Schwarmphänomen (Gruppenphänomen)

Ein Schwarmphänomen (Gruppenphänomen) ist ein Phänomen wie es zeitweise bei gleichartigen Lebewesen als gleichartiges Verhalten zu beobachten ist.

Dieses Phänomen tritt bei diesen Lebewesen derselben Art bwz. Gattung deswegen auf, weil sie auf gleiche Art und Weise beschaffen sind.

Das heißt wegen der gleichartigen Beschaffenheit – und wegen den gleichen Interessen – kommt es zu dieser Zeit beim Zusammentreffen der gleichartigen Individuen zur Bildung eines Schwarmes oder zur Bildung einer Gruppe gleicher Lebewesen.

In diesem Sinn kennt man zum Beispiel die gleichgeschaltete Aktion einer Gruppe von gleichartigen Tieren (Bildung einer Herde, Bildung eines Rudels, Fischschwarm auf der Wanderung ins Laichgebiet, Vogelschwarm bei Zugvögeln, Bienenschwarm usf.).

Analog kennt man beim Menschen gleichgeschaltete Aktionen: in einer Familie, einer Sippe, in einem Stamm, in einem Dorf, in einem Volk, in einer Ethnie, in einem Staat. Oder sonst bei einer Gruppe von Menschen mit gleichen Interessen (Sport, Fussball etc.) auch hier kommt es zu Gruppenbildungen. Dadurch wird das Selbstbewusstsein der einzelnen Person gestärkt (Steigerung des Gefühls der Kraft, Gefühl der Zusammengehörigkeit usf.).

Es sind dies natürliche Phänomene die jeweils für die einzelnen Individuen in der Regel von Vorteil weil sie in der Gruppe bzw. im Schwarm besser realisiert werden können.

Man kann also sagen, dass ähnlich zur Schwarmbildung bei Tieren auch die Gruppenbildung bei Menschen weitgehend ein natürliches Phänomen ist dem gewisse elementare Bedürfnisse und Interessen im einzelnen Fall zu Grunde liegen.

Zum Beispiel gesteigerte Freude beim Erleben etwa in Bezug auf die Bewegungen bei den einzelnen Personen (Gruppentanz, Marschieren zur Marschmusik, Erleben in der Gruppe von z. b. Musik bei einem Konzert, Fußballspiel im Stadion usf.)

Auch in Bezug auf das Denken und Reagieren der einzelnen Menschen kann es infolge der gleichen/gleichartigen Ansage zur gleichen Reaktion kommen (Einfluss der Propaganda, Werbung).

In einem derartigen Fall kann man bezüglich dieser Gleichschaltung auch von einem psychischen Phänomen bzw. von einem geistigen Phänomen sprechen.

Das psychische Phänomen meint hier das gleichartige Fühlen und Reagieren – man kann also vom gleichartigen bzw. gleichgeschalteten Erleben sprechen.

Das geistige Phänomen meint hier das gleichartige Denken und Urteilen, die gleichartige Kognition und Beurteilung von Sachverhalten.

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(letzte Änderung 28.02.2025, abgelegt unter: Begriff, Biologie, Definition, Denken, Erleben, Geist, Gemüt, Kognition, Nervensystem, Psyche)

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