menschliches Wissen

Menschliches Wissen ist Wissen das der Mensch erlangen kann.

Dies ist einerseits nonverbales Wissen und andererseits verbales Wissen.

Und weil, sowohl nonverbales Wissen wie auch verbales Wissen beschränkt ist, ist menschliches Wissen grundsätzlich beschränktes Wissen.

Unter einem anderen Blickwinkel betrachtet bzw. unter einem anderen Gesichtspunkt betrachtet, kann man sagen, dass der Mensch als irdisches Wesen das Ganze geistig nicht erfassen kann.

Im Gegensatz dazu ist Gott als göttliches Wesen unbeschränkt bzw. verfügt deswegen Gott der Allmächtige über unbeschränktes/göttliches /allumfassendes Wissen – also um Wissen dass das Ganze des möglichen Wissen erfassen kann.

Und deswegen kann man in den Worten einer menschlichen Sprache sagen bzw. kann man in den Begriffen einer menschlichen Sprache sagen, dass der Mensch allein wegen der Beschränktheit seines begrifflichen Denken als denkendes Wesen das Ganze in den Begriffen einer menschlichen Sprache bzw. in den Worten einer menschlichen Sprache grundsätzlich durch sein menschliches Denken, nicht erfassen bzw. in Worten nicht begreifen kann.

Beziehungsweise kann deswegen nur Gott/der Allmächtige/der Unendliche/der Unbegreifliche das Ganze bzw. alles Wissen wissen.

Respektive kann man deswegen sagen, dass nur Gott/der Allmächtige bzw. kann nur ein höheres/transzendentes/unbeschreibliches Wesen das Ganze geistig in keiner Weise beschränkt das heißt unbeschränkt erfassen.

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Beziehungsweise sollte der Mensch sich deswegen seiner grundsätzlichen Beschränktheit bewusst sein respektive beachten dass menschliches Wissen grundsätzlich beschränkt.

Nur wenig Wissen ist von dem was wir als Menschen wissen können Wissen vom Grad der Gewissheit. Vieles von dem was wir wissen bzw. wissen können ist vom Grad des Glaubens. Und noch mehr von unserem menschlichen Wissen ist vom Grad der Meinung.

Dies sollte ein im Sinn der Aufklärung aufgeklärter Mensch beachten um nicht im geistigen Zustand der Verblendung/der Überheblichkeit/der Anmaßung zu enden – sondern im jeweiligen Fall herausfinden von welchem Grad sein persönliches Wissen in Bezug auf die anstehende Frage ist.

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Unter einem anderen Blickwinkel betrachtet ist menschliches Wissen so wie das Wissen der Tiere deren Wissen situatives Wissen bzw. nonverbales Wissen ist beschränkt.

Nur dass der Horizont des Menschen im Denken im Vergleich zu dem der Tiere erweitert ist, weil der Mensch vor langer Zeit über lange Zeiträume hinweg in Begriffen bzw. in den Worten einer menschlichen Sprache in einer menschlichen Gesellschaft denken gelernt hat.

Weil also der Mensch neben dem nonverbalen Denken auch zum begrifflichen Denken befähigt ist, kann er auf der Grundlage von Ideen größere Zusammenhänge in Bezug auf die konkreten Sachen bzw. Sachverhalte erkennen.

Aber wenn der Mensch kritisch ist wenn er sich bewusst macht was er weiß und von welchen Grad sein persönliches Wissen ist dann wird er mit Bescheidenheit zur Kenntnis nehmen dass trotz aller Bemühung und trotz allem Streben in der Wissenschaft menschliches Wissen beschränkt ist.

Und gerade deswegen wird ein aufgeklärter Mensch tolerant sein wo Toleranz gebührt bzw. wird er bescheiden sein wo Bescheidenheit gebührt respektive wird er demütig sein wo Demut gebührt.

In diesem Sinn wird ein aufgeklärter Mensch als nicht intolerant sein wo Toleranz gebührt.

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Und damit erkennt man dass Vieles vom menschlichen Wissen Wissen ist das auf der Grundlage von nicht objektiv überprüfbaren Ideen bzw. Vorstellungen beruht.

Also viele unserer Theorien sind letztlich nicht beweisbar – sondern kann man wenn man will daran glauben dass es so ist wie man denkt dass es ist.

Aber eben Gewissheit kann man diesbezüglich nicht erlangen sondern als denkendes Subjekt als denkende Person daran glauben dass es so ist – und in Bescheidenheit/Demut und Toleranz gegenüber anderen verweilen die an andere Dinge/Sachen/Sachverhalte glauben.

Letztlich beruht also vieles von unserem Wissen auf Konzepten bzw. auf der Theorien deren Gültigkeit/deren Richtigkeit wir nicht objektiv gültig in der Wissenschaft überprüfen können bzw. gibt es dafür keinen eindeutigen Beweis.

Mit anderen Worten es gibt für dieses Wissen keinen allgemein gültigen Beweis sondern handelt es sich dabei um subjektiv gültiges Wissen bzw. um persönliches Wissen von dem man als denkendes Subjekt durchaus überzeugt sein kann und überzeugt ist. Aber eben im selben Moment ist der aufgeklärte Menschen – der Mensch der sich der Beschränktheit seines persönlichen Wissens und überhaupt des möglichen Wissen bezüglich der anstehenden Frage bewusst ist angemessen bescheiden.

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Und eben, weil begriffliches Wissen bzw. weil verbales Wissen zum großen Teil auf Ideen beruht und nur zum kleinen Teil auf Tatsachen, ist menschliches Wissen ausgenommen vom kleinen Bereich des durch Tatsachen begründeten Wissen bzw. des durch Fakten begründeten Wissen immer beschränktes Wissen.

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Unter einem weiteren Gesichtspunkt betrachtet, kann man sagen, weil der Mensch neben seinem nonverbalen Wissen auch über begriffliches Wissen verfügt hat sich sein Wissen auf Grund der Erfahrung und auf Grund der Möglichkeiten das Wissen in der Wissenschaft zu erweitern im Lauf der Zeit erweitert.

Und konnte der Mensch durch die Forschung und durch die Studien in den Wissenschaft bzw. in den verschiedenen Bereichen der Wissenschaft – einerseits in der Geisteswissenschaft und andererseits in der Naturwissenschaft – sein Wissen erweitern.

Aber eben, in vielen Bereichen stößt der Mensch als ein in Begriffen denkendes Lebewesen an die Grenzen seins möglichen Wissens und es hat diesen Sachverhalt der Psychiater und Philosoph Karl Jaspers auf der Grundlage der Philosophie von Immanuel Kant erkannt, und in seinem: „Allgemeine Psychopathologie“ in Bezug auf die Forschung unter Ideen treffend beschrieben (vergleiche mit Jaspers Zitat).

Und zum Schluss kann man an dieser Stelle festhalten, dass auf dieser Welt – auf unserer Erde – praktisch in allen Kulturen bzw. in allen menschlichen Gesellschaften schon vor unverstellbar langer Zeit Menschen gegeben hat, die die Grenzen des menschlichen Wissens erkannt haben – und die deswegen mit der angemessenen Bescheidenheit und mit dem gebührenden Respekt anderen Menschen – insbesondere bis dahin fremden Menschen begegnet sind. Und tatsächlich gebührt in diesem Sinn sowohl dem einzelnen Menschen Respekt.

Und hat der Mensch auch Anlass das Leben an sich und in diesem Zusammenhang das Leben aller Lebewesen angemessen bzw. respektvoll zu behandeln, was übrigens weise Menschen in allen Kulturen bzw. in allen menschlichen Gesellschaften schon vor langer Zeit erkannt haben.

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(letzte Änderung 15.12.2025, abgelegt unter, Abstraktion, Begriff, Definition, denken, Dialektik, Erfahrung, Erkenntnis, denken, Geist, Natur, Philosophie, Psyche, Wissenschaft)

zuvor pos. 1 am 15.12.2025

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