natürliches Denken

Natürliches Denken ist Denken das in einem Nervensystem gemäß dem natürlichen Prinzip entsteht.

Im Nervensystem eines hoch entwickelten Tieres oder im noch höher entwickelten Nervensystem eines Menschen entsteht nämlich, durch den natürlichen neuronalen Prozess der Reize bzw. der durch die Wahrnehmung entstandenen Informationen das natürliche Denkergebnis bzw. die natürliche Entscheidung.

Demgemäß kann man sagen, dass das natürliche Denkergebnis bzw. die natürliche Entscheidung durch den neuronalen Prozess der Reize im Nervensystem des Lebewesens entstanden ist.

Beziehungsweise hat dieser natürliche  Prozess im Nervensystem zu diesem Denkergebnis bzw. zu dieser Entscheidung in diesem Individuum geführt.

Unter einem anderen Blickwinkel betrachtet kann man sagen, dass die durch die Wahrnehmung entstandene Information, insbesondere die durch die sinnliche Wahrnehmung entstandene Information in diesem Individuum zu dieser individuellen Entscheidung oder zu dieser individuellen Aktion oder zu dieser individuellen Reaktion geführt.

Und weiter kann man – unter einem anderen Blickwinkel betrachtet – sagen, dass diese Aktion oder diese Reaktion durch den natürlichen neuronalen Prozess gemäß dem natürlichen Prinzip in der neuronalen Struktur des Lebewesens entstanden ist.

Es ist nämlich so, dass durch den neuronalen Prozess in der gegebenen Situation bei einem bestimmten Lebewesen mit einem Nervensystem die in dieser neuronalen Struktur eintreffende Information auf natürliche Art und Weise verarbeitet bzw. integriert wird, sodass dadurch das situativ natürliche Denk-Ergebnis entsteht.

Auf dieser natürlichen Grundlage entsteht also sowohl bei hoch entwickelten Tieren und ebenso im noch höher entwickelten Mensch durch den natürlichen neuronalen Prozess das natürliche Denken. bzw. das situativ natürliche Denk-Ergebnis.

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Weiteres über das natürliche Denken – die natürliche Denkfunktion hat sich in der Natur entwickelt:

In der  Natur hat sich bei den Lebewesen mit einem Nervensystem die natürliche Denkfunktion auf natürliche Art und Weise entwickelt.

Ausgehend von niederen Tieren mit einem Nervensystems entstand im Rahmen der Differenzierung der Arten bzw. der Gattungen Lebewesen die in ihrer Umwelt höheren Anforderungen ausgesetzt waren und konnten demgemäß Tiere die diesen Anforderungen entsprachen in dieser Umwelt leben bzw. überleben.

Auf dieser Grundlage kam es im Lauf der Zeit dazu dass sich die Lebewesen fortlaufend weiter spezialisierten und demgemäß auch ihr Nervensystem neben den anderen Organen und Organsystemen des Organismus sich entwickelte, sodas sie die Leistungen erbringen konnten die mit diesen Anforderungen verbunden waren.

Deswegen kam es bei höher entwickelten Tieren zur Ausbildung eines frontalen Pols als Zentrum des Nervensystems. Diese frontale Zentrum bzw. dieser frontale Pol wird bekanntlich als Gehirn bezeichnet. Und es ist dieses frontale Zentrum in dem die von außen und die von innen eintreffenden Reize bzw. Informationen integriert bzw. verarbeitet werden sodass das Tier gemäß der Situation agieren bzw. reagieren kann.

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Der eigentliche Denkprozess findet im frontalen Pol des Nervensystems statt:

Gemäß dem vorangehenden kann man sagen, dass in diesem frontalen Zentrum dem Gehirn der eigentliche Denkprozess stattfindet, insofern in diesem Bereich der neuronalen Struktur die neuronale Aktivität stattfindet, die die Denkaktivität bzw. die die Denkfunktion leistet.

Diesbezüglich kann man festhalten, dass in der Natur wild lebende Tiere sich praktisch ständig auf die gegebene Situation anpassen müssen bzw. müssen sie praktisch ständig gemäß der gegebenen Situation angemessen agieren bzw. reagieren.

Auf dieser Grundlage hat sich also im Nervensystem und damit auch im Gehirn der Tiere die natürliche neuronale Aktivität bzw. die natürliche neuronale Funktion derart entwickelt, dass sie gemäß der jeweils gegebenen Situation angemessen agieren bzw. reagieren können.

Unter einem anderen Blickwinkel betrachtet kann man sagen, dass im Rahmen der Evolution sich neben den anderen Organen und Organsystem auch das Nervensystem – und hier insbesondere der frontalen Pol nämlich das Gehirn dank der Neuroplastizität derart entwickelt hat, dass das Lebewesen als Ganzes bzw. dass der Organismus als Ganzes – als lebende Einheit – als lebendes Wesen – auf die Situation durch das tierische Denken bzw. durch das animalische Denken angemessen agieren bzw. reagieren kann.

Demgemäß kann man sagen, dass dieses angemessene Agieren bzw. das angemessene Reagieren die Folge des angemessen tierischen Denkens ist das man auch als situatives Denken des Tieres bezeichnen kann.

Und durch die Selbstbeobachtung findet man dass auch wir Menschen – teils so wie die Tiere situativ agieren und situativ reagieren – ohne dass wir auf der Grundlage von Begriffen lange überlegen – oder dieses oder jenes tun sollen. Nicht wenige unserer Handlungen funktionieren also so wie die Handlungen ohne mentalen Prozess im engeren Sinn.

Eben wie es die gegebene Situation gerade erfordert – soll ich flüchten soll ich im Raum bleiben usw.

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Man kann also sagen, wie die Erfahrung lehrt ist auch menschliches Denken abschnittsweise ein situatives Denken das sich nicht vom animalischen Denken bzw. das sich nicht vom tierischen Denken unterscheidet, weil diese Art des menschlichen Denken – so wie die tierische Art des Denken ohne Begriffe funktioniert.

Man kann dieses situative Denken also als nonverbales Denken bezeichnen das den höher entwickelten Tieren wie auch beim Menschen zu finden ist.

Wenn man davon ausgeht, dass sich das menschliche Denken sich aus dem situativen Denken der Tiere bwz. aus dem tierischen Denken entwickelt hat – und zwar ausgehend von den Primaten – unter den Affen, die über das höchste tierische Denkvermögen verfügen.

Dann ist auch die Annahme berechtigt, dass sich parallel mit dieser Entwicklung einer Psyche in den hoch entwickelten Tieren auch die ersten menschlichen Gesellschaften nämlich die Gesellschaften der Hominiden aus diesen tierischen Gesellschaften entstanden sind.

Man kann also festhalten dass die Gesellschaften der Hominiden die Vorläufer der menschlichen Gesellschaften waren bzw. diese sich aus tierischen Gesellschaften/Gruppen entwickelt hatten.

Und weil man in der Wissenschaft von den Hominiden spricht die sich als Bindeglied zwischen den Tieren und den Menschen befinden kann man sagen, dass aus diesen Gruppen an Hominiden – im Lauf der Zeit – erste menschliche Gruppen und in weiterer Folge erste menschliche Gesellschaften hervorgegangen sind.

Man kann also davon ausgehen, dass mit der Zunahme des Denkvermögens der Hominiden auch zur Zunahme von sonstige Fähigkeiten geführt hat und dass dadurch neue Möglichkeiten entstanden sind.

Dabei ist bei dieser Entwicklung auch die körperliche Entwicklung wesentlich. Die Hominiden bewegten sich zunehmend häufiger im aufrechten Gang. Dadurch entstand die die bessere Einsatzmöglichkeit der oberen Extremitäten.  Die Greif-Funktion der Hand wurde besser.  All dies führte zur Zunahme der Fähigkeiten und Möglichkeiten.

Parallel zur körperlichen Entwicklung erfolgte also auch die psychische Entwicklung und hier insbesondere die Zunahme des Denkvermögens und dieser Sachverhalt bedingte dies auch die weitere Entwicklung der Gesellschaft dieser Lebewesen.

Sodass man sagen kann, dass auf diesem Weg – über lange Zeiträume hinweg – die ersten menschlichen Gesellschaften und damit auch die ersten menschlichen Kulturen entstanden sind.

 

Neuro-biologisch betrachtet hat sich dabei vor allem das Gehirn und hier der frontale Pol des zentralen Nervensystems entwickelt.

Es kam in diesem Bereich des zentralen Nervensystems zur Differenzierung der Hirnrinde (Kortex) wodurch neben der Differenzierung der Motorik sich das Sprechen und Denken in Worten bzw. in Begriffen entwickelte.

In diesem Sinn hat sich aus dem tierischen Denken schrittweise das menschliche Denken entwickelt.

Während das Denken der hoch entwickelten Tiere mehr ein situatives Denken ist, kam beim Menschen darüber hinaus auch ein Denken in Worten bzw. in Begriffen dazu.

Deswegen kann man sagen, dass beim Menschen aus dem vorwiegend situativen Denken der Tiere – über lange Zeiträume hinweg – zusätzlich das diskursive Denken bzw. das begriffliche Denken entstanden ist.

Im Unterschied zum hochentwickelten Tier kann der Mensch – in einer Sprache die Dinge durch Worte benennen und so über die Sachen und die Sachverhalte denken und nachdenken und in dieser Sprache durch Worte formuliert sprechen und diese Sachverhalte mit anderen Menschen sprachlich kommunizieren.

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Nur Menschen können in Worten bzw. in Begriffen denken – Tiere können dies nicht:

Nur Menschen können in Worten bzw. in Begriffen denken und sprechen. Tierisches Denken ist mehr ein situatives Denken – teils in Verbindung mit gewissen Lauten. Man kann bezüglich den tierischen Lauten jedoch nicht von einer ausgeprägten Sprache im engeren Sinn sprechen sondern handelt es sich dabei um Laute die im Zusammenhang von gewissen Situationen vom Tier geäußert werden, die weiter gehende Kommunikation ist dadurch jedoch nicht möglich, sondern wird dadurch die Aufmerksamkeit der anderen Tiere erweckt und löst dies zum Beispiel das Fluchtverhalten der ganzen Gruppe aus.

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Durch das natürliche Denken beim Menschen ist der menschliche Geist entstanden:

Durch das natürliche Denken ist beim einzelnen Menschen im Rahmen seiner persönlichen Entwicklung sein persönlicher Geist entstanden.

Und es entstanden auf Grundlage dieser persönlichen Entwicklung nicht nur die Begriffe für die konkreten Dinge bzw. Sachen sondern im Umgang mit anderen Menschen der menschlichen Gesellschaft auch die Ideen, wie sie in der Gesellschaft kommuniziert werden. So etwa die Vorstellungen bzw. die Ideen in Bezug auf die Kräfte die in der Natur wirksam sind, und so etwa auch in Bezug auf die Geister, die in der Natur wirken und über Leben und Tod bestimmen.

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Natürliches Denken steht im Einklang mit der Natur:

Natürliches Denken steht im Einklang mit der Natur und demgemäß wird ein gläubiger Mensch sagen, dass das natürliche Denken mit dem Göttlichen – mit dem Überirdischen im Einklang steht.

Es beachtet und berücksichtigt das natürliche Denken also die natürlichen Phänomene und die Gesetze der Natur – und es richtet sich danach.

Dementgegen steht das egozentrische Denken und im weiteren Sinn auch das technokratische Denken, wie es seit nicht allzu langer Zeit bei den Menschen entwickelt  hat nicht mehr nach dem Einklang mit der Natur – sondern ist bestrebt die Natur zu beherrschen.

Allerdings ist vorhersehbar dass diese Entwicklung nicht weit führen wird bzw. in einer Sackgasse enden wird.

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Natürliches Denken lebt gemäß seinem Ursprung:

Natürliches Denken lebt gemäß seinem Ursprung, wie man bei den Tieren gemäß ihrem Wesen in der Natur beobachten kann.

Demgemäß kann man zum Beispiel bei der Beobachtung der unterschiedlichen Vögel an einem Vogelhaus beobachten wie diese die natürliche Ordnung respektieren.

Oder man kann bei den Tieren in der Wildnis beobachtet wie sich das Verhalten der Tiere an einer Wasserstelle abspielt oder an den Resten eines Kadavers in Bezug auf das Fressen.

Immer spielt sich derartiges gemäß der natürlichen Ordnung ab und kann man daraus erkennen bzw. daraus schließen dass die Tiere diese Gesetze der natürlichen Ordnung respektieren.

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Nur der Mensch ist geneigt die natürliche Ordnung zu missachten:

Am Verhalten der Menschen auf dieser Welt kann man erkennen, dass Menschen geneigt sind die natürliche Ordnung der Wesen zu missachten, in dem sie ihr persönliches Denken, ihr egozentrischen Denken und demgemäß auch ihr persönliches Handeln geneigt sind durch irgend eine Ideologie zu rechtfertigen, die man in der Natur nicht finden kann.

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(letzte Änderung: 27.10.2025, abgelegt unter: Definition, denken, Natur)

zuvor pos. 1 am 15.09.2025 davor 17.07.2025

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