Eine Synapse ist eine umschriebene Struktur an der Oberfläche einer Nervenzelle.
Dabei kann diese umschriebene Struktur an der Oberfläche der Nervenzelle einen Kontakt zur nachgeschalteten Nervenzelle bilden.
Oder es kann dieser Kontakt bwz. diese Kontaktstruktur der Nervenzelle an gewissen Stellen im Organismus eine Verbindung zur sonstigen Zelle bilden. Wobei diese sonstige Zelle eine nachgeschaltete Effektorzelle sein kann.
Oder es kann diese vorgeschaltete Zelle eine Sinneszelle sein, die Reize in der Form von Aktionspotenzialen im Nervensystem weiterleitet.
Demgemäß ist im Nervensystem eine Synapse eine Kontaktstruktur bzw. eine neuronale Kontaktstruktur die als Folge eines Aktionspotenzial einen neuro-biochemischen Reiz von einer Zellmembran auf die nachgeschaltete Zellmembran überträgt.
Durch diese neuronale Kontaktstruktur wird im Nervensystem ein Reiz – der durch das Aktionspotenzial der vorangeschalteten Nervenzelle an die nachgeschaltete Zelle – die im Nervensystem in aller Regel ebenfalls ein oder mehrere Reize an die nachgeschaltete Nervenzelle übertragen .
Oder es wird von einer Rezeptorzelle eines Sinnesorgans über die Synapse ein Aktionspotentzial – als afferenter Impuls– auf die nachgeschaltete Nervenzelle übertragen.
Oder es wird über die Synapse ein Aktionspotenzial – als efferenter Impuls – von der letzten Nervenzelle auf eine Effktorzelle (Muskelzelle/Drüsenzelle) übertragen.
In diesem Sinn verbinden die Synapsen einerseits im Nervensystem die Nervenzellen die miteinander in Verbindung stehen.
Oder es verbinden die Synapsen Sinneszellen mit Nervenzellen.
Oder es verbinden Synapsen Nervenzellen mit Effektorzellen.
Womit deutlich wird, dass die Synapsen im Nervensystem elementare Verbindungs-Strukturen sind, die im Rahmen einer gewissen neuronalen Funktion gewisse Zellen miteinander funktionell verbinden.
Eine Synapse ist also eine neuronale Struktur, die den elektrischen Kontakt einerseits zwischen Nervenzellen – über diese Kontaktpunkte auf der Nervenzelloberfläche mit nachgeschalteten Zellen herstellt.
Über diese neuronalen Strukturen können einerseits afferente Signale/Reize aufgenommen und nach zentral geleitet werden, insofern am Ende von gewissen Nervenbahnen, die Verbindung zu den Rezeptorzellen (Netzhautzellen an der Netzhaut im Auge, Geruchszellen in der Nase, Sinneszellen im Innenohr (Schnecke) und in den Bogengängen, Geschmackszellen auf den Papillen der Zunge, Sinneszellen in der Haut/ an den Sehnen im Bewegungsapparat) dank der Synapsen gebildet werden.
Und dass andererseits durch dank der Synapsen Signale bzw. Aktionspotenziale auf die Effektorzellen (Muskelzelle, Drüsenzelle) übertragen werden um dadurch gewisse Effekte (Muskelzellen, Drüsenzellen) zu bewirken.
Dank der Synapsen wurde also die körperliche Funktion möglich und bei den hoch entwickelten Tieren auch die psychische Funktion – und darüber hinaus beim Menschen auch die geistige Funktion.
Somit sind die Synapsen wesentliche neuronale Strukturen die den neuronalen Prozess in den neuronalen Netzwerken ermöglichen und die damit auch die neuronale Aktivität ermöglichen – oder man kann auch sagen: die die neuronale Funktion ermöglichen, sodass in letzter Konsequenz, die für das Lebewesen notwendigen Aktionen und Funktionen dadurch entstehen.
.
Man kann also sagen, dass dank der Synapsen die neuronale Funktion im vielzelligen Lebewesen entstand und dass dadurch die körperliche Funktion – im Verbund mit den Organen des Organismus – entstanden ist bzw. dass dadurch bei den hoch entwickelten Tieren und beim Menschen die psychische Funktion entstanden ist.
Und dass dank der Synapsen im frontalen Pol des Nervensystems, nämlich im Gehirn der Hominiden, zusätzlich zu den zuvor genannten Funktionen auch die geistige Funktion entstanden ist.
In diesem Sinn ist die neuronale Kontaktstruktur, die man als Synapse bezeichnet, ein Schlüssel-Element der belebten Natur das die Entstehung ders Spezies der Tiere und auch den Menschen möglich gemacht hat.
Nur auf Basis dieses dieser Struktur war die Entstehung der Nervensysteme möglich.
Beziehungsweise wurde es Dank der Synapsen möglich Reize von Außen, aus der Umwelt und ebenso Reize von Innen, aus dem Inneren des Organismus in der neuronalen Struktur zu verarbeiten.
Ohne Synapsen wäre also die Entstehung der höher entwickelten Lebewesen, der Tiere und der Menschen nicht möglich gewesen und könnten die Aktionspotenziale im Nervensystem nicht verarbeitet werden. Dank dieser neuronalen Kontaktstruktur ist es also möglich die eintreffenden Reize zu analysieren und zu integrieren.
Man kann also sagen, dass Dank der Synapsen neuro-biologische Analysatoren und neuro-biologische Integratoren entstanden sind, die durch das Nervensystem im Verbund mit den anderen Organen und Organsystemen des Organismus als biologisches Ganzes bzw. als biologische Einheit die für das Leben notwendigen Aktionen und Funktionen ermöglichen bzw. bewirken.
Beziehungsweise konnte dank dieser neuronalen Kontaktstrukturen, im Nervensystem des Lebewesen, die neuronale Aktivität und damit der neuronale Prozess entstehen, der letztlich all die Aktionen und Funktionen ermöglicht, die für das Leben einerseits notwendig und andererseits zweckdienlich sind.
Man kann also sagen, dass das Lebewesen als Vielzeller erst dank der Synapsen die Möglichkeit erlangt hat in seinem Nervensystem Information zu seinem Nutzen – so wie es das Leben auf der Welt erfordert – zu verarbeiten.
Einerseits Information die in der Form von Reizen, die von Außen aus der Umwelt über die Sinnesorgane in den Organismus gelangt, und andererseits Information die in der Form von Reizen aus dem Inneren des Organismus stammt, können dank der Synapsen im Nervensystem verarbeitet bzw. integriert werden.
Beziehungsweise konnte erst dadurch im Nervensystem der neuronale Prozess entstehen, der seinerseits die neuronale Funktion bewirkt und damit das Leben dem Lebewesen als Vielzeller ermöglicht.
.
.Aktivität regt die Bildung von Synapsen an – Neuroplastizität:
Die Neuroplastizität ist das Phänomen dass die Aktion bzw. die Funktion im Nervensystem die Bildung von Synapsen im Bereich der aktiven Zone der neuronalen Struktur angeregt. Auf diese Art und Weise kommt es durch die Aktion bzw. durch die Funktion zur natürlichen Ausbildung und damit zur Vermehrung der Synapsen in den entsprechenden Regionen an den Nervenzellmembranen (an Dendriten/Nervenzellkörpern/Axonen) was die Optimierung der neuronalen Funktion bzw. die Optimierung der jeweiligen Aktion bzw. Funktion zur Folge hat.
.
Übung, Aktion und Funktion – stimulieren Synapsenbildung – Neuroplastizität:
Die klinische Erfahrung lehrt, dass Übung, Aktion und Funktion die Synapsenbildung stimulieren. Mit anderen Worten: die wiederholte Praxis führt zur Anpassung des Lebewesens – und damit auch zur Anpassung des Nervensystems an die neue Situation. Dabei wird dieser neuronale Vorgang als Neuroplastizität bezeichnet bzw. ermöglicht dieser neuronale Vorgang die Anpassung an die reale Situation und kommt es – unter einem anderen Gesichtspunkt betrachtet dadurch zur Steigerung der Leistung bzw. zur Steigerung der Funktionalität.
Mit der Optimierung der Ausbildung und der Vermehrung der Synapsen kommt es auch zur Optimierung der Form bzw. der Gestalt der Dendriten und der Axone, insofern auch diese eine gewissen Entwicklung gemäß der Neuroplastizität unterliegen.
.
In diesem Sinn führt das natürliche Tun beim Lebewesen mit einem Nervensystem – und demgemäß beim in der Natur lebenden Tier zur permanenten Entwicklung der neuronalen Struktur.
Und kann man demgemäß auch sagen, dass auch das menschliche Nervensystem infolge von willentlich absichtlich durchgeführten Aktionen etwa in Folge von gewissen Übungen – wie sie durch den menschlichen Willen intendiert sind zur Entwicklung der neuronalen Struktur führt.
Es spielt dabei also das bewusst gewollte Tun des Menschen bei der Synapsenbildung und damit bei der Optimierung der Funktion bzw. Aktion eine wesentliche Rolle.
Die natürliche Aktivität und auch die bewusste vom Menschen gewollte „künstlich“ in die Wege geleitete Aktivität führt zum Optimum der neuronalen Funktion beim einzelnen Individuum, wie dies etwa aus der Förderung im Spitzensport bekannt ist.
Wo hingegen das nicht durchgeführte Training bzw. das verminderte Tun bzw. das Nicht-Tun, die Faulheit, die Inaktivität den Rückbau von Synapsen der neuronalen Struktur und letztlich den Rückbau der Funktion insgesamt zur Folge hat.
Deswegen die großen Erfolge im Rahmen der individuell abgestimmten Rehabilitation durch das fleißige Tun bzw. durch die gezielte Übung und Praxis.
So gesehen ist die Anpassung des Lebewesens und damit die des Organismus an das Leben bzw. an die Lebensbedingungen die natürliche Reaktion auf der Ebene des Nervensystems und kann man diese natürliche Anpassung als natürliches Phänomen bezeichnen, das als Neuroplastizität bezeichnet wird, und das dabei zur Steigerung der Leistung bzw. auch zur Steigerung der neuronale Aktivität und der neuronalen Funktion führt.
.
(letzte Änderung 21.08.2025, abgelegt unter Begriff, Biologie, Definition, Natur, Nervensystem)
.
……………………………………………….
weiter zum Beitrag: Nervenzelle
………………………………………………..

