass sie die Grundform aller Psychosen ist. Der Begriff der Einheitspsychose entstand in der Psychiatrie, weil ein Teil der Psychiater davon ausgegangen ist, dass es eine psychische Krankheitseinheit im Sinne einer natürlichen Krankheitseinheit gibt, aus der heraus sich die verschiedenen Formen von Psychosen entwickeln. Es handelt sich dabei um ein psychiatrisches Konzept das die Entstehung sämtlicher schweren psychischen Störungen aus einer …

Die psychiatrische Systematik von Karl Jaspers

Die psychiatrische Systematik von Karl Jaspers gründet sich auf Ideen durch die die typischen psychopathologischen Phänomene der psychischen Störungen gemäß den (definierten) Schemata der Ideen in Bezug auf (definierte) Typen erfasst werden (vgl. mit Jaspers Zitat). Man kann in der Psychiatrie nämlich die unterschiedlichen psychischen Störungen gemäß diesen (definierten) Typen in der psychiatrischen Diagnostik systematisch erfassen bzw. in der psychiatrischen …

Die psychiatrische Systematik von Emil Kraepelin

Emil Kraepelin (1856 – 1926) hat in seinem Lehrbuch für Studierende und Aerzte (6. Aufl. 1899) die psychischen Störungen (Krankheiten) in nachfolgende Kategorien eingeteilt. I. Das infektiöse Irresein II. Das Erschöpfungsirresein III. Die Vergiftungen IV. Das  thyreogene Irresein V. Die Dementia praecox VI. Die Dementia paralytica VII. Das Irresein bei Hirnerkrankungen VIII. Das Irresein des Rückbildungsalters IX. Das manisch-depressive Irresein …

Kraepelin Zitat 7 : Einteilung der Geistesstörungen

Emil Kraepelin (1856 – 1926) schreibt in der sechsten Auflage seines Buches (1899): “Bei weitem am häufigsten ist der Weg einer Eintheilung der Geistesstörungen nach ihren klinischen Zeichen eingeschlagen worden, weil die Erscheinungen des Irreseins dem Beobachter am unmittelbarsten in die Augen fallen. Auch dieses Verfahren stösst sehr bald auf Schwierigkeiten, sobald es gilt, das Wesentliche vom Zufälligen und Nebensächlichen …

Medizinische Systematik

Die medizinische Systematik ist die Systematik nach der in der universitären Medizin (Schulmedizin) die gesundheitlichen Störungen und Krankheiten des Körpers in der medizinischen Diagnostik nach einem System geordnet erfasst und in der medizinischen Klassifikation systematisch klassifiziert werden. Demgemäß können in der universitären Medizin die gesundheitlichen Störungen und Krankheiten in der medizinischen Wissenschaft systematisch erforscht und studiert werden. Und es sind wegen dieser systematischen …

Systematik

Eine Systematik ist etwas das auf einem System beruht. Man kann auch sagen: eine Systematik ist eine Vorgehensweise/ein Verfahren/eine Methode etc. um dadurch eine bestimmte „Materie“/einen  bestimmten „Stoff“ aufgrund einer gegliederten Ordnung – daher systematisch – zu erforschen/studieren/entwickeln/fertigen etc. Ebenso kann man sagen: Eine Systematik ist ein Verfahren das einen Stoff nach einer gewissen Ordnung in Einheiten gliedert, um die Materie dadurch gemäß …

Psychiatrische Systematik

Die psychiatrische Systematik ist die Systematik, die in der Psychiatrie auf Grundlage der unterschiedlichen psychischen Störungen entwickelt worden ist. Dabei beruht die psychiatrische Systematik auf den psychopathologischen Phänomenen, die die charakteristischen Merkmale der psychischen Störungen sind und die typischen psychischen Symptomenkomplexe bilden. Demgemäß beruht die psychiatrische Systematik auf den  krankheitswertigen Erscheinungen der Psyche, die sich in den unterschiedlichen Formen der psychischen …