Dr.med. Othmar Mäser, Psychiater Psychotherapie

Störung

Eine Störung ist eine Beeinträchtigung.

Dabei kann die Störung eine Aktion/eine Funktion/einen Zustand oder sonst etwas betreffen bzw. dieses Etwas beeinträchtigen.

Demgemäß bewirkt die Störung z. B. eine Funktionsstörung.

Man kann in diesem Fall daher sagen, dass die Störung eine Abweichung der Funktion von der Norm bewirkt. Die Störung hat hier also die normale Funktion beeinträchtigt, sodass die Funktionsstörung aufgetreten ist.

Störung der Gesundheit:

In der Heilkunde kann eine Störung der Gesundheit den Körper und/oder die Psyche betreffen.

Durch die Störung der Gesundheit kann es zu einer Befindlichkeitsstörung bis hin zur körperlichen Störung kommen, die infolge der körperlichen Funktionsstörung sich als gesundheitliche Störung/Krankheit manifestiert.

Oder es kann im Hinblick auf die psychische Funktion zur psychischen Störung kommen, oder falls beide Bereiche die körperliche Funktion und ebenso die psychische Funktion erheblich betroffen sind zur psychosomatischen Störung.

Störung der rechtlichen Ordnung:

In rechtlicher Hinsicht kann eine Störung eine Rechtsfolge nach sich ziehen (Beispiel: Störung des Besitzes, durch Lärm, Störung durch Abgase usf. die rechtliche Konsequenzen haben).

Weiteres zum Begriff Störung:

Die Störung kann also die Beeinträchtigung einer gewissen Ordnung zur Folge haben, etwa eine gewisse Harmonie stören.

In gesundheitlicher Hinsicht kann die Störung der Harmonie die Störung der körperlichen Funktion und/oder der psychischen Funktion zur Folge haben.

Eine Störung kann ein biologisches System betreffen, etwa einen Organismus respektive ein ganzes Lebewesen, oder ein Ökosystem, oder es kann die Störung ein technischen System, oder sonst ein System betreffen.

Man kann auch sagen: eine Störung ist eine Irritation, die ein System betrifft.

Demgemäß kann in einem Organismus, also im einzelnen Lebewesen eine Störung auftreten, oder es kann in einer ganzen Population eine gesellschaftliche Störung auftreten.

Eine Störung tritt in Folge einer Ursache auf, die sich auf ein Objekt/eine Einheit/ein System beeinträchtigend auswirkt. Dabei kann es sich um eine einfache Ursache oder um eine komplexe Ursache handeln.

In der Heilkunde unterscheidet man in der Medizin die gesundheitlichen Störungen bzw. Krankheiten die primär den Körper betreffen von den verschiedenen psychischen Störungen die primär das Erleben, also die Psyche betreffen und die in der Psychiatrie untersucht und behandelt werden. Schließlich kennt man auch den Begriff der Psychosomatischen Störung.

In der Biologie kennt man die Störungen im einzelnen Lebewesen, oder die Störungen die in einer Gruppen von Lebewesen auftreten, und solche, die in ganzen Ökosystemen auftreten.

In der Soziologie kennt man die Störungen, die in einer Population, oder in einer Gruppe der Gesellschaft auftreten, wenn z.B. gewisse Änderungen eintreten.

In der Ökonomie kennt man Störungen in den verschiedensten Bereichen: im Handel, im Finanzwesen, Bankenwesen usf.

In der Technik gibt es die Störungen bei kleinen und großen Systemen, wie sie bei technischen Apparaten, etwa bei einem Radio, in einem Elektroherd oder z.B. in einem Computer auf der Ebene der hardware oder der Ebene der software oder in einem ganze Netzwerk auftreten.

Schließlich gibt es auch in anderen Bereichen die verschiedensten Störungen. Hier eine paar Beispiele bei denen der Begriff Störung verwendet wird: Besitzstörung, Ruhestörung, Durchblutungsstörung, Gleichgewichtsstörung, Hörstörung, Bewusstseinsstörung, Gemütsstörung, Störung der Affekte, kognitive Störung, affektive Störung, Somatisierungsstörung, Verdauungsstörung, Verhaltensstörung, Wachstumsstörung, Wahrnehmungsstörung, Zwangsstörung, Zyklusstörung usf.

Demgemäß kennt man in den verschiedenen Bereichen die unterschiedlichen Formen der Störanfälligkeit.

Eine Störung kann sich spontan zurückbilden, oder erst nach dem richtigen Eingreifen bzw. in Folge der richtigen Maßnahme.

Eine relevante Störung tritt oftmals erst auf, wenn ein kritischer Schwellenwert überschritten worden ist. Es kann schließlich zur Demkompensation des Systems kommen.

In der Biologie kennt man daher die Begriffe der Krankheit bzw. krankheitswertigen gesundheitlichen Störung des Körpers oder den Begriff der psychische Störung. Ferner kennt man in der Heilkunde auch den Begriff der psychosomatischen Störung.

In der Medizin und Psychiatrie spricht man demgemäß von der spontanen Heilung bzw. einer spontanen Genesung, wenn sich die Störung ohne Therapie zurückbildet. Oder es bildet sich die Störung erst unter der Beihilfe bzw. der hinzukommenden Therapie zurück. Es kann dabei also die angewandte Therapie mehr oder weniger hilfreich sein. In einem solchen Fall kann man sagen, dass die Therapie für die gesundheitliche Besserung mehr oder weniger kausal ist.

Erkenntnistheoretisch bzw. philosophisch betrachtet ist die Störung eine Einheit die durch ein Konzept, erfasst wird. Es ist dies also eine systematische Einheit durch die man den Sachverhalt geistig auffassen, verstehen und erklären kann, wenn man beobachtet, wie die Störung in Folge einer bekannten oder unbekannten Ursache auftritt. Es handelt sich also beim Begriff Störung um den Begriff einer Idee durch den man den Sachverhalt geistig auffassen, verstehen und erklären kann.

.

(letzte Änderung 21.11.2020, abgelegt unter : Bewusstsein, Biologie, Definition, Gesundheit, Gutachten, Heilkunde, Lernen, Medizin, Nervensystem, Norm, normal, Philosophie, Psyche, Psychiatrie, Psychologie, Störung)

……………………………………….

weiter zum Beitrag: Störanfälligkeit

……………………………………………

weiter zum Beitrag: funktionelle Störung

………………………………………..

weiter zum Beitrag: Dekompensation

…………………………………………….

weiter zum Beitrag: Schwellenwert

……………………………………………………

weiter zum blog: Störung

……………………………………………..

weiter zur Seite: medizinische Diagnose – psychiatrische Diagnose

………………………………………………….

Antiloop GmbH / bechtold.at.