Objektives Wissen ist Wissen vom Grad der Gewissheit (vgl. mit Kant Zitat 9).
Objektives Wissen ist durch Fakten bzw. durch Tatsachen bestimmt.
Für objektives Wissen gibt es einen objektiven Beweis.
Weil objektives Wissen auf Fakten bzw. auf Tatsachen beruht ist es allgemein gültig.
Im Gegensatz dazu ist subjektives Wissen nur für das (erkennende/denkende) Subjekt – mehr oder weniger – gültig bzw. mehr oder weniger gewiss.
Objektives Wissen wird in Bezug auf ein Objekt respektive in Bezug auf ein Erkenntnisobjekt erlangt, das uns tatsächlich als Gegenstand schlechthin und damit als Tatsache gegeben ist.
In Bezug auf einen solchen Erkenntnisobjekt bzw. in Bezug auf einen derartigen Erkenntnis-Gegenstand stimmen alle Urteile miteinander überein (vgl. mit Kant Zitat 9).
Daher ist objektives Wissen allgemein gültiges Wissen, weil jede Person auf der Grundlage dieses Erkenntnis- Gegenstandes bzw. auf der Grundlage dieses Erkenntnis-Objekts zur selben Erkenntnis bzw. zum selben Urteil gelangt.
Immanuel Kant bezeichnet einen solchen Gegenstand als Gegenstand schlechthin (vgl. mit Kant Zitat 7).
Auf der Grundlage dieses Erkenntnisobjekts kann objektiv gültig entschieden bzw. objektiv gültig demonstriert werden, dass das erlangte empirische Wissen allgemein gültig zutreffend ist.
Die objektive Wahrheit gründet sich auf objektives Wissen, weil dieses Wissen für alle Personen gültig ist bzw. ist dies die allgemein gültige Wahrheit ist.
Objektives Wissen wird durch eine Erfahrungsurteil erlangt, hingegen wird subjektives Wissen durch ein Wahrnehmungsurteil erlangt.
Im Gegensatz zu objektivem Wissen gibt es Wissen, das nicht auf der Grundlage eines uns tatsächlich gegebenen Erkenntnisobjekts erlangt wird, sondern wo dieses Wissen sich auf eine Vorstellung bzw. auf eine Idee gründet, die als Gegenstand in der Idee im Bewusstsein der erkennenden/denkenden Person erscheint, falls diese Person die Merkmale der Idee durch das Schema der Idee geistig auffasst (vgl. mit Kant Zitat 7)
Unter einem anderen Blickwinkel betrachtet kann man sagen dass in diesem Fall der Begriff der Idee im Bewusstsein der erkennenden/denkenden Person als die systematische Einheit der Idee erscheint, falls diese die Merkmale der Idee durch das Schema der Idee geistig auffasst. (vgl. mit Kant Zitat 7)
Beziehungsweise erscheint in einem derartigen Fall der Begriff der Idee im Bewusstsein der erkennenden/denkenden Person, falls diese den Sachverhalt durch dieses systematische Einheit der Idee respektive durch den Begriff der Idee geistig auffasst.
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Womit deutlich wird, dass viel vom menschliches Wissen – sowohl im Alltag für den einzelnen Menschen wie auch in der Wissenschaft für den forschenden Wissenschaftler nur vom Grad des subjektiven Wissens ist. Der Mensch strebt zwar nach allgemein gültigem Wissen stößt jedoch in vielen Bereichen, sowohl im Alltag wie auch in der Wissenschaft an den Punkt wo er erkennen muss dass das das erlangte Wissen nur subjektiv gewiss ist.
In einem derartigen Fall von Wissen bzw. von Erkenntnis hängt die persönliche Erkenntnis von der persönlichen bzw. von der subjektiven Sichtweise ab, die auf den Sachverhalt beim Erkennen – im Alltag und in der Wissenschaft – projiziert wird.
In diesem Fall wird die Erkenntnis also auf der Grundlage von subjektiver Evidenz erlangt, wohingegen beim objektiven Wissen die Erkenntnis auf der Grundlage von objektiver Evidenz erlangt wird bzw. auf der Grundlage von (objektiver) Gewissheit entsteht.
Dies ist in der Medizin und in der Psychiatrie zum Beispiel bei den Symptomen und bei den nicht-objektivieren psychischen Phänomenen der Fall. Daher handelt es sich bei solchem Wissen um subjektives Wissen.
In einem solchen Fall kann man nur auf der Ebene der Vorstellungen Evidenz über das Zutreffen des Wissens erlangen. Daher handelt es sich in einem solchen Fall um subjektive Evidenz und nicht um objektive Evidenz.
Philosophisch betrachtet wird subjektives Wissen durch ein synthetisches Urteil erlangt, wohingegen objektives Wissen sich auf ein analytisches Urteil gründet, das sich auf ein demonstrierbares Objekt bezieht (vgl.mit Kant Zitat 7).
Wenn man also Wissen erlangt, kann man oftmals vorerst nicht sicher sein, ob dieses Wissen objektives Wissen ist oder nur subjektives Wissen (vgl. mit Kant Zitat 9).
Primär weiß man nur für sich selbst. Erst in zweiter Linie stellt es sich heraus, ob auch andere Personen zum selben Wissen gelangen, nur in diesem Fall handelt es sich um objektives Wissen (vgl. mit Kant Zitat 9).
Immanuel Kant hat aufgezeigt, dass objektives Wissen sich auf einen Gegenstand schlechthin bezieht, weil in Bezug auf ein solches Objekt alle Urteile untereinander übereinstimmen (vgl. mit Kant Zitat 9).
In Bezug auf ein mentales Objekt bzw. in Bezug auf ein mentales Erkenntnisobjekt stimmen die Urteile von anderen Person nicht unbedingt mit dem meinigen überein, da hierbei das Urteil (die Erkenntnis) nicht nur vom Objekt, sondern auch vom Subjekt abhängt. Das heißt in diesem Fall spielen beim Erkennen Voraussetzungen eine Rolle, die durch das Subjekt bestimmt sind (vgl. mit Kant Zitat 9).
Dies ist der Grund warum nur in einem Teilbereich der Medizin objektive Erkenntnisse erlangt werden können bzw. warum nur in einem Teilbereich der Medizin die medizinischen Diagnosen objektiv gültig bestimmt werden können. Das heißt die anderen medizinischen Diagnosen, nämlich diejenigen, die sich auf Symptome und auf nicht-objektivierbare Phänomene gründen, und auch diejenigen die durch eine diagnostisches Schema bestimmt werden, können nicht objektiv gültig bestimmt werden.
Aus dem selben Grund sind auch die psychiatrischen Diagnosen und überhaupt das psychiatrische Wissen, sowie die Erkenntnisse in der Psychologie und Psychotherapie generell nur subjektiv gewiss bzw. handelt es sich dabei um subjektives Wissen, weil sich dieses Wissen auf psychische Symptome und psychische Phänomene gründet, die ihrerseits nur subjektiv gewiss bestimmbar sind.
Man kann also in vielen Erkenntnisbereichen kein objektives bzw. kein absolutes Wissen, sondern nur subjektives und damit nur relatives Wissen erlangen.
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(letzte Änderung 30.07.2025, abgelegt unter: Definition, Erkenntnis, Wissen, objektives Wissen, Philosophie)
zuletzt pos. 1 am 04.12.2023
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