Wahl

Eine Wahl ist eine Entscheidung, die durch das Denken entsteht.

Es beruht die Wahl also auf dem Entschluss der Person.

Ich kann auch sagen: die Wahl ist das Resultat des Urteilens.

Ebenso kann ich sagen: die Wahl beruht auf dem Erkennen, dem Urteilen und der Entscheidung der Person.

Demgemäß beruht die Wahl der Person auf ihrem Urteil bzw. auf ihrer Beurteilung.

Dabei entsteht die Wahl entweder spontan oder nach Überlegung und es kann dies die bewusste reifliche Überlegung sein.

Man kann in diesem Fall sagen, dass die Wahl nach gründlicher Überlegung erfolgt.

Und es kann demgemäß die Wahl durch  vernünftige Überlegung – somit durch den gesunden Hausverstand bzw. durch den Verstand und die Vernunft geleitet und bestimmt sein, oder es kann die Wahl überwiegend durch die Emotion bestimmt oder durch die fremde Ansage (Suggestion) bestimmt, oder durch den persönlichen Geschmack im Sinn eines Vorurteils bestimmt, oder durch die Sympathie usf. begründet und bestimmt sein.

Dabei kann die Wahl mehr oder weniger frei – also auf der Grundlage der Freiheit zustande gekommen sein, oder es wurde die Wahl durch irgend einen Einfluss bestimmt und kann man dann nicht von freier Wahl sprechen.

Die Wahl bezieht sich entweder auf eine Sache, also auf ein Objekt respektive auf ein Faktum oder auf einen Sachverhalt, der nicht durch ein Objekt, sondern nur durch eine Idee bzw. nur durch ein Argument erfasst werden kann.

In diesem Fall wird die Wahl durch den Begriff der Idee getroffen, unter dem der Sachverhalt geistig aufgefasst wird (vgl. mit Kant Zitat 7).

Es wird in diesem Fall der Sachverhalt durch das Schema der Idee aufgefasst und durch die systematische Einheit der Idee beurteilt (vgl. mit Kant Zitat 7).

Man kann die Wahl also entweder durch Fakten begründet treffen oder durch Kriterien / Argumente begründet, die man nicht physisch sondern nur jenseits der physis (= Natur) also meta-physisch begründet bestimmen kann.

Demgemäß gibt es eine objektiv gültige bzw. objektiv richtige Wahl. Oder es ist die Wahl für das wählende Subjekt richtig und es  handelt sich sodann um eine subjektiv richtige Wahl. Die Wahl beruht also entweder auf einem Wahrnehmungsurteil oder auf einem Erfahrungsurteil im Sinn von Immanuel Kant. Demgemäß sollte im Hinblick auf eine von einem Subjekt getroffene Wahl die Toleranz beachtet werden – eben, weil nicht alle Menschen gleich denken und handeln. Andererseits endet die Toleranz dort – bzw. muss sie dort eingeschränkt werden – wo diese Spielregeln nicht von allen Mitgliedern der Gesellschaft beachtet und berücksichtigt werden bzw. nicht alle Mitglieder der Gesellschaft tolerant sind.

Die Wahl kann also in gewissen Fällen auf die Gewissheit bzw. die allgemeine Gültigkeit berufen. Oder es ist die Wahl durch die persönliche Sichtweise  bzw. den persönlichen Glauben oder durch die persönliche Meinung bestimmt.

Es beruht die Wahl also entweder auf einer Entscheidung die durch objektive Evidenz oder durch subjektive Evidenz der Richtigkeit getroffen worden ist.

Der Begriff der Wahl wird in verschiedenster Hinsicht verwendet:

Man kennt die Wahl einer Person für eine gewisse Funktion (im Beruf, in der Freizeit, in der Politik, in der Gesellschaft, in einer Demokratie in dem die Wahl vom Volk getroffen wird. Oder in einer Aristokratie in der die Wahl vom Aristokraten dem rechtmäßigen Herrscher, oder in einem totalitären Staat in dem die Wahl nicht vom rechtmäßigen Herrscher sondern vom selbsternannten Herrscher bzw. vom Diktator getroffen wird.

Zur Wahl in verschiedenen Bereichen:

In der Medizin kann sich die Wahl auf eine mögliche Therapie / therapeutische Maßnahme beziehen. Dabei kann es eine eindeutige und klaren Indikation infolge des vorhandenen fachlichen Wissens für diese Wahl geben, weil eine gewisse Wahrscheinlichkeit gemäß der wissenschaftlichen Forschung / Wissenschaft dafür spricht, dass diese Unternehmung / Therapie von Vorteil sein wird.

Auch in der Psychiatrie (Psychologie) kann es in diesem Sinn eine Wahl für oder wieder eine Therapie, etwa eine Therapie mit Psychopharmaka oder im Hinblick auf eine Psychotherapie oder sonstige Therapie geben.

In der Politik wird sich die Wahl entweder auf eine gewisse Person etwa den Präsident des Staates beziehen. Oder es bezieht sich die Wahl auf eine Partei, die für gewisse Ideen sich gemäß ihrem Programm einsetzt.

Oder es bezieht sich die Wahl auf eine sonstige Person, die gewisse Interessen vertritt ,eine Lobby die gewisse wirtschaftlich oder sonstige Interessen befördert.

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(letzte Änderung 07.05.2017, abgelegt unter Definition, denken, Gutachten, Philosophie, Urteil, Wissen, Wissenschaft)

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