frontaler Pol (rostraler Pol)

Der frontale Pol (rostrale Pol) wird im Nervensystem vom Gehirn  gebildet.

Das Gehirn bildet nämlich den frontalen Teil des zentralen Nervensystems wohingegen der sakrale Teil des zentralen Nervensystems vom distalen Rückenmark gebildet wird.

In diesem Sinn wird der frontale Teil bzw. der frontale Pol vom Gehirn gebildet, wohingegen am gegenüberliegenden Teil des zentralen Nervensystems sich der sakrale Pol befindet.

Und wie die Erfahrung lehrt gibt es tatsächlich Funktionen die je nach Sachverhalt und Situation mehr vom frontalen Pol oder mehr vom sakralen Pol dominiert werden – und demgemäß das Lebewesen so oder anders handelt bzw. reagiert, je nach dem welcher Pol gerade die Dominanz bzw. die Führung innehat.

Während der frontale Pol mehr mit der Kognition bzw. bei den höher entwickelten Tieren und beim Menschen mit der Denkfunktion befasst ist bzw. die Denkfunktion leistet, ist der sakrale Pol mehr mit elementar triebhaften Reaktionen befasst insbesondere betreffend das sexuelle Verhalten.

In diesem Sinn treten im Leben des Lebewesen also Situationen auf wo es so oder anders handeln kann bzw. wo mehr des elementar triebhafte Agieren und Reagieren die Handlung bestimmt oder mehr die weniger emotionale Besonnenheit bzw. die kognitive Überlegung.

Und wie die praktische Erfahrung und Beobachtung der Tiere und der Menschen lehrt kommt es diesbezüglich sowohl bei Tieren wie auch beim Menschen zu mehr oder weniger stark ausgeprägten triebhaften Aktionen und Reaktionen.

Wohingegen in anderen Fällen mehr der unbeeinflusste Instinkt – und weniger die triebhafte Reaktion beim Tier die Handlung bestimmt bzw. beim Menschen die gut überlegte Handlung das Verhalten bestimmt.

Neben der angesprochenen Sexualität bzw. dem angesprochenen sexuellen Verhalten sind die genannten Pol des Nervensystems auch mit anderen Aufgaben bzw. Funktionen befasst.

Der frontale Pol bzw. der rostrale Pol (rostrum Lateinisch der Schnabel) ist mit der Nahrungsaufnahme befasst, hingegen der sakrale Pol mit der Ausscheidung der Nahrungreste.

Und in Bezug auf das sexuelle Verhalten ist an dieser Stelle noch zu erwähnen dass die weiblichen und die männlichen Sexual-Organe – die Ovarien beim weiblichen Lebewesen im Bereich des sakralen Pols gelegen sind und ebenso die männlichen Sexual-Organe – die Hoden.

Andere triebhafte Reaktionsweisen sind in den höher entwickelten Tieren und ebenso im Menschen auch polar angelegt, insofern mehr oder weniger scharf abgegrenzte Zentren in den subkortikalen Strukturen des Gehirns und weiter unten im Hirnstamm oder Rückenmark das dem Kortex entgegengesetzte Zentrum bilden – und je nach dem das Verhalten des Lebewesens dominieren.

Man denke etwa an des Essverhalten der Tiere und der Menschen. Oder man denke an das Bedürfnis nach Schlaf als Folge der Ermüdung auch diese Funktion und andere Funktionen sind im zentralen Nervensystem mit dem Gehirn als frontaler Pol und gewissen subkortikalen Strukturen als der entgegengesetzte Pol wirksam bzw. bestimmen im jeweiligen Fall der Dominanz das Verhalten des Lebewesens.

In diesem Sinn kann man als die Kognition der Emotion entgegen gesetzt verstehen bzw. dominiert in manch einem Fall die „nüchterne“/emotionslose Kognition in manch einem anderen Fall die mit vitaler Energie geladene Emotion.

Beziehungsweise bestimmt die jeweils dominante psychische Kraft die Handlung bzw. die Reaktion. Beim Menschen kann in gewissen Fällen allerdings die geistige Kraft über die psychisch-triebhafte Kraft dominieren, wohingegen bei einem Tier niemals der Fall ist, weil das Tier nicht so wie der Mensch in verbaler Form denken kann, sondern das Tier immer nonverbal agiert und reagiert.

In dieser Hinsicht befindet sich der Mensch also in einer besonderen Situation, dass er zwar vielfach so wie die Tiere nonverbale bzw. primitiv reagiert in gewissen Fällen sich jedoch anders verhält, weil er über ein anderes Denkvermögen – ein verbales Denkvermögen bzw. über verbales Denken verfügt.

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Gehirn – die frontale Zentrale:

Das Gehirn erfüllt als frontale Zentrale bzw. die frontale Zentrale des Organismus die zentrale Funktion der Steuerung und Regelung leistet wie sie das Leben des Lebewesens in seiner Umwelt erfordert.

So sind zum Beispiel auch die Sinnesorgane im Bereich der als Kopfes wesentliche Organe, die im Verbund mit dem Nervensystem und anderen Organsystemen diese zentrale Funktion leisten.

Beziehungsweise entstehen durch die Sinnesorgane (Augen, Gehör, die Nase/Geruchsorgan/Bogengänge/Zunge/Geschmacksinn im Verbund mit anderen Organen und Organsystemen des Organismus sämtlich Aktionen und Funktionen des Lebewesens.

Unter anderem wird vom Gehirn bzw. vom frontalen Pol die Denkfunktion im Sinn des nonverbalen Denken im Tier beleistet und beim Menschen neben der nonverbalen Denkfunktion zusätzlich die verbale Denkfunktion falls der Mensch in einer menschlichen Gesellschaft aufgewachsen ist und damit zusätzlich zum nonverbalen Denken auch das verbale Denken gelernt hat.

Deswegen kann man sagen, dass im frontalen Pol bzw. in dieser frontal gelegen Zentrale des Organismus bei Tieren und beim Menschen die für das Leben und Überleben wesentlichen Aktionen und Funktion gesteuert und im Verbund mit den anderen Organen und Organsystemen des Lebewesens geleistet werden.

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(letzte Änderung 29.12.2025, abgelegt unter: Begriff, Biologie, Definition, Dialektik, Natur)

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