Liebe ist Vereinigung.
In der belebten Natur manifestiert sich die Liebe durch die Vereinigung der Lebewesen.
Beziehungsweise gelangt in der belebten Natur die Liebe durch die körperliche Vereinigung der Lebewesen zur natürlichen Manifestation.
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Vereinigung der Lebewesen in der belebten Natur:
Bezüglich der körperlichen Vereinigung bei Pflanzen – kann man sagen – dass hier die Liebe sich durch die Vereinigung des männlichen Samens mit der weiblichen Samenzelle manifestiert.
Beziehungsweise kann in der belebten Natur beobachtet werden wie durch die Vereinigung der männlichen Samenzelle mit der weiblichen Samenzelle ein neues Lebewesen entsteht und dieses neue Lebewesen zur Fortpflanzung der Art bzw. Gattung – man kann auch sagen zum Erhalt der Art bzw. zum Arterhalt beiträgt.
Körperlich betrachtet ist bei Tieren die Liebe ebenfalls die körperliche Vereinigung des männlichen Samens im mit der weiblichen Samenzelle/Eizelle bei einer bestimmten Art.
Dabei kommt es in der Natur durch die Vereinigung des männlichen Körpers mit dem weiblichen Körper auf natürliche Art und Weise zur sexuellen Paarung und letztlich dadurch zum Erhalt der Art bzw. der Gattung. Es handelt sich bei der körperlichen bzw. bei der sexuellen Paarung um ein natürlich sich manifestierendes körperliches Phänomen.
Psychisch betrachtet zeigt sich die Liebe bei Tieren, insbesondere die Liebe bei Tieren einer höher entwickelten Art nicht nur als körperliches Phänomen sondern auch als psychisches Phänomen. Dabei manifestiert sich dieses psychischen Phänomen durch diverse Erscheinungen. Man denke etwa an den körperlichen Kontakt, die körperliche Zuneigung, die gegenseitige Körperpflege, die Berührung, die Annäherung, das Aussuchen des Kontakts usw. wie sich dies bei Tieren einer Art insbesondere in einer Gruppe bzw. in einer tierischen Gesellschaft manifestiert. So zum Beispiel in der Form der Gruppenbildung für gemeinsame Wanderungen, in der Form der Bildung eines Schwarms als natürliches Phänomen.
Und man kennt in diesem Zusammenhang auch die Begriffe: psychische Anziehung, Interesse, Neugierde, Aufmerksamkeit, Sympathie, Zuneigung usw.
Beziehungsweise kennt man in diesem Zusammenhang auch die entgegengesetzten Begriffe: Antipathie, Ablehnung, Konkurrenz, Aggression, aggressives Verhalten gegenüber einer anderen Art, oder Konkurrenz innerhalb der selben Art (Konkurrenz-Kampf, Rivalität, Revier-Kampf, Interessens-Kollision usw.).
Bezüglich der Liebe bei Tieren kann man also eine körperliche Vereinigung und eine psychische Vereinigung unterscheiden bzw. kann man sagen, dass die beiden Teile ein Ganzes bilden dass man in zwei Teile gliedern kann.
Und man unterscheidet demgemäß bei diesem Ganzen die körperliche Vereinigung (körperliche Liebe = den körperlichen Sex im engeren Sinn respektive die körperliche Sexualität, im engeren Sinn von psychischen Phänomenen wie z. B.: dem psychischen Phänomen des sexapeal, sexuelle Faszination, sexuelle Erregung, teils durch körperliche Reize verursacht, teils durch psychische Reize – und beim Menschen stimuliert teils auch durch geistige Reize verursacht.
Beim Menschen beinhaltet die Liebe also je nach Fall und Sachverhalt auch geistige Phänomene bzw. spielen beim Menschen bzw. bei der menschlichen Liebe – etwa im Hinblick auf die Attraktion (Anziehung/Zuneigung) auch geistige Phänomene eine mehr oder weniger große Rolle.
Sodass man festhalten kann, dass beim Menschen die Liebe je nach Fall und Sachverhalt ein Phänomen ist das durch körperliche Faktoren, psychische Faktoren und in gewissen Fällen auch durch geistige Faktoren gebildet wird.
Auf jedem Fall kann man sagen dass die Liebe als Ganzes sich manifestiert bzw. kommt dieses Ganze durch eine natürlichen Kraft bzw. durch eine vereinigende Kraft zustande.
Respektive ist die Liebe diese vereinigende Kraft die die tatsächliche Vereinigung zum Ziel hat bzw. die dieses Ziel der Vereinigung anstrebt bzw. falls möglich auf natürliche Art und Weise die Vereinigung bewirkt.
So gesehen kann man sagen, dass die Liebe ein natürliches Phänomen ist das sich in der Natur auf natürliche Art und Weise bei den unterschiedlichen Arten von Lebewesen auf natürliche Art und Weise gebildet und entwickelt hat – und das demgemäß sich in der Natur in den unterschiedlichsten Formen und Verhaltensweisen der Lebewesen als natürliches Phänomen manifestiert.
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Psychisch bzw. psychologisch betrachtet ist die Liebe eine vereinigende Kraft.
Diese vereinigende Kraft manifestiert sich bei getrennten Lebewesen psychisch bzw. psychologisch betrachtet, weil die Liebe in der Richtung der Vereinigung der Lebewesen wirkt.
So gesehen kann man sagen, dass die Liebe ein natürliches Phänomen ist das sich in der Natur und hier insbesondere in der belebten Natur bei den Lebewesen einer Art bzw. einer Gattung mehr oder weniger bewusst als natürliches Phänomen manifestiert.
Und weil der Mensch unter den Lebewesen das Lebewesen ist bei dem sich das am höchsten entwickelte Bewusstsein entwickelt hat, kann der Mensch unter den Lebewesen die Liebe im höchsten Grad bewusst im eigenen Bewusstsein erleben.
Beziehungsweise erleben die anderen Lebewesen die Liebe gemäß ihrer Gattung bzw. Art weniger bewusst bzw. mit weniger Bewusstsein.
Und zwar angefangen von der einzelnen Zelle über die einzelnen unterschiedlichen Einzeller bis zu den unterschiedlichen Vielzellern, die niederen Pflanzen zu den höher entwickelten Pflanzen, den niederen Tieren bis zu den höher entwickelten Tieren aller Arten bzw. Gattungen bis hin zum Menschen der die Liebe mit dem höchsten Grad an Bewusstsein erleben kann.
Und falls man in der Natur die unbelebte Natur betrachtet so findet man in ihr – unter dem Aspekt bzw. unter dem Gesichtspunkt der Liebe betrachtet ebenfalls die vereinigende Kraft, mehr oder weniger ausgeprägt, die die anorganischen Einheiten/Dinge/Stoffe mehr oder weniger ausgeprägt zusammenhält bzw. als vereinigende Kraft vereinigt.
Allerdings gibt es in der unbelebten Natur kein Leben und findet sich deshalb in ihr kein bewusstes Erleben dieser vereinigenden Kraft, wohingegen dies in der belebten Natur – wie vorangehend geschildert sehr wohl der Fall ist.
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Dies wird durch die Erfahrung bzw. durch die Beobachtung in der Natur und zwar sowohl in der unbelebten Natur wie auch in der belebten Natur, weil die Erfahrung in der Natur durch die Beobachtung uns Menschen dies lehrt, dass diese vereinigende Kraft – mehr oder weniger ausgeprägt – überall in dieser Hinsicht als vereinigende Kraft wirksam ist.
Und dieser Sachverhalt kann man in der belebten Natur nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Tieren von denen der Mensch abstammt am deutlichsten beobachtet werden, sondern im weiteren Sinn auch bei Pflanzen .
So dass man sagen, kann dass die Liebe in der Natur gemäß dem natürlichen Prinzip auf wunderbare Art und Weise entstanden ist und unter allen Lebewesen auf wunderbare Art und Weise bzw. auf natürliche Art und Weise mehr oder weniger bewusst wirkt.
Beziehungsweise bewirkt die Natur auf dieser Grundlage gemäß dem natürlichen Prinzip dass die Lebewesen der unterschiedlichen Arten und Gattungen auf der Erde gemäß dieser natürlichen Kraft am Leben erhalten werden und sich gemäß ihren Möglichkeiten in ihrem Leben auf natürliche Art und Weise natürlich fortpflanzen bzw. in der Wildnis in der Natur seit dem Beginn der belebten Natur aus der unbelebten Natur entstanden sind und seither in der unbelebten Natur leben soweit dies im Rahmen ihrer Möglichkeiten dort zu leben möglich ist bzw. dort zu überleben möglich ist.
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Die Natur lehrt dass gleichartige Lebewesen nach Vereinigung streben:
Die Beobachtung der Lebewesen in der Natur lehrt dass gleichartige Lebewesen nach Versammlung und nach Vereinigung streben.
Daher der Spruch im Englischen: birds of a feather flock together.
Dies gilt allerdings nicht nur für höher entwickelte Tiere sondern auch für Menschen.
In diesem Sinn wirkt eine biologische Kraft bzw. eine ursprüngliche natürliche Kraft die dieses Streben bzw. die diese ursprüngliche Sehnsucht nach Vereinigung bewirkt.
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Männlich – Weiblich:
Das Männliche sehnt sich in der Regel nach dem Weiblichen und umgekehrt sehnt sich das Weibliche in der Regel nach dem Männlichen.
Dieses Phänomen der Liebe kann allerdings nur ein Mensch aufgrund seiner persönlichen Erfahrung in den Worten einer menschlichen Sprache aussagen oder in geschriebenen Worten in einer menschlichen Schrift beschreiben.
Dies bedeutet dass nur ein Mensch auf der Grundlage der Begriffe einer menschlichen Sprache das Phänomen der Liebe beschreiben kann.
Dies ist so, weil unter den Lebewesen dieser Erde das Phänomen nur das Denken in Begriffen bzw. das Denken in Worten gelernt hat – sodass er unter anderem die Liebe in Worten ausdrücken/in Liedern in einer menschlichen Sprache besingen kann.
Oder es kann der Mensch das Phänomen der Liebe in sonstiger Form ausdrücken und auf seine persönliche Art und Weise kommunizieren.
Und dies ist der Grund warum ein Mensch auf Grundlage seines begrifflichen Denken die Liebe als Phänomen in Gedichten poetisch beschreiben/in Liedern in der Lyrik besingen/und auf der Grundlage von Worten in der Psychologie psychologisch beschreiben bzw. psychologisch definieren kann.
Man kann also festhalten, dass man das Phänomen der Liebe unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachten und beschreiben kann.
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Zum Beispiel kann man sagen, dass die Liebe das Eine ist aus dem Alles entsteht.
Oder man kann sagen: die Liebe ist das Göttliche/das Allmächtige/das Gute/das Positive/das Aufbauende/das Vereinigende/das Lebendige usw.
Im Gegensatz zur Liebe ist der Hass das Satanische/das Ohnmächtige/ das Böse/das Zerstörende/das Trennende//das Tote usw.
Man kann die Liebe unter all den genannten Gesichtspunkten betrachten und den Begriff Liebe durch all die genannten und weitere Eigenheiten charakterisieren, beschreiben und dadurch definieren.
Im Gegensatz dazu kann man den Begriff Hass durch die entgegengesetzten Eigenheiten charakterisieren, beschreiben und dadurch definieren.
Damit erkennt man dass der Begriff Liebe und der Begriff Hass ein dialektisches Paar bilden.
Und man kann dieses dialektische Paar durch die genannten Eigenheiten und durch weitere, ungenannte Eigenheiten charakterisieren, beschreiben und dadurch definieren.
Und es wird damit deutlich, dass der Begriff Liebe – hier dargestellt als Gegensatz zum Begriff Hass – auf dieser Welt – erst durch das menschliche Denken und das menschliche Handeln bzw. das menschliche Tun entstanden ist bzw. ist sind Liebe und Hass erst mit dem Erscheinen des Menschen auf diese Welt gekommen.
Zuvor – bevor der Mensch auf der Welt erschienen ist – und es so gesehen kein menschliches Denken und auch kein menschliches Handeln bzw. kein menschliches Tun gab – gab es das Phänomen Liebe und ebenso das Phänomen Hass noch nicht.
Beziehungsweise kann man bei den anderen Lebewesen auf dieser Welt – weder bei den Einzellern noch bei den Vielzellern und demgemäß auch nicht bei den Pflanzen oder bei den Tieren diese Eigenheiten in dieser Ausprägung beobachten und beschreiben, weil es bei diesen Lebewesen kein Denken in diesem Sinn gibt und damit auch kein entsprechendes Handeln bzw. auch kein entsprechendes Tun.
Von einem anderen Aspekt aus betrachtet, kann man sagen, dass die Liebe zwischen den Lebewesen einer bestimmten Art bzw. bei einer bestimmten Gattung ein natürliches Phänomen ist, das für die Arterhaltung dieser Gattung sorgt bzw. die Arterhaltung gewährleistet.
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Zum Phänomen der Verliebtheit:
Unter einem weiteren Aspekt bzw. unter einem anderen Blickwinkel betrachtet, kann man sagen, dass die Liebe und damit auch die Verliebtheit vom Standpunkt des einzelnen Individuums aus betrachtet, ein Resonanzphänomen ist.
Dieses Resonanzphänomen entsteht durch gewisse Faktoren ausgelöst auf der Grundlage der natürlichen Anlage der Lebewesen und bewirkt, im gegebenen Fall dadurch im jeweiligen Individuum die Resonanz bzw. das Resonanzphänomen das man als Liebe bzw. als Verliebtheit bezeichnet.
Dabei entsteht dieses Phänomen, genau betrachtet, in jedem Individuum für sich – und demgemäß in individuell unterschiedlicher Ausprägung.
Dies bedeutet für den einzelnen Menschen, dass jede Personen für sich in den Zustand der Verliebtheit bzw. der Liebe zum anderen Menschen gerät.
Natürlich kann es im konkreten Fall sein, dass zwei Personen gleichzeitig sich verlieben – etwa beim ersten Zusammentreffen.
Aber dies muss nicht unbedingt der Fall sein.
Es kann auch sein, dass sich die eine Person sich sofort in eine andere verliebt – etwa beim ersten Anblick, wobei die andere Person vielleicht eine gewisse Sympathie verspürt – mehr jedoch nicht.
Dazu sage ich aufgrund meiner persönlichen Erfahrung und Beobachtung, verallgemeinernd, dass das Männliche geneigt ist sich spontan zu verlieben, wohingegen das Weibliche sich in aller Regel erst allmählich verliebt bzw. die weibliche Zuneigung im gegebenen Fall sich im Lauf der Zeit zur Verliebtheit steigert.
Daher kann man berechtigt sagen, dass die Verliebtheit infolge des Resonanzphänomens sich in den einzelnen Individuen unterschiedlich entwickelt bzw. unterschiedlich entsteht.
Weitere Aspekte unter denen man die menschliche Liebe betrachten kann:
In Bezug auf den Menschen kann man die Liebe unter dem Aspekt der körperliche Liebe und unter dem der psychisch-geistigen Liebe betrachten.
Im Hinblick auf das Seelenleben der einzelnen Person kann man sagen kann man sagen, dass die Liebe ein besonderer Zustand der Befindlichkeit ist.
In Bezug auf die Psyche ein Gefühl der Verbundenheit, der Zuneigung, der Freude, der seelisch/geistigen Vereinigung.
In Bezug auf den Körper ist es eine Verbundenheit das vom Gefühl der Lust begleitet ist, das im Orgasmus seinen Höhepunkt findet, und im Hinblick auf den Samenerguss des Männlichen die Befruchtung des Weiblichen zur Folge haben kann, und damit ein möglicher Beitrag zur Arterhaltung geleistet wird – ohne dass dies im Moment des Liebesakts der einzelnen Person bewusst ist.
Wenn die Liebe auf eine Person gerichtet ist, dann ist das Gefühl der Sympathie vorhanden.
Die Liebe ist somit in Bezug auf den Menschen ein psychisches Phänomen.
Das Gegenteil von der Liebe ist der Hass, der mit dem Gefühl der Abneigung/der Wut usf. einhergeht.
In Bezug auf das Auftreten der Liebe:
In Bezug auf das Auftreten der Liebe kann man sagen, dass diese plötzlich da ist – etwa beim Anblick der anderen Person oder man bemerkt, dass die Liebe nach einem gewissen Ereignis plötzlich nicht mehr da ist.
In diesem Zusammenhang kann man sagen, dass die Liebe ein Resonanzphänomen ist, das entweder vorhanden ist oder das nicht mehr vorhanden ist – wenn die Liebe erloschen ist.
Liebe ist ein Phänomen (griechisch: phenomenon – das was erscheint, das Erscheinende), also ein Phänomen das im Bewusstsein der Person, die es erlebt erscheint. Daher ist die Liebe ein psychisches Phänomen, weil es die Psyche betrifft.
In Bezug auf den Körper ist die Liebe das Streben nach körperlicher Vereinigung.
Aus der körperlichen Vereinigung ergibt sich der Arterhaltung bzw. die Fortpflanzung des Materiellen dieser Art des Lebendigen.
Weiteres zum Phänomen Liebe:
Es stellt sich die Frage: was ist Liebe?
Wenn man mehrere Personen hört, dann sagt die eine Person: Wenn Du mich wirklich liebst, dann würdest du „das“ tun, aber das „andere“ nicht tun.
Eine andere Person formuliert ähnlich, aber nicht genau die gleichen Bedingungen.
Bei all diesen Formen bzw. Definitionen der Liebe handelt es sich um „bedingte Liebe„. Ich liebe dich wenn ….. Wenn Du mich wirklich liebst dann ….
Immer handelt es sich also in diesen Fällen um eine „bedingte Liebe“, oder man kann auch sagen um Liebe unter Bedingungen.
Es stellt sich nun die Frage: gibt es „unbedingte Liebe“? – und wenn es sie gibt, was zeichnet „unbedingte Liebe“ aus?
Unbedingte Liebe ist offenbar Liebe, die nicht durch solche Bedingungen „bedingt“ ist. Es handelt sich dabei offenbar um eine Form von Liebe, die keine äußere Ursache hat.
Also ist unbedingte Liebe wie eine „Quelle“, die sprudelt, es „gibt“ sie, aber sie „nimmt“ nicht, sie braucht nichts von außen. Sie erwartet nichts. Sie weiß nicht was mit dem geschieht was sie gibt – und sie kümmert sich auch nicht weiter darum, sie sprudelt bedingungslos. Manchmal sprudelt sie mehr, manchmal weniger.
Es gibt also „bedingte“ Liebe, die durch äußere Reize bzw. durch äußere Bedingungen angeregt wird und die auch in Folge von äußeren Gegebenheiten abhängig wieder vergeht, wohingegen die „unbedingte Liebe“ nicht in diesem Sinn von äußeren Bedingungen abhängig ist.
Liebe im herkömmlichen Sinn ist also bedingte Liebe, so wie sie in Abhängigkeit von äußeren Gegebenheiten in Erscheinung tritt und auch wieder vergeht.
Liebe ist offenbar in jedem Fall ein Resonanzphänomen. Im Fall der bedingten Liebe kommt das Resonanzphänomen durch Anregung von außen zustande, etwa durch Schönheit, durch sexuelle Reize, durch Freundlichkeit, durch Selbstlosigkeit und andere Erfahrungen, die eine positive Wirkung haben bzw. durch die individuelle Assoziation die Liebe und die Verliebtheit auslösen.
Im Fall der unbedingten Liebe findet sich keine äußere Anregung, sondern es entsteht das Phänomen aus dem Inneren – man kann also von einer „Auto-Resonanz“ sprechen, die aus dem eigenen Inneren entsteht.
Psychologisch betrachtet ist die Liebe ein besonderes Gefühl mit besonderen Empfindungen und besonderen Gedanken. Oder man kann auch sagen: psychologisch betrachtet ist die Liebe ein psychologisches Resonanzphänomen, insofern psychologische, individuelle Gegebenheiten die Liebe in einer Person erwecken und bestärken. Auf der Grundlage der individuellen Voraussetzungen erwecken gewisse Erfahrungen in dieser Person das Gefühl der Liebe. Die Sexualität und die sexuelle Neigung ist dabei von Bedeutung. Die Sexualität kann also ein mehr oder weniger starker Faktor sein, der dieses Resonanzphänomen auslöst und bestärkt und letztlich Liebe im Sinn der bedingten Liebe bewirkt.
Neuro-physiologisch betrachtet kann man ebenfalls sagen, dass Liebe ein Resonanzphänomen ist, und zwar beruht dieses Phänomen wahrscheinlich auf einem „Gleichklang“ bzw. auf einem „Gleich-Schwingen“ von neuronalen Strukturen, wie diese durch gewisse Reize und Informationen ausgelöst werden. Es sind durch diesen Gleichklang also gewisse neuronale Muster in Gang gekommen, die auf eine gewisse Art und Weise aktiv bzw. angeregt sind und zu einer gleichartigen neuronalen Funktion in zwei Individuuen führen, falls beide Personen verliebt sind.
Geistig betrachtet ist die Liebe ein Mysterium.
Es stellt sich nun noch die Frage: was ist „unbedingte Liebe“ und auf welcher Grundlage entsteht „unbedingte Liebe„?
Wer ist fähig zu „unbedingter Liebe„? Wer ist fähig zu einer Liebe, die ohne Bedingungen entsteht und besteht?
Offenbar eine Person, die selbst ohne Mangel ist, die keinen Bedarf an etwas von außen Hinzukommendem hat. Eine Person die nichts benötigt. Eine Person die nichts sucht. Also eine Person, die nichts begehrt, die nichts erwartet, die die „Fülle“ in sich hat und diese Fülle in sich spürt, unabhängig von äußeren Gegebenheiten.
Von einer Person, die solche Liebe in sich spürt, kann man ohne zu übertreiben sagen, dass sie die unbedingte Liebe als die wahre Liebe erlebt.
Weil diese Form der Liebe nur auf der Grundlage der inneren Fülle entsteht – ist einsichtig, dass diese Form der höchsten Liebe im Sinn der unbedingten Liebe relativ selten angetroffen wird, bzw. dass man als unvollkommener Mensch nur beschränkt zu dieser Liebe fähig ist.
Anders formuliert: Menschen, die diesen Grad an Vollkommenheit noch nicht erlangt haben, sind offenbar nur zu einer Form von mehr oder weniger bedingter Liebe fähig.
Damit wird deutlich, dass die Liebesfähigkeit, die Fähigkeit zu lieben nicht nur von dem abhängig ist, was man von Außen empfängt bzw. empfangen hat, sondern auch von dem, was im Inneren als Voraussetzung vorhanden ist und sich im Laufe des eigenen Lebens entwickelt hat. Man erkennt damit, dass die Fähigkeit zu lieben bzw. die Liebesfähigkeit etwas ist das in einer Person entsteht und sich entwickelt bzw. weiter entwickeln kann.
Mit anderen Worten: die Liebesfähigkeit ist nicht nur eine Gegebenheit, sondern Etwas das entwicklungsfähig ist.
Es gilt hier der Spruch von Karl Jaspers: „Der Mensch ist sich gegeben und aufgegeben„.
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(letzte Änderung 11.03.2026, abgelegt unter: Definition, Phänomen, psychologischer Begriff, Psyche, Psychologie, fühlen)
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