Vermeidungsverhalten

Als Vermeidungsverhalten wird ein Verhalten bezeichnet das darauf abzielt ein unangenehmes Gefühl oder eine Unannehmlichkeit (bis hin zu einer Bedrohung) zu vermeiden. Es handelt sich beim Vermeidungsverhalten also um eine verstehbare Reaktion, die beabsichtigt einem unangenehmen Erlebnis aus dem Weg zu gehen. In diesem Sinn kann man das Vermeidungsverhalten verstehen und durch die entsprechende Verhaltensweise erklären. Man kennt den Begriff des Vermeidungsverhaltens …

Unannehmlichkeit

Eine Unannehmlichkeit ist ein Erlebnis das nicht angenehm ist. Demgemäß wird die Unannehmlichkeit aus Sicht der Psyche als unangenehm erlebt. Es ist eine Unannehmlichkeit also ein psychisches Phänomen das mit einem unangenehmen Gefühl verbunden ist. Daher wird eine Unannehmlichkeit abgelehnt und nach Möglichkeit vermieden. Als Folge der Unannehmlichkeit kommt es leicht zum Vermeidungsverhalten. Zum Beispiel wird Angst als unangenehm erlebt und …

Kontrollverlust

Der Kontrollverlust ist der Verlust über die Kontrolle. Bei einer Sucht ist der Kontrollverlust das Unvermögen ein gewisses Verhalten durch den freien Willen zu bestimmen bzw. zu kontrollieren. Man spricht daher in der in der Psychiatrie (Psychologie), und hier insbesondere in der Suchttherapie vom Phänomen des Kontrollverlusts, wenn die süchtige Person nicht mehr in der Lage ist kontrolliert den Konsum des Mittels …

Disziplin

Eine Disziplin ist eine Praxis. Disziplin von lateinisch disciplina ‚Lehre‘, ‚Zucht‘, ‚Schule‘. Dabei kann man eine fremdbestimmte Disziplin von einer selbstbestimmten Disziplin unterscheiden. Die selbstbestimmte Disziplin kann spontan und kreativ gemäß dem eigenen Wesen praktiziert und entwickelt werden (vgl. mit Osho Zitat 17d1). Im Gegensatz dazu ist die  fremdbestimmte Disziplin von außen her bestimmt und nach einer gewissen Ordnung geregelt. Dies ist die Disziplin die vorgibt das zu tun was getan werden soll, also …

Systemische Neurowissenschaften

Die Systemischen Neurowissenschaften sind die Wissenschaften die den Zusammenhang der neuronalen Funktion des Nervensystems mit den unterschiedlichen psychischen Phänomenen systematisch untersuchen. Man kann daher auch sagen dass die Systemischen Neurowissenschaften mit ihren verschiedenen Methoden die Funktion und damit die Arbeitsweise des Gehirns im Zustand der psychischen Gesundheit und auch in dem der psychischen Störung systematisch untersuchen. Es werden mit Methoden der Systemischen Neurowissenschaften …

Sucht

Die Sucht ist ein abnormes psychisches Phänomen das sich infolge der Suchtentwicklung manifestiert. Mit dem Phänomen Sucht meint man das krankhafte „Suchen“ bzw. das krankhafte innere Verlangen einen bestimmten Erlebniszustand zu erreichen. Es geht hier um die Steigerung der Befindlichkeit bzw. darum den Zustand des inneren Befindens zu steigern. Unter Umständen kann dadurch eine Unannehmlichkeit vermeiden werden. Es handelt sich bei …

Lernen – neuronale Muster

Geht man davon aus, dass auf der Ebene der Nervenzellen das Lernen mit dem Erwerb von neuen neuronalen Mustern einhergeht, so kann man sich vorstellen, dass Sinneswahrnehmungen und auch intern erlangte Informationen (z.B. Erfahrungen infolge von Überlegungen, körperliche Empfindungen usf.) dazu führen, dass neue bzw. veränderte neuronale Muster entstehen. Die Erfahrung lehrt uns, dass insbesondere Eindrücke und Erkenntnisse, die unter starker …

Suchtentwicklung

Die Suchtentwicklung bezeichnet die Entwicklung einer Sucht. Wir Menschen haben Bedürfnisse und suchen diese Bedürfnisse zu befriedigen. Wenn die Befriedigung eines Bedürfnisses sich “suchtartig” entwickelt, dann entgleitet uns die Fähigkeit zur Steuerung. Die regelmäßige Einnahme von gewissen, die Psyche (das Erleben) beeinflussenden Mitteln, kann also zu einer Art Konditionierung und damit zur Suchtentwicklung führen. Dies gilt für eine substanzgebundene Sucht. Bei …

Lernen – Neuroplastizität

Das Nervensystem ist lernfähig, und zwar in jede Richtung. Das heißt, wir lernen nicht nur das, was für uns nützlich ist, sondern auch das, was für uns schädlich ist. Wir sind geneigt das zu tun, was uns Lust bereitet und geneigt das zu unterlassen, was uns keine (unmittelbare) Lust, sondern Mühe, Anstrengung, Lustverzicht oder gar Unlust bereitet. „Wir leben von der Hand in …