Residualzustand

Ein Residualzustand ist ein veränderter Zustand der nach einem Ereignis zurückbleibt. Dabei stammt das Wort Residualzustand vom lateinischen Wort residuum (Plural Residuen) „das Zurückgebliebene, der Rest“. Dementsprechend ist in der Heilkunde ein Residualzustand ein veränderter Zustand, wie dieser nach einer meist schweren gesundheitlichen Störung oder nach einer Verletzung zurückbleibt. In der Medizin ist ein Residualzustand ein veränderter Zustand, wie er …

Konzentrationsstörung

Eine Konzentrationsstörung ist eine Störung bei der die Konzentration gestört ist. In psychischer Hinsicht bzw. in geistiger Hinsicht ist eine Konzentrationsstörung ab einem gewissen Ausmaß eine psychische Störung, die zu einer Störung im Denken führt. Es ist eine Konzentrationsstörung also bei leichter Ausprägung ein normales psychisches Phänomen wie es im Rahmen der Psychologie untersucht wird oder es ist dies bei stärkerer Ausprägung ein psychopathologisches …

Vulnerabilität

Die Vulnerabilität ist die Verwundbarkeit. Lateinisch: vulnus – die Wunde. Unter dem Konzept der Vulnerabilität versteht man in der Psychiatrie die erhöhte psychische „Verwundbarkeit“ im Hinblick auf die Entwicklung einer psychischen Störung. Man verwendet den Begriff der Vulnerabilität meist bei einer psychischen Störung vom Typ der Schizophrenie bzw. auch bei einer schizoaffektiven Psychose. Man kennt also die gegenüber der Norm erhöhte psychische …

formale Denkstörung

Eine formale Denkstörung ist eine Denkstörung bei der das Denken der Form nach gestört ist. Man kann auch sagen: eine formale Denkstörung ist eine Denkstörung bei der die Entwicklung – der Ablauf – der Gedanken gestört ist. Es handelt sich dabei um ein psychopathologisches Phänomen das als Folge einer Assoziationsstörung auftritt und es bewirkt in vielen Fällen die formale Denkstörung eine kognitive Störung. In …

inhaltliche Denkstörung

Eine inhaltliche Denkstörung ist eine Denkstörung bei der das Denken  dem Inhalt nach gestört ist. Bei vielen psychische Störungen tritt eine inhaltliche Denkstörung als psychopathologisches Phänomen auf. In der Psychopathologie wird durch das psychopathologische Phänomen der inhaltlichen Denkstörung die Störung in der Zusammensetzung der Gedanken erfasst. Als Folge dieser Störung in der Zusammensetzung der Gedanken kommt es dann zur Störung in den Denkinhalten. Es handelt …

wahnhafte Gewissheit

Die wahnhafte Gewissheit ist die subjektive Gewissheit wie sie beim Wahn auftritt. Es ist dies also die unverrückbare subjektive Gewissheit, die infolge des Wahneinfalls aufgetreten ist und im Bewusstsein der betroffenen Person persistiert obwohl sie im Widerspruch zur Realität  besteht. Dabei gründet sich die wahnhafte Gewissheit auf die Wahnidee bzw. die wahnhafte Idee. Man kann auch sagen: die wahnhafte Gewissheit ist die Folge einer krankheitswertigen Assoziationsstörung …

Depersonalisation

Die Depersonalisation ist ein eigenartiges psychopathologisches Phänomen, das als Folge einer Assoziationsstörung auftritt. Typischerweise kommt dieses psychopathologische Phänomen bei der Schizophrenie vor und es handelt sich dann um eine schwere psychische Störung die den Grad einer Psychose erlangt hat. Allerdings kann eine Depersonalisation in weniger starker Ausprägung auch als Entfremdungserlebnis oder als Derealisation in Erscheinung treten und es handelt sich dann um eine …

Bleuler Zitat 3 – Dementia praecox – Schizophrenie

Eugen Bleuler schreibt in seinem Lehrbuch: DEMENTIA PRAECOX oder DIE GRUPPE DER SCHIZOPHRENIEN (Buchnachweis siehe unten) wie folgt: „I. Abschnitt Die Symptomatologie. Einleitung. Einzelne Symptome der Schizophrenie sind zu jeder Zeit und in jedem Falle vorhanden, wenn sie auch wie jedes andere Krankheitssymptom einen gewissen Grad erreicht haben müssen, um überhaupt mit Sicherheit erkannt zu werden. Natürlich reden wir hier …

Bleuler Zitat 2 – zur Definition der Dementia praecox und Schizophrenie

„So fassen wir unter dem Namen der Dementia praecox oder Schizophrenie eine ganze Gruppe von Krankheiten zusammen, die sich scharf von allen anderen Formen des Kraepelinschen Systems unterscheiden lassen; sie haben viele gemeinsame Symptome und eine gemeinsame Richtungsprognose; ihre Zustandsbilder aber können äußerst verschieden sein. Wenn die Aufstellung dieses Begriffs auch eine vorläufige ist, insofern er später wird aufgelöst werden …

Anlage

Eine Anlage ist in der Medizin, in der Psychiatrie (Psychologie und Psychotherapie)  entweder eine Eigenheit, die man auf der „Ebene der Objekte“ und daher „physisch“ bestimmen kann, oder es ist dies eine Eigenheit, die man nur auf der „Ebene der Ideen“ und daher nur „meta-physisch“, also nur jenseits der Physis, somit nur geistig respektive nur mental bestimmen kann. (vgl. mit Kant …