Die Praxis ist die wiederholte Übung des praktischen Tuns.
Dabei kann die Praxis sich entweder auf ein praktisches Tun bzw. auf eine wiederholte Übung im Alltag beziehen respektive kann sich das praktische Tun zum Beispiel in einer praktischen Übung in der Wirklichkeit beziehen.
Oder es kann dieses wiederholte Tun respektive diese wiederholte Übung auf ein theoretisches Tun beziehen, nämlich auf ein Tun in der Theorie so zum Beispiel auf das theoretische Tun bei einer theoretischen Übung.
Man denke etwa an eine tatsächliche Übung im Sinn einer manuelle Tätigkeit als ein praktisches Tun, oder man denke an die Denkgewohnheit einer bestimmten Person also an das theoretische Tun bzw. an die theoretische Praxis dieser Person.
Beziehungsweise kann dieses Individuum das diese individuelle Denkgewohnheit auf individuelle Art und Weise im Lauf der Zeit entwickelt hat auf persönliche bzw. auf individuelle Art und Weise weiter entwickeln.
Immer wird die jeweilige Praxis von der jeweiligen Person auf eine persönliche Art und Weise bzw. auf eine individuelle Art und Weise vom jeweiligen Individuum durchgeführt.
Dies betrifft zum Beispiel das Überlegen und somit das Denken der Person.
Und es betrifft dies auch das praktische Handeln der Person – soweit es sich um eine praktische Tätigkeit handelt die zum Beispiel bei einem bestimmten Beruft wiederholte male vorkommt – und somit einer wiederholten Übung entspricht.
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Man kann auch sagen, dass die jeweilige Praxis die jeweilige Funktion betrifft.
Weil diese Funktion in Rahmen dieser Praxis wiederholte male durchgeführt von dieser Person durchgeführt wird
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In diesem Sinn kann die Praxis die körperliche Funktion, die psychische Funktion oder die geistige Funktion betreffen und ist dies jeweils ein sehr persönliches bzw. ein sehr individuelles Geschehen.
Demgemäß kann sich die Praxis auf ein physisches Geschehen bzw. ein körperliches Geschehen respektive eine körperliche Aktion oder eine körperliche Funktion auf ein derartiges Geschehen beziehen, also auf Etwas das sich auf der „Ebene der Objekte“ abspielt, oder auf eine Praxis im Sinn eines geistigen Geschehen – bzw. auf ein mentales Geschehen das sich auf der „Ebene der Ideen“ in der Vorstellung bzw. im Bewusstsein der jeweiligen Person abspielt.
Immer hat ein derartiges Geschehen – in Bezug auf einen Menschen – ein Korrelat auf der Ebene des Nervensystems.
Man kann also sagen, dass das jeweilige Geschehen mit einem bestimmten neuronalen Muster korreliert bzw. mit einer bestimmten neuronalen Funktion.
Das erstere betrifft also einen physisches Geschehen in der realen bzw. in der physischen Realität, respektive ein reales Geschehen in der objektiven Wirklichkeit.
Im Gegensatz dazu betrifft das zweite eine subjektiven Wirklichkeit etwas das sich auf der auf ein „Ebene der Ideen“ abspielt, also etwas das sich im Denken der jeweiligen Person bzw. des jeweiligen Individuums abspielt.
Und dabei bewegt man sich geistig auf der Ebene des Denkens etwa auf der Grundlage einer bestimmten Theorie bzw. auf der Grundlage eines Konzepts.
So zum Beispiel in dem Sinn, dass eine bestimmte Person, die in einer Wissenschaft tätig ist, an eine bestimmte Theorie glaubt bzw. sie davon ausgeht, dass diese Theorie bzw. das von ihr angewandte Konzept die „Realität“ – in der Physik, in der Atomphysik/in der Kernphysik, in der Quantenmechanik oder in sonst einem Bereich des Wissens der nur theoretisch erschlossen werden kann, bestmöglich erschließt/erfasst/abbildet/simuliert.
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Die Praxis wird durch die Übung gefestigt:
Die Praxis wird durch die Übung gefestigt und sie kann sich zur Gewohnheit entwickeln.
Übung macht den Meister – das Ergebnis der wiederholten Praxis:
Man sagt zu Recht, dass die Übung den Meister macht, weil durch das wiederholte Tun die Gewöhnung folgt die schließlich die Fertigkeit steigert und es wird dadurch letztlich die Meisterschaft erlangt.
Dies gilt für praktisches Tun bzw. für die praktisch Handeln und auch für theoretisches Tun.
Auswirkung der Praxis auf das Nervensystem:
Die Übung und demgemäß auch die Praxis wirken sich auf die Entwicklung des Nervensystems aus.
Dadurch entwickeln sich die entsprechenden neuronalen Muster. Man kann auch sagen, dass sich dadurch die entsprechenden neuronalen Programme entwickeln – und es führt dies zur Steigerung der Fertigkeit bzw. zur Steigerung des praktischen und theoretischen Können.
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(letzte Änderung: 15.10.2025, abgelegt unter: Begriff, Biologie, Definition, denken, Geist, Nervensystem, Psyche)
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